1880… Frankfurt, Wiege des Automobils…

▲  So wie auf dem Titelfoto und in der kurzen Sequenz des Werbefilms zum 100-jährigen Jubiläum von Mercedes-Benz in Frankfurt könnte es ausgesehen haben, als 1893 einer der ersten Frankfurter Automobilisten,  der Frankfurter Ingenieur Heinrich Collin,  mit dem dreirädrigen Benz – Patentmotorwagen  seine Runden über die noch größtenteils unbefestigten und wenigen Kopfsteinpflasterstraßen Frankfurts drehte und staunende Gesichter bei den jungen Frankfurter Buben und Passanten hinterließ.

 

Automobile erobern Frankfurt…

Frankfurt war bereits um 1880 herum eine große Stadt, die bereits seit dem frühen 19. Jahrhundert durch ihre Eisenbahnverbindungen und ihre Häfen eine Metropole für den Güterverkehr und ab 1900 herum, durch Banken und Industrie, wie u.a. Mayfarth, die Adler – Werke, durch einen der größten und modernsten Bahnhöfe und Flugplätze Europas und die Frankfurter Festhalle und viele Messen, eine der prosperierensten Städte Europas war. Hier lebten eine große Zahl von wohlhabenden Bürgern, u. a. mit der höchsten Zahl von Millionären – 196 an der Zahl – darunter 154 Bankiers (und mit den meisten Hausangestellten pro Kopf  im Deutschen Reich).

.“Es ist wohl ein selten und schwerer Entschluss, seiner Väter Haus zu verlassen”, bekundeten die Mumms im März 1902 anlässlich der Grundsteinlegung einer neuen Villa vor den Toren Frankfurts. Ihr angestammter Familiensitz befand sich direkt auf der Zeil, die sich in den Gründerjahren zur belebten Geschäftsstraße entwickelte. Immer mehr Palais mussten dort den Warenhäusern weichen. “Electrische Bahnen sausen mit tosendem Lärmen und schrillem Gepfeife vom Morgengrauen bis spät in die Nacht, – stören des Menschen Ruhe und eigenes Denken, vertreiben uns aus dem Elternhause.”

Auch bei der Champagner Dynastie derer von Mumm in ihrer prächtiger Villa auf der Zeil (dort wo heute das Karstadt – Kaufhaus steht), dürfte damals die Ruhe durch die vermehrt vorbeifahrenden Benzinkutschen gestört gewesen sein, aber wie das 1904 im neuen Familiensitz auf der Forsthausstraße aufgenommene Fotos des in seinem Tretauto posierenden, jüngsten Spross der Familendynastie zeigt, hatte man sich schnell mit dem neuen Fortbewegungsmittel der Moderne angefreundet.

1904 Villa Familie Mumm Staedtisches_Archiv_Frankfurt_am_Main_1_981x715

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Ab 1899…  Frankfurt Wiege des Automobil – Rennsports

1899 Frankfurter Automobil Club1900… veranstaltete bereits der Frankfurter Automobilclub von 1899 – der spätere AVD Automobilclub von Deutschland – auf der Galopprennbahn in Niederrad das erste Automobil Bahnrennen in der Geschichte Frankfurts… . hier beim Start  ▼

1900 Autorennen Rennbahn Start

Hier weiterlesen…

 

1907… 1908… Prinz Heinrich Fahrt – Ankunft der ersten Autos in Frankfurt ▼

1908 Prinz Heinrich Fahrt - Ankunft erster Autos

1908 Prinz Heinrich Fahrt Continental Geleitschutz

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Eine Wiege des Automobils stand im Gallusviertel…

Die Auto – Motorisierung Deutschlands hat seit dem Carl Benz am 29. Januar 1886 seinen Patent Motorwagen Nr. 1 vorstellte, eine Unmenge von beschriebenem, bebildertem und bedrucktem Papier produziert: Sie wurde anfangs von den Gegnern verwünscht und kritisiert, von den Kommentatoren der damaligen Zeit beobachtet und aufgezeichnet, von den Promotoren geschickt geplant, vorwärtsgetrieben und belobigt und mit der Motorpresse entstand bereits sehr früh ein neuer Zweig der Publizistik, der ihr den Weg ebnete. Trotzdem sind aussagefähige, belastbare Quellen zur Geschichte dieser bedeutsamen Entwicklung eher rar.

1925 ca. Gallusviertel - Mönchhof - Verkehr in Ffm-1000

 ▲ Strassenszene ca. 1925 im Gallusviertel – Mönchhofstrasse (Foto von Klaus Buschbaum / Dietzenbach)

Es erklärt sich u. a. durch das, was Siegfried Giedion emphatisch als “Mord an der Geschichte” bezeichnete: durch die Zerstörung von Dokumenten, die man nicht als würdig empfand, aufbewahrt zu werden. Bestes Beispiel: Die Direktoren der Daimler-Motoren-Gesellschaft – DMG – beschlossen am 18. November 1924, alle Archivbestände der firmeneignen Registratur vom Tag der Gründung der Firma bis zum 1. Januar 1919 einzustampfen.

So blieb bis heute weitgehend unbeachtet, dass Frankfurt sich schon sehr viel früher als andere große Städte als Technologiestandort für Automobile entwickelte, auch wenn die Stadt heute von den Schreibern der Automobilfirmen und Journaille nicht mehr in einer Reihe mit München, Stuttgart, Ingolstadt oder Wolfsburg genannt werden kann. Die Stadt und ihre Nachbargemeinden haben in der Frühgeschichte des deutschen Automobilbaus und Automobilsports eine viel bedeutendere Rolle gespielt, als weithin bekannt.

Warum dies so war ist einfach erklärt: Erstens, der Kraftfahrzeugbestand im Deutschen Reich verzehnfachte sich zwischen 1902 und 1910 von 4.738 auf 49941 Fahrzeuge. Bis 1914 verdoppelte sich der Bestand nochmals auf 93072 Kraftfahrzeuge. Trotz dieser hohen Zuwachsraten blieb die Fahrzeugdichte im Deutschen Reich auf Grund langen Wiederstände des deutschen Hochadels, im Vergleich zu den Nachbarn Frankreich, Schweiz, Belgien, Großbritannien und vor allem gegenüber den USA, gering.

