1945 bis 1950 er… Autoverkehr in Frankfurt

1946 Altstadt Auffahrt zur Alten Brücke

.Hurra, wir leben noch…

“Goethes Stadt beginnt neu” verkündete am 21. April 1945 die erste Ausgabe des alliierten Nachrichtenblattes “Frankfurter Presse”.

1945 Juli - Innenstadt

Am 29. März 1945, drei Tage nachdem amerikanische Panzer über die nur teilweise gesprengte Wilhelmsbrücke (spätere Friedensbrücke) in die Stadt eingedrungen waren, hatte der amerikanische Sender die Einnahme von Frankfurt gemeldet. Für Frankfurt war damit der Krieg bereits knapp 6 Wochen vor der bedingungslosen Kapitulation Deutschlands, zu Ende.


1950 er Wiederauferstehung aus Ruinen

▲ Zwei der mich beeindruckendsten Fotos von damals, oben von 1946, die von den Trümmern freigeräumte Fahrgasse und die Auffahrt zur Alten Brücke und nachfolgend etwa von 1948, betitelt “Noch nach Jahren wurden Werte aus den Ruinen gerettet”, stammen aus dem lesenswerten Buch von Franz Lerner “Frankfurt und seine Wirtschaft”.

1945 Die Brut - Margeret Bourke-White

▲ Mein Lieblingsfoto aus dieser Zeit. Die “Brut”: Ein Paar transportiert während der US-Besatzung seine drei Kinder in einem Korbwagen durch Frankfurt. “Diese Mutter kann stolz darauf sein, dass es ihr gelungen ist, ihre Brut zusammenzuhalten, lebendig und gesund”, kommentierte die bekannte Fotographin Bourke-White ihr Foto von 1945 (Time & Life Pictures/Getty Images) und…

1947 ca. Camillo - Mayer Truppe▲ Die Camillo – Mayer – Seilartisten 1946 inmitten der Ruinen der zerstörten Altstadt.

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Ordnung im Chaos…

1946… rund 70 % des Fahrzeugbestands von vor dem Krieg war zerstört oder befand sich nicht im Stadtgebiet und es gab in den Strassen ausserhalb der Innenstadt noch nicht viel zu regeln ▼

1946 VerkehrsregelungHauptwache – Ecke Schillerstraße ▼

1950 er Hauptwache - Ecke Schillerstraße

1945… die vom Krieg zerstörte Alte Brücke ▼

1945 Alte Brücke

und schon ein paar Jahre später mit ihrer notdürftigen Behelfsfahrbahn – etwa um 1949 – 1950 aufgenommen ▼

1948 Alte Brücke - Luftbild Fahrgasse

Franz Lerner schrub 1958: “Man spricht gar zu gerne vom deutschen Wirtschaftswunder, wenn man vom raschen Wiederaufbau der deutschen Städte berichtet…” “Frankfurt, die alte Handels- und Wirtschaftsstadt hat ein neues Gesicht erhalten, dessen Züge von den Erfordernissen unserer Zeit geprägt wurden…”

1946 Hauptbahnhof

1946 Schuhmann Theater

1947 Bahnhof - Hindenburg Platz

1947 ca. Zeil - Stiftstraße - Richtg. Osten 2

1947 ca. Zeil - Stiftstraße - Richtg. Osten

1947 ca. Zeil - Stiftstraße - Richtung Westen

▲ Die drei vorangegangenen Fotos der Zeil von 1947, stammen von der Webseite von Harald – Reportagen wo eine einzigartige photographische Sammlung von Fotos aus dieser Zeit zu sehen.

