MVC Online veröffentlicht Null-Bock-Karriereplan von Mercedes-Classic

Handfett - Schmutzige Finger - 2

” … Als neuer Leiter Motorsport Marketing & Erlebniskommunikation tritt Herr Michael Bock bereits zum 01.12.2015 die Nachfolge von Wolfgang Schattling bei MS/MM an. Nach Stationen im LKW sowie PKW Vertrieb und Marketing übernahm er 2006 den Classic Bereich der Daimler AG und richtete diesen als weltweit anerkannte Anlaufstelle für Kunden und Enthusiasten erfolgreich neu aus. Unter seiner Führung entwickelte sich das Mercedes-Benz Museum mit jährlich mehr als 700.000 Besuchern zu einem der bestbesuchten Automuseen. Michael Bock verfügt über das nötige Know-How, unsere Sport- und Lifestyle-Maßnahmen in den kommenden Jahren ganzheitlich weiterzuentwickeln und das Markenerlebnis Mercedes-Benz weiter zu stärken…”

Ich maße mir kein Urteil an, ob ‘der Neue’, Christian Boucke, bisher Scheef der SouvenirVertriebsabteilung für Wasser-der-Toilette-30ml-für-40Euro, der Richtige für den Job ist.

Unbenannt - 3

Dank guter Kontakte in die Leitungs – Ebene bei Daimler kenne ich aber zumindest den unschönen Rest der Geschichte: Michael Bock ist 61 Lenze alt und sollte wohl auf Weisung von oben mit einem derben Trittin den Vorruhestand abgeschoben werden, hatte aber dazu keinen Bock. Nachdem er dem Doimler entschlossen mit dem Gang zum Arbeitsgericht gedroht haben soll, heißt es nun “Oschersleben statt Goodwood” und er wird auf den Abschiebebahnhof Motorsport-Marketing geschoben. Dazu muss man wissen, dass sich dieser Job auf die eher bedeutungslos gewordene DTM beschränkt, in der Formel 1 macht er keinen Stich, die vor Selbstbewusstsein strotzenden Jungs um Toto Wolff lassen sich von einem Michael Bock nicht reinreden. Immerhin trifft er in der DTM auf seinen alten “Freund” Norbert Haug, den zuletzt erfolglosen und ebenfalls abgeschobenen Ex-Formel1-Motorsportchef und jetzt Co-Moderator beim ZDF. Ich vermute mal, auch dort muss Michael Bock sich warm anziehen.

Dass Daimler Benz bis heute immer noch Markenpflege – Dilettanten mit  Merkbefreiungsschein bezahlt, die garnicht stecken, was Vertraunsbildung bei der potentiellen Kundschaft durch Kontinuität bedeutet und wann es Zeit ist die Füße still zu halten, ist, wen wunderts, ursächlich auch Teil der derzeitigen immer mehr und mehr Opfer fordernden Tragödie des dahinsichenden Inlandsmarktes.

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36 Gedanken zu “MVC Online veröffentlicht Null-Bock-Karriereplan von Mercedes-Classic

  1. Pingback: Deutscher Auto Blogger Digest vom 29.07.2015 › "Auto .. geil"

  2. Bock war bis 2006 bis zu seiner Berufung als Chef Mercedes-Classic und des Mercedes-Museum, bei Mercedes-Benz verantwortlich für die Organisation internationaler Messsen. Spezielle Expertise für Mercedes Oldtimer, abgesehen von der bei einem Konzernmitarbeiter üblichen Dosis Markenverbundenheit und vorhandenem Normalmaß Begeisterung für alte Benze, gleich Null. Dieter Ritter, Stefan Röhrig, Gerrit von Pein alle damals bereits weggegangen worden, sonstige Qualifikanten nicht vorhanden, das neu erbaute Mercedes Museum stand kurz vor der Eröffnung, also nahm man sich den Nächstbesten.

