Josef I der Geackerte von Bankburg

 

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Wäre das hier und heute keine lumpige Schmierenkomödie des 21. Jahrhunderts, sondern ein Drama vom Raubritter Josef I dem Geackerten von der Bankburg, anno 1536, würde im Hof der von Bewaffneten der freien Reichshauptstadt Frankfurt gestürmten  Bankburg, längst das Hochgericht beraten, ob man den Ritter Josef I, nicht wegen seiner Raubzüge kopflos in den Burggraben fallen lassen sollte, damit die dummen Bauern, Bürger und Kaufleute da draußen nicht mehr so viel rumverschwören.

Der so genannte „ewige Landfriede“ im 16. Jahrhundert bescherte Ritter auf den Burgen im Kaierlichen Reich, bis vor die Tore der Freien Reichshauptsstadt Frankfurt, schwierige Zeiten. Da sie außer dem Kriegshandwerk keinen weiteren Broterwerb gelernt hatten, mussten sie sich andere Geldquellen einfallen lassen. So wurde aus manchem „edlen Herren“ ein Raubritter, der seine Kampferfahrungen jetzt an reisenden Kaufleuten ausübte. Einer von ihnen war der Legende nach Ritter Josef I der Geackerte von der Bankburg, unweit der Freien Reichshauptstadt Frankfurt, gut versteckt in einem Tal des nahen Taunus und nur zu erreichen über schwer begehbare Wege.

Am Sonntag, dem 7. Mai 1536, fielen einigen Bewohnern von Frankfurt zwei Männer auf, die in den Hecken am Wegesrand zwischen dem Westtor Galluswarte und dem Örtchen Schwanheim, schon seit längerer Zeit hinter Büschen versteckt, auf der Lauer lagen. Die Leute wunderten sich deshalb, weil sie den Männern bereits Stunden zuvor auf deren Frage hin den Weg nach Frankfurt erklärt hatten, diese aber offensichtlich immer noch nicht weitergezogen waren. Daher vermuteten sie, dass es sich um Straßenräuber handelte, worauf einer der Frankfurter kundtat: „Der Rat der Stadt hat doch befohlen, dass alle Wegelagerer zu verhaften seien.“ Schnell war die Nachricht weitergeleitet, und im Nu kamen acht bewaffnete Männer herbeigeeilt und nahmen die beiden fest.

Am nächsten Tag wurden sie dem Amtmann Joerg von Gonzenheim vorgeführt und von diesem als Raubritter Josef I der Geackerte von der Bankburg und dessen Komplize Nolbert Walterer, erkannt. Letzterer wollte aber nicht zugeben, dass er zusammen mit dem Ritter Josef I Frankfurter Bürger hatte überfallen und ausrauben wollen, und so ordnete der Amtmann an, dass Walterer so lange gefoltert werde, bis er geständig sei. Dreimal ließ der Gefangene die fürchterlichen Schmerzen über sich ergehen. Als er dann jedoch mit einem Flaschenzug gestreckt wurde, gab er den Plan schließlich zu. Sein Geständnis bewahrte ihn allerdings nicht vor einer Strafe, und schon kurz darauf vollstreckte der Scharfrichter an Walterer das Todesurteil. Raubritter Josef I der Geackerte wurde auf Befehl des Rats der Stadt Frankfurt von dem Frankfurter Amtmann Gerlach von der Glauburg angeklagt. Doch der Raubritter war zunächst ebenfalls nicht geständig, und so wurde auch ihm die Folter angedroht. Dies war möglich, weil seit 1532 die von Kaiser Karl V. erlassene „Peinliche Halsgerichtsordnung“ galt, nach der auch die unter Folter abgerungenen Geständnisse vor Gericht zugelassen waren. Daher erging an den Scharfrichter die Anweisung: „ Foltern – und wenn er wieder kalt geworden ist, weitermachen.“