1946… Die Neue Krämer – im Hintergrund das Bettenhaus Zellekens ▼

1947 ca. Neue Kräme

1953… vor der provisorisch wieder aufgebauten Kleinmarkthalle in der Hasengasse  ▼

1953 Kleinmarkthalle

1950 er Berliner Strasse031947 Blick vom Eschenheimer Turm Richtung Süden

Das Foto stammt aus einer ziemlich zerfledderten Broschüre namens “Stark im Recht” vom Verkehrs-und Wirtschaftsamt der Stadt Frankfurt a.M. von 1951. Dieses Heft handelt vom raschen Wiederaufbau und der blühenden Wirtschaftsleistung der Aufbauphase ▼

1948… “Taunusanlage 5, die Adresse von der alles ausging: die Erfolgsgeschichte der Deutschen Mark – der Frankfurter Mark. Am 20. Juni 1948 wurde die Reichsmark durch die D-Markt ersetzt. Die Bundesbank sorgte über Jahrzehnte dafür, dass die Währung stabil blieb. Dass die Bundesbank sich in Frankfurt ansiedelte, war ein Verdienst der Amerikaner…” [via]

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1949… der Frankfurter Hauptbahnhof; im Hintergrund sind noch die Ruinen der zerbombten Häuser zu erkennen ▼

1949 Hauptbahnhof

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1949… die Zeit als auch meine Familie sich gründete. Der Start meines Papa nach der Währungsreform in das Wirtschaftswunder, begann als Taxifahrer in Frankfurt  ▼

1948 ET 212

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1950 er… Mit am Erfolg beteiligt war die für die Amerikaner strategisch wichtige Rhein – Main – Airbase und das es mit ihrer Hilfe kurz nach Kriegsende gelang, die zerstörten Mainbrücken zunächst provisorisch und danach relativ schnell wieder aufzubauen, wie hier 1952 die Untermain – Brücke  ▼

hier die Friedensbrücke ▼

1950 er Friedensbrücke mit AEG Haus - 2

und der Verkehr wieder Richtung Süden nach Sachsenhausen und zum Flughafen rollen konnte, wie hier 1950 am Baseler Platz ▼

1950 Baseler Platz

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1951… war vordem Frankfurter Hauptbahnhof noch relativ wenig Verkehr. Nur etwa 10.000 Autos (Stand Ende 1948) waren in Frankfurt damals zugelassenen ▼

1950 er Bahnhof Autoverkehr

1950 er Bahnhof Käfer

1950… Das Leben begann, sich langsam wieder zu normalisieren… die Passanten schoben sich wieder an den Schaufensterscheiben der ersten wieder aufgebauten Kaufhäuser vorbei, das Verkehrsaufkommen in der Innenstadt wuchs an und vielleicht schob mich meine Mutter damals auch schon mal über die Hauptwache und Zeil…

1950 Hauptwache

Auf den Straßen rund um die Hauptwache floß wieder der Verkehr. Ende 1958 waren bereits wieder über 100.000 Kraftfahrzeuge in Frankfurt zugelassen (10 Jahre zuvor waren es 10.000). Frankfurt war damit die deutsche Stadt mit dem höchsten Motorisierungsgrad.

1958 Hauptwache Verkehr1950 er Hauptwche Kaufhalle

1951 Hauptwache - Zeil bei Nacht

Immer mehr Menschen kamen in Lohn und Arbeit, ein Auto konnten sich aber immer noch die wenigsten leisten. In dieser Zeit kam deshalb den öffentlichen Verkehrsmitteln eine große Bedeutung zu… hier eine Bushaltestelle irgend wo im Stadtgebiet (ich vermute, ein Foto von Prof. Paul Wolff ▼

1952… - 2 Jahre später -sah das dann schon anders aus. Vor- & Nachkriegs-Kfz-Mischung vor dem Frankfurter Hauptbahnhof 1953: MB-SanKraKo W136-170V/1947, Opel Admiral/1938, – Kapitän/1948, MB-Kompressor/1937 (fast ausnahmslos von US-Officern beschlagnahmte Autos) ▼

1950 er… langsame Normalisierung… der Eismann brachte mit seinem Pferdefuhrwerk wie früher schon, das in den Eiskellern in Sachsenhausen gefrorene Stangeneis in die großbürgerlichen Haushalte der besseren Viertel, wie hier am Kaiserplatz ▼

1952 Kaiserplatz - Eismann

Und auch in meinem “Westviertel” – korrekterweise natürlich Gallusviertel genannt, dass auf Grund seiner Fabriken im Krieg besonders viel abgekriegt hatte, bewegte sich wieder etwas, wie hier auf der Mainzer Landstrasse (rechts, Einmündung der Heinrichstraße, wo sich bis Mitte der 1950 er Jahre ein Gebrauchtwagenhaändler befand). ▼

