British Couple sitting on high Stools…

British Couple sitting at high Stools

…in 1932, at Ice Bar outdoors at Grand Hotel St. Moritz as waiter pours them drinks (cocktails).

Eine Volksweisheit sagt, dass dort, wo am lautesten geschrien wird, auch am meisten gelogen wird. Nachdem gerade tout London vom Heulen ob einer Steuer auf Millionenboni erschallt, darf man getrost davon ausgehen, dass es so schlimm nicht ist, und das im Gegensatz zu den Behauptungen auch niemand von seiner Bank in die Schweiz gerettet wird. Das Problem haben nur ein paar Bankster.

Betrachten wir uns die Bankerflucht in die Schweiz mal an hand eines verständlichen Beispiels: Stellen wir uns einen mittleren Handwerkerbetrieb in Stuttgart vor, der viele Überstunden macht. Nun führt unser ehrenwerter Finanzminister Schäuble zur Senkung der Lohnnebenkosten eine Steuer auf Überstundenzuschläge ein (insofern sie nicht bei der informellen Überbringung von Briefumschlägen anfallen). Für die Mitarbeiter des Handwerkerbetriebs ist das höchst unerfreulich – und nun stelle man sich vor, sie würden alle bei den Medien anrufen und sagen, ihr Betrieb solle in die Schweiz wechseln, damit sie diesen Zuschlag auch weiterhin steuerfrei bekommen. Jeder Chef würde diese aufsässige Bande bei den Gedanken an die Kosten solcher Ansprüche eiskalt feuern. Wie zum Teufel kommen Mitarbeiter dazu, aufgrund ihres eigenen kleinen Vorteils, ihrer läppischen Kröten die Übersiedlung einer Firma zu verlangen, wo er doch weniger Lohnnebenkosten zahlen müsste?

Gibts nicht? Dachte ich auch, denn wenn ein normaler Unternehmer beim Steuervermeiden  so eine Nummer abziehen würde wie die Spitze von JP Morgan,  dann hätte er in Nullkommenichts sowas wie Staatsanwaltschaft, Steuerfahndung und zuguterletzt noch einen medizinischen Gutachter zwecks Befundung der Zurechnungsfähigkeit daheim, dass er danach quieken würde.

Angesichts der angesprochenen Personen würde es mich dann auch nicht überraschen, wenn sie es vor Gericht tun müssten. Und die Konstruktionen, mit denen Firmen Geld rausschmeissen, um ihren ihren fetten Bankstern an der Spitze, möglichst ohne Steuern noch mehr hinten reinzuschieben  – gegen die sollte man Beizeiten endlich mal Gesetze erlassen. Denn scheinbar sind diese Verbrecher Bankster wirklich so blöd, erst dann zu verstehen, wenn der Mob eines Tages ihre Bankeingänge verrammelt und anzündet.

Nee Leute, ich habe nichts gegen Banker und gegen Reiche, wie einer gestern scherzhaft meinte. Aber laut werde ich dann lachen, wenn die organisierten Kriminellen und Berufsverbrecher aus Banken und Politik bei der nächsten kommenden Krise einen Währungsschnitt machen, laut werde ich lachen, wenn es auch diemal wieder in den Graben geht, weil man es versäumt hat, die Räuber in Frankfurt, London und New York, die uns mit hunderten von Milliarden Euro unsere Volkswirtschaft ruiniert haben, diese Dreckhaufen, in jenes Guantanamo zu verfrachten, wo die anderen Terroristen sind. Laut aber lache ich schon heute, wenn ich an sich durchaus loyale Medien lese, die ich hier nicht empfehlen möchte.

Angesichts des scheusslichen Wetters hatte ich mir überlegt, mal wieder einen Kriminalroman zu lesen, aber die besten Erpresser- und Räubergeschichten  und über Steuerhinterzieherkriminellen finde ich gerade im Internet und in den Weltzentren des Finanzmarktterrorismus  London, New York, Frankfurt und München.

Tapfer bleiben.

.

4 Gedanken zu “British Couple sitting on high Stools…

  1. Letztens platzte mir ein beiner Spiegel-Online-Meldung mal wieder der Kragen.

    Deadline: “Schäuble will Banken an den Kosten beteiligen”

    BETEILIGEN!!!

    Wenn ich das nächste mal an einer Kreuzung verschuldet einen neuen 3er BMW aufs Korn nehme, werde ich dem Geschädigten vorschlagen, mich gegebenenfalls am Schaden zu beteiligen – mal sehen, was passiert.

    Wenn ein Fleischgroßhändler Gammelfleisch umverpackt und neu ettiketiert, wirdwegens Betrug angezeigt und (hoffentlich) verurteilt. Welcher Unterschied besteht eigentlich zum umverpacken fauler Kredite?

    Gruß

    Uli aus S

  2. Letztens platzte mir ein bei einer Spiegel-Online-Meldung mal wieder der Kragen.

    Deadline: “Schäuble will Banken an den Kosten beteiligen”

    BETEILIGEN!!!

    Wenn ich das nächste mal an einer Kreuzung verschuldet einen neuen 3er BMW aufs Korn nehme, werde ich dem Geschädigten vorschlagen, mich gegebenenfalls am Schaden zu beteiligen – mal sehen, was passiert.

    Wenn ein Fleischgroßhändler Gammelfleisch umverpackt und neu ettiketiert, wird er wegens Betrug angezeigt und (hoffentlich) verurteilt. Welcher Unterschied besteht eigentlich zum umverpacken fauler Kredite?

    Gruß

    Uli aus S

  3. Die Lehmann-Gangster sind von Nomura übernommen worden, haben als Handgeld von ihrem neuen Arbeitgeber Milliarden-Boni versprochen bekommen, was nichts anderes heißt wie: Der alte Betrug ist der neue Betrug unter neuem Namen.

  4. Als Neuer komme ich nur gelegentlich dazu, mich durchzulesen. Wenn man nur die Ereignisse seit Deinem Beitrag vor 5 Jahren rund um die Deutsche Bank betrachtet, die beinahe monatlich 3-stellige Millionenstrafen für Manipulationen, vorsätzliche Falschinformationen von Investoren bi hin zum Betrug, akzeptiert, hast Du damals aber punktgenau richtig gelegen. Chapeau, Detlef.

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *


*

Du kannst folgende HTML-Tags benutzen: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>