Grausame Zeiten waren das damals. Nachdem er die Tortur dreimal über sich hatte ergehen lassen, gestand dann auch Josef I schließlich: „Ja, wir haben einen Überfall geplant.“ Der anschließende Prozess gegen ihn verzögerte sich, doch das Hochgericht verkündete im Namen des Erzbischofs schließlich folgendes Urteil: „Der Raubritter Josef I der Geackerte wird geköpft, weil er Bauern, Bürger und ehrbare Kaufleute überfallen wollte und seine Burg wird geschleift. Die Absicht zur Tat, zu deren Ausführung nicht der Wille, sondern nur die Gelegenheit gefehlt hat, ist der Tat gleichzusetzen.“ Als Termin für die öffentliche Hinrichtung wurde der 14. Oktober 1536 festgelegt. Das Urteil sollte auf dem „Galgenfeld“ in Frankfurt vollstreckt werden, einem Platz, heute der Bereich Mainzer Landstrasse – Taunusanlage – Zimmerweg, wo heute 473 Jahre später, die ehrwürdigen hohen Häuser der Banken stehen.

Viel Volk war zusammengekommen, um sich die Hinrichtung anzusehen. Auf dem Weg durch die engen Gassen rief Josef I der Geackerte den Frankfurtern immer wieder mit lauter Stimme zu: „Errichtet mir ein Denkmal, es wird euch Glück bringen.“ Als er schließlich auf dem Schafott stand und der Henker ihm zuerst die zwei Schwurfinger der rechten Hand abgeschlagen hatte, und bereits zum Schlag gegen das Haupt ausholte, erhob der  Raubritter die linke Hand und spreizte die Finger ein letztes Mal, und streckte den Zuschauern die Zunge heraus und rollte mit den Augen. Das soll er sogar noch getan haben, als sein Kopf bereits abgeschlagen auf dem Boden lag. Die Frankfurter Bürger sahen darin ein Zeichen Gottes und ließen eingedenk der letzten Worte des Ritters 443 Jahre später, anno 1979, wenige Meter von der Hinrichtungsstätte Galgenfeld entfernt, zwei Denkmalssäulen gleiche 155 Meter hohe Häuser errichten, welche Deutsche Bank benannt wurde…

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Gerüchten zufolge sollen einzelne Bewohner des Hauses dem Zwang unterliegen, so wie Josef I der Geackerte anno 1536, gelegentlich die Finger der rechten Schwurhand zu spreizen…

2009… eine Bank täuscht die Anleger, die Bankenaufsicht schaut weg, und wo in den USA bereits Staatsanwälte angerückt wären, passiert hier garnichts und tausende von geschädigten Anlegern müssen sich in womöglich jahrelangen Einzel- und Sammelklagen mit den Raubrittern der Neuzeit herumschlagen.

Ja Freunde, die Geschichte ist mir heute Morgen beim Lesen der Reportagen über den jüngsten 500-Millionen-Anlagebetrugskandal der DB, eingefallen. Ich musste sie einfach mal aufschreiben, und das mal wieder Josefchen die Hauptrolle spielt, und der auch noch rein zufällig den gleichen Vornamen des berüchtigten Ritters von anno 1536 trägt, da kann ich am allerwenigsten dafür, ehrlich.

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41 Gedanken zu “Josef I der Geackerte von Bankburg

  1. Mein Tag ist gerettet. Köstlich geschrieben Herr Kupfer.
    Sie brauchen nur mal bei Googel einzugeben “Deutsche Bank” und “Schadenersatz”, dann haben Sie eine Vorstellung, was die getäuschten Anleger am Ende eines sehr langen und teueren Weges erwartet.

    Sie haben eine ganze Menge witziger und boshafter Beiträge in Ihrem Blog mit einer guten Mischung von Automobilem, was mir gefällt. Ab jetzt werde ich gelegentlich auch mal beim einen oder anderen was dazusenfen.

    Ansonsten würde ich jetzt den Motor ihres wunderbaren Autos zum Laufen bringen, damit dies bald wieder fährt, weil gelegentlich schaut doch der Frust dieses Verfahrens, schon ganz schön zwischen den Zeilen hervor.

    Robert M.

  2. Also wir haben uns heute Mittag im Office, mit Blick auf das Denkmal, beim Lesen fast nass gemacht. Wenn ich könnte, würde ich Sie für den Orden wieder den tierischen Ernst vorschlagen.
    Hartmut W.