1907 entfielen noch 2244 Einwohner auf ein Kraftfahrzeug, im Jahr 1910 waren es 1.300 und bis zum ersten Weltkrieg 698. In den zwanziger Jahren nahm der Kraftfahrzeugbestand, bis auf einen Rückschlag in den Krisenjahren 1931/1932, weiter kontinuierlich zu, so dass am Ende um 1932 herum, 42 Einwohner einem Kraftfahrzeug gegenüberstanden.

1926 Tatra - Plakat

Die Fahrzeugdichte war dabei stark ungleichgewichtig verteilt. Die Zunahme der Kraftfahrzeugdichte konzentrierte sich weitgehend auf die großen Städte, während der Automobilbesitzer auf dem Land eher eine Seltenheit blieb.

Kleine Petitesse am Rande…

auch Deutschlands erstes Boxenluder stammte aus Frankfurt…

Eine pikante Geschichte aus der damaligen Zeit” … “Sie kommt wie schon gesagt, von Alfred Neubauer. In seinem Buch “Männer, Frauen und Motoren” schrieb er: Charly Jellen wurde als Österreicher in Moravia geboren und wuchs in Graz auf. Charly Jellen hatte ein Verhältnis mit Ilse Engel, der Frau des Frankfurter Großkaufmanns Hubach, die ihren Lover Charly Jellen nach einiger Zeit wieder verließ und zu Paul Pietsch (was in der Zweitausgabe von 1971 aus Rücksichtnahme auf noch lebende Personen wegeditiert wurde) überlief, ihn heiratete, sich während ihrer Ehe mit Paul Pietsch, nebenbei den damals sehr bekannten – drogenabhängigen – Rennfahrer Achille Varzi hielt und ihren Ruf als Deutschlands erstem “Boxenluder” festigte. Charly Jellen tröstete sich nach Ilse mit Edith Frisch,, Opel-Rennfahrerin, die sich wiederum aus Frust um Charly Jellens Tod, einen Bugatti kaufte und mit diesem am 17.8.1934 bei einem Rennen ebenso tödlich verunglückte.

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1935… Blick in die Friedensstraße

1935 Friedensstraße

1920 er Mainzer Landstrasse Providenta - Allianz

1930er… Mainzer Landstrasse vor dem Providenta – Allianz Gebäuden.

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Als um 1893 herum in Frankfurt alles begann…

ADLER Werke… “Radler fahr Adler”… “Wir schaffen beim Kleyer” 1920 er Adler Autohaus oder Garage Als um die Jahrhundertwende nach und nach der Kraftwagen in den Vordergrund trat, waren es Frankfurter Unternehmer, die sich als Pioniere dieses neuen Verkehrsmittels und der technologischen Entwicklung hervortaten. Sie haben in der Frühgeschichte der Automobilisieung technologisch eine viel bedeutendere Rolle gespielt, die nach dem Krieg und besonders durch die Hype um den Automobilhersteller aus Schwaben und das Vergessen toter Automarken, verdrängt wurde. 1903 Adler Motorwagen ProspektÜber die Adler – Werke  hier weiterlesen

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Nur zwei kleine Beispiele, wie kleine, verlorengegangene Geschichte wieder auftaucht:

wie von Dr. A. Isbert, der mir bis vor kurzem nur als Präsident des Frankfurter Automobil Clubs und Autor des Buches von 1929 “30 Jahre Automobil” bekannt war:

1900 ca. Lohner Porsche

▲  In der Beschreibung des bei der Automobilia – Auktion Ladenburg 2009 zur Versteigerung gekommenen Konvoluts nachstehender zwei Konstruktionszeichnungen des mir bis dahin unbekannten Frankfurter Automobil – Konstruktionsbüros von Dr. A. Isbert, heißt es:

“um 1900, wohl Entwurfszeichnung für den 1900 auf der Weltausstellung vorgeführten Lohner-Porsche Radnabenmotor Motorwagen mit schrägstehender Längssäule…”

1900 Lohner Porsche - Automobilia Ladenburg

▲ oder…

“…Zeichnungen der Dr. A. Isbert techn. Büro Frankfurt a. M., Konv. 5-teilig, (44 x 64 cm), Blatt Nr. 1 mit aufgebrachter Wagenbeschreibung, “Elektro-Automobil-Personen- und Gerätewagen System Lohner-Porsche” Seitenansicht/ Hinteransicht, Maßstab 1:10, 1904; Blatt Nr. 2, “Elektro-Automobil-Personen- und Gerätewagen System Lohner-Porsche”, mit aufgebrachter Wagenbeschreibung, 1904, Seitenansicht/ Hinteransicht, Maßstab 1:10; Blatt Nr. 3, mit aufgebrachter Wagenbeschreibung, “Elektro-Automobil-Personen- und Gerätewagen System Lohner-Porsche”, Seitenansicht/ Hinteransicht, Maßstab 1:1, 1904; Blatt Nr. 4, “Elektro-Automobil-Leiter System Lohner-Porsche Magirus”, mit aufgebrachter Wagenbeschreibung, Maßstab 1:10, 1904; Blatt Nr. 5, “Elektro-Automobil-Kohlensäurespritze System Lohner-Porsche”, mit aufgebrachter Wagenbeschreibung, Seitenansicht/ Hinteransicht, Maßstab 1:10, 1904; Blatt Nr. 6, “Elektro-Automobil-Mannschaftswagen System Lohner-Porsche”, mit aufgebrachter Wagenbeschreibung, Seitenansicht/ Hinteransicht, Maßstab 1:10; alle 6 Blätter gestempelt mit “Dr. A. Isbert Frankfurt am Main”, “Diese Zeichnung darf weder kopiert, noch dritten unbeteiligten Personen oder Konkurrenzfirmen mitgeteilt werden, Dr. A. Isbert techn. Büro Frankfurt am Main”

