Meilenwerk pleite die Zweite?

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Der Sturz aus dem 10. Stock ist relativ problemlos, bis man zum Parterre kommt”

schrub ich 2009 über Martin Halder.

Eigentlich war ich mir schon seit 2011 sehr, sehr sicher, dass Martin Halder’s Kartenhaus irgendwann zusammenkracht.

Seit gut 2 Wochen ist es Gewissheit: Am 07.01.2016 soll nach mir jetzt vorliegenden Informationen aus dem engsten, geschäftlichen Umfeld der Meilenwerk AG zufolge, aus dem stillen Gesellschafterkreis beim Amtsgericht Charlottenburg der Insolvenzantrag gestellt worden sein. Eingetragen dort am 11.01.2016 unter 36 MIN 75/16.

16.01.23 13.12.29 Meilenwerk - gelöscht

Ob es einen Zusammenhang mit dem Unfall von Martin Halder am 29.12.2015 gibt, bitte ich darum, darüber an dieser Stelle keine Spekulationen anzustellen.

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Update 20.02.2016: Generalabrechnung und Straftatvorwürfe der Meilenwerk – Geldgeber “Dieses Meilenwerk hätte uns alle reich gemacht”

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Verwandte Beiträge: “Martin Halder’s Kartenhaus” und  “Nebbich (1) – Audi 80 immaterielles Unesco Weltkulturerbe” und “Schweizermesserscharfes Meilenwerk Geschäftsmodell” und “Johannes Hübner schmeisst das Meilenwerk Berlin”

148 Gedanken zu “Meilenwerk pleite die Zweite?

  1. Lieber Detlef, warum nur meinst Du, ich wolle Mitleid? Völlig unnötig, jede Minute, die ich in der Sache Meilenwerk Eiswerder tätig sein konnte, hat mein Leben bereichert – allein die vielen schönen Fotos, der Winter am See mit knacksenden Eisschollen, die Stunden im Atelier des “Kanzlermalers” Albrecht Gehse mit gemeinsamem Kochen, der Fußweg über die alte Brücke mit dem Beobachten der emsig schwimmenden Biber – fast schade, dass man hier keine Bilder aufladen kann.

  2. Johannes Hübner,

    ganz offen, der ganze schöngeistige Kommentar ist, Sie verzeihen mir, ein Quatsch. Mit so einer Pustaplatte von wie „Kanzler – Maler, Keramikkünstler, Glasbläser, Fahrradmanufaktur, Instrumentenbauer, Bootsbauer, Cognac- und tapas-Lounge”, sollte das Ergeschoss, sozusagen die Belle Tage eines 100 Millionen Projekts langfristig rentabel vermietet werden?

    „trotzdem einen ice-blaster, eine große Vorkriegs-Fahrzeug-Autowerkstatt mit 6 Arbeitsplätzen, einen top-US-Car-Rastaurierer, Spezialisten für Mercedes und Porsche, einen guten Fahrzeughandel, einen Aufbereiter…“

    Einen Ice-Blaster im Erdgeschoss, der mit weit über 100 Dezibel trockeneisstrahlt, nicht Ihr Ernst, oder?

    „Ich habe in einem enthusiastischen Team mitgeholfen, die Pläne für das Meilenwerk Eiswerder so weit zu bringen, dass die EG-Flächen komplett an Mieter vergeben waren,“

    Verbindliche Mietabsichtserklärungen gab es wohl keine? Gab es eigentlich außer einem bestenfalls positiven Bauvorbescheid überhaupt eine Projekt – Ausführungs – Planung und Baugenehmigung?

    Ich habe irgendwie das Gefühl, dass Sie sich hier im Nachhinein vor allem über die Geldgeber auch noch lustig machen, die Herrn Halder seinen Kulturtrip jahrelang mit ihren Millionen finanziert haben. Wenn man von den in der Presse mehrfach genannten 6 Mio. Schulden, die die 3 Objekte MW Zürich, MW Hamburg und MW Berlin angeblich an Projektierungskosten verschlungen haben sollen, dem MW Berlin grob ein Drittel zurechnet, wurden hier in den letzten 4 Jahren für 2 Mio. immerhin ein paar „Trennwände, Steckdosen und Ölabscheider platziert“ und ein paar Naturfotos von herum schwimmenden Bibern gemacht.