1950 er Mainzer Landstrasse

und die Frankfurter Illustrierte gab Autofahrern Ratschläge für richtiges Verhalten im Strassenverkehr ▼

1957 FI - Tips 2

1957 FI - Tips 3

1957 FI - Tips

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Die Amerikaner in Frankfurt…

Frankfurt hat den zehntausenden nach dem Krieg in Frankfurt stationierten und dort lebenden Amerikanern und der Air Base, die ihnen als Drehkreuz für ganz Europa diente, viel zu verdanken.

Auch die ersten Touristen nach dem Krieg kamen aus Amerika, wie hier 1955 “Kitty” und “Charoll” aus Utah ▼

1950 er Amerik. Teenager in Frankfurt - 1- klein

Hier das IG – Farben – Haus – bis 1948 im Sperrgebiet, was nördlich bis zum Dornbusch, östlich bis zur Eschersheimer Landstrasse und südlich bis zur Cronstettenstraße reichte▼

1946 IG-Farben - Sperrgebiet bis 1948

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… hier befand sich bis in die 50 er Jahre das amerikanische Hauptquartier ▼

1950 IG Farben - Reuterweg - 2

1950 IG Farben - Reuterweg

..1956 US Polizist posiert am Rossmarkt

Der Frankfurter Flughafen-Parkplatz, 1955

1952 Amerik. Autos auf Parkplatz

1955 Flughafen

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Vor “Veronica Dankeschön” oder amtlich “Veneral Desease” – Geschlechtskrankheiten warnten Plakate an den Ausfallstraßen die amerikanischen Soldaten ▼

1947 Warnschild Geschlechtskrankheiten

Ein ganz netten Beitrag zu  “Veronica Dankeschön” gabs hier schon mal.

Noch in den 1950 er Jahren fanden regelmäßig Manöver im Stadtgebiet statt, wie hier auf dem Pressefoto von 1951 zu sehen ▼

1951 US - Herbstmanöver - 1

1951 US - Herbstmanöver - 2

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1950 er… der Kreisverkehr Kreuzung Eschersheimer Landstrasse – Adickes – Allee mit dem PX Housewife Shop, in dem damals nur Amerikaner einkaufen durften (heute steht dort das neue Polizeipräsidium) ▼

1955 Adickes Allee - Eschersheimer Lndtr. - Kreisverkehr

1950 er Anfang Kreisel Adickes - Allee - 2

Hier noch einmal das gleiche Foto; am rechten Bildrand sind die damaligen Freiflächen zu erkennen, auf dem das Regierungsviertel einer Hauptstadt Frankfurt gebaut werden sollte und auf dem dann der Hessische Rundfunk angesiedelt wurde ▼

1950 er Anfang Kreisel Adickes - Allee

1950 PX Zephyr Dinner

1955 PX German Housewife Shop

1950er… die ersten Autowerkstätten wie hier bei Jean Heim in Oberrad, schraubten wieder zusammen, was der Krieg übriggelassen hatte, noch 1950 waren rund 80 % der Autos in Frankfurt älter als 15 Jahre ▼

1950 er Autowerkstatt Platzmangel

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Am 24. Januar 1950 fährt das erste Mal in Deutschland ein Auto durch eine Autowaschanlage im Autohaus Georg von Opel. Die Firma “Washmobile Deutschland” hat mit der Anlage nach amerikanischem Vorbild die erste Waschanlage für Autos in Europa aufgestellt. Die Reinigung erfolgte hier noch nicht automatisch (Quelle: BR)

1950 Waschanlage bei Georg von Opel

Dr. Gebhard betrieb an der Friedberger Anlage seine Tankstelle…▼

1954 Friedberger Anlage - 1

…die DUNLOP Reifenwerke hatten damals noch kein Testgelände und machten wie hier mit einem Opel Rekord Reifentests auf der “Rüttelstrecke” der Gleisen am Ost – Güterbahnhof ▼