    Die interne Personalmitteilung die MVC Online veröffentlicht hat, ist von seinem direkten Vorgesetzten Jens Thiemer und Mathias Lührs unterschrieben und Michel Bock weiß exakt, wem er da in die Quere gekommen ist oder wem er nicht qualifiziert genug erscheint, den Mercedes Oldtimerbesitzern noch mehr Geld aus den Rippen schneiden zu können. Für mich nicht erstaunlich: Auf der Mille Miglia klopften ihm die in den Kompressor – Werkswagen mitfahrenden Vorstände noch auf die Schultern und man lächelte gemeinsam in die Kameras und hinter den Kulissen war der Rausschmiss längst beschlossen.

    http://www.manager-magazin.de/fotostrecke/mille-miglia-2015-das-rennen-fotostrecke-126691-3.html

    Für mich gesehen hat Herr Bock einen großen Fehler gemacht, zumal seine ihm zustehende und angebotene Abfindung nach über 30 Jahren Betriebszugehörigkeit mit gut und gerne 3 – 4 Jahresgehältern auch nicht grade kleinlich bemessen gewesen sein dürfte.

  3. Eddi,

    was Dein Resümé am Ende betrifft: nicht nur aus Deiner Sicht.

    Ich freue mich auf Deinen ersten Gastbeitrag.

    :-)

  4. “Merkbefreiungsschein”

    Falls Jörg Maschke sein “Dankeschön” an Herrn Bock ernst gemeint haben sollte, hat er sich den selbigen redlich verdient. Das Classic – Center hat die angeschlossenen Markenclubs von Jahr zu Jahr weniger unterstützt und andererseits aber für sein Marketing für die Neuwagenverkaufsabteilung mehr und mehr vereinnahmt. Das von den rd. 1500 MVC – Mitgliedern sich auf der MVC – Webseite nicht einmal 300 Mitglieder haben freischalten lassen, um interne Nachrichten lesen zu können, spricht für sich.

  5. “Ich freue mich auf Deinen ersten Gastbeitrag. ”

    Detlef,
    sitzt der Junge nicht seit langem in seinem selbstgewählten Exil in Moskau? :-)

  6. Dass das Schreiben von einem (Bereichsvorstand) Jens Thiemer unterschrieben ist, steht bei MVC-Online nicht zu lesen. Chapeau Herr Kupfer. Michael Bock wird am Wochenende beim großen Mercedes Auftritt in Schloss Dyck, wenn er denn persönlich anwesend ist, viele Fragen gestellt bekommen.

  7. Ein Gedönsrat weniger und ein ebensolcher als Nachrücker. Auf so einen Posten gehört jemand, der auf Grund seiner ohne jeden Zweifel in der Oldtimerszene vorhandenen Expertise und seiner Persönlichkeit eine bekannte und akzeptierte Größe ist. So ändert sich nur die Schampusmarke.
    Mein Bedauern über den Abgang von Herrn Bock hält sich in Grenzen und da bin ich mir mit vielen Freunden einig, die das Vergnügen hatten ihn persönlich kennenzulernen.

  8. Spinnt Jörg Maschke? Ich brauche solchen Typen für nichts dankbar zu sein. Schlieslich habe ich jahrelang für die Restaurierung von meinem alten Benz Nepppreise für Ersatzteile abdrücken müssen, die es nur beim Daimler gab und damit auch sein ganz bestimmt nicht bescheidenes Gehalt mit finanziert.

  9. Sommerloch? Was interessiert mich so ein hochnäsiger Dummpupser. Gibt es keine spannenderen Stories a la Schad Bad Vilbel oder mal wieder ein von der Pozilei in Handschellen abgeführten Oldtimerhändler?

  10. Bock schreibt auf seiner FaceBook Seite am 28.07.2015 doch tatsächlich:

    “I am proud that my team and i shaped this museum since its start in 2006. Making people happy is the best job you can have. But you must understand that thats the issue.”

    Hätte er hingeschrieben “Mercedes Classic, Business as usual”, hätte es ihm jeder abgenommen. Wenn er diesen jahrenlangen Dummschwätz, jetzt, mit der Degradierung in der Tasche, immer noch Oldtimer-Enthusiasten so dump auf die Backen malt, ist er aus Sicht seiner Vorgesetzten tatsächlich der Falsche. “Das beste oder nichts”