    „Berlin ist riesengroß und ich würde auch jederzeit wieder einen vielfältigen Strauß von Partnern finden, die eine Erlebniswelt für die ganze Familie mitgestalten wollen.“

    Hat Herr Malorny sich schon gemeldet?

  3. Bötschers Ausführungen ist nur noch hinzuzufügen, daß es eine Wahnsinns-Idee ist, einen Oldtimertreffpunkt, also einen besseren Rummelplatz, auf dieser winzigen idyllischen Insel am Stadtrand zu errichten. Böblingen hat jährlich 600.000 Besucher, die sich nur eine Wurst und ein Bier kaufen, die Nasen an den Boxen plattdrücken und eine kostspielige Infrastruktur verursachen.
    Glücklicherweise sind die Banken vernünftiger als die Spandauer Lokalpolitiker. Daß Halder offensichtlich ein (Eigen)kapital-Problem hatte, verwundert nicht, obwohl Risikokapital bereitsteht und die Investoren für überzeugendere Projekte Schlange stehen. Allerdings sehen sich die Investoren die Biographie der GmbH-Gesellschafter genau an. “Ehemalige” Manager oder eine Pleite in der Vergangenheit sind Ausschlußmerkmale. Dagegen bedeutet ein Gesellschafter aus einer bekannten Anwaltssozietät, die auch Steuer- und Anlageberatung anbietet, erste Wahl.

  4. Herr Hübner, gehen Sie doch bitte mit einer Sammelbüchse rum , sammeln Geld ein für all die Handwerker, die noch auf offenen Rechnungen sitzen.
    Dies wäre eine sinnvolle Aufgabe.
    Sie sind auf ein sinkendes Schiff geholt worden, um noch einmal die Werbetrommel zu rühren, die Insolvens aus Halders und Investorensicht noch einmal rauszuschieben.

    Und Ihrer Darstellung wie wohl Sie sich dort gefühlt haben ( ob alle die noch auf offenen Forderungen sitzen dies auch so sehen darf anbezweifelt werden ), ,…peinlich !

  5. Sind einige Fehler in meinem letzten Beitrag.
    Insolvenz wird sebstverständlich mit z geschrieben, auch die Zeichensetztung ist fehlehaft. Kann dies leider nicht mehr korrigieren, zu schnell in die Tastatur gehauen und abgeschickt, sorry.

  6. Sie haben alle ja so recht – “zu schnell in die Tastatur gehauen und abgeschickt, sorry.” So ist das hier. Deshalb werde ich zu diesem Thema nichts mehr beitragen und auch das wird man mir noch vorwerfen. Egal.

  7. Abgesehen vom fulminanten Bewerbungstext von Johannes Hübner für die neuen Investoren auf der Insel der schönen Dinge…..hat er je auch nur einen Cent seines Gehalts gesehen?

  8. Jeder hat eine zweite Chance verdient. Auch Martin Halder. Meine Empfehlung: In der neuen ZDF-Show “I Can Do That” versuchen sich Leute an Dingen, die sie eigentlich gar nicht beherrschen.

