Pause machen.

1954 Gregorio Brendes im Daimler zu Besuch in Frankfurt

Wie man unschwer erkennt, ist die Frequenz meiner Beiträge in den letzen Monaten fast auf Leerlaufdrehzahl abgesunken. Dies, obwohl ich für mein Buchprojekt, wo ich Hintergründe übelster Geschäftemacherei und Betrügereien der ehrenwerten Gesellschaft in der Oldtimerszene beleuchte, viel Interessantes und auch Unerfreuliches zusammengetragen und recherchiert habe, stapelweise valides Material von Dritten dazu erhalten habe und das eine oder andere davon gerne vorab hier schreiben würde.

Alleine aufgrund von privaten Gründen kann und will ich das ‘Motorblöckchen’ aber nicht mehr in gewohnter Art und Weise mit Inhalten füllen. Ich habe mich daher dazu entschlossen, das Motorblöckchen für eine Weile auf Leerlaufdrehzahl runter zu schalten und nur gelegentlich noch in die Tasten zu hauen, wenn es Erfreuliches zu berichten gibt. So wie jetzt, wenn mir ein langjähriger Leser einen Brief schreibt und mir als Tankeschön für den die Frankfurter Automobilhistorie in Bildern aufzeigenden Rückspiegel, ein einzigartiges Pressefoto von 1954 beifügt.

1954 Gregorio Brendes im Daimler zu Besuch in Frankfurt 02

Ich werde vielleicht zu einem späteren Zeitpunkt mit einem neuen Konzept wieder für Euch da sein. Freundschaften entstehen nicht dadurch, dass alle alte Autos lieben, fahren und sich gelegentlich treffen, Freundschaften entstehen im Kopf. Grade deshalb bedanke mich bei einigen von Euch für ganz tolle E-Mails und bei den Anderen für ihr Verständnis.

.

14 Gedanken zu “Pause machen.

  1. Und ich dachte schon, es hätte was mit dem gelöschten Beitrag und dem Link auf den Blogbeitrag Ihres Rechtsanwalts Markus Kompa “Nazi-Gebrauchtwagenhändler” und der Abmahnung eines weniger ehrenwerten Mitglieds der Gesellschaft der Oldtimerhändler zu tun.
    In der Ruhe liegt die Kraft.

  2. HerrhintermLenkrad,

    alleine was wir etwa seit 2007 an Rechtsanwaltskosten, Gerichtskosten und Nebengeräuschen zwecks Abwehr von Abmahnungen und Klagen paranoider und um ihre Persönlichkeitsrechten besorgter Protagonisten der ‘Branche’, denen keine Nummer zu dreckig ist, um ihre fragwürdigen Interessen beim Abzocken von Oldtimerliebhabern zu bewahren, hingeblättert haben, repräsentiert inzwischen den Gegenwert eines schicken Vorkriegs – Roadsters im nicht eben untersten, 5-stelligen Preisbereich. Nicht unerhebliche laufende Kosten für den Betrieb des Motorblöckchens noch granicht berücksichtigt. Und das ohne einen Cent Werbeeinahmen, ohne jemals auf eines der unzähligen Angebote eingegangen zu sein, gegen Bares mal den einen oder anderen Link einer Firma in einen Beitrag einzubetten o.ä.. Es wäre unehrlich, zu behaupten, dass das keinen Einfluss auf Entscheidungen wie diese hätte.

    .

  3. Ich kenne diese zum Glück immer schnell wieder vergehenden Schreibkrisen, von denen kein wirklich guter Autor verschont wird. Wenn aus ‘privaten Gründen’ die innere Ruhe fehlt, sollte man sich vielleicht etwas bremsen, aber auf keinen Fall stehen bleiben. Auf ein hoffentlich baldiges Zurückkehren der alten Form.

  4. Pingback: Am 11. Juni 2016 gefunden … | wABss

  5. Im Motorblöckchen passiert gerade nicht viel. Wenn nichts mehr im Fluss ist, geht so manches den Bach runter. Schade.

  6. Ich find’s schade! Aber ich versteh’ Dich auch. Vielleicht hast Du jetzt mal eher Zeit für ein Schnitzel im vordersten Vordertaunus ;-)

  7. Das ist sehr schade.
    Das Blöckchen ist in vielen Belangen der Leuchturm in unserer Szene.
    Unbeirrbar und oft genug auch (zu) frech. Das Hintergrundwissen, die vertraulichen Information, das Aufdecken von realen Entwicklungen und unsichtbaren Beweggründen….das macht sonst leider keiner in unserem Metier.

    Detlef, Sie waren hier eine Instanz.
    Oft genug schrieben Sie über Altruisten – sind dabei selber einer.