  11. Was ist bei MB Classic schon normal gewesen seit M. Bock das Ruder in der Hand hatte. Da war kein “business as usual” sondern jedes Jahr wurde zurückgedreht, statt weiterentwickelt. Im Prinzip diente es M. Bock nur zur Selbstdarstellung, erst kam er, dann lange nichts, dann der Bereich Classic und die Leiter Classic Center usw… wurden zu Protagonisten degradiert.
    Die wirklich guten Mitarbeiter us dem Bereich Classic haben bis 2010 bzw. 2012 alle das sinkende Schiff verlassen können oder müssen.
    Geblieben oder gekommen sind nur Rückratlose “Ja-Sager” die sich seinem Machtgehabe unterworfen hatten.
    Nicht zu vergessen sind in der Klassikszene wirklich hunderte von angepissten Sammlern, Clubmitglieder, Spezialisten die alle irgendwann bei M. Bock in Ungnade gefallen waren. Seine Intrigenspielchen, gebrochene Worte und Zusagen füllen wohl mehrere Ordner….
    Warum tut es keinem leid dass er abgesägt wurde, weil es richtig und längst überfällig war. Wer will M. Bock auch draussen in der Szene, keine S…, kein Mensch… deshalb der schwäbisch-japanische Schreibtisch
    Ob es der Neue wirklich besser kann werden wir sehen… die Marke Mercedes-Benz hat in über 125 Jahren ihre Strahlkraft nicht verloren und wird auch den schlechtesten Leiter überstehen…

  12. Herr Bock hat es wahrlich nicht verdient, daß man ihm viele Krokodiltränen nachweint. Das scheint sein Arbeitgeber ähnlich zu sehen, denn die Lobpreisungen sind für diesen Anlaß doch eher verhalten.

    Der Bereich Classic war schon vor der Übernahme der Verantwortung durch Herr Bock auf Leitungsebene zuweilen eher ein Augurenstall und es gibt wenig Anhaltspunkte dafür, daß es nunmehr seit 2006 durchgängig zu einen Hort höchster moralischer Standards handelt. Das impliziert nicht notwendigerweise persönliches Fehlverhalten, das ändert aber nichts an der Verantwortung hierfür.

    Ein Teil der Personalabgänge 2010 hat schlicht und ergreifend mit Fehlverhalten der betroffenen Personen zu tun, welches eben schlechterdings nicht mehr entschuldbar war. Diese Entwicklungen sind auch vor dem Hintergrund zu sehen, daß Daimler ja unter verschärfter Beobachtung durch die amerikanische Behörden stand und auch einen Oberaufpasser in Form des Herrn Louis Freeh hatte. In zwei bekannten Fällen fraß Gier mal wieder Hirn. Es ist eben von Mitarbeitern nicht besonders schlau, die eigene Ehefrau als Geschäftsführerin einer Strohmannfirma einzusetzen um am Arbeitgeber vorbei Geschäfte in Millionenhöhe zu betreiben. Da kann man eben nicht mehr einfach weggucken – auch wenn man das höheren Ortes sicherlich mit Blick auf die eigentlichen Hintermänner gern getan hätte.

    Eine eher amüsante Geschichte ist jene, in welcher dann ein später nicht mehr für das Unternehmen tätiger Mitarbeiter das Steuer eines Mercedes SS aus dem Bestand seiner Lebensgefährtin überließ, die dem Vernehmen nach Gas und Bremse bei einer Einweisungsfahrt auf einem Supermarktparkplatz verwechselte und erst durch die Gebäudemauer abschließend gebremst wurde. Auch in diesem Zusammenhang wurde eine Lösung gefunden, daß der Betreffende seine Karriere anderweitig fortgesetzt hat.

    Ein anderer Teil von fraglos qualifizierten Mitarbeitern, die gegen manche Form der Selbstbedienung rebelliert haben, wurde quasi intern kaltgestellt. Diese Leute effektiv zu schützen, wäre meines Erachtens auch die Verpflichtung des Herrn Bock gewesen. Ob er dieser immer vollumfänglich gerecht geworden ist, sei dahingestellt.

    Leute wie Herrn Bock zu entlassen, ist nun einmal nicht ganz einfach. Losgelöst von allen damit verbundenen arbeitsrechtlichen Probleme im Zusammenhang mit Kündigungsschutzregeln: ein solcher Mann weiß im Laufe der Zeit einfach zu viel und kann daher potentiell seinen Arbeitgeber auf vielen Schauplätzen beschäftigen. Da ist es allemal billiger ihn auf die Weide zu stellen und Gnadenbrot zu geben.

    Rotation ist ja nicht per se schlecht. Oder andersherum formuliert: aus der Sicht vieler des Endkunden kann es eigentlich kaum schlechter werden.

