Maria auf der Nordschleife

Paul und Maria nord4[1]

Früher schrieb ich im Netz (Pagodentreff, VDCM), weil es verfügbare Plattformen waren, etwas über Erlebtes und Gefühltes zu schreiben. Heute schreibe ich im Netz, im Motorblöckchen, weil sich diese Hinterhöfe der Kommunikation vertrötet und massenkompatibel ausgewalzt  haben, und ich irgendwie nicht einsehe… aber das ist mal eine andere Geschichte.

Dabei gibt es noch so viele schöne Dinge in der Oldtimerei zu zeigen, echte Erlebnisse, eigene und  die von anderen, und nicht die von Hochglanzmagazinen und Portalen und deren journalistischen Hilfsarbeitern auf die Schnelle zwischen die kohlebringenden Anzeigen gepackten Aufgüsse alter Geschichten.

Drauf gekommen, bin ich gestern Abend bei der Suche nach einem Foto vom Nürburgring, mit dem ich eine Geburtstagskarte für einen Freund machen will. Plötzlich fand ich eine Datei wieder, die ich jahrelang nicht mehr angesehen hatte.

Paul und Maria, die haben wirklich Erlebtes online gestellt, aus dem Leben, deshalb habe ich sie jetzt endlich mal unter “Sehenswertes” verlinkt.

Ich finde, Schwarz-Weiß verleiht diesen Bildern schon eine spezielle melancholische Note, genau so wie hier,  so wie sie auch italienischen Filmen aus den 60ern eignen war, die früher spätabends in den Dritten Programmen liefen.

Update 2011: Leider ist die Webseite mit dem Fotoalbum von Maria spurlos aus dem Web verschwunden. Ich habe von den gespeicherten Fotos eine kleine Galerie angefertigt und eingestellt. Falls jemand Rechte an den Fotos geltend macht, möge er sich bei mir melden – Koordinaten im Impressum.

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.Nürburgring Neugebauer Nordschleife Oldtimer Grand Prix

18 Gedanken zu “Maria auf der Nordschleife

  1. Sehr schöne Bilder Detlef.
    ich habe noch einige Hefte aus den 1960er, die haben genau solche Fotos. Und noch Werbung für die Leica und den Ponton-Mercedes. Diese alten Berichte ziehe ich auch jeder heutigen zu reinen PR-Berichten verkommenenen Berichterstattung vor.
    Michael B.

    P.S. Kaum zu glauben, aber ist mir eben erst aufgefallen, Du hast ja schon über 30000 Besucher im Motorblöckchen. Chapeau

  2. Du liebst ja diese alten schwarz-weiß Fotos. Sind wir da etwa ein bißchen depressiv heute oder liegt das wieder nur an meiner Wahrnehmung?

    Ansonsten ist Paul und Maria ja eine echte Wahnsinnsseite, die ich so nie gefunden hätte. Da kriegt man schon ein Kribbeln, insbesondere wenn man solche authentischen Fotos sieht. Deshalb gefällt mir Dein Link “Felix Benzeiten” auch so gut.

    Über 30000 Besucher sind bei der solchen Beiträgen und Links kein Wunder. Ich alleine gehe ja schon jeden Tag mindestens einmal ins MB.

    Clemens

  3. Nö, Clemens,
    Detlef ist so wie immer: angriffslustig und lebensfroh. Depressionen kriegen nur die, die in seinen Blogs über sich lesen müssen. Nieten im Blaumann und ähnliche schrägen Vögel.
    Michael B.

  4. wunderschöne Links! Einfach toll die alten s/w Bilder, vor allem wie nahe man damals als Zuschauer noch direkt am Geschehen sein konnte. Die alten Rennwagen hatten irgendwie eine ganz andere Austrahlung und ein “raubtierhaftes” Fahrverhalten. Mein Freund Marco, Werksfahrer bei Audi http://www.marco-werner.de – hat ab und zu die Gelegenheit auf Veranstaltungen den alten 16 Zylinder GP Renner von Auto Union auch rennmäßig zu bewegen (immerhin 500PS bei 800kg und 340 km/h Spitze) Er ist völlig begeistert von dem Wagen, auch wenn das Fahrverhalten manchmal abenteuerlich ist.

    Gerd

  5. Dankeschön Detlef,

    wie Gerd sagte sind dies absolut schöne Links. Die Fotos zeigen tatsächlich noch das, was früger den Nürburgring wohl ausgemacht hat. Das hätte ich auch gerne einmal erlebt, aber 1954 gabs mich noch garnicht.