1957 DUNLOP Reifentest auf Bahnschwellen

…und obwohl noch zahlreiche Trümmergrundstücke in der Innenstadt vorhanden waren, “lief” es so langsam wieder an in Frankfurt ▼

1950 er Zeil - Blick1950 er Zeil

1950 er Tempo Transporter Neue Kräme

1950 er Tempo Transporter Römerberg

1950 er Tempo Transporter und Opel Blitz Römerberg

1950er… im Bereich Bahnhofsviertel – Niddastrasse – wurden von den zumeist aus Leipzig umgesiedelten Kürchnern für die Damen bereits wieder die ersten Pelzmäntel genäht ▼

1958 Bahnhofsviertel - Kürschner begutachtet Persianer Felle

1950er… in Frankfurt noch Fussgängerzonenfrei wie hier am Opernplatz pulsierte der Verkehr ▼

1950 er Opernplatz nachts

…hier am Börsenplatz ▼

1950 er Börse 4

1960 er Börsenplatz, Autos

…wie hier im Steinweg ▼

1950 er Steinweg - 2

1958 Steinweg - bearbeitet

1957 Steinweg

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1954… An der Bockenheimer Warte stehen die Taxis (im Hintergrund das grade wieder aufgebaute Hartmann & Braun Verwaltungsgebäude) ▼

1954 Bockenheimer Warte - Neubau Hartmann & Braun

1956… am Rossmarkt erste Parkplatznöte ▼

1956 Steinweg Brezelkäfer

1950 er Rossmarkt I

1950er Rossmarkt

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1956 … mit dem Parkhaus an der Hauptwache – dem ersten öffentlichen Parkhaus Deutschlands – das von M. Neid und H. Romeick entworfen wurde – versuchte man bereits damals das größer werdende Problem in der Innenstadt parkplatzsuchender Verkehrsteilnehmer zu lösen.▼

1956 Parkhaus Hauptwachetankstellehauptwachevo8

1950 er Hauptwche Kaufhalle

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…und hier der Gotheplatz… noch ohne Bank – Türme im Hintergrund ▼

1958 Goetheplatz

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…Parkuhren ▼

1950 er Parkuhren 1

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1959… einer der ersten Verkehrsüberwachungsanlagen Deutschlands wird in Frankfurt in Betrieb genommen ▼

1959 Erste Verkehrsüberwachung per TV

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1959… der erste Bombenanschlag nach dem Krieg in Deutschland, bei dem durch die “Rote Hand” der Waffenhändler Georg Puchert getötet wurde

1959sprengstoofanschlagcc7

…die Große Bockenheimer Straße – “Fressgasse” – mit dem Hotel und Kaffeehaus Schwille  ▼

1960 er Fressgasse mit Cafe Schwille

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…rund um das damals schon beliebteste Fotomotiv der halbwegs wieder aufgebauten Stadt, der Frankfurter Hauptwache, schlängelte sich der Verkehr durch ▼

1950 er Hauptwache 4

1959 Hauptwache Verkehr - AK

1950 er Hauptwache - 1

1950 er Hauptwache - 2

 

…Hauptwache der Verkehrsknotenpunkt  ▼

1950 er Hauptwache - Straßenbahnen.

1950 er… Taxi – Halteplatz an der Hauptwache  ▼

1950er Hauptwache Taxistand

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…Berliner Strasse  ▼

1950er Berliner Strasse

1956 ESSO Tankstelle Berliner Straße

1950 er Berliner Strasse ESSO

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…vor den Resten der Stadtmauer aus der Hohenstaufenzeit Einmündung Töngesgasse in Fahrgasse ▼

1950 er Töngesgasse - Fahrgasse

Abendlicher Verkehr in der Braubachstrasse ▼

1950 er Braubachstraße nachts

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1950 er…die Fahrgasse in der “VW – Stadt” Frankfurt ▼

1950 er Fahrgasse - VW - Stadt Frankfurt

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und im Winter ▼

1950er Fahrgasse im Winter.