  13. „Nicht zu vergessen sind in der Klassikszene wirklich hunderte von angepissten Sammlern, Clubmitglieder, Spezialisten die alle irgendwann bei M. Bock in Ungnade gefallen waren. Seine Intrigenspielchen, gebrochene Worte und Zusagen füllen wohl mehrere Ordner…“

    @ MB Insider,

    ich sehe Du blickst durch. Erinnerst Du dich noch an Florian Zimmermann, der ab Oktober 2009 die Leitung des Mercedes-Benz Classic Centers übernommen hatte? Er folgt damit auf Peter Spieth, den jahrelang vielgepriesenen Classic-Center-Chef USA, der das Unternehmen angeblich auf eigenen Wunsch verließ, der kurz drauf als Inhaber der Carus GmbH das System Classic-Center, Ersatzteileinkauf für 5 Euro – Weiterverkauf an depperte Oldtimerbesitzer für 35 Euro, wie Phönix aus der Asche wieder auftauchte (um die Hintergründe des Abgangs von Peter Spieth und wie er seine neue Firma aus dem Nichts aus dem Boden stampfte, gibt’s einige echt heiße aber valide Storys).

    Florian Zimmermann war bis dahin schon immerhin fast zehn Jahren im Unternehmen und brachte als besondere Qualifikation frühere Funktionen im Bereich Forschung & Entwicklung mit. Zuletzt betreute er bereits im Rahmen einer Initiative des Bereichs Business Innovation das neue Angebot Mercedes-Benz Young Classics und hat so die Ausweitung des Mercedes-Benz Classic Geschäfts vorangetrieben. Florian Zimmermann berichtet damals an Michael Bock, Leiter Begegnungskommunikation Mercedes-Benz Cars und seit dem Abgang von Gerrit van Pein Geschäftsführer der Mercedes-Benz Museum Gmbh.

    Hier im Classic -Center hat er zwangsläufig intime Detailkenntnis über die Hintergründe der gewollt geräuschlosen Abgänge verschiedener Vorgänger erhalten, wie u. a. dem von Uwe Weischädel (Ex-Verkaufsleiter MB Classic Center). Nach der dort erlangten Erkenntnis „mit dem kleinen Finger auf eigene Rechnung mit den Reichen gehandelt, ist 100 Mal lukrativer als hinterm Daimler Schreibtisch bis Abends geschafft, sprang der auffallend schnell von der Karrierleiter herunter und gründete mit dem wegen Betrugs mit Oldtimern höchst unrühmlich in die Schlagzeilen geratenen Helge Achenbach flugs eine GmbH. Fortan wollte er nicht mehr dem Bock berichten, sondern selbst am Abschuss fetter, kapitaler Böcke wie eines Herrn Berthold Albrecht mit verdienen. Kleine Gedächtnisstütze:

    http://www.wiwo.de/unternehmen/auto/oldtimer-die-dubiosen-geschaefte-mit-den-superkarossen/10149252.html

    Eine andere interessante Hintergrundgeschichte, die um Peter Legler, langjähriger Serciceleiter im Mercedes-Benz Classic Center und heute Inhaber der reiche Oldtimersammler beratenden Impetus GmbH, dem das volle Vertrauen des verstorbenen Berthold Albrecht nicht grade sein Schaden war, habe ich Detlef gstern Abend zugemailt.

    Das diese ganzen schrägen Nummern und noch viele mehr, überhaupt passieren konnten und bei den High-Potentials- Kunden des MB Classic Center inzwischen zu einem sehr schiefen Bild führten, ist ganz klar dem Versagen der von Anfang an Fehlbesetzung Michael Bock zuzuschreiben.

  14. Eddi,

    die Geschichte und die Umstände um Peter Michael Spieth waren mir schon seit 2013 größtenteils bekannt. Stichwort: Oldtimer – Ankäufe durch das Classic – Center. Tickts?

    Hier sind die Recherchen für mein Büchlein “Nach allen Regeln der Kunst” nur noch nicht abgeschlossen.

    Trotzdem Tankeschön.

    .