  9. Kompliment … elegante Kurve zur Rundum-Revanche mit dem “So ist das hier”, Herr Hübner! Aber wieso kommt mir das ganze nur so vor, als ob damit die Überbringer der schlechten Nachrichten gemeuchelt werden sollen? Wer den Finger in die Wunde der zigten Insolvenz in dieser Sache legt, hat doch die Insolvenz nicht zu verantworten. Und dass Insolvenzen einfach so wie eine unabwendbare Naturgewalt quasi im Abreißpack verbraucht werden, glauben selbst interessierte (und sich verwundert die Augen reibende) Mitleser wie ich so allmählich nicht mehr. Unabhängig von irgendwelchen schöngeistigen Biberbetrachtungen und dahindümpelnden Eisplacken und feuilletonistischem Schwärmen über die “Erlebniswelten” für Kind und Kegel, bei dem sinnigerweise das ganze Autofremde von Ihnen zuallererst aufgezählt wurde (bevor dann etwas im Sinne von “ach ja, was zum Auto hätte es auch noch geben sollen …” nachgeschoben wurde), möchte man Sie dann ja eigentlich noch bitten:
    Sagen Sie’s doch bitte rundheraus, Herr Hübner:
    – Nein, wir wollen gar nicht in erster Linie die eingefleischten, erfahrenen Oldtimerhobbyisten als FACHpublikum anlocken – und wenn doch, dann allenfalls als Beiwerk,
    – nein, wir wollen vielmehr die, die sich dort eventmäßig bespaßen lassen und mit Kind und Kegel dort jede Menge Schotter in den Amüsiermeilen vor der Oldtimerdekoration lassen und die man mit “oh’s” und “ah’s” leicht beeindrucken kann … usw. …
    … so ähnlich wie bei jenen Oldtimerveranstaltungen, bei denen das geneigte Zuschauervolk vom Conferencier launige, eingängige, leichtverdauliche Worte zu den über die Rampe gefahrenen Oldtimern ins Ohr erzählt bekommt und es mit großem “oh” und “ah” vernimmt. Aber wenigstens machen Sie es ja dann besser als Ihr (zumindest hier im Südwesten) omnipräsenter Zunftgenosse, der letzten Herbst anlässlich einer einschlägigen Veranstaltung, als er des Schriftzugs auf dem Kotflügel des über die Rampe fahrenden US-Car ansichtig wurde, dem staunenden Publikum in epischer Breite was vom “Clipper” als Einsteiger-Ableger der in den letzten Zügen liegenden Marke Packard daherfabulierte. Dumm nur, dass auf dem Kotflügel jenes Amis Modell 1956 nicht “Clipper”, sondern der Schriftzug “Chrysler” prangte! Sieht einem “Clipper” ja auch zum Verwechseln ähnlich, gelle? Aber dem “Brot und Spiele”-Volk kann man’s ja erzählen, auch wenn sich der Boden unter einem auftun müsste (zumal es nicht sein einziger Fehltritt war) …

  10. Seit Jahren hörte man seitens der “Meilenwerk AG” immer die gleichen Nachrichten:
    – “Die letzte erforderliche Genehmigung ist nun da”
    – “Wir fangen bald an zu bauen”
    – “Wir sind voll vermietet”.
    Jahrelang hat man die Öffentlichkeit mit solchen Formulierungen bewusst angelogen.

    Es klingt daher schräg (und unglaubwürdig), wenn von einer Vollvermietung des EG in Eiswerder geschrieben wird.
    In der Vergangenheit wurden da wohl lockere Gespräche mit festen Vertragsabschlüssen verwechselt…
    Nichts gegen Johannes Hübner, der sich ja als Moderator bei Oldtimerveranstaltungen einen sehr guten Namen gemacht hat.
    Nun ist er als “Center Manager” auch im Zentrum der Kritik. Sorry, aber das gehört leider dazu. Es gab auch sicher einige Menschen, die ihn vor dieser Stelle in dieser Gesellschaft warnten.

    Meines Erachtens ist der Markenname Meilenwerk nicht nur wegen der Insolvenz komplett verbrannt. Der Konkurs hat die breite Öffentlichkeit erreicht. Schon vorher war diese Gesellschaft unglaubwürdig. Für etwaige Mieter ist dies ein K.O. Argument.
    In einem der Artikel wird Herr Malorny zitiert, dass man notfalls auch unter einem anderen Namen weitermachen würde (weil ja die Markenrechte verpfändet sind).
    Bei einem Neustart (unter anderem Namen) würde wieder einmal (wie schon mehrfach in Halders Vergangenheit) versucht die Gläubiger um ihr Geld zu bringen.

    Es ist aber zu vermuten, dass nun u.a. wegen verschleppter Insolvenz in diesem Fall ermittelt werden wird.

  11. Wem hat Herr Halder eigentlich geschadet. Außer seinen Geldgebern, vielleicht ein paar Architekten, vielleicht auch ein paar Handwerkern die ein paar Meter Kabel verlegt und Steckdosen montier thaben, den Jungs die ihm seine echt professionellen Animationen gemacht haben und all denen, denen er viel Zeit mit seinen Märchen gestohlen hat, wohl doch niemend, oder?

    Ich glaube, bei Martin Halder liegt der Fall etwas anders. Mal vorsihtg ausgedrückt: Der Mann dürfte schon längere Zeit abseits der Lebensrealität gestanden haben. Oldtimer-Markt schreibt am 10.02. über die geplanten Projekten wie Zürich auch von einem Meilenwerk – „Chiemsee“.