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…und wie die Geschichte von Ines Keil – Folville, der erfolgreichen und international bekannten deutschen Rennfahrerin aus den 20 er Jahren, der ersten Frau, die das Rennfahren zu ihrem Beruf machte:

“Vier mal gewann sie ein 24-Stunden-Rennen auf verschiedenen europäischen Rennstrecken. Sie fuhr mit den Großen des Autosports Seite an Seite. Ihre männlichen Konkurrenten waren, Merk, Stuck oder Carraciola, dem sie freundschaftlich verbunden war…”

1928 Ines Keil - Folville

“Als Katharina Burkhart wurde sie in der Alten Gasse in Frankfurter am 15. August 1885 geboren, aufgewachsen im Westend in Frankfurt, dort wohnte sie in der Schubertstraße und zuletzt in der Mendelsonstraße 80…” “Die Anfänge ihrer Rennkarriere reichen zurück bis ins Jahr 1899. Mit 14 Jahren nahm sie zum ersten Mal bei einem Radrennen auf einem Hochrad durch die Frankfurter Palmengarten teil. Ihre Liebe zu starken Motoren entdeckte die damals 18-Jährige, als sie kurz entschlossen das Motorrad ihres Bruders entführte und damit davonbrauste. 1907 folgt sie ihrem Gatten, dem Automobilingenieur Folville, nach Brüssel. Bei ihm lernte sie etwas Außergewöhnliches: nicht nur das Auto-, sondern auch das Rennfahren…”

Steiger Laden 01

Nach beendigung ihrer Rennfahrerkarriere betrieb Ines Keil – Folville in Frankfurt noch einen Verkaufssalon für Steiger – Automobile, von dem zwar ein paar Fotos zeugen, der Standort aber unbekannt ist.

[Foto]

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Lastwagen Typ “Frankfurt”…

Nicht einmal beim Institut für Stadtgeschichte gibt es Hinweise oder alte Belege dafür, dass die 1872 gegründete Firma Pokorny nicht nur Lokomotiven, Industrie-Dampfmaschinen, Groß – Kompressoranlagen und Druckluftwerkzeuge baute, mit den letzteren wurden weltweit große Bauvorhaben wie Stahlbrücken in Europa und Amerika aber auch ein Eiffel – Turm in Paris montiert, sondern das 1915 in Frankfurt auch einen 4,5 Tonner Lastwagen “Typ Frankfurt” gebaut wurde.

M1082

Beschreibung der Automobilia Auktion Ladenburg 2009 aus dem Inhalt: FRANKFURTER MASCHINENBAU-AKTIENGESELLSCHAFT D ca. 1914; 1x Beschreibung des Lastkraftwagens 4/5 Tonner Typ Frankfurt; 1x Ersatzteilliste für den 4/5 Tonner “Frankfurt-Lastwagen”.

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Mir geht es hier nicht…

um eine automobilhistorische Betrachtung. Dieser Beitrag erfolgt in der Absicht, meinen frühen Leidenschaften zu fröhnen, etwas, was mir Spaß macht, kleine Puzzlestücke wiederzufinden, zusammenzufügen und dabei einen kleinen Beitrag zur Histographie des Automobils in meiner Heimatstadt Frankfurt zu leisten, und hierfür Material zu zeigen, was ich zum großen Teil meinen Eltern zu verdanken habe, die schon 1953 im Gallusviertel, in der Kölner Strasse 25, eines der ersten Geschäfte nach dem Krieg für Autoersatzteile und technische Einrichtungen für Autowerkstätten, eröffneten.

1953... die ersten Jahre-1000

Apropos Werkstatteinrichtungen. Ein sehr schöner Aspekt dabei ist: durch einige Beiträge der letzten Jahre und Leser derselben, bekomme ich immer neues “Material” hinzu. So wie vor ein paar Jahren einen Prospekt der Firma….

Ph. Mayfarth & Co. …

1907 Schreibenab 1889 einer Weltfirma für landwirtschaftliche Maschinen und Geräte, deren Ingenieure nebenbei in den 20 er Jahren erkannten, dass man Autos gelegentlich auch mal unter ihr Blechkleid schauen muss und die die erste hydraulische Stempelbühne “Atlas” entwickelten.

Mayfarth - Foto 01

Mayfarth - Foto 03

Mayfarth - Foto 02

Dieser Prospekt ist das einzigste Sammlerstück, was sich Dank Überredungskunst des ehemaligen geschäftsführenden Gesellschafters, heute nicht mehr bei mir sondern im Archiv der Klassikstadt befindet, der heute die ehemaligen MAYFARTH – Produktionsgebäude in Fechenheim gehören.

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Wahre Glücksgefühle… überfallen einen, wenn man von Lesern angeschrieben wird und wie kürzlich morgens ein E-Mail bekommen hat: “Herr Kupfer, wissen Sie, dass die alte Taxi-Tankstelle mit den vergammelten Garagen in der Kölner Strasse  (meinem Westviertel – auch “Kamerun” genannt), eine der ältesten Garagenhöfe und Autowerkstätten Frankfurts, die Hellerhof – Garagen, waren?…” und dann man bekommt Fotochen aus dem gehüteten Familienalbum drangehängt, die noch nie öffentlich zu sehen waren…

1929 Gallusviertel Hellerhof - Garagen - 0 1925 Stadtplan

1886 ging der unmittelbar nördlich anschließende und für den Stückgutumschlag als Kopfbahnhof angelegte „Zentral Güter-Bahnhof“, damals der größte und modernste Güterumschlagbahnhof Europas, in Betrieb. Mit der zunehmenden Motorisierung und der Verlagerung des Stückgutverkehrs “auf die Straße” siedelten sich in der Gütertraße nach und nach Spediteure an. Man kann davon ausgehen, dass diese ihre Personenwagen in den Hellerhof – Garagen untergestellt hatten und dort auch reparieren und pflegen ließen.