  15. Dass das Classic – Center 2006 Herrn Bock mit unterstellt wurde, lag wohl in erster Linie am damals zeitgleichen, freiwillig/unfreiwilligen Abgang von mehreren, langjährigen und erfahrenen Führungskräften wie Dieter Ritter, Stefan Röhrig (beide 1992 Mitbegründer des Classic Center). Das eigentliche Versagen liegt bei denjenigen Verantwortlichen über Herrn Bock, auf Führungsebene E2 oder darüber, die hier nicht konsequent im Mercedes-Benz Oldtimerbereich erfahrene Nachfolger berufen haben. Aus dem selben grund ist die jetzige Berufung eines früher für den Verkauf von Devotionalien mit Stern drauf verantwortlichen Herrn Boucke schon jetzt eine Lachnummer.

  16. Wenn ich mir überlege, wer am Ende der Dumme ist, wer für dieses ganze Personalkarussell, Versorgungseinrichtung für nicht mehr benötigte Führungskräfte, ständige Umorganisation und Lieferant für Kostenlosspielzeug für Daimler Vorstände nebst Ehefrauen, “blecht”, bin ich heilfroh, Dank schon vor vielen Jahren abgeschlossener Restaurierungen zweier alter Benze nicht mehr auf die Räuberhöhle Classic Center angewiesen zu sein.

  17. Zu den Personalien Spieth, Zimmermann und Legler läßt sich einiges sagen…Spieth ging weil er sich hoffnungslos mit M. Bock überworfen hatte, Spieth hatte Visionen und Erfahrungen im Bereich MB Classic, die fehlten M. Bock auf der ganzen Breite. Sein Wegganz zu Carus und die dortigen Aktivitäten sind bislang weder besonders positiv wie negativ aufgefallen.

    Bei Florian Zimmermann war es ähnlich, auch er fiel in Ungnade weil er im Prinzip ähnlich wie Spieth erst an das Classic Center dachte, als an M. Bock. Die Berichte um Achenbach und die Verbindungen zu Zimmermann und Legler waren eine gut lanzierte Story aus dem Hause MB Classic.
    Tatsächlich fehlen in den Berichten die entscheidenden Merkmale die deutlich machen wer tatsächlich schwitzen müsste. Zimmermann war Zeuge im Prozeß und nicht Mitangeklagter, hätte die Frau Aldi nur den Ansatz von einer Möglichkeit gehabt gegen ihn vorzugehen, hätte sie es getan. Ähnlich war es mit P. Legler…
    Die Artikel in der “Markt” und sonstwo waren klug verfasst, dort was weggelassen, hier was herausgehoben und dann wurde der Bericht sehr tendenziös…

    M. Bock war viel zu narzistisch veranlagt, sehr schnell ließ er sich vereinnahmen und genoß die eigene Teilnahme bei allen großen Veranstaltungen. Sein Auftritt war meistens sehr arrogant, unverbindlich, rechthaberisch und von wenig Sachverstand geprägt. Und zu guter letzt waren es immer die anderen die was falsch gemacht haben, er war der Steinewerfer im Glashaus…

  18. Als Stefan Röhrig noch auf der Pay-Roll von Daimler Chrysler Heritage und des Mercedes Classic Center stand, so um 2004 herum, konte man über Umwegen eine PP-Folien-Präsentation sehen, die einem damals bereits die reinen Share-Holder-Interessen dienende neue Marketing-Strategie “History Management” entlang der kompletten Wertschöpfungskette aufzeigte und einen die Augen öffnete, dass der gemeine Mercedes-Oldtimerbesitzer eigentlich zum “Angestellten ohne Gehalt” des Mercedes-Marketing verblödet werden sollte.

    @ MB Insider,

    wie Michael Bock so rein menschlich ist, warum der eine Empathie verspürt und der andere nicht, interessiert mich weniger bis garnicht. Fakt für mich ist: Er hat mit Sicherheit nur das umzusetzen versucht, halt so gut wie er eben nur konnte, was 2006 in seinem quasi “Leistungsheft” als designierter Geschäftsführer der Museums GmbH, drinstand. Dafür ist er von Daimler Benz eingestellt und bezahlt worden, nicht dafür, von einigen ebenso wenig selbstlosen Protagonisten, die mal mit Sicherheit nicht wegen ihm das Handtuch geworfen haben, geliebt zu werden (ich kenne Herrn Spieth persönlich, ein Profi und eiskalter H…. und der soll wegen fehlender Zuneigung von MB weggegangen sein?… kicher).

