Zettelkasten 18.03.2015: Dystopie und warum’s Lutz Bachmann freut

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Für ein bedingungsloses Grundeinkommen und die aus Gründen der Kapitalismuskritik angezündeten Polizeiautos und von Wackersteinen verletzten Polizisten_innen für Twitter mit dem neuesten iPad filmen. Da braucht es schon echt ein in sich geschlossenes Weltbild.

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18 Gedanken zu “Zettelkasten 18.03.2015: Dystopie und warum’s Lutz Bachmann freut

  1. Bestimmt hat ein Polizist dem friedlich demonstrierenden Bürger die Zunge herausgestreckt, was natürlich völlig überzogen ist und angemessen mit Pflastersteinen und Feuerzeugen geahndet werden mußte. Fragen Sie mal Frau Kipping….

  2. Detlef,
    Anshu Jain ist offensichtlich insgeheim davon überzeugt, seine Banksterbude hätte es mehr verdient.

  3. Ich verstand nie, warum sich Menschen so was gefallen lassen, egal ob in Griechenland, wo es die EU-Bonzen, allen voran Schäuble, mit ihrer Austerität überzogen haben und ganz genau so wie hier ……

    http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/loehne-ungleichheit-entsteht-durch-tarifflucht-a-1024155.html

    10000 Demonstranten abzügl. der paar hundert Chaoten ist ein Anfang. Die Lunte brennt. Anshu Jain hat sie aus seinem Büro von ganz “oben” offensichtlich brennen sehen und den Brandgeruch in der Nase.

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  4. Bei uns wird zwar gern alles so dargestellt, als wäre im Himmel Kirmes, Deutschland steinreich und die Konsumenten taumeln von einem Kaufrausch in den nächsten. In Wahrheit pfeifen immer mehr Arbeitnehmer der staatstragenden Mittelschicht aus dem letzten Loch. Wer in so einer Situation noch hunderte Milliarden Miese der Zockerbanken verrettet, hat entweder bald nicht mehr nur 10.000 Demonstranten vor der EZB, sondern das Volk bei sich vorm Bundestag stehen. Oder aber das Volk hat geistig schon resigniert und ist damit leichte Beute für die Nazihorden a la Lutz Bachmann. Kulturell sind wir ja schon ziemlich degeneriert, wenn ich mir z.B. die Diskussion um Autos als Weltkulturerbe so ansehe.

  5. Ich möchte den Blockupy Demonstranten und den mitlaufenden Schwachmaten und Kriminellen aufrichtig für ihre eindrucksvolle Werbung für die AFD danken! :-)

  6. Lieber Gast, in keinem anderen Land der Welt lebt es sich hinsichtlich persönlicher Freiheit, wirtschaftlichen Wohlstands, individueller Sicherheit und solcher Kleinigkeiten wie einer funktionierenden Gesundheitsversorgung so gut wie hier. Das sollte man immer mal feststellen, bevor man daran geht, die Dinge zu kritisieren, die zweifelsohne kritikwürdig sind. Aber diesen marodierenden Horden eine Legitimation anzudichten mit irgendwelchen Märchen über die Verarmung weiter Bevölkerungsteile – das ist ein Witz.

    Und wenn Leute aus südeuropäischen Krisenländern ihre Wut auslassen wollen, dann sollen sie bitte die Villen ihrer heimischen Elite und der Steuerflüchtlinge blockieren und nicht eine Institution attackieren, die gerade mit Quantitative Easing linke Finanzpolitik betreibt.

  7. Lieber “Volker”,

    daß ich mit meinem Kommentar Gewalt legitimiere, den Schuh ziehe ich mir nicht an, mein Gutster. Jakob Augstein schrieb heute im Spiegel treffend:

    “Die Gewalt der Protestierenden wird einhellig verurteilt. Aber die Gewalt des Systems ignorieren wir. Was ist mehr wert: Das Leben eines griechischen Rentners? Oder ein deutscher Streifenwagen?”

    Und die EZB betreibt mit ihrer durch nichts legitimierten Geldschwemme “linke Finanzpolitik” in dem sie griechischen Banken, den Oligarchen und den Goldmann Sachs’en dahinter die Milliarden rüberschiebt… und die EZB und wir sind die Guten… alles klar, hab verstanden.