    Obwohl das Gerücht seit der letzten Techno Clacsica schon herumging, daß Martin Halder und Stefan Luftschitz etwas gemeinsam planen, das hier werden die wenigsten glauben: Martin Halder hat während bei seiner Berliner Meilenwerk AG im Maschinenraum schon das Wasser bis an die Decke stand, in Bernau am Chiemsee mit dem Bürgermeister über Monate hinweg über einen Kauf des Gut Hitzelsberg verhandelt. Genau der Hitzelsberg, der einst dem Rekordhalter unter den Oldtimerhändlern im Steuerbetrug, Stefan Luftschitz, gehörte und der sich keine zwei Jahre nach seiner Haftentlassung auf Bewährung, schon wieder in der Presse, zwar nur im “Oberbayerischen Volksblatt” aber immerhin, großmundig als die Nummer 3 der Branche bezeichnet.

    Details und ob Luftschitz dabei eine Rolle im Hintergrund spielte, sind nicht bekannt. Die Verhandlungen mit der Gemeinde liefen unter größter Geheimhaltung. Etwa im September, als das Wasser in Berlin auch in den Unterdecks stand, ließ Halder den Bürgermeister dann Knall auf Fall auf seinem Hitzelsberg sitzen und ward nimmer gesehen. So in etwa wie bei der Insignium – Pleite 2004.

  12. Lieber Herr Hübner,

    also, ich werfe Ihnen nichts vor. Im Gegenteil, ich freue mich immer auf die Classic Gala in Schwetzingen. Dass es die noch gibt, ist nur Ihnen und Ihrem Engagement zu verdanken.

    Das musste mal gesagt werden.

  13. Was wäre denn, wenn Malorny und Halder die Chiemsee- und die Berlin-Idee gemeinsam “visionär” betreiben wollten? Eine gewisse Wahnwitzigkeit gehört ja dazu.
    Andere Investoren über die Insolvenz aussteigen lassen, Schulden nullen….und dann neu durchstarten. vielleicht gibt es tatsächlich neue investoren aber die bisherigen waren zu lästig weil zu streng, wenn es um abschlüsse und dokumentationspflichten ging. oder Malorny hat dieses Mal Herrn Halder ausgebootet.
    Dann sehen wir Herrn Malorny bald auch PAK und IAK .

  14. Gasthier,

    haben Sie den Artikel in der Immobilien-Zeitung nicht gelesen? Das mit den “Meilenwerk – Markenrechten die wohl mehrfach verpfändet wurden”, war der endgültige Cut eines Malorny mit Halder und der suggestive Hinweis durch den Hinterkopf ins Auge des Lesers, dass da wohl auch auf die Staatsanwaltschaft noch Arbeit zukommt. Vieles nur Gesagte, kann man hinterher wieder relativieren. So etwas, was schwarz auf weiss in einer Zeitung steht, nicht.

    Malorny soll im übrigen während seiner McKinsey – Zeit so gut in die Spitzen der Automobilindustrie vernetzt gewesen sein, dass er keine Halder’s braucht.

    .

  15. Hallo Detlef,
    was heisst ” vernetzt gewesen sein “, soweit ich weiss ist er noch
    der Chef für den Automotiv Bereich Europa und Chef von Mc Kinsey
    Deutschland in Berlin.
    Für ihn ist die Oldtimerei aber kein Schicky Micky den er war schon
    zu Studentenzeiten bekennender Kleinwagen Fan und fuhr als einziges
    Auto einen 250er Goggo !

  16. Hier sollen die Reichen in Glaskästen ihre vierrädrigen Millionenvermögen zur Schau stellen, hier sollen sie anonym zeigen dürfen, was sie haben? Und am Wochenende sollen sich Autoliebhaber, die sich ihr 80 er Jahre Massenprodukt mit H-Kennzeichen vom Mund abgespart haben und Familien mittlerer und unterer sozialer Schichten, mit der vorher noch schnell beim Discounter in Spandau gekauften Limoflasche für 89 Cent in der Hand, an den Glasscheiben die Nasen platt drücken.