1929 Gallusviertel Hellerhof - Garagen - 0.2

oder wenn Helga Roos vom Geschichtsverein Gallus, mir kürzlich einen netten Brief schrub und die Geschichte von dem Frankfurter Motorsportidol Heinz Brendel beifügte, dessen Vater an der Galluswarte wohnte und in der Sonnemannstraße, direkt gegenüber der alten Großmarkthalle eine Autowerkstatt betrieb und der es als Rennfahrer ab 1937 zum Teamkollegen von Rudolf Carraciola, Hermann Lang, Manfred von Brauchitsch, Walter Bäumer und Hans Hugo Hartmannim im Silberpfeil – Team und 1954 im Glöckler – Porsche zum Deutschen Sportwagenmeister brachte und von dem außer der Erwähnung im Buch von Ernst Hornickel “Die Mercedes – Benz Rennmannschaft” und einem zerbeulten Helm, den er bei seinem schweren Unfall 1956 trug, nur wenig überliefert ist

1952 Heinz Brendel - Deutscher Sportwagenmeister bis 1100 ccm

oder wenn aus Leserkreisen E – Mails mit Bildanhängen eintreffen…. “mein Großvater hat von 1923 bis 1943 in der Heinrichstraße gewohnt und das beigefügte Foto eines Autohändlers müsste in dieser Gegend aufgenommen worden sein” ▼ 1930 er Autohändler unbekannt “…unser Opa in seiner Frankfurter Autowerkstatt im Nordend – um 1930 – wo genau, wissen wir nicht”…▼

1940 ca. Autowerkstatt

“habe ich in unserem Familienalbum gefunden. Die Fotos zeigen unseren Großvater in seiner Werkstatt in Sachsenhausen” ▼

1930 er Autowerkstatt - unbekannt

oder wie hier ein “Foto von 1913 aufgenommen in der Klapperfeldstrasse vor dem damaligen Polizeipräsidium, Autotyp und die Personen sind leider unbekannt”… ▼

1913 Klapperfeldstrasse

eine sehr schöne geschenkt bekommene Werbepostkarte der Continental AG aus den 1930 er Jahren, aufgenommen vor dem Frankfurter Opernhaus  ▼

1930 er Automobile vor Opernplatz - mittel

oder wenn man vor langer Zeit von einem Motorrad – Sammler eine Rarität, ein Programmheft von Autorennen 1954 in Frankfurt, geschickt bekommt…▼

1954 Frankfurter Dreieck

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. NAG Neue Automobil Gesellschaft… 1905 ca. NAG Filiale Frankfurt ▲  eine der bedeutendsten Automobilhersteller die NAG Neue Automobil Gesellschaft aus Berlin, hatte schon um 1905 herum ihren Verkaufssalon in der Neuen Mainzer Straße eröffnet (Foto aus Deutsche Industrie, Deutsche Kultur, Jg.9, Nr. 2 1908). Während es heute von den bekannteren Automarken Unmengen von gedrucktem Papier gibt, findet man über diese damals hoch innovative Berliner Automobilfirma, nur relativ wenig Material. Interessierten empfehle ich die weitgehend unbekannte Veröffentlichung der von der Uni – Köln digitalisierten Schrift von 1908  “Die Neue Automobil Gesellschaft m.b.H….”   ITALA… Galluswerk zu dem in Nachbarschaft zu den Adlerwerken um 1908 herum verkauften Edel – Limousinen von ITALA werde ich in Kürze noch etwas schreiben. (Vielen Dank an Klaus Buschbaum für das Foto).

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TATRA wurden im Gallusviertel gebaut… Werbung Januar1928Mit dem Tatra 11, der ab 1923 hergestellt wurde, begann erst so richtig der Erfolg der Automarke TATRA,  die mehr oder weniger bereits 1899 mit der Serienfertigung von Automobilen in der Tschechei begonnen hatte.

1926 Tatra - PlakatEntwickelt wurde der 11er vom Technischen Direktor der Tatra-Werke, Hans Ledwinka, einem ebenso genialen Autokonstrukteur wie Ferdinand Porsche, mit dem Ledwinka befreundet war. Ein damals neuartiger Zentralrohrrahmen, eine von Edmund Rumpler patentierte Pendelachse und ein luftgekühlter Boxermotor sind die Kennzeichen des Tatra 11 und der meisten der Nachfolgermodelle. Delta Kabriolet 1927 Besitzer K.B.-1000 Weil aber der Export von Tatra – Automobilen in den 20 er Jahren nach Deutschland wegen der hohen Zölle zu teuer war, verkaufte das Tatra – Werk statt dessen Lizenzen zum Bau ihrer Autos im Ausland. In Frankfurt entstand 1925 die Firma Delta (Deutsche Lizenz Tatra – Automobile Betriebsgesellschaft m.b.H. in der Frankenallee 98 (heute Autohaus Gruber), die wegen eines Rechtsstreits um den Namen, 1928 in Detra Automobile umbenannt wurde. Dort wurden zunächst Tatra Kabriolets für den deutschen Markt in Lizenz gebaut wurden. Über die DETRA kam es 1933 zu einem Lizenzvertrag mit dem neuen RÖHR – WERK im hessischen Ober Ramstadt, dass den Tatra 75 leicht abgewandelt von 1933 – 1935 als Röhr – Junior baute, mit dem in den 30 er Jahren die spätere Herausgeberin der Zeit, Gräfin Donhoff, ihre auch in einem Buch beschriebene Balkan – Tour machte. (Vielen Dank an Klaus Buschbaum für die beiden Fotos)   und auch die modernsten Karosserien… Dörr und Schreck Logo entstanden im Frankfurter Gallusvirtel. Bei mir um die Ecke, wurden damals ganz bedeutsame Automobilentwicklungen durchgeführt. Sie waren überhaupt die Voraussetzungen dafür, dass nach dem Krieg so manche schicke Karosserie entstehen konnten 1939 Maybach SW38 Stromlinie Kaum jemand weiß, dass bei Dörr & Schreck, die bis Ende des 19. Jahrh. in der Innenstadt in der Meisengasse, eine der ersten deutschen Adressen für Pferdedrosckenbau waren, seit Mitte der 20 er Jahre dann die ersten motorbetriebenen Kaftdroschen und später edle Karosserien, unter anderem für MAYBACH, gebaut wurden. So wie 1939 im Auftrag der Gummiwerke Fulda der nach den aerodynamischen Erkenntnissen des Pioniers moderner Karosserien, von R. Freiher Koenig – Fachsenfeld, entworfene Stromformwagen Maybach SW 38. Der Wagen lief damals als Testwagen für FULDA Automobilreifen. 1938 Maybach SW38 Stromlinie - 3 FM00 Fulfa-Mobil02 und für Irmgard von Opel der ziemlich ähnliche Super 6  ▼ Super 6 mit Irmgard von Opel