    In den Augen der größtenteils unkritischen Masse von Mercedes-Oldtimerbesitzern dürfte Michael Bock dagegen heute eine eher ausgeglichene bis sogar positive Bilanz haben. Aus Sicht seiner Vorgesetzten per se dagegen wohl kaum.

    Michael Bock ist für mich nur Gescheiterter, ein Synonym für eine hochnäsige, arrogante bis gefährliche Marketing-Strategie, mit immer durchscheinenderen, dümmlicheren, hehren Sprüchen und gelegentlich rücksichtsloser werdenden Geschäftsmethoden (man erinnere sich an den angeblich gescheiterten Versuch, Ferrari bei der Mille Miglia 2012 (?) doch tatsächlich den Neuwagen-Auftritt beim Start in Brescia gerichtlch untersagen zu lassen), den geschichtlichen Markenkern Mercedes Benz zum Vertickern von im Inland und europ. Ausland immer weniger nachgefragten Autochen zu verwenden.

    Die eigentliche “Fehlbesetzung” war und ist ! nicht Michael Bock. Der Fisch stinkt bekanntlich vom Kopf her.

    .

  19. Das faszinierende an dem Bereich MB Classic ist doch der Umstand, dass hier grundsätzlich kein Gewinn erwirtschaftet werden muß, sondern vielmehr die Tradition in ganzer Breite und Tiefe gepflegt werden kann.
    Sehr früh, schon nach 2000 war zu erkennen dass der aufkommende Young- und Oldtimerboom die jahrzehnte alte Klassikstrukturen (egal welche Marke) verändern wird. Klar versucht Mercedes genauso wie die anderen Hersteller das Thema Tradition zu pflegen und einen vernünftigen Benefit herauszuziehen. Hätte ja auch geklaoot, die ersten Schritte warne gut (Werbung)
    @Detlef
    Klar stinkt der Fisch vom Kopf her, allerdings war M. Bock der Kopf des Fisches, genannt Mercedes-Benz Classic.
    Das Classic Center in Fellbach war Vorbild für Audi, BMW und Ferrari, diese haben sich dort informiert und dann ihre Klassik-Center aufgebaut. Mercedes hat unter dem Kommando M. Bock, alles Stück für Stück zurückgefahren. Das Classic Center ist Stand heute, kein Kompetenz-Center mehr, sondern ein Verwaltungs- und Auffangbecken für ex-motivierte und gute Mitarbeiter der unteren und mittleren Ebene. Die können und wollen alle mehr als sie dürfen…

    Wäre das Classic Center weiterhin als sichtbares Flagschiff durch die Klassik- und Medienlandschaft gelaufen, hätte M. Bock hier dem Leiter des Classic Centers auch die Bühne, sprich Selbstdarstellung frei geben müssen. Genau das ging ihm gegen den Strich und schwupps war Speith und später Zimmermann weg.

    Die aktuelle Marketingstrategie wurde auch willfähig von einem externen Berater von M. Bock soufliert und dann gemeinsam umgesetzt. Nur für die Auswirkungen müssen sie nicht mehr gerade stehen, da bald weg. Zwei Ahnungslose ergeben halt keinen Wissenden…
    Quo Vadis MB Classic, ich weiß es nicht und will es eigentlich auch nicht mehr wissen. Der Mercedes-Benz Classic Bereich hat viel dafür getan, dass sich die Szene selbst hilft, wer braucht sie heute noch wirklich… irgendwo schmerzt dass, aber da ich bei denen auf keiner Gehaltsliste stehe bzw stand kann ich nur den Kopf schütteln und hoffen, das irgendwann, der “Richtige” wieder die Tradition vernünftig belebt.

  20. Der Paragidmenwechsel im Classic – Bereich von Mercedes war kein Geheimnis und auch für jedermann außerhalb der Vereinshinterzimmer und der “Präsidententreffen” ab einem bestimmten Zeitpunkt auf den Messen von außen klar erkennbar.

    Classic als eines von vielen Marketinginstrument des Neuwagenverkaufs und die entsprechenden Vereine als Mittler. Die Vereine dürfen dann auch mal den Mitgliederdatenstamm in datenschutzrechtlich nicht ganz zweifelsfreier Weise zur Versendung von Druckschrift übermitteln. CI – Konformität bei den Messen und Veranstaltungen und im übrigen stromlinenförmiges Verhalten brachte messbare pekuniäre Vorteile und nur wenige Vereine hatte in der Vergangenheit die wirtschaftliche Kraft oder den Willen dieser Versuchung zu widerstehen. Mit vergleichsweise geringem wirtschaftlichen Aufwand läßt sich so ein ganzer Zirkus dirigieren.