    Die Fotos zeigen auch die Lebensfreude zweier Menschen am Motorsport. Man muss sich mal vorstellen, das diese beiden mit dem Motorrad von Schweinfurth bis auf den Nürburgring gefahren sind. 1954 gabs noch keine A3. Ich schätze mal gut 450 Kilometer. Das war damals eine Tagesreise.

    Werner H.

  6. Och, bei den Oldtimer – Grand Prixs, kann man auch heute noch so ein bißchen Feeling von damals erleben.

    http://motorbloeckchen.de/?p=2041

    Ansonsten hat Wilhelm Hahne, Nürburgring – Urgestein und für mich einer der letzten, echten Motorjournalisten – http://www.motor-kritik.de – dazu schon häufig treffende Anmerkungen geschrieben. Diese hier muss man gelesen haben (vor allem mal für Motorradfahrer unter Euch interessant):

    http://www.motor-kritik.de/common/08011801.htm

    Und die ist auch nicht von Pappe, erst jüngst erschienen:

    http://www.motor-kritik.de/common/09042406.htm

  7. In den 30-Jahren war die Atmosphäre noch besser. Hier könnte ihr mal eine tolle Reportage über die Silberpfeile sehen. Ich glaube, dieses Damals hat vieles vom Motorsport nach dem Krieg gefühlsmäßig beeinflusst. Heute haben wir nur noch eine Vergnügungspark-Atmosphäre. Die Reportage lief mal im Fernsehen, aber für was hat man bekanntlich Youtube:

    http://www.youtube.com/watch?v=RsGJKY4SwyY

    Die Teile 2 und 3 erscheinen rechts.

    Mein Vater war in den 60-Jahren auch ein paar Mal auf dem Ring, aber damals hatte er noch grade so das Benzingeld aber nicht das Geld für einen Fotoapparat. Schöne Fotos von Paul und Maria.

    Willy K.

  8. “wer diese Fotos sieht und fühlen kann, kann erahnen, was Motorsport früher war!”

    Kein abgefucktes Sponsoring, keine Vipzelte im alten Fahrerlager, keine Grüne Hölle mit Oktoberfest- und Jahrmarktcharakter, keine Achterbahnen die vor den Zuschauertribühnen laufen.

    DTM, F-1 ist für mich inzwischen passé, ich schaue mir u.a. die beiden Oldtimer Grand Prix auf dem Ring an, da ist es noch nicht ganz so dolle und noch ein bißchen von dieser Atmosphäre von früher zu spüren.

    Deshalb, ganz tolle Fotos. Danke.

    Karl M.

  9. Mir gefällt die Seite auch sehr gut. Daimler-Benz hat im Archiv Unmengen von solchen Rennphotos. Schade, dass man davon nicht mehr zu sehen kriegt. Maria auf dem Motorrad, ich kriege meine Beifahrerin, wenn mal zwei Wölkchen am Himmel sind, grade noch mit Mühe und Not ins offene Cabriolet. Das war aber auch eine ganz andere Zeit damals. Aber schön, mal wieder was zu sehen, was nicht querbeet schon in allen Büchern und Classic-Magazinen drin war.

    Peter aus H

  10. Ich habe gestern Abend durch Zufall diesen Blog entdeckt. Danke für diesen herrlichen Link. Da werden Erinnerungen wach. Mein Vater fuhr noch bis Ende der 80er Jahre mit dem Motorrad und mit mir auf den Ring. Camping war Pflicht. Ich werde mich direkt dranmachen, die alten Fotos mal zu scannen.

  11. Schade, dass die Webseite weg ist und danke für das Einstellen der tollen Fotos. Ich war in den 1960’n oft mit meinem Vater auf dem Nürburgring und in Spa. Grade bei solchen Fotos werden die schönsten Erinnerungen wach als ich Knirps im Fahrerlager neben den Sportwagen stand und den Mund nicht mehr zubekam.
    Ich hab mir fest vorgenommen, dieses Jahr zu einem Oldtimer rennen einmal wieder hinzufahren.

  12. Es ist schon verrückt. Da machen sich die Menschen einen Haufen Arbeit und erstellen schöne Webseiten und dann sind sie über Nacht weg. Ich hab mir angwöhnt, PDF-Sicherungen zu machen, weil das ist weniger Arbeit als Sreenshots.
    Die Fotos sind echt toll.

  13. Pingback: Alte Männer und Dachbodenfunde

  14. Ich liebe solche Fotos die ganze Geschichten erzählen. Danke dafür

  15. Anfang der 70er Jahre bin ich auch mit meiner BMW von Esslingen aus jedes Jahr hingedüst. Leider habe ich keine Fotos mehr von damals. Mir schien es heute Morgen einen Moment lang, als würde ich auf en tollen Fotos mitten drin stehen. Großes Dankeschön.

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