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Der “Maikäfer” von Josef Ganz wurde im Gallus (-viertel) gebaut… hier wurde bei einer noch nicht genau verifizierten Karosseriebau – Firma wahrscheinlich bei den Adler – Werken, auch der “Maikäfer” des bekannten  Verlegers und Automobilkonstrukteurs Josef Ganz gebaut, in dessen Originalauto aus dem früheren Bestand des Fürsten Metternich einmal drinzusitzen, ich vor Jahren die Freude hatte Ganz evtl im Gallus

. KRUCK Karosseriebau… 1919frankfurterzeitungk Zeitungsanzeige in der “Frankfurter Zeitung” – Messe Nummer vom 01. Oktober 1919.. das gute und schon etwas angegilpte Stück hüte ich wie einen Augapfel. Zu dieser Karosseriebau – Firma gibt es im Karosserien – Forum einen interessanten Beitrag. Die Firmen – Nachkommen betreiben bis heute in Wiesbaden einen Lackierbetrieb.   ATE Alfred Teves… wo ich den Blaumann an hatte… ATE Ausstellungswagen - 500 Nur wenige hundert Meter von den Adler – Werken entfernt in der Rebstöcker Straße wurde 1909 vom ehemaligen Handesvertreter für Autozubehör Alfred Teves zunächst die Mitteldeutsche Kühlerfabrik… 09.10.08 A T E 001 und 1911 die ATE Bremsenfabrik gegründet, 09.10.08 A T E 026 wo bereits Anfang der 20er Jahre wegweisende Entwicklungen durchgeführt und technologische Grundsteine gelegt wurden, die dafür sorgten, dass die ständig an PS zunehmenden Motoren liefen… 1936 Kolbenringe - Preisliste 04und so mancher 200-kmh-und-mehr-Flitzer in den 50er / 60er Jahren wieder zum Stehen gebracht werden. Beispiel Ende der 60er Jahre das ABS – System. 1940 er Ausstellungsraum Ort unbekannt

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Mercedes – Benz in Frankfurt… 1935 Kaiserstraße - Haus unbekannt In den ersten Jahren des 20. Jahrhunderts, hatte die Firma Daimler noch keinen eigenen Vertrieb in Deutschland. 1904 erwarben die automobilbegeisterten Besitzer des Druckereimaschinenbauers Flinsch & Co. die exklusiven Vertriebsrechte für Mercedes Fahrzeuge in ganz Hessen, Hessen-Nassau und dem nördlichen Deutschland, und im folgenden Jahr für ganz Deutschland. Heinrich und Ferdinand Flinsch verkauften selbst nur in Frankfurt, in den anderen Regionen hatten sie selbständige Sub – Agenten, für die das Deutsche Reich in 8 regionale Verkaufsgebiete aufgeteilt wurde. Um jedoch die produzierten Autos selbst zu verkaufen und höhere Margen zu erzielen, gründete Daimler bereits 1906 die “Deutsche Generalvertrieb Mercedes-Verkaufs-Gesellschaft GmbH” mit Sitz in Frankfurt am Main und übernahm im selben Jahr die gesamte Handelsorganisation von der Fa. Flinsch. Foto von 1912 von dem ersten DMG Reparaturbetrieb in der Kreuznacher Straße (heute Kriegstraße) im Gallusviertel ▼ 1912 DMG Werkstatt Kreuznacher Str. 18 - Kriegstraße Hier Fotos um 1920 herum der Mercedes – Repaturbetriebs für PKW und LKW in der Frankenallee ▼ 1920 Niederlassung Frankenallee - PKW Werkstatt 1920 Niederlassung Frankenallee - LKW Werkstatt Frankfurt war wohlhabend. Deshalb war es kein Zufall, dass einige Jahre später der erste Verkaufssalon für Automobile  von Gottlieb Daimler und Carl Benz in Deuschland, in der Stadt der reichen Bürger, in Frankfurt, direkt an der Börse am Rathenauplatz eröffnet wurde. Hier Fotos um 1920 herum des ersten Verkaufs – Salon am Goetheplatz  ▼

1920 ca. DMG Verkaufsräume Rathenauplatz 14 - 2

1920 ca. DMG Verkaufsräume Rathenauplatz 14 - 3

Zu “Mercedes in Frankfurt” werde ich wegen des vielen, vielen Materials vielleicht noch einmal eine extra Themenseite vorstellen.   Eine der ältesten Reifenwerke war seit 1904 im Gallusviertel… 1909 Werbung 1925 Peter's Union - 1 1925 Peter's Union - 2 1925 Peter's Union - 4

Die besten “Schneeketten der Welt” kamen aus Frankfurt… was zu Beginn der Automobilisierung auch notwendig war, denn die größtenteils noch unbefestigten Strassen Preussens verlangten den Automobilisten damals noch alles ab… Continental-Gleitschutz Prinz-Heinrich-Fahrt 1908 und bis auf die größeren Städte war Schneeräumung oder gar Streudienst im Winter noch völlig unbekannt. MKF - 1 “Schneeketten” hießen sie damals natürlich noch nicht, sondern “Anfahrhilfen”. Hier in Frankfurt Main – Niedderad hatte Julius Schick in den 20 er Jahren die MKF Mitteldeutsche Kettenfabrik gegründet (eine genauere Beschreibung folgt einmal später). MKF - 2 MKF - 3  MKF - 4 . Die ersten Opel’s wurden im Gallusviertel verkauft…

1907 Opel - Wrbeanzeige Simplicissimus

Auch Georg von Opel in Rüsselsheim verdankte einen Großteil seines Erfolgs der Prosperität der Stadt Frankfurt. Bereits 1906 verfügte man über eine eigene Teststrecke in Rüsselsheim, wo schon mal 50.000 Zuschauer zu den gelegentlichen Rennveranstaltungen hinkamen. Georg von Opel eröffnete aber erst 1926 im Gallusviertel, auf der Mainzer Landstrasse, eine erste Hauptniederlassung und seit Anfang der 30er Jahre ließen sich mehr und mehr autorisierte Opel-Händler im Stadtgebiet nieder.