  3. An diesem sehr humorvoll beschriebenen Beispiel, einem von vielen, sieht man, es geht so weiter wie bisher. Die Kleinen hängt man, die Großen lässt man laufen, oder wie die Briten früher sagten, “des einen Mannes Verlust ist des anderen Mannes Gewinn”.

    Frank

  4. Die Deutsche Bank gestürmt.. Oh welch schöner Traum. Leider, leider sieht es aber für die Welt der Deutschen Bank dank willfähiger Politiker viel zu gut aus.

    Während Karstadt-Kaufhäuser ums Eck schliessen, Quelle tausende Leute auf die Strassen setzt, Autohäuser vor sich hindümpeln oder gleich die Rolläden runterlassen, oder wie in unserer Verbandsgemeinde, wegen der Steuerausfälle jetzt die Schulbuszuschüsse halbiert werden, sind die Verursacher der ganzen Krise, die geklonten Widerlinge aus den oberen Banketagen, schon wieder auf Raubzügen unterwegs, warnen öffentlich vor zu großer Kontrolle der Banken und ziehen mit ihren grossen Fressen durch Frankfurt. Es änderst sich nichts, außer der Champagnermarke, die Beteuerungen von Merkel vor der Wahl, alles nur heiße Luft.

    Gerhard B.

  5. “Wo Recht zu Unrecht wird, wird Widerstand zur Pflicht.” – Bertolt Brecht

    Diese ganzen Anlagebetrügereien werden dann mal einen besonderen Geschmack annehmen, wenn man bedenkt, dass auch in Deutschland Millionen von Bürger mindestens eine Waffe zu Hause haben. Irgend wann verliert ein derart geschröpfter Anleger auch mal die Nerven. Wenn also mal von Süden her ein paar Knallgeräusche nach Bad Homburg dringen…

    Julius

  6. Julius,

    bei mir, keine 500 Meter weg, steht im Seedammweg ein Denkmal, genau an der Stelle, wo Alfred Herrhausen damals von feigen Terroristen getötet wurde.

    Lies das mal:
    http://www.handelsblatt.com/unternehmen/banken-versicherungen/ich-habe-sie-betrogen;1389647

    Wir leben in einer demokratischen Gesellschaft – und handeln nach Regeln, die erst das Leben erträglich machen. Der Rechtsstaat ist eine historische Errungenschaft – und er gilt auch für die Menschen, die sich nicht an seine Regeln gehalten haben. Das ist sein Sinn. Er bewahrt uns vor dem Hobbe’schen Dschungel. Ich habe in den vergangenen Jahren Ackermann oft kritisiert, ja, ich verachte diese Typen sogar. Aber ich nehme sie in Schutz, wenn ihnen jemand sprichwörtlich an das Leder will. Es geht dabei nicht nur um Herrn Ackermann ad personam. Es geht um das Prinzip unseres Zusammenlebens. Also um uns alle.

    Die BRD ist keine Demokratie mehr, sie ist inzwischen eine staatsfinanzierte Partei – Bonzenwirtschaft im Dienste multinationaler Konzerne und Banken. Schau Dir die aktuelle Diskussion um die Mwst-Senkung für Hotelerie an. Die Schweiz ist eine Demokratie. Selbst die USA sind noch eine Demokratie. Aber wenn man so wie wir, über seine Verfassung nicht mal mehr abstimmen darf, hört der Spaß auf. Die absolute Mehrheit fühlt sich als Deutsche, nicht als Europäer.

    Entschuldige bitte meinen etwas belehrenden Tonfall, aber niemand anderes als der Souverän einer Demokratie muss und kann ihr, der Demokratie, wieder Leben einhauchen. Und dann wäre auch mit diesen vor Rechtsverfolgung fast sicheren Anlagebetrügern endlich Schluss. Der Souverän. Das sind zufälligerweise wir alle.

    Aber der Mehrheit sind diese momentanen Zustände doch recht, sonst hätten sie diese neokonservativeliberale Blase nicht kürzlich gewählt und würden doch wohl auf die Straße gehen. Also, was nun? Ich weiß es auch nicht.