    Das soll ein die Renditeerwartungen von Investoren für 100 Milionen reingestecktes Geld erfüllen und ein „schnellen Reichtum“ schaffendes Geschäftsmodell sein? Kein Wunder, dass namhafte, große Immobilien – Player diese ja nicht mehr ganz unbekannte Killer – Applikation bis heute müde belächeln, so schnell wie möglich ieder durchreichen und wie die Eigentümer der Liegeschaften in Hamburg – MIB – dieses Geschäftsfeld gerne an solche schrägen Vögeln wie Halder outsourcen.

  17. …nur daß HH auch vor langem abgesagt war.

    Die Standorte werden heute ausnahmslos von den Ursprungsbesitzern auch betrieben. Den Impressario mit guten Kontakten in die Szene kann ein Herr Lange und ein Herr Dünkel auch selber geben. Wo war die Geheim-Essenz von MH? Wenn man ehrlich ist, es gibt keine, denn die Idee einer Zielgruppen-Immobilie ist nicht kopierschutzfähig. Da hatte jemand eine gute Idee aber kein Geld…oder meist das Geld anderer. Aber gute Ideen hat auch nicht immer nur ein Mensch auf der Welt. Das ist meist auch so.

    Einem Investor ohne Szenekenntnisse kann man die guten Kontakte, die man hat als “asset” andienen…und Wortgewandtheit…und eine Referenzliste, die immer künstlich verlängert angereichert war…um eindrucksvoll zu sein.

    Kontakte hat eine Klassikwelt Bodensee, eine Retro in Stuttgart, mancher Veranstalter…wie zum Beispiel Johannes Hübner und andere Szenekenner.

    Das Konzept Stuttgart ist und war nie ein Meilenwerk AG Konzept, vielmehr war es das Konzept der Familie Dünkel, angepaßt an den Standort, damit es als Immobilie für Mieter und Besucher erfolgreich ist. Das branding mit Meilenwerk im Titel war “noch” in der Anfangsphase gut für die Etablierung.

    Meilenwerke sind weder sortenreine Museen, noch nur bodenständige Treffpunkte für Bausparer, noch Orte für Dividendenbrause trinkende Großsammler….sie sind wie die Szene: Eine bunte Mischung aus allen, die Motoren spannend finden….egal welchen Geldbeutels.

  18. Korrektur: Im letzten Satz meinte ich natürlich eigentlich nicht:
    “Meilenwerke sind weder …..”
    sondern:
    “Solche Standorte und Gebäude sind weder….”

    Denn Meilenwerke gibt es ja nicht.

  19. Schöne Initiative, die allen Erfolg verdient.
    Aber wenn man die Werbetrommel dafür rührt, dann doch bitte korrekt: Wie im Artikel auch geschrieben: Vanvooren war mitnichten eine “Automarke”, sondern Karossier (Karosseriebauer), der Sonderkarosserien geliefert hat.
    Nicht dass die PR nach hinten losgeht … ;-)

  20. Ich habe seit gestern den vorläufigen Insolvenz Bericht auf dem Tisch. Huiii sage ich nur. Liest sich wie ein Wirtschafts – Krimi. Demnach war die Meilenwerk AG faktisch seit 2013 pleite und Martin Halder hat da einige zivil- wie möglicherweise auch strafrechtlich relevante Handlungen vrgenommen, die ihm und seinen verschnarchten Aufsichtsräten, wie der Insolvenzveralter bereits schreibt, noch einigen Ärger und Schadenseratzforderungen im siebenstelligen Berich einbringen dürften.

    Das der feine Herr Halder einerseits zusammen mit seinem IAK – Amigo, dem Bundestagsabgeordneten Carsten Müller, in alten Bentley’s den dicken Maxe und Großinvestor spielte und daheim in seinem Büro die Angestellten teilweise seit 5 Monaten keinen Cent Gehalt mehr gesehen hatten, ist eine Sauerei hoch drei und bestätigt nur meine Meiung, dass ein (krimineller) Hochstapler jahrelang die ganze OLdtimerszene an der Nase herumgeführt hat.

    Wie ich auch hörte, hat das Gericht wegen der gegen ihn verhängten Ordungsgelder in Höhe von rd. 250000 Euro zunächst einmal einen neuen Haftantrittstermin für Anfang April verkündet. Je nach Ausgang späterer Strafverfahren könnten da locker ein paar Jährchen Vollverpflegung auf Staatskosten hinzukommen.