1926 Georg von Opel - Neubau

und bereits damals mussten die Kunden mit Sonderangeboten angelockt werden, wie hier am 02.01.1936 für den Opel Olympia ▼

… am 24. Januar 1950 fährt hier beim Autohaus Georg von Opel das erste Mal in Deutschland ein Auto durch eine Autowaschanlage. Die Firma “Washmobile Deutschland” hat mit der Anlage nach amerikanischem Vorbild die erste Waschanlage für Autos in Europa aufgestellt. Die Reinigung erfolgte hier noch nicht automatisch (Quelle: BR)

1950 Waschanlage bei Georg von Opel

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. Coca Cola Transport mit Opel Blitz Lastewagen… Einer der größten Kunden von Adam Opel waren die Getränkevertriebe von Coca Cola. Bereits 1929 wurde Coca-Cola in der „Essener Vertriebsgesellschaft für Naturgetränke“ abgefüllt. Im ersten Jahr wurden 5840 Kisten verkauft, 1939 waren 50 Fabriken mit einem Jahresabsatz von 4,5 Millionen Kisten in Betrieb. 1938 Coca Cola - Kerber in Rödelheim 2 Opel wurde 1929 von General Motors übernommen. Folglich war klar, dass die deutschen Coca Cola Abfüller ab da für den Transport die Lastwagen aus Rüsselsheim nutzen mussten.  Aus unbekanntem Anlass trafen sich 1938 die Abfüller mit ihren Coca Cola Lastwagen in Frankfurt… Einer davon mit Opel – Blitz Fuhrpark hier auf eiem Foto von 1939, war die Fa. Kerber in Frankfurt Rödelheim ▼ 1938 Coca Cola Stelzenmann   Frankfurter Äppelwoi mit Daimler Benz Lastwagen… back3198544

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Die “Motorisierung” in Frankfurt… 1901… ließen sich die Automobile in Frankfurt noch mit der Hand zählen… ▼ 1901 Frankfurt_Am_Main-Zeil_mit_Katharinenkirche-1901   1907… half man sich noch mit Fotomontagen, wie auf dieser Feldpostkarte, um Frankfurt als Stadt der Moderne zu zeigen ▼ 1907 Bahnhof - Fotomontage

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1906… ließ sich dieser offenbar wohlhabende Gutsherr von dem Frankfurter Fotographen J. Trebing Frankfurt a. M. Brückenstrasse 58, in seinem Automobil ablichten ▼ 1906 ca. Fotograf  J. Trebing Frankfurt a. M. Brückenstrasse 58

1910… waren es immer noch bevorzugt nur feine Herrschaften, die mit dem Automobil fuhren, wie hier vor dem Frankfurter Hof… ▼

1910 Frankfurter Hof

oder in der Altstadt in der Großen Fischergasse ▼

1920 er Große Fischergasse

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1911… tauchten mehr und mehr Automobile auf, wie hier auf einer Kunst – Postkarte mit dem Schillerplatz… ▼

1911 Schillrplatz mit Bavaria

1917… nach und nach verschwanden die Pferdekutschen und Automobile standen am Strassenrand, wie hier am Rossmarkt ▼

1917 Rossmarkt

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1924… Parkplatz vor der Frankfurter Festhalle… ▼

1924 Parkplatz vor der Festhalle

1934… Autos und Straßenbahnen an der Konstabler Wache ▼

1934 Konstabler Wache

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1935… sah man bereits den Schub, des nach der Machtübernahme durch Hitler und seinem 1933 verkündeten Motorisierungsprogramm. Der Automobilverkehr wurde mehr, wie hier auf der Eschersheimer Landstrasse… ▼