    Nur eins weiß ich: Der Schall eines Knalls aus Richtung Frankfurt, wäre das schlimmste was unserer Demokratie passieren könnte. Darauf warten einige Neocons doch nur, so wie in der Weimarer Republik, als Walter Rathenau feige umgebracht worden war. Was danach kam, wissen wir.

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  7. Mit seiner Form des Stinkefingers hatte Ackermann allen Deutschen gezeigt. Geld geht vor Recht. Ich sage das als einer, der selbst ein kleines Rädchen in dieser Branche ist und diesen Kommentar NIEMALS von seinem Büro-PC aus absenden würde.

    Langsam wird es immer enger für Ackermann. Die Zeiten als er vor Gericht sein Viktory Zeichen machte und tatsächlich mit einer Geldstrafe davonkam, dürften bald vorbei sein. Ich sage es ganz offen, viele Banker hassen ihn und seine Investmentbanker ob des Schadens, den er in der ganzen Branche hinterlassen hat.

    In New York beginnt am 4. Dezember der Prozess gegen Paul Daugerdas. Dabei geht es darum, dass die Deutsche Bank und Daugerdas ein betrügerisches Konzept zum Zweck der Steuerersparnis entwickelt haben sollen. Der Daugerdas Prozess, indem auch zwei ehemalige Mitarbeiter der Deutschen Bank angeklagt sind, wird von Fachleuten dabei nur als der Anfang des Vorgehens der amerikanischen Justiz gegen die Deutsche Bank angesehen.

    Die Deutsche Bank hat bereits im Februar 2007 die betroffenen Daugerdas Anleger entschädigt. Jetzt könnten Forderungen der US-Regierung in Höhe von einer Milliarde Dollar auf sie zukommen und dies dürfte das erste in einer ganzen Reihe von ähnlichen Verfahren sein.

    Ackermann wird versuchen, sich und seine Bank durch Vergleiche aus diesem Übel herauszuwinden. Das Beispiel hat gezeigt, das wird sehr teuer. Sollte er einen direkten Prozess gegen die Deutsche Bank nicht verhindern können, ist das USA Geschäft der Bank erledigt. Schafft er es sich freizukaufen, wird das Milliarden kosten, die seine Bank noch weiter schwächen.

    Bei der hier angeschnittenen jüngsten Sache den Kompass Life Fonds 1 und 2, kann man vielleicht von Betrug sprechen, zumal es wohl auch keine Risikostreuung gab. Da es hierbei noch, nur um zivilgerichtliche Verfahren handelt, ist eine politische Einmischung wenig wahrscheinlich und selbst Leo Kirch darf ja mittlerweile schon mal gegen die Deutsche Bank gewinnen.

    Es könnte also verdammt eng werden für Josef Ackermann und auch dieses Verfahren dürfte wohl nur der Anfang sein. Sobald andere Betrogene die Hoffnung haben, dass man gegen die heimliche Regierung Ackermann gewinnen kann, dürfte es sehr sehr viele Verfahren geben.

    Der Schrecken geht jedoch weiter. Die Ratingagentur Moody’s hat praktisch angekündigt, das Rating für die Deutsche Bank abzusenken, da diese sich in den kommenden Quartalen mit einer zunehmend schlechteren Qualität von Vermögenswerten konfrontiert sehen werde, was zu höheren Kreditausfällen führen würde. Zwar sieht Moody’s weltweit alle Banken in einer ähnlichen Situation, hat aber die Deutsche Bank explizit erwähnt.

    Auf Ackermann und seine Bank dürften sehr harte Zeiten zukommen. Mal sehen wann er wieder nach Steuergeldern schreit und ob er dies wieder über andere Banken wie Postbank, IKB und HRE bekommt.

    Wir fanden in unserem Büro die humorvolle Art wie dieser Beitrag geschrieben wurde, auch echt gut, weshalb ich hier auch mal dazu was kommentieren wollte. Alte, schöne Autos sind auch ein Traum von mir, den ich mir bestimmt auch mal später noch erfüllen werde.

    R.H.