…am Römerberg kurz nach dem Wiederaufbau Anfang der 50er  ▼

1950 er Römerberg nach Wiederaufbau

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und Ende der 50er, als nach und nach mehr Touristen kamen  ▼

1950er Römerberg

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1950 er am Paulsplatz ▼

1950 er Paulsplatz

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…Mitte der 1950 er auf der Kaiserstraße ▼

1950er Kaiserstraße - Hauptbahnhof

1950 er… Kaiserstrasse – Theaterplatz am Fürstenhof  ▼

1950 er Fürstenhof - Kaiserstraße

die Strasse, die sich nachts in die sündigste Strasse Deutschlands verwandelte ▼

1950 er Kaiserstraße bei Nacht.

…von der Kaiserstrasse aus fuhren die ersten Reisebusse Richtung Bella Italia ▼

1950 Kaiserstraße Reisebusse

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…in den 1950ern gab es noch keine U- und S-Bahnen, der öffentliche Nahverkehr wuchs durch die umliegenden Gemeinden und Städte an und die Omnibusse wurden gelenkig ▼

1956 Hentschel-Kässbohrer Gelenkbus

…und hier an der Bahnhof – Südseite am Stuttgarter Platz ▼

1957 Stuttgarter Strasse - Hauptbahnhof Omnibus

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… das Junior – Haus auf der Kaiserstraße / Kaiserplatz - ein beliebtes Fotomotiv in den 50er Jahren ▼

1950 er Kaiserplatz021950 er Kaiserplatz

1950 er Kaierplatz

1950 er Kaiserplatz Junior - Haus

.… vor dem Hotel Frankfurter Hof  ▼

1950 er Frankfurter Hof

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1958… Der Frankfurter Hof und „Das Mädchen Rosemarie“. Die Autos stehen für die profitorientierte Gesellschaft, vor allem, weil es sich um die Marke Mercedes Benz handelt, die auch in den 50er Jahren als teuer und somit luxuriös galt. Zu Beginn des Filmes sieht man die Einfahrt der Unternehmer in die Stadt Frankfurt vor das Hotel Frankfurter Hof. Es gleicht fast schon einer Invasion, denn alle fahren das gleiche schwarze Mercedes-Modell. Ein weiteres Mal wird die Automarke erwähnt, als Rosemarie davon spricht, auf welchem Auto sie ihre Fahrerlaubnis erworben hat ▼

1955 Das Mädchen Rosemarie I

1955 Das Mädchen Rosemarie II

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1950 er… Große Eschenheimer Strasse ▼

1950 er… am Eschenheimer Turm, der den Krieg weitgehend unbeschadet überstanden hatte und als eines der wenigen Symbole der verloren gegangenen Altstatdt ein beleibtes Fotomotiv war.

1952 Eschenheimer Turm mit Bayer - HausAm Tag und auch bei Nacht (3 Fotos)▼

1950 er Escheinheimer Turm06

1950 er Eschenheimer Turm021950 er -Eschenheimer-Turm[1]1950 er Hauptwache bei Nacht

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Großen Anteil an der wirtschaftlichen Entwicklung der Stadt nach dem Krieg, hatten die großen Messen. Die Paulskirche, Symbol der deutschen Demokratie und Schauplatz war schon 1949 und 1950 Ort der ersten Frankfurter Buchmessen. Heute wird hier jährlich der Friedenspreis des Deutschen Buchhandels verliehen ▼

… an der Festhalle am Messegelände ▼

1950 er Messegelände mit Merkur - Brunnen

1959 Festhalle Messegelände

1957 Messe bei Nacht.

…die Friedensbrücke, dahinter mit dem AEG – Haus ▼

1950 er Untermainbrücke - AEG

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1950er… höfliche Autofahrer… und Fussgänger  ▼

1950 er… Nachts am Römerberg  ▼

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An dieser Stelle ist erst einmal vorläufig Schluss. Ich werde dieses wie auch andere Themen im Rückspiegel nach und nach noch mit Material auffüllen, was in den Kartons meiner Mama noch ungesichtet schlummert, was ich gelegentlich auf Auktionen entdecke und kaufe oder was mir Leser, die auf das Motorblöckchen gestoßen sind, freundlicherweise zuschicken.