1935 Eschersheimer Landstr. mit Taxiplatz

oder wie hier in der Kaiserstrasse.. ▼

Ab hier… kommt jetzt ein loses und chronologisch nicht immer einwandfreies Aufzeigen verschiedenster Aufnahmen aus Frankfurt, auf denen zumeist an beliebten Plätzen und Gebäuden der Stadt Automobile mit zu sehen sind… . 1905… man war stolz auf die prächtige Untermain – Brücke, auf der es noch recht beschaulich zuging 1905 Untermainbrücke …und als Zeichen der Moderne schickte man sich auch schon mal witzige Glückwünsche mit dem neuen Fortbewegungsmittel  1907 Glückwunschkarte . 1909… nachfolgend zwei der ältesten Fotos mit Automobil die ich habe. Um diese Zeit waren in Frankfurt nur 46 Automobile registriert. Am Hauptbahnhof standen die ersten Taxis ▼ 1911… Schillerplatz mit Bavaria 1913… Trierer Straße – Braubachstraße ▼ 1913… waren nur 46 Autos in Frankfurt registriert, aber dafür gab es schon das Hotel Auto – Palast in der Taunustrasse, direkt neben dem Schumann Theater (gegenüber Hauptbahnhof) ▼ und in Frankfurt – genauer gesagt in der Frankenallee 4 im Gallusviertel – erschien bei der Michelin Pneumatik AG auch bereits einer der ersten deutschen Michelin – Reiseführer ▼ 1913 Michelin - Reiseführer - Frankenallee 4 1914… Lieferwagen von Menthol – Zigaretten auf der Kaiserstraße  ▼ 1915… am Hauptbahnhof ▼ 1915… Verkehrsrülpel gabs auch damals wohl schon reichlich ▼ 1917… an der Festhalle ▼ und mehr und mehr Autoverkehr auf der Zeil ▼ 1920… am Hauptbahnhof, noch immer relativ wenige Automobile ▼ 1920… vor dem Opernhaus… ▼ oder hier am Rossmarkt ▼ 1924… übte sich schon früh, wer einmal Autofahrer werden will ▼ 1924… es werden mehr und mehr, wie man hier auf dem Parkplatz vor der Festhalle erkennt  ▼ 1928… Bahnhofs – Platz ▼ und der Blick vom Bahnhof in die Kaierstraße 1932 Kaiserstraße 1929… ein beliebtes Fotomotiv war damals wohl die Festhalle ▼ 1930 er… die Automobile hatten mehr und mehr von den Straßen Besitz ergriffen und die Kehrseite dieses Aufschwung waren dramatisch ansteigende Unfallzahlen mit vielen Verletzten und Toten. “Kampf dem Verkehrsunfall” lautete die Überschrift am 08.01.1936 in der Frankfurter Neuen Zeitung ▼ 1936 Kampf dem Verkehrsunfall Artikel vom 08.01.1936 . 1930 er… Reklame für die ersten Plakatwände an den Strassen, hier für Dunlop ▼ 1930 er Ursell - Werbung . 1930 er… bereits damals verfügte Frankfurt neben den Strassenbahnen über moderne Omnibusse um Besucher zu den Sehenswürdigkeiten und Ausflugszielen im Stadtgebiet zu fahren ▼ 1930er… schon damals standen Taxis an der Hauptwache vor der Katharinenkirche, um die Herrschaften der Nassauischen Landesbank – Zeil 127 – zu chauffieren ▼ 1930 er… (aus einer Frankfurter Tageszeitung von damals) “Schieber”… schon gewusst, woher der Begriff stammt? ▼ Automobile am Hauptbahnhof ▼ 1934 Bahnhof - Englischer Hof vor dem Hotel Stuttgarter Hof ▼ vor dem Carlton – Hotel ▼ . 1930 er….wie hier vor der “Alten Börse” am Paulsplatz 1938 Alte Börse - Paulsplatz …auf der Kaiserstraße ▼ 1930 er… Automobile auf dem Römerberg  ▼ 1930 er Römerberg 1930 er Römerberg - 1930 er Römerberg 2 1938 Römerberg 1930 er… Bendergasse mit einem Lieferwagen  ▼ 1930 er… Automobile auf dem Garküchenplatz östlich vom Dom  ▼ 1930 er… Rund um die Hauptwache und Rossmarkt pulsierte der Verkehr ▼ 1931… genau am 03.06. … könnte ein Adler mit Wechselkarosserie sein, der damals schon ca. 28.000 RM kostete  ▼ 1933… Automobile vor dem Goethehaus ▼ 1933 Goethehaus 1934… Braubachstrasse ▼ 1935… rund um den Escheinheimer Turm ▼ 1938… alte Börse am Paulplatz mit parkenden Autos davor ▼ 1939… damals schon die Sorge der Kleinwagenbesitzer um ihr Auto inmitten der Schneehaufen “Schneeschipper, bitte nicht aufladen” ▼ 1939… Gebrauchtwagen Händler machten Reklame ▼ 1939… Grosser Kormarkt ▼ Dreirad – Lieferwagen an der Schirn ▼ 1939… Automobile am Mainkai ▼ 1940er… am Rossmarkt  ▼ . 1940 er… irgendwo in der Innenstadt ▼ 1941 Innenstadt irgendwo 1941 Rossmarkt . 1940er… Deutsche Bank am Rossmarkt (Foto: Deutsche Bank)▼ 1940 er Rossmarkt Deutsche Bank . 1940er… Ein Horch am Sachsenhäuser Mainkai  ▼ . 1940 er… In der Altstadt am Garküchenplatz   ▼ . 1940 er… noch vor der großen Zerstörung durch die Bombenangriffe, Automobile und Städtische Busse am Hindenburg – Platz vor dem Hauptbahnhof ▼ 1942 Hauptbahnhof Städt. Bus 1940 er Hauptbahnhof - Hindenburg Platz   1942… März… eines der letzten Fotos von der noch unzerstörten Alstadt, hier das Haus Goldene Waage, kurz bevor die alliierten Bomber die Altstadt in schutt und Asche legten ▼ 1942 Römerberg - Goldene Waage   In den 1960er Jahren begann bereits der Trend… Autozubehör welches die Autohersteller noch nicht liefern konnten, nachzurüsten. Hier ein Foto, wahrscheinlich von der Firma Golde – damals Hanauer Landstrasse – wo hauptsächlich Opel und Mercedes-Benz nachträglich mit Stoffschiebedächern ausgerüstet wurden 1960er-Jahre-Schiebedacheinbau-Frankfurt 1960er-Karosserieumbau-in-Frankfurt   die großen Autohändler entdeckten das Geschäft mit dem Zubehör auch für Fremdfabrikate 1960 Georg Von Opel - Mainzer Landstrasse 330   auf die Benzinpreise wurde damals schon geachtet ▼ 1960 er Tanken bei Neckermann   Hier noch einige Links zum Thema: Untergang des Westviertel Adler Werke… Wiege des Automobils Alfred Teves… vom ersten Autoverkäufer Frankfurts zum Bremsenhersteller Frankfurter “Fähnchenhändler” (Autohändler) Dörr & Schreck Stromlinien – Automobile Frankfurter Automobil Club IAA Frankfurter Automobil Ausstellung  und über deren Geschichte Porsche… Walter Glöckler,  Vater des Porsche Rennsports und sein 1953er Porsche 550 Spyder O. T. Instrumente (VDO) TATRA war einst im Gallusvirtel daheim .   .. . .