    Wie wäre es mit einem Abschieds – Gruppenfoto der IAK Initiative Automobiles Kulturgut und der Granden dieses Juxvereins, zusammen mit Martin Halder nebst größerem Köfferchen für bestimmt keinen Kurzaufenthalt und Frau Halder Hass mit Tränen in den Augen, vor dem Gefängnistor?

  21. Bötscher,

    ich habe den Insolvenz – Bericht schon seit über einer Woche vorliegen. Eigentlich hatte ich vor, auf die Retro Classics nach Stuttgart zu fahren und den Packen spaßeshalber Mario de Rosa vor die Nase zu halten.

    Erstaunlich für mich, wie schnell der Insolvenzveralter gearbeitet hat. Das liegt aber wahrscheinlich an dem niedrigen Kostenvorschuss, den die beiden Aufsichtsräte als Darlehen und gegen Abtretung der Rest – Aktiva nebst Markenrechten ‘Meilenwerk’ an ihn geleistet hatten. Zwischenzeitlih hat ja wohl Herr Malorny die gesamte Rest – aktiva nebst Markenrechten erworben und die früheren Angestellten der Meilenwerk AG ‘übernommen’.

    Martin Halder und ‘Meilenwerke’ sind Vergangenheit und für mich nur ein Synonym wie einfach es ist, Leute mit entweder keinem Geld und dem Traum vom schnellen Geld in der Oldtimer – Szene, genau so wie Geldsäcke mit überwiegend zu viel arbeitsfrei erworbenem Geld und der Gier nach immer mehr Geld, wie Elefanten in der Manege Männchen machen zu lassen. Entweder mit überteuerten OLdtimern und der Aussicht auf kurzfristige, zweistellige Wertsteigerungen oder wie hier, dem Investment in ‘Beton – Gold’.

    Das mit dem Haftantrittstermin Anfang April habe ich auch vernommen. Der erste Haftantritt erfolgte ja offenbar nur deshalb nicht, weil Martin Halder das Glück oder das Pech hatte, je nach dem wie man es sieht und ein paar Tage vorher den Autounfall hatte. Ich bin noch am überlegen, ob ich den Insolvenzbericht oben im Beitrag veröffentliche?

    .

  22. Der Insolvenzbericht liest sich wie alle solchen Berichte, wo Hochstapler versuchen beim Spiel ums große Geld mitzuspielen, irgend wann die Kontrolle verlieren und so lange wie es geht versuchen, mit frischem Geld von gutgläubigen Investoren die Löcher hinter sich zu stopfen und versuchen, ihren schönen Lenz so lange wie möglich aufrecht zu erhalten. Kurz auch Schneeballsystem genannt. Woher Herr Malorny die Hoffnung bezieht, unter einem derart negativ belasteten Namen Meilenwerk längst Wasser saufen gegangene Projekte zu realisieren, der durch fast zweifelsfrei hinzukommende Strafverfahren gegen Herrn Halder noch weitaus negativer belastet werden wird, ist mir schleierhaft.

  23. Man darf gespannt sein, ob die einschlägige Oldtimerpresse diese ganzen Entwicklungen und negativen Nachrichten schamhaft ausblenden wird.

  24. @ gasthier,
    was sollen sie den anders machen? Ansonsten müssten sie sich alle hinterher “Volldepp” auf die Stirn tätowieren lassen :-)

  25. Pingback: Zettelkasten 01.04.2016; Knastwerk eröffnet demnächst | MotorBlöckchen

  26. Die Dilettanten von der MIB AG werden Martin Halder ewig gedenken. Mit ‘Hamburg’ dürfte er eines seiner Meisterstücke abgelegt haben, wie man Immobilienprofis mit nichts als ein paar Computeranimationen und blumigen Versprechen vom ‘schnellen Reichtum’ eine Industrieruine aufs Auge drückt.

  27. Der Hochselartist Christian Malorny wird nach seinem Absturz jetzt hoffentlich die Welt derjenigen kennenlernen, die seinesgleichen McKinsey – Berater im Zuge von Kostensenkungs-, Umorganisations- und Rationalisierungplänen aus den Elfenbeintürmen gestürzt haben. Wegen einer Frühstücksquittung … habe schon lange nicht mehr am Sonntag Morgen so gelacht.