  8. R.H.

    danke für den sehr ausgiebigen Kommentar. Der “Schaden, den Josef Ackermann in der Branche hinterlassen hat”, dürfte die wenigsten interessieren. Den Schaden, der volkswirtschaftlich auf Jahrzehnte betrachtet durch diese Zocker, nicht nur Ackermann, verursacht wurde und der zu tiefen Einschnitten in Sozialsysteme etc. führen wird, und der den sozialen Konsenz in unserer Gesellschaft gefährdet, der und nur der, einer der Garanten für Wirtschaftsaufschwüng früherer Jahrzehnte war, sehe ich als viel schlimmer an.

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  9. R. H.
    Was Sie da schreiben ist doch ein alter Hut. Wichtig ist doch nur die Frage, was wird dagegen regulatorisch unternommen, damit sich so was nicht wiederholt, denn im Moment sieht alles danach aus, als sei das Glücksspiel wieder im vollen Gang.
    Schauen Sie sich lieber heute 21.00 Uhr mal Frontal21 an. Da geht es um die strafrechtliche Seite.
    Das hier ist der falsche Ort, um ins Detail zu gehen. Dafür gibts crash-Foren ohne Ende. Die Handlung mal ins Mittelalter zu verlegen, dagegen ist eine riesen Idee. Kompliment.
    John K.

  10. Natürlich habe ich das in keinster Weise enst gemeint mit dem Knall aus Richtung Frankfurt.

    Ich habe seit längerem keine Zweifel daran, dass es sich um Kriminelle handelt, die geschützt durch Politiker und für Strafermittlungsbehörden undurchschaubare Hierarchie- und Beziehungsstrukturen, fast eine Garantiekarte für Strafreiheit in der Tasche tragen. Bisher hat das im Fernsehen noch nie jemand so deutlich gesagt, wie Prof. Wolfgang Hetzer, diese Frau Staatsanwältin aus Berlin und der Strafverteidiger aus Frankfurt.

    Für einen Juristen wie mich ist es ziemlich ernüchternd zu begreifen, dass unser Rechtssystem hier bereits längstens kapituliert hat.

    Julius

  11. Gut das man sich im Internet den Vortrag von Herrn Hetzer sogar ausdrucken kann. Danke für den Hinweis. So was hätte man mal den Wählern vor der Wahl zum Lesen geben sollen. Die Schlussbemerkung von Herrn Hetzer “Mafia” ist untertrieben, die hat wahrsheinlich mehr Ehrgefühl im Leib als einige Bänker.
    Hannes S.

  12. Die Kritik von Herrn Hetzer gelangt zu dem äußerst drastischen Ergebnis, dass neben einem „Modernitätskomplex“ der Zynismus dieser Regierung und ihrer Berater der zweite Hauptgrund dafür gewesen sei, dass sie wohl als die korrupteste Bundesregierung der Nachkriegszeit bezeichnet werden könne.
    Dem habe ich absolut nichts hinzuzufügen.
    M.F.

  13. Ich habe diesen Beitrag dreimal gelesen, meine Kollegen jeder mindestens einmal und wenn ich ihn jetzt noch einmal lese, muss ich wieder grinsen. Erste Sahne!!!

    Nur hilft das alles nichts, solange diese Raubritter frei herumlaufen dürfen.

    Hansi, nebst Crew aus Mainhatten

  14. Ich sehe, es lohnt sich die Links anzuklicken. Köstlich geschrieben.

    Bruno

  15. Da kriegt der Schweizer Josef gerade ein ziemliches Image-Problem:

    Zitat:
    Die Deutsche Bank ist tief in die amerikanische Immobilienkrise verstrickt. Erst hat sie an den Schrottkrediten für Hausbesitzer verdient, jetzt sorgt sie dafür, dass viele dieser Häuser zwangsversteigert werden. Der Image-Schaden für das Institut wird immer größer.

    Volltext: http://www.spiegel.de/spiegel/0,1518,699083,00.html

  16. Martin,

    ein “Image-Problem”?

