Carosserie Yaman… ein Blechgott

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Während die einen vorgeben, Spezialisten für Oldtimer zu sein und dann nicht mal in der Lage sind, die richtige Zylinderkopfdichtung einzubauen oder die Funktion eines Kettenspanners zu prüfen, dafür aber als “Pagodendoktoren” in Internet-Foren auf Beutesuche sind, gibt es in der Oldtimer-Branche heute noch seriöse Könner, die unentdeckt von Kauf-Mich-Journaille, weil da müsste man ja mal hinfahren, aussteigen, tatsächlich eigene Fotos schießen und Artikel schreiben, handwerkliche Spitzenleistungen erbringen, aus Blechtafeln wieder ganze Autos rekonstruieren, und die gemeinhin weitgehend unbekannt sind.

Auf einen davon hat mich dieser Tage ein Freund aufmerksam gemacht, ich solle doch mal was über ihn schreiben. Nun bin ich kein Oldtimer-Markt-Zeilengeld-Lutscher, der mal eben so in die Schweiz fährt, um hier sein jämmerliches Share-of-Voice aufzupäppeln. Dennoch will ich Euch den Tip nicht vorenthalten. Für mich ein echter Blechgott:

Carosserie Yaman

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9 Gedanken zu “Carosserie Yaman… ein Blechgott

  1. Super Link und ein wirklich beeindruckender Carossie mit einer Leistungsbilanz wie geleckt, wenn man die Bilder sieht. Er scheint nicht nur die ganz edlen und hinterher teueren Oldies zu restaurieren. Mir sind solche Echtseiten auch lieber als die PR-Berichte in den Oldtimermagazinen, wo nur noch nach der Devise geschrieben wird, wer die meisten und größten Anzeigen schaltet, dem sein Mist wird redaktionell auf bevorzugt promotet.
    Dirk K.

  2. Früher waren in den Oldtimermagazinen schon mal Berichte über solche No-Names drin. Heute beschränkt sich die Berichterstattung tatsächlich auffallend auf die paar Edelrestaurierer bzw. die von diesen aufgepäppelten Autos und -Marken. Siehe vor kurzem die 123. Wiederauflage über den Flügeltürer in der MK und ein paar Seiten weiter die Ganzseitenannonce von Kienle.

    Eine klare und sehr schöne Webseite und beeindruckende Fotos was der Mann aus einem Haufen Schrott wieder macht – siehe den E-Typ.

    Bernd S.

  3. Na ja, hier in Deutschland gibts solche Blechgötter auch, sogar welche, die wie die Fa. Zinke im hintersten Winkel Deutschlands, in Zwönitz, versteckt sind, und die nicht mal eine Webseite brauchen.

    http://www.welt.de/print-wams/article109351/Horch_er_lebt.html

    Machmal berichtet sogar die Motorpresse mal über ihn

    http://www.auto-motor-und-sport.de/service/horch-da-kommt-er-her-d-marx-735366.html

    Ich bin mal gespannt, ein guter Bekannter hat bei der Fa. Zinke in Zwönitz einen Wanderer restaurieren lassen, der jetzt fertig ist. Er wollte mich mal dorthin mitnehmen.

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  4. Normalerweise ist so ein Restaurator auf eine spezielle Automarke spezialisiert und manche sogar nur auf spezielle Fahrzeugtypen. Die Vielseitigkeit von Yaman ist beeindruckend und er scheint sehr gut zu sein, denn grade die Besitzer solcher Autos schauen sich ihre Pappenheimer sehr gut an.

    Harald M.

  5. Na Detlef, warst Du inzwischen mal bei Zinke gewesen? Wenn nicht, fahr mal hin, es lohnt sich. Und mach mal richtig schöne Fotos.

    Johannes

  6. es lohnt sich offenbar, hier auch mal in alteren Beiträgen zu kramen. Solche Seiten wo man noch echten Handwerkern über die Schulter schauen kann, finde ich klasse. Auch wenn ich nicht verstehe, wie solche Totalrekonstruktionen hinterher als Oldtimer anerkannt werden.

  7. Tief beeidruckt. Ich fahre im September mit meinem Jaguar C-Typ – Replication Proteus – ins Tessin und werde auf jeden Fall versuchen, dem “Meister” eiinen Besuch abzustatten und einen Blick auf seine Blechkunstwerke werfen zu dürfen.

  8. Pingback: Montagmorgen Laberzwang

  9. Pingback: Lauter Blechgötter | MotorBlöckchen

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