Let’s destroy Germoney

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Der Kabeljau: Das Meer ist weit, das Meer ist blau, im Wasser schwimmt ein Kabeljau. Da kömmt ein Hai von ungefähr, ich glaub´von links, ich weiss nicht mehr, verschluckt den Fisch mit Haut und Haar, das ist zwar traurig, aber wahr. Das Meer ist weit, das Meer ist blau, im Wasser schwimmt kein Kabeljau.

         (Heinz Erhardt)

Was ich Dienstag Abend sah, raubt mir inzwischen nicht mehr den Atem. Ich frage mich nur bis heute, wie solche Verbrechen geplant werden, die freilich unter systemrelevanter Bankenschutzpolitik und per se strafrechtlicher Immunität firmieren. Sitzen da ein paar gierige Bankster mit korrupten Politikern beim Spargelessen im Kanzleramt zusammen und einer sagt: “Lasst uns auf Beutezug gehen und ein paar Milliarden obendrauf in die eigenen Taschen raisen, wie viele Leute dabei so oder so draufgehen, ist doch scheissegal”.

Wenn so ein Banksterboss wie Anshu Jain zynisch genug ist, dreist in die Kamera blickend zu sagen “Das Verhalten dieser Leute war verwerflich… und ich war ihr Anführer. Da kann man sich nicht herausreden” und brutal zeigt, dass ihm seine Reputation und das wirklich schlimme Schicksal von tausenden von entlassenen Mitarbeitern am Arsch vorbei gehen, fragt ich mich, wo da überhaupt noch ein Sicherheitskonzept gegen diese Auswüchse einer Parallelgesellschaft vorhanden ist? Wie war das noch anno 1536 in Bankfurt?

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Foto: Plakatkontor

15 Gedanken zu “Let’s destroy Germoney

  1. “Deutsche Bank: Ver.di opfert Arbeitsplätze für Zocker-Geschäft” Yep, schlimmer Artikel. Ich bin kein Finanzexpertin, habe aber eins verstanden:. Das wir Deutschen Michel, also als Staat, jemals für bankäre Kredite haften sollen, wurde 2008 während der Finanzkrise und wird bis heute von Politikern energischst und sogar durch Gesetze ausgeschlossen, bestritten.

    Viele damalige und heutige “Linke-Spinner” haben mit ihren Zweifeln an der Ehrlichkeit dessen und der Fähigkeiten unserer Politiker, der Finanzindustrie den Knüppel zu zeigen und Auswüchse zu verhindern und ihren Forderungen nach Systemveränderungen, was ausdrücklich nur diesen einen Punkt betrifft, offensichtlich recht behalten.

  2. Ja, solche Fehlentwicklungen sind immer ziemlich furchtbar, wenn die unumkehrbaren Folgen jahrelanger unkontrollierter Zockerei und nicht nur das, Betrügereien in ganz großem Stil, wie immer am Ende die Schwächsten eines Landes treffen. Dass diesen global operierenden Bankstersyndikaten nur schwer beizukommen ist, ist die eine Seite. Dass hier die stattlichen Aufsichtsbehörden (Bafin) ihre durchaus vorhandenen Mittel nicht wenigstens exemplarisch einmal einsetzen, dafür muß sich natürlich das Wahlvolk an die eigene Nase fassen!

  3. “am Arsch vorbei gehen …..”

    Aber aber, Detlef, auch wenn das Herz links sitzt, solltest Du nicht die sprachliche Verluderung der TAZ & Co übernehmen. Den Rest unterschreibe ich :-)

  4. Zum Thema Deutsche Bank hat Siemens-Chef Joe Kaeser heute im Handelsblatt alles gesagt. Er sieht Firmen auch in der Rolle des Sinnstifters: “Ein Unternehmen, das der Gesellschaft keinen Wert erbringt, sollte am besten nicht existieren.”

  5. Goodmorning,

    da hast Du etwas falsch verstanden. Joe Kaser meinte das nicht auf die DB bezogen.

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  6. Clemens,

    da müssen sich die Unterzeichner, der Betriebsratsvorsitzende Wolfgang Heibach und sein Vize, Tobias Jösch, nicht nur sehr sicher sein, sondern ein paar sehr starke und einflussreiche Verbündete haben.

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  7. Hartmut,

    ich schrub grade wo anders, wenn Du heute Nacht Geräusche aus Deinem Keller hörst, die wie Freudenschreie klingen, das ist ‘Kirch’ in seinem Fegefeuer…

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  8. Reine Taktik wie beim Schach: Fitschen und Jain sind die Bauernopfer, damit die zunehmend größer werdende kritische Masse erstmal für einige Monate beruhigt ist.

  9. “Die Deutsche Bank kommt mit umgerechnet 14,3 Milliarden Dollar an Kosten für rechtliche Angelegenheiten in der Zeit von 2010 bis 2014 unter den 16 in die Studie einbezogenen Institute auf Platz sieben – oberes Mittelfeld.”

    http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/banken-zahlten-mehr-als-300-milliarden-dollar-wegen-skandalen-a-1037634.html

    Da nicht mehr von Geldstrafen für organisierten, schweren Betrug zu sprechen klingt wie Hohn. Aber so wird der dumme Bürger verarscht, der garnicht erst drauf kommen soll, dass in der Realität vor dem Gesetz doch nicht alle so gleich sind, wie ihm weisgemacht wird. Wenn ich nur an die zweistelligen Millionenabfindungen denke, die diese Gangsterbosse für ihre Rücktritte kassieren werden, könnte ich im Strahl abkotzen.

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