    Originalartikel: http://vorab.bams.de/mckinsey-entlaesst-top-berater-wegen-fruehstuecksquittung/

  28. Herr Malorny muss einigen McK Managern aber ganz schön auf den Kopf geschissen haben. Der Artikel über einen in der normalen Öffentlichkeit total unbekannten Malorny gleich auf der Titelseite und dazu Seite 6 der Bams, zeigt, dass die Jungs auch über beste Beziehungen zu Bild und Kai Diekmann verfügen müssen.

  29. Im Olymp der Schnellreichen und Tiefgefallenen wird halt mit harten Bandagen gekämpft. Ähnlichkeiten zwischen Utz Claasen, zu Beginn seiner Karriere auch mal Mc KInsey – Mann, späterer Ex – EnBW – und Solar Millennium – Boss, wobei seine Mandate meistens auch nach relativ kurzer Zeit im Streit vor Gericht endeten, sind rein zufällig.

    http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/utz-claassen-vs-carsten-maschmeyer-jetzt-schaltet-sich-claassens-frau-ein-a-1116211.html

    Unterhaltungswert jedenfalls dann, wenn sie untereinander in den Clinch gehen, garantiert.

  30. Herr Halder hat zweifellos ein Stück Kulturgeschichte mitgeschrieben. Der Name “Meilenwerk” wurde nicht nur in der Oldtimerszene plump kopiert – “Lenkwerk”, “Ofenwerk”, “Kraftwerk”, sondern in zig anderen Branchen auch. “Frisurenwerk”, “Brillenwerk”, “Backwerk”, “Brotwerk” (bei mir um die Ecke), “Schuhwerk”, “Möbelwerk” etc. p. p. Und jetzt, wo zu lesen ist, daß in Berlin auf Eiswerder statt eines Meilenwerk Luxuswohnungen entstehen ist alles schon Geschichte.

  31. Ich will nicht ausschließen, daß sich Dritte von der Namnsschöpfung “Meilenwerk” haben inspirieren lassen um ihren Vorhaben mit Bezug zu Kraftfahrzeugen entsprechende eigene Etablissementbezeichnungen zu verpassen.

    Aber eine kurze Recherche beim DPMA Register bringt zu Tage, daß Herr Halder wahrlich nicht der Schöpfer aller “Werke” ist. Selbst die zitierte und überregional bekannte Marke “BackWerk” ist zeitlich vor dem “Meilenwerk” eingetragen worden. Noch älter sind diveres Eintragungen zu “Schuhwerk” um nur mal zwei Beispiele aus der Liste herauszugreifen.

    Ehre wem Ehre gebühr. Aber diese Ehre hat Herr Halder sich nicht verdient, schon gar nicht auf dem Niveau der Kulturgeschichte.

  32. Berliner Möchtegern – Society… Meine Gruneald – Villa, meine Oldtimer, mein Affenkäfig. Millionen auf der Kante und dann eine 50 Euro Quittung fälschen. Was anderswo “Oldtimer – Society” heißt und kaum in die Öffentlichkeit tritt, das heißt hierzulande Bluffer wie Martin Halder und Christian Malorny und wird bestenfalls noch in Peter Steinfurths Postille Oldtimer – Markt und von der Tanja-Anja – Schreiberin der “Bunten Illustrierten” erwähnt.

  33. Die “Eliten” der Wirtschaft wie die Mc Kinsey – Anscheiner, sind auf allen Seiten die selben Versager wie andere auch. Nur können sie sich viel, viel besser verkaufen und geht es schief, was meistens der Fall ist, müssen sie es nie ausbaden.

    Immerhin hat Christian Malorny nach seinem lange Zeit als vorübergehende, freiwillig genommene Auszeit getarnten Rausschmiss, mal etwas auf eigene Kappe riskiert, wenngleich sein persönlicher, finanzieller Einsatz lächerlich gering war. Spätestens nach dem ich diesen Artikel vom Mc Kinsey – Automobilexperten Christian Malorny in der Welt gelesen hatte, im Stil eines Tom Kummer wahrscheinlich von einer Praktikantin paste & copy in 2 Stunden zusammengeschnippelt,

    https://www.welt.de/motor/article146698673/Das-Ende-der-Autoindustrie-wie-wir-sie-kennen.html

    wusste ich, dass das mit dem Meilenwerk – Surrogat – Berlin 2.0 auch mit ihm nichts wird. Typen mit echter Erfahrung und Expertise schreiben nicht so einen Stuss zusammen, den jeder Automobilexperte schon hundertmal an anderen Stellen gelesen hat, auswendig aufsagen kann und heute zum Phrasenisch jedes Automobil-Mänätschers gehört. Wie bei Martin Halder eben: Luft + Luft = Pressluft.