Hier geht’s zu meinen anderen Frankfurt – Fotoseiten ,ach ja, und hier zur für mich besten Webseite mit Fotos aus dieser Zeit, zu Harald – Reportagen

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26 Gedanken zu “1945 bis 1950 er… Autoverkehr in Frankfurt

  1. Es gibt inzwischen ja einige Architekturforen wo man viele Fotos aus der Zeit des Wiederaufbaus sehen kann. Als Autonarr wie Sie gefallen mir diese Rückspiegel – Webseiten mit Schwerpunkt Frankfurt natürlich besonders gut.

    B. Weidenfelder

  2. War gerade gestern im Cafe Hauptwache, dort hängen auch ein paar schöne alte Bilder. Musste dabei unweigerlich an die Bilder denken, die Du ab und an veröffentlichst.
    In Frankfurt Auto zu fahren macht überhaupt keinen Spaß, das ist einfach nur Stress.
    Gruß

    Klaus

  3. Klaus,

    kleiner Tip für Samstagsbesuche: Nur bis Neu Isenburg fahren. Von dort in 10 Minuten – absolut stressfrei – mit der S-Bahn bis an die Hauptwache.

    Und wenn’s nach Hause geht, nicht in der Touristenfalle Cafe Hauptwache zu Preisen wie auf der Piazza in Florenz Kaffee trinken, sondern bei Wessinger in Neu Isenburg

    :-)

  4. Als ich das letzte mal durch die Frankfurter City gefahren bin hab ich mir etwas geschworen:

    Nie mehr …. !!

    Einzig zum Hauptbahnhof und dann schnell wieder weg …

    Detlef, warum schreibst du Autoverkehr? Gibt es in Frankfurt noch einen anderen anderen ?

  5. Sehr schöne Fotos. Besonders das Luftbild von der Hauptwache. Meine Mutter arbeitete damals als Verkäuferin in einem Kaufhaus. Wenn sichs ergab, warteten mein Vater und ich damals noch kleiner R…löffel, im Kaffee Hauptwache abends gemeinsam auf meine Mutter. Ich schätze, wir dürften so ungefähr ein Jahrgang sein. Sehr schön. Ich freu mich auf Nachschub.

    Max Baum

  6. Das neue Foto, die Nachtaufnahme 50er am Paulsplatz, ist perfekt. Schade, im Nachlass von meinem Onkel waren hunderte solcher Ffm-Postkarten. Das hat leider vor Jahren alles der Entrümpler mitgenommen und wahrscheinlich flohmarktmäßig entsorgt.

  7. Die “beengte” Autowerkstatt war die von Jean Heim in Oberrad. Er gründete sein Autohaus 1924 am Buchrainplatz. Womit er sich von dem Krieg beschäftigte, weiß ich nicht. Nach dem Krieg konzentrierte er sich hauptsächlich (aber nicht nur) auf die Marken des Borgward-Konzernes, hatte ein kleines Omnibus-Unternehmen mit drei Setra S8 und verkaufte auch Zweiräder. An all dem änderte sich auch nichts nach dem Zusammenbruch des Borgward-Konzernes. Als er Anfang der Achtziger Jahre starb, standen auf dem weitläufigen Gelände zwischen Buchrainstraße, Buchrainplatz und deNeufville-Straße rund hundert Autos der 50er und 60er Jahre in unterschiedlichsten Stadien des Verfalls. Fast alle wurden verschrottet.
    Das Foto ist von dem 50er-Jahre-Wohnblock aus über die Werkstatt und das darauf befindliche Parkdeck zur Offenbacher Landstraße (stadtauswärts) gemacht worden. Heute steht nur noch Jean Heims ehemaliges Wohnhaus Buchrainstraße 3; der Rest ist seit Ende der 70er Jahre nach und nach abgerissen und neu bebaut worden.
    Auf dem Dach sind übrigens 3 Goliath GD750 Pritschenwagen, ein GD750 Kastenwagen und ein Adler Trumpf Junior zu sehen.
    Von den beiden Herren, die da gerade Richtung Werkstatt gehen, könnte der schlankere Herr Heim sein.

    P.S.: Gibt es das Foto vielleicht noch in besserer Auflösung?