    Wer so vor Selbstbewusstsein strotzt, schert sich nicht um sein Image.

    http://diepresse.com/home/wirtschaft/boerse/571998/index.do?from=home.wirtschaft.international.sc.p1

    Und Montag ruft Jo unseren Hosenanzug an und erklärt ihm… ähmmmm ihr… erst mal, dass das mit der Bankenabgabe so nichts wird… ach ja… und das wir über eine Bad Bank demnächst mal Bundes-Besitzer von 1,3 Millionen Ami-Häusern werden…

    .

  17. Detlef,
    ein sehr guter Link.

    “Die Finanzbranche läuft dagegen Sturm. „Basel III wird dramatische Folgen haben. Das wird eine Rezession auslösen, die die letzte Krise wie ein Schlaraffenland aussehen lässt“, meint etwa Erste-Bank-Chef Andreas Treichl…”

    Die nächste Krise kommt so sicher wie das Amen in der Kirche. Denn ewig kann man die ganze Sch….. die man in Bad-Banks versteckt hat, nicht versteckt halten.

  18. Pingback: 25.03.2011: Jo der Bruchpilot

  19. Verdammt. Mit so einem Beitrag macht man sich Freunde. Du bist auf meiner Blog-Favoritenhitliste ab sofort ziemlich weit oben. Bitte noch mehr davon.

    Bernd

  20. Hartmut,

    dass kommt bei den Ami-Politikern erst jetzt so nach und nach hoch, weil die mit der Schlinge um den Hals auf der Klosettbrille stehen und 42 Mio. in bitterster Armut lebenden Bürger angesichts der bevorstehenden Staatpleite die Wahrheit beichten müssen. Aber abwarten, hier bei uns kommt vielleicht auch noch was, was heute noch unsere Vorstellungskraft übersteigt. Wenn unser Mama-Hosenrock 2013 erst mal ihre Umfrageergebnisse verdaut hat, ist die außer einer 180° Atomwende noch zu ganz anderen Wenden fähig.

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  21. “Sein Kollege Carl Levin erklärte, der Report mache schäbige, riskante, betrügerische Praktiken bei vielen großen Finanzinstitutionen deutlich”.

    Ab wie vielen Beteiligten gilt eigentlich der Straftatbestand “Bildung einer kriminellen Vereinigung”?

  22. Darf man jetzt eigentlich den Jo V Ackermann unter Berufung auf den Senatsbericht einen Kriminellen nennen, ohne das der einem mit seinen Rechtsanwälten nachmacht?

  23. Weil es im anderen Beitrag um die Berichterstattung und Qualität des Handelsblatt ging. Hier mal zum Vergleich zum Bericht im Spiegel, wo aus dem US-Sentabericht zitiert wird und von Kriminellen und Betrug gesprochen wird und die Softversion im Handelsblatt.

    http://www.handelsblatt.com/unternehmen/banken/us-senatsausschuss-schiesst-gegen-goldman-sachs/4062850.html

    Wahrscheinlich ein kleines Dankeschön von Gabor Steingart, der bei der Geburtstagsfete von “V” Ackermann im Kanzleramt wahrscheinlich mit am Tisch gesessen hat.

  24. Holger,

    “die Deutsche Raffgierbank” kann man wohl schon unbehelligt sagen.

    http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/0,1518,757152,00.html

    Unglaublich, was man alles schon wusste, jetzt aber schwarz auf weiss alles liest. “Gemeinsam mit dem Wall-Street-Herrscherhaus Goldman Sachs, der Bank Washington Mutual, den Ratingagenturen Moody’s und S&P und der US-Bankenaufsicht OTS sei die Deutsche Bank eine Hauptschuldige des Desasters gewesen…”

    Wenn DB Investment Bankster Greg Lippmanns seine eigenen Produkte als “Säue” bezeichnete, dürfte hier wohl ein Übersetzungsfehler vorliegen. Er dürfte wohl mehr die boni-beteiligten Manager gemeint haben, die hier eine ganze Volkswirtschaft in den Ruin betrogen haben.

    In der 50ern, hätte Conny Adenauer am selben Tag noch, wo der US-Bericht vorgelegen hätte, höchstpersönlich bei der Deutschen Bank die Rolläden runtergefahren und hätte in einem Aufwasch einige Geackerte mit grün-weissen Taxis abholen lassen.