    Und echt zum Schießen: die Oldtimer – Gazetten haben genau so wie bei Martin Halder völlig merkbefreit ein zweites Mal mitgespielt.

    .

  34. Sah man Herrn Halder letzlich noch?
    Gerüchteweise? Beide Protagonisten scheinen nicht mehr aktiv zu sein.
    Gut.

  35. Nach dem Beitrag in der online-Augabe des Manager Magazins

    http://www.manager-magazin.de/unternehmen/artikel/mckinsey-durfte-direktor-wegen-quittungen-nicht-fristlos-kuendigen-a-1115805.html

    war es wohl doch ein bisschen mehr als nur ein Bewirtungsbeleg, der dem sicherlich hochehrenwerten Herr Malorny hier zum Verhängnis wurde. Grundsätzlich ist die Gerichtsberichterstattung im manager-magazin von miserabler Qualität, weil es da schon mal mangels Sachkunde der Journalisten vogelwild durcheinandergeht. Aber ich will mal hoffen, daß zumindest der Kern der Geschichte zutrifft.

    Mindestens vier der Bewritungsgelege davon enthielten falsche Angaben. Interessant ist die vorsichtige Wortwahl des Manager-Magazins. Erstaunlicherweise sagt man nicht, Herr Malorny sei nicht der Informant gewesen, obwohl man es schließlich wissen müßte, der bei dem Artikel nicht zugeliefert hatte. Statdessen verneint das Arbeitsgericht einen Geheimnisverrat durch Malorny, da dieser nicht nachweisbar wäre. Fristlose Kündigung – nein; ordentliche Kündigung mit einer Kündigungsfrist von sechs Monaten – ja..

    Schade eigentlich. Da war mehr drin. Vielleicht gibt es ja eine Verlängerung.

  36. Der Absturz des Herrn Malorny aus dem Olymp der Zeitsklaven mitsamt seinem Versuch das Meilenwerk aufzuwärmen, hat auch zwei gute Seiten. Erstens:
    https://neubau-berlin.de/2016/08/30/neue-eigentumswohnungen-auf-eiswerder/
    Zweitens: Man sieht an diesem Beispiel, dass diese bis dorthinaus hochnäsigen Topberater, die bei ihren Kunden viel zu oft über das Schicksal von zehntausenden Mitarbeitern quasi mitentscheiden dürfen, wie jeder Frittenbudenbetreiber ohne Hochschulabschlüsse, auch nur mit Wasser kochen. Wobei mir Letzterer wesentlich sympathischer ist.

    ____________________________________
    Wunschgemäß editiert: Schreibfehler

  37. Schade eigentlich. Da war mehr drin. Vielleicht gibt es ja eine Verlängerung.”
    @Aggiepack
    Laut Printausgabe der FAZ.vom 10.11.16
    ist MCKinsey mit dem Urteil zufrieden, wird nichts mehr kommen, keine Berufung.

    “..Man sieht an diesem Beispiel, dass diese bis dorthinaus hochnäsigen Topberater, die bei ihren Kunden viel zu oft über das Schicksal von zehntausenden Mitarbeitern quasi mitentscheiden dürfen….°
    @Max B.
    Aus diesem Grund werden sie geholt. Die Firmenleitung kann sich dann auf dieses externe Urteil berufen, ihr Vorhaben damit untermauern.
    und ja , machmal geht es leider nicht ohne Entlassungen, wenn die Firmen langfristig überleben wollen. Ist zwar nicht schön, aber notwendig.!

  38. Das selbst Detlef Kupfer es nicht mehr für wert befindet, eine Frage zu beantworten, zeigt, wie schnell sich der Mantel des Vergessens ausbreitet. Auch über das Motorblöckchen. Schade.

  39. Um eine Frage beantworten zu können, muss man leider
    auch die Antwort kennen, alle andere nennt man Spekulation !
    tgwolfi

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