  8. Ich muß noch ergänzen: Das Foto wurde aus dem Wohnblock in der Buchrainstraße gemacht.

  9. Sehr schöne Idee mit dieser Seite. Ich freue mich schon auf mehr.
    Karl

  10. Kompliment und vielen Dank für diese Fleißarbeit, Herr Kupfer. Ich habe mich gestern Abend einmal durch Ihren Rückspiegel durchgeschaut. Als Produkt der 50er gefällt mir natürlich diese Seite besonders gut. Weiter so.
    K. Wirth

  11. Herr Kupfer,
    1954 habe ich mir mein erstes Auto gekauft. Einen VW Kafer. Es ist wunderbar noch einmal zu erleben, wie die Stadt damals aussah. Ich habe auch noch einige Fotos von damals die ich Ihnen gerne überlasse.

  12. Pingback: 07.01.2011; Rückspiegel

  13. Pingback: firsttimeuser: Eschenheimer Turm (Eschenheim Tower), 1950 | Colbytrax Boneyard

  14. Kaiserstrasse… hier fuhren bereits die ersten Reisebusse Richtung Bella Italia ▼
    Alles Omnibusse der Marke Setra die am Freitag nachmittag nach Italien gereist sind.

    Kann mir jemand sagen, wo man das Originalbild ersehen kann?
    Auf der rechten Seite müsste der Hauptbahnhof zu sehen sein.

    Vielen Dank!

  15. Bernd Hinterberger,

    das Foto ist auch im Buch “Frankfurt und seine Wirtschaft” von Franz Lerner (dort rechts aber beschnitten) von 1958 und dürfte deshalb mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit im Institut für Stadtgeschichte archiviert sein.

    Fragen Sie dort mal nach. Am besten selbst hingehen und die richtigen Stichworte für die Suche bereithalten.

  16. Sind Sie sicher, daß Dunlop seine Reifen auf dem Foto an einem Opel testet? Mir sieht das eher nach Simca Vedette bzw. Ariane aus.

  17. Großes Dankeschön für diesen wunderbaren “Rückspiegel”. Frankfurt aus der Perspektive seiner automobilen Entwicklung her einmal zu betrachten, ist sehr viel interessanter, als ich vorher angenommen hätte.

  18. Hallo, Herr Kupfer,

    ich finde es wirklich beeindruckend, was Sie da auf Ihren Seiten so alles an raren Bildern (und ebenso raren Informationen) zusammengetragen haben.
    Mich hätte nun interessiert, ob es weitere Bilder gibt, auf denen von den Alliierten beschlagnahme Automobile in FFM zu sehen sind, nachdem diese gerne große Dienst- oder Privatwagen bzw. rare Einzelstücke zum “Dienstgebrauch” übernahmen.
    Nochmals vielen Dank für diese wirklich spannenden Seiten.
    Mfg
    R. Kieselbach

  19. Geschichte geht heute immer schneller vergessen. Ihre Fotos im Rückspiegel haben bei mir deshalb die letzten Tage Schnappatmung ausgelöst. Ganz, ganz großen Dank.

  20. Ich bilde mir ein schon viel Fotos über diese Zeit in Büchern und Zeitungen gesehen zu haben. Die Fotos vom Kreisverkehr auf der Adickes Allee sehe ich tatsächlich zum ersten Mal.

  21. Mein Vater hat mir viel aus dieser Zeit erzählt, als er aus den Trümmern seines Hauses in der Eckenheimer Landstraße, aus dem nicht ganz zerstörten Textilgadengeschäft meiner Großeltern noch verkaufbare Stücke barg und sie dann an einem Zeltstand auf der Zeil verkaufte. Ganz tolle Arbeit, Herr Kupfer, die Sie sich mit den Rückspieglseiten gemacht haben. Danke.

  22. Dem Kommentar von W. Borowiak – Okt. 2013 – ist eigentlich nichts mehr hinzuzufügen außer: auch von mir vielen, vielen Dank.

  23. Ihr Motorblöckchen ist für mich als in Frankfurt geborener Amerikaner eine der schönsten und interessantesten Webseiten worldwide.

  24. Super interessante Bilder aus der Nachkriegszeit! Danke vielmals!

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