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  25. Was Ihr nur habt. das HB titelt heute “Wie gefährlich ist Josef Ackermann?”

    http://blog.handelsblatt.com/handelsblog/2011/04/14/wie-gefahrlich-ist-josef-ackermann/

    daran sieht man, das HB hat aus der Blitzwende von Merkel&Co bei den AKW’s und der Wahl in BW gelernt. So ganz sicher scheint sich Talkshow Sonnyboy Gabor Steinhard doch nicht mehr zu sein, was die neoliberale Einstellung seiner Leserschaft zu dem Thema Verantwortlichkeiten und Aufarbeitung ist.

  26. Pingback: “Ups”… Helmut Schmidt: Jo hat uns “in die Scheisse geritten”

  27. Pingback: 16.10.2011; Sontärsche und beste, alte Freunde

  28. Im Spiegel wird J.A. zitiert:

    “Seine Entscheidung begründete der Schweizer mit den “extrem herausfordernden Verhältnissen auf den internationalen Finanzmärkten und im politisch-regulatorischen Umfeld”. Diese verlangten “meine volle Aufmerksamkeit als Vorsitzender des Vorstands der Bank; sie lassen keinen Raum für die zur Realisierung des Vorhabens erforderlichen vielen Einzelgespräche mit Aktionären.”

    http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/0,1518,797630,00.html

    Kein Alpha-Typ wie Ackermann schmeisst wegen ein paar Polizisten und Staatsanwälten im Haus, alles hin. Rollt da vielleicht was auf uns zu, etwas, was unsere Vorstellungskraft momentan noch übersteigt?

  29. Kingstone,

    mit Sicherheit. Denn daran, dass “Jo” übers Wochenende zu viel “Schramm live” geklotzt hat…

    und ihm besonders der sehens- und höhrenswerte Teil 2…

    mit den Notgesetzen von Roosevelt 1934der damals die Folgen der Wirtschaftskrise mit der Brechstange beseitigte, mit den 78% Einkommensteuern und 48% Erbschaftssteuer für Reiche, in die Knie gefahren ist, wirds wohl kaum gelegen haben.

    .

  30. Ackermann wurde von einem Toten in die Knie gezwungen. Leo Kirch. Ich nehm mal stark an, Ackermann wusste exakt, was die Staatsanwälte bei der Durchsuchung Brisantes in seinem Schreibtisch gefunden haben. Und dann gibt es ja auch noch die bei solchen Dursuchungen bekanntlichen “Zufallsfunde”.

    Leute wie er sind immer auf den Worsth-Case Fall vorbereitet und Ackermann weiß genau, was ihm möglicherweise in einem Verfahren wegen Falschaussage und Prozessbetrug blüht.

  31. Und hoffentlich weisen sie ihm die Falschaussagen nach und er kommt dorthin, wo er längst hingehört.

    Ich weiß nicht, wer Jo Ackermanns PR Beratern ins Hirn geschissen und seinen moralischen Wertehorizont und Gespür im richtigen Moment nicht das Falsche zu sagen, dermaßen weit verschoben hat, dass er jetzt, wo sein Abgang besiegelt ist, dermaßen zynisch um Pluspunkte für sich wirbt.

    http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/0,1518,797680,00.html

    Ich weiß nicht, ob ich es ekelhafter finden soll, dass irgendwelche Spekulanten an den steigenden Preisen und dem Hunger in armen Ländern der Welt verdienen, oder dass dafür auch noch geworben wird. Mein Feindbild hat sich jetzt abgerundet und Narren will ich solche geldgeilen Bank-Wixxer wie Ackermann & Co nicht nennen.

    http://www.attac.de/aktuell/bankwechsel/worum-geht-es/bankenkritik/hungerprofite/#c26115

  32. Pingback: Let’s destroy Germoney | MotorBlöckchen

  33. Josef Ackermann verordnete der Deutschen Bank das Ziel einer Eigenkapitalrendite von 25%. Er und seine Investment – Banker kassierten hunderte Millionen an Gehältern und Boni. Und was hinterlassen sie? Zehntausende entlassene Mitarbeiter und ein Trümmerfeld. Ich könnte solchen Leuten ins Gesicht ko…

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