Rallye Monte Carlo Historique 2010

Wer verstehen will, warum es der Autoindustrie so schlecht geht, sollte ab 30.01. Monaco besuchen oder zumindest am 29.01. in Bad Homburg dabeigewesen sein.

Dort starteten heute  rd. 40 historische Automobile zur Rallye Monte Carlo Historique, und auch wenn es hier nicht wie vor über 40 Jahren um Geschwindigkeit und Bestzeiten geht, es ist eine brutale Schinderei für Mensch und Maschine. 1100 Kilometer nach Monaco. Johannes Hübner hat mir hierzu Detailinformationen geliefert.  Ein paar der – manchmal reichlich teuren – Fahrzeuge bleibt auf der Strecke, und wer je so ein altes Gefährt bewegt hat, weiss um die mangelnde Modernität der Bedienung.

ESP, Airbag, Sicherheitsgurte, Servolenkung, ABS, das alles fehlt. Es sind noch echte mechanische Autos und keine Computer auf Rädern, und der technische Fortschritt seit der “Monte” 1974, bei der ein damaliger Freund mit seinem Mini Cooper mitfuhr, ist gigantisch.

Auf 80 Jahre alten Bauhaus Chromfreischwingern kann man noch bequem sitzen, mit 100 Jahre altem Silberbesteck kann man gefahrlos die Gänsekeule schneiden, zum Teil über 40 Jahre alte Autos dagegen sind, wenn sie mal derart hart rangenommen werden, sture und brandgefährliche Böcke. Trotzdem zieht es die Besitzer dieser Autos an, wer die strahlenden Gesichter in den kalten, feuchten Autos sieht, weiß, was den Unterschied zu dem Mainstream in der Oldtimerei ausmacht und warum Monaco ab morgen wieder voll von Enthusiasten alten Eisens auf 4 Rädern sein wird.

 

Interessant ist es, vor dem Start mal einen Beutezug durch einige Tiefgaragen und Plätze zu machen, wo die Teams teilweise noch mächtig herumschraubten…

wenn der Vater mit dem Sohn…

ausgerechnet der Fahrer des tollen 3-Liter Healys hatte etwas Pech. Seine Türverriegelung verreckte total und die Tür ließ sich nicht mehr schliessen. Aber hier sind schon eiskalte Semi-Professionals hinterm Steuer. Ein Gummizug ersetzt die nächsten 1.600 Kilometer die Verriegelung.

Die kompletten Fotos zum heutigen Start findet Ihr hier.

 

P.S. Ich danke Gerd für seine zwei Fotos, oben das zweite und vom Fotografen – das letzte

* .

8 Gedanken zu “Rallye Monte Carlo Historique 2010

  1. schön wars! Zwar ungemütliches Wetter, irgendwie passte das aber zur Rallye Monte Carlo, mein – also gut eigentlich ein- Jaguar MK VII M hat ja 1956 die Monte sogar gewonnen, wie die das mit der Riesenkiste machten ist mir schleierhaft. Nach Hause war’s dann etwas rutschig

    Gerd

  2. Hallo Herr Kupfer,

    schon wieder aufgetaut? Das ging ja prompt mit Ihren Fotos. Und vielen Dank für die zwei “besonderen” Bilder.

    Ihr Motorblöckchen werde ich mir am Wochenende mal richtig reinziehen. Das versprochene Material kriegen Sie, das erste E-Mail ist eben an Sie raus.

    Bis hoffentlich bald mal wieder. Vielleicht kommen Sie zu unserem Monte-Start nach Hanau.

    Herbert W.

  3. Na Detlef, jetzt weiß ich doch gleich auch mal wie Du aussiehst. Die Pics gefallen mir alle sehr gut. Danke.
    Anton G.

  4. Vielen vielen Dank dafür, dass Sie unser “Käferchen” noch nachträglich in die Fotogallerie eingestellt haben.
    Martin G.

  5. Das hat ja gestern richtig runtergeschneit. Aber dank Deiner Fotoleidenschaft konnte ich zu Hause sitzen bleiben… und habe ein herrliches Stück Apfel-Zimt-Sahne gegessen (aus unserer gemeinsamen Konditorei am Schloss).

    Schöne Fotos, besonders das von dem Fahnenschwenker im blauen Mantel. Wie heißt er nur noch?

    Dieter B.

  6. Und ich dachte gestern Abend schon, Du hättest angesichts geballter Schönheit und totalem Erlebnis endlich mal einem richtigen Sportwagen gegenüberzustehen, vergessen, den Alpine zu fotographieren. Danke für die tollen Fotos und die Arbeit sie einzustellen.
    Michael B.

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