    Man sollte aber den Classic Bereich im Kontext nicht überbewerten. Möglicherweise ist es ja auch gerade die Selbstüberschätzung, derer Herrn Bock erlegen ist und die ihm zum Verhängnis geworden ist.

  21. @ Detlef,

    das ist ja alles schön und Recht und passt aus meiner Wahrnehmung genau in M. Bocks Strategie, die er schon zu Zeiten seiner Messeverantwortung verfolgt hat. Immer schön seinen direkt unterstellten Führungskräften Druck machen und parallel deren Autorität untergraben, in dem man einigen Mitarbeitern ein besonderes Ohr widmet. Selbstredend dass dies nie die Leistungsträger waren und meistens mit eigener Agenda unterwegs waren. So hat es ja auch Wittmann (über den man seine eigene Meinung haben kann) getroffen, der regelmäßig bei Entscheidungen hier im Archiv übergangen wurde und diese z.B. zum Thema Expertisen direkt mehr schlecht als recht mit dem entsprechenden Mitarbeiter zurecht gewurschtelt wurden – je nach Gusto des Herrn Bock nach dem Motto, welcher meiner Freunde braucht denn ne gute Expertise…. Und wenn dann seine Führungskräfte die diversen Beauftragungen für Bocks Freunde und Günstlinge unter Maximaldehnung aller geltenden Richtlinien unterschreiben sollen, damit der Herr schön sauber bleibt und wenns schief geht die anderen Schuld sind, dann kann ich die Resignation und Aufgabe der genannten Herren durchaus verstehen.

    Zu guter Letzt, wenn dann genannter Herr Bock auch noch Autos privat bei einem einschlägig bekannten Fahrzeughändler kauft, der kurz zuvor mit dem Classic Center das Geschäft seines Lebens gemacht hat, wird es ganz komisch. Wenn eines dieser Fahrzeuge, immerhin eine Pagode und kein Morgan, dann auch noch beim Kumpel (Autohaus H.) vom Classic Center Leiter repariert wird und diverse Mitarbeiter des Classic Centers zu Begutachtung, Transport etc. genutzt werden, wundert man sich, warum es wohl nur beim Zusammenstreichen der Tantieme geblieben ist – andere Mitarbeiter wären dafür ohne Abfindung und gütliche Einigung gegangen…

    Das Entfernen von Herrn Bock war höchste Zeit und Ich freue mich jedenfalls auf Herrn Boucke und hoffe, dass die Ähnlichkeit der Namen kein Vorzeichen für eine Trübung dieser Freude ist…

  22. “wundert man sich, warum es wohl nur beim Zusammenstreichen der Tantieme geblieben ist – andere Mitarbeiter wären dafür ohne Abfindung und gütliche Einigung gegangen…”

    Marcus,

    es gibt da noch eine ganze Reihe anderer praktizierter Varianten. Hat ja vielleicht auch etwas damit zu tun, was der Mitarbeiter im Verlauf seiner Tätigkeit so alles aus der Zeit vor ihm mitbekommen und an Leichen im Keller gesehen hat, was so rein garnicht zum mühsam aufgebauten CI des Arbeitgebers passt. Und so eine dem Auflösungsvertrag angehängte Geheimhaltungsvereinbarung kostet dann heutzutage easy noch 2 Jahresgehälter Abfindung obendrauf.

    Ess Lebbe is hard.

    .

  23. Mir ist da vor Jahren nur mal so eine schräge Nummer zu OHren gekommen, daß von einem Geschäftsführer vom Classic Center von einem ganz bestimmten und namhaften Oldtimerhändler hochwertige Mercedes-Benz Oldtimer zu völlig übersetzten Preisen angekauft worden sein sollen. Der mir das erzählte, war auch mal Geschäftsführer in dem Laden. Sachen gibts ………………………..

  24. Der Mensch an sich ist halt eine Drecksau.

    (Nicht von mir, aber warum kommt mir das immer wieder mal ins Gedächtnis?)