  8. die Gewalt ausübenden Kriminellen von gestern haben garantiert nichts im Sinn mit der EZB Politik, das ist immer der gleiche Mob, der so zu behandeln sein sollte wie man es mit Gewalttätern tut.
    Man kann nur hoffen, dass die Polizei lernt und bei ähnlicher Gelegenheit Gummigeschosse einsetzt, äusserst schmerzhaft und sofortige Handlungsunfähigkeit garantiert, anders kommt man den kriminellen Schwachköpfen nicht bei. Bei direkten Angriffen mit per se lethalen Waffen wie Pflastersteinen und riesigen Knüppeln sollte im Notfall ein Schusswaffengerbrauch nicht völlig ausgeschlossen sein.
    Vor einer solchen “Demo” sollte dann die Polizei darauf hinweisen, bringt schon sicher was, diese Kriminellen sind ja letztendlich sehr feige

    Wie gesagt, ich bin ja selbst ein großer Gegner der EZB und EU Politik

  9. Lieber Gast, der von Ihnen verlinkte Artikel hat nichts mit Zentralbankpolitik zu tun, sondern beschreibt, wie eine Geschäftsbank den Griechen beim Besch… geholfen hat. Zudem sollte man wissen, dass mittlerweile 80% der griechischen Schulden bei Staaten beziehungsweise Institutionen wie dem Rettungsschirm oder dem IWF liegen. Nur noch ein Fünftel der Gläubiger sind private Banken (Quelle hier:http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/eurokrise/griechenland/wie-viel-schulden-griechenland-schon-erlassen-wurden-ein-offener-und-ein-verdeckter-schuldenschnitt-13391476.html). Keine Ahnung, wen Sie mit “Oligarchen” meinen. Vielleicht sind das die griechischen Steuersünder, gegen die Demonstrationen wohl gerechtfertigt wären und für deren Verhalten man nicht so ein Konstrukt wie “strukturelle Gewalt” braucht, weil es einfach kriminell ist.

  10. Ich habe in den neunziger Jahren in Berlin aus nächster Nähe gesehen, wie sich eine Mannschaftswagenbesatzung (etwa acht Polizisten) drei Fensterscheibeneinwerfer gegriffen hat. In einer südamerikanischen Bananenrepublik drischt die Polizei auch nicht anders auf die Menschen ein.
    Die Polizei schenkt denen, die sie kriegen nichts, gar nichts.

  11. Für Leseschwache eins vorab: Dass selbstverständlich nicht jeder Gewaltakt aus dem schwarzen Kapuzenpulli die Folge staatlicher Provokation ist, aber Tatsache ist nun mal, dass dessen ‘Dienste’ sich seit den 70 er Jahren immer wieder dabei erwischen ließen, wie sie gleich auf beiden Seiten der Barrikaden aktiv eskaliert haben. Es liegt mir fern, damit irgendwen zu entschuldigen, der da in Frankfurt Steine und Molotow-Cocktails geworfen hat oder etwas zu relativieren. Insofern ist es nur konsequent, dass bislang noch jede Form von Hooliganismus bei solchen Demonstrationen gegen das Establishment, nachweislich von den Diensten mit angefacht wurden, die angeblich für Sicherheit sorgen.
    So lange für mich z. B. nicht glaubhaft die Rolle eines hess. Verfassungsschutzmitarbeiter geklärt ist, der “zufällig” in einem Kasseler Internet Cafe saß, als in Sichtweite nebenan ein Mensch mit mehreren Schüssen ermordet wurde und absolut nichts davon bemerkt haben will, und ein Herr Bouffier & Co alles, wirklich alles getan haben, die Aufklärung vor dem UA zu verhindern, so lange keine 24 Stunden nach so einem bedauerlichen Ereignis wie grade in Ffm unsere Rechtspolitiker schon wieder nach der Vorratsdatenspeicherung schreinen, stelle ich schlicht fest, dass ich vom angeblichen Rechtsstaat desilluisioniert, solche taktische Gewalt auch bei dieser Demo in Ffm, für mehr als denkbar halte.

  12. “Ich habe in den neunziger Jahren in Berlin aus nächster Nähe gesehen, wie sich eine Mannschaftswagenbesatzung (etwa acht Polizisten) drei Fensterscheibeneinwerfer gegriffen hat. In einer südamerikanischen Bananenrepublik drischt die Polizei auch nicht anders auf die Menschen ein.
    Die Polizei schenkt denen, die sie kriegen nichts, gar nichts.”

    Das freut mich, hoffentlich haben sie lange daran gelitten die Idioten! Leider geht das heute so nicht mehr, wundert mich, dass die weichgespülten Linksgrünen in den Parlamenten der Polizei noch nicht verboten hat, sich überhaupt zu wehren

    Notabene – was jetzt die NSU mit den Auschreitungen der Kriminellen in Ffm zu tun hat, entzieht sich meiner Kenntnis. Das hat auch eine Chuzpe, heftig zu relativieren und dann zu schreiben man möchte ja nicht relativieren.

    Aber, keine Sorge, die linke Medienmacht hat ja schon neue Schuldige gefunden:

    http://www.spiegel.de/politik/deutschland/blockupy-in-frankfurt-rechtsextremisten-mischten-bei-protest-mit-a-1024681.html

    Der Linke wirft ja nur Steine für einen guten Zweck..

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