    Ohne eine wirtschaftliche Unterstützung ist das auf Dauer nicht machbar.
    Wenn ich an Karl Heinz Böhm und die 1-DM-Brunnenspenden denke….aber leider auch an Motorkritik von Wilhelm Hahne….dann ist es schade, dass wir es alle mit Spenden und Crowdfounding nicht schaffen, Sie von den “Nachstellungen” der Selbstdarsteller und deren Anwälten wirtschaftlich zu schützen, bzw. unabhängig bleiben zu lassen.

    Die Instanz Motorblöckchen darf eigentlich nicht fehlen!
    Und über das Ziel hinaus schiessen, heisst auch unbequem sein und für Bewegung sorgen…. was kam nicht alles ans Tageslicht…was wurde Ihnen nicht alles zugetragen, was haben Sie nicht alles recherchiert…
    Aber auch oft genug einfach nur nette alte Begebenheiten berichtet und aufgearbeitet…

    Liebe Blöckchen-Nutzer!
    Wer hat gute Ideen, wie wir unterstützen können?

    Lieber Detlef, was ist der Bedarf ? (abseits der kreativen Pause).

  8. “Mit 25 ein Idealist sein, geht in Ordnung. Wer mit 65 noch einer ist, ist ein Idiot”. Ausnahmen wie Sie, lieber Herr Kupfer, bestätigen die Regel. Grade wegen der nur noch von PR für überteuerte Oldtimer und Dienstleistungen durchseuchten Oldtimermedien, braucht es eine unabhängige und kritische Gegenöffentlichkeit, die kein Blatt vor en Mund nimmt. Auch ich wäre bereit, einen angemessenen, finanziellen Obulus zu leisten – Wilhelm Hahne und seine Motor-Kritik wären der Maßstab – damit die “Pause” nicht zu einem “Ende” wird. Please let me know.

  9. Ups, habe grade erst gemerkt, wie lange ich nicht mehr hier war. Detlef, mein klares Voting: wieder schreiben, weniger grübeln.

  10. Zeit das Päuschen zu beenden. Die Geschichten sind doch zu hübsch um sie unkommentiert anderen zu überlassen.

    Halder’s Kompagnon fliegt bei McKinsey im Dezember 2015 nach einem Bericht des Spiegel online vom 09. Oktober 2016 (http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/mckinsey-entlaesst-top-berater-wegen-fruehstuecksquittung-a-1115791.html ) wegen eines gefakten Frühstücksbelegs raus. Wenn man sich da die Mühe macht, die ganzen Zeitschienen gegeneinander laufen zu lassen, dann ergeben sich da sicherlich ganz interessante Geflechte. Werden wir darüber in der MotorKlassik lesen. Wohl kaum. Das ganze dann noch hübsch garniert mit den zwischenzeitlich weiteren Insolvenzen im Halderscher’schen Imperium – wer soll das Aufarbeiten, wenn nicht Sie?

  11. Prosit Neujahr

    und als Leser von Anfang an, sei mir der Hinweis gestattet: 6 Monate Pause sind genug.

  12. @ 230 SL,

    es schleppt sich etwas dahin, was weniger mit meiner Lust daran zu schreiben und nur bedingt mit der Klage eines paranoiden Stefan Luftschitz gegen mich zu tun hat, wie vielmehr mit dem täglichen Butter und Brot – Geschäft.

    Stefan Luftschitz: Der hatte doch tatsächlich so einen Knick Knatterton – Verschnitt aus Hamburg auf mich angesetzt, der nächtens mein Auto mit einem GPS – Sender verwanzt, Fotochen vom Innenraum gemacht und irgend wann sogar Nachbarn befragt hatte, was ich denn geschäftlich so unternehme, um mir dann vor Gericht in epischer Breite und selbst das Gericht inzwischen offensichtlich langweilenden Wiederholungen, mit einer abenteuerlichen Konstruktion Steuerhinterziehung zu unterstellen.

    Es ist halt inzwischen verdammt viel Stoff geworden, der sich anbietet und nachdem ich bei den Recherchen für mein Buch auf so einige Geschichtchen gestoßen bin, mir auch Betroffene so einige teuere Erfahrungen in Form von Korrespondenzen bis hin zu validen Prozessakten zur Verfügung stellten, gegen die die Geschichte “Wie nehme ich einen Milliardär aus?” aus meiner Sicht wie die Beschreibung eines Taschendiebstahls aussieht, wird es halt noch etwas dauern.

    Bitte um noch etwas Geduld.

    .

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *


*

Du kannst folgende HTML-Tags benutzen: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>