  25. Die Gedönsräte, ob bei Daimler Benz oder wie grade in der Politik bei ‘Runge’ schreiten wie immer zur Schlachtung ihres Sündenbocks

  26. Wenn einem menschliches Verhalten wie Hochnäsigkeit, Arroganz und Mobbing von Mitarbeitern als ultimativer Beleg für vermutete unlautere Geschäfte bis hin zur Kriminalität reichen, ist für ein mercedes-kritisches Kommentariat wie hier ja wieder einmal alles in Butter. Mich schüttelt es.

  27. Immer wieder interessant, welche Interna ich über meinen langjährigen Arbeitgeber erfahre – von anonymen Leuten, die mit ziemlicher Sicherheit noch nie mit ihm geschäftlich zu tun hatten.

  28. R. aus Esslingen,
    da gehts Dir wie unserer Kanzlerin. Die hat lt. Regierungssprecher von der Netzpolitik-Affäre und dem Rummel um Maas und Runge auch erst aus den Medien erfahren. Besser jetzt wie nie. Sei froh, jetzt weißt Du in was für einem Sch…lden du arbeitest :-)

  29. Ich erinnere mich noch sehr gut an die Anfänge vom Motorblöckchen und an einige bemerkenswerte Kommentatoren_innen, die sich seit einiger bzw. langer Zeit ganz leise hier verabschiedet haben und heraushalten, obwohl sie früher interessante Beiträge ablieferten. Das liegt vielleicht daran, dass in den letzten Monaten beispielhaft von einer handvoll Kommentatoren die Kommentarspalte dominiert wurde, die sich wie in den Martin Halder – oder den IAK Initiative Automobiles Kulturgut / Carsten Müller – Themen ein “Eile mit Meile”, anscheinend die rhetorischen Bälle zuschieben und es dabei auf dutzende sinnfreier Kommentare schafften. Von der berechtigten Kritik an einem Classic-Center oder einem Sünden-Bock abgesehen, fällt inzwischen auf, wie mit einer schon fast an Klassismus grenzenden Abgehobenheit man sich gegenseitig die rhetorischen Bälle zuspielt.

  30. Gelle Herr Kupfer? Menschen die in allem besser sind als man selbst, bewundert man oder man hält sie für Arschlöcher.

  31. …ist das so?
    Sinnfrei ist da viel mehr die IAK…. eine Bewegung, die die Plattform für sonst ganz Bedeutungslose werden soll. Wir warten gespannt.
    Herr Müller in der Sommerpause und Herr Halder generell in Pause. Da gehen wohl gerade nach Horgen nun auch die Spielplätze Hamburg und Berlin verloren.
    Konzern-Geschichten kann ich nicht beurteilen. Whistleblower kenne ich hier keine.
    Die Szene sollte wachsam sein, wer ihr das Heft aus der Hand nehmen will und sich dann zum Sprecher (und zukünftigen Kontrolleur) aller Oldtimerdinge in diesem Land machen will. Melde mich hierzu ganz bestimmt verlässlich, wenn es dazu Neuigkeiten gibt!

  32. Ich finde es gut, daß es ein Motorblöckchen gibt, wo man auch einen tiefen Blick hinter die Kulissen erhält. Wie man sieht, schmeckt das einigen garnicht. Dabei Detlef noch nicht mal etwas darüber offenbart, was 2006 überhaupt erst zur Abberufung von Gerrit von Pein, Berufung von Michael Bock und der ganzen Umstrukturrierung des Classic Bereichs führte.

  33. Die vor kurzem erst zu Classic – Centern gemachten 21 Vertragshändler und Niederlassungen sind wohl aus gutem Grund dem Vertrieb in Berlin unterstellt worden. Wer von den Führungskräften sich hier in den letzten Jahren die Hände bis hoch zum Schulterblatt gewaschen hat, geht auf keine Kuhh… Motorhaube mehr. Mein Bedauern über den Abgang dieses selbstgefälligen Herren hält sich in Grenzen.

  34. “PeHa sagte am 6. August 2015 um 21:53 :

    Gelle Herr Kupfer? Menschen die in allem besser sind als man selbst, bewundert man oder man hält sie für Arschlöcher.”

    Unabhängig von den Kommafehlern im dem ach so kurzen Text frage ich mich, was uns dieser bedeutungsschwere Kommentar vermitteln möchte. Leider blicke ich da nicht durch, aber möglichweise verbirgt sich dahinter tiefgründiges Hintergrundwissen?

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