25 Gedanken zu “1880… Frankfurt, Wiege des Automobils…

  1. Sehr schöne Fotos. Zu dem Foto von 1900 auf der Frankfurter Galopprennbahn: Der Begriff “PS” Pferdestärke ist kein Zufall. Die ersten Autorennen wurden in Frankreich und Deutschland fast alle auf Pferderennbahnen durchgeführt oder endeten dort. Die ersten Automobilkunden auf die es die damals noch kleinen Autohersteller abgesehen hatten, waren die gleichen, die sich auf den Pferderennbahnen tummelten, reiche Gutsbesitzer und Pferdesportler denen man die Geschwindigkeit schmackhaft machen wollte und die bereit waren, das neue Sportgerät anzuschaffen. Vom Herrenreiter zum Herrenfahrer.

    Was waren das 1900 in Frankfurt für Autos, ist das bekannt?

  2. Interessante Geschichte von dem ersten Daimler Laden in Frankfurt. Inzwischen habe ich sie auch an anderer Stelle über Google gefunden. Weiß man, in welcher Straße dieses Geschäft war?

  3. Phantastische Fotos. Es wäre toll, wenn Sie die Bildreihen erweitern würden.

  4. Als Rödelheimer der 4. Generation sammele ich seit Jahren jedes Fitzelchen, was ich über Rödelheim schnappen kann. Deshalb hat mich das Foto von 1936 von Coca Cola Kerber gestern Abend beinahe umgehauen. Von dessen Existenz hatte ich bis heute nicht mal etwas gehört. DANKE.

  5. Zu “Mercedes in Frankfurt” wrde ich bald eine extra Themenseite vorstellen.

    Nicht das ich ungedudig bin, aber wann ist es soweit?

  6. Vielleicht hätte ich nur mal früher “Automobil” und “Frankfurt Main” bei Suchen verknüpfen müssen. Ich freue mich über den Scheunenfund Ihres “Rückspiegel” im Internet, für den ich bis Mittag am Bildshiorm gesessen habe um ihn anzuschauen. Danke.

  7. Über kein Gut wurde seit 1900 in Deutschland so viel geschrieben wie über Automobile und über Frankfurt sind in den letzten 100 Jahren hunderte von Büchlein erschienen. Sucht man jedoch etwas über die Entwicklung und Geschichte des Automobils in Frankfurt, gibt es von den Berichten über die Automobilaustellungen abgesehen, kaum etwas. Deshalb mein ganz großer dank für diese Webseite und die beeindruckenden Fotos.

  8. Zu “Heinz Brendel”. Als kleiner Junge im “Kamerun” hätte ich mir früher nie geträumt, daß ein solcher bekannter Rennfahrer bei mir um die Ecke wohnt.

  9. Pingo,

    ich habe zufällig dieser Tage mit Peter Saturski, dessen Autohaus schon seit Ende der 40er Jahre existiert und der die Kfz-Werkstatt des Vaters von Heinz Brendel, die an der Galluswarte war, kennen müsste, über Heinz Brendel gesprochen. Er kennt ihn garnicht.

    Helga Roos scheint viel Werbung im Gallusviertel für das MB zu machen.

    .

  10. Wenn Sie neben der Tankstelle gewohnt haben, kennen Sie auch “Walter”. Ich habe dort über 25 Jahre lang mein Taxi getankt und reparieren lassen. Als Geschichtsinteressierter haben mich die Fotos der Hellerhof – Garagen echt umgehauen. Könnte ich ein paar davon etwas größer haben?

  11. Das ist schon eine mehr als nur mal so nebenbei zusammengestellte Seite über die Motorisierung unser beider Heimatstadt. Großes Kompliement.

  12. Pingback: Untergang des Frankfurter Westviertel | MotorBlöckchen

  13. Herr Kupfer, ich bin gestern beim goggeln auf Ihre hochinteressante und lehrreiche Webseite gestoßen. Ganz große Klasse. Dankeschön.

  14. Pingback: NAG und die Schattenseite des Cabriolets | MotorBlöckchen

  15. Ich schließe mich dem vorherigen Kommentar an. Die Idee, die Motorisierung meiner Heimatstadt aufzuzeigen ist großartig. Mehr davon.

  16. Meine Familie hatte bis Ende der 60 er Jahre eine Spedition in der Solmsstraße. Jetzt im reifen Alter habe ich angefangen mich für die Historie zu interessieren. Beim Stichwort “Westviertel” und “Gallus” bin ich auf diese Webseiten und auch die vielen Links gestoßen. Sie sind ja der reine Wahnsinn. Ganz großen Dank dafür.

  17. Heinz Abel…

    so trifft man sich wieder. Und Sie waren mit “Hubi” eng befreundet, dem GF in den 70ern von Franz Kahl Baumaschinen in der Morsestraße!?

    Den Rest besprechen wir intern, gelle, Heinzi?

  18. Hallo,
    die Webseite gefällt mir gut, ich weis wie viel arbeit die Recherche macht, da ich die Geschichte der Firma Kalinowski & Co GmbH Frankfurt (Kruck-Werke Frankfurt) recherchiere.
    Grüße Jürgen

  19. Sehr schön, Jürgen.

    Ich kenne die Arbeit, denn ich habe zwei Jahre lang, immer mal wieder zwischendrin, recherchiert, um bspw. nur an ein paar Unterlagen und Fotos vom Autodienst Dr. Hermani Ffm – Eckenheim zu gelangen, einen der ältesten Mercedes-Benz Vertragshändler Deutschlands, der schon in den 80er Jahren schloss und wo heute BMW-Euler drin ist.

    Die Fotos, wo Kaufhausbesitzer Alois Ammerschläger den ersten in Frankfurt verkauften / zugelassenen 300 SL Flügeltürer ausgeliefert bekam (einen der ersten 50 gebauten), habe ich schon…

    Lass mal was hören, wenn Du weiter bist.

    LG, Delef

  20. Toll, toll, toll. Ich habe zwar nie geglaubt, daß Stuttgart der automobile Nabel der Welt war, aber die Bedeutung meiner Heimatstadt war mir so nie bewusst. Großes Dankeschön.

  21. Das Geschäft der Ines Folville (Steiger) lag in der Neuen Mainzer No. 18.

    Auf HighRes Fotos die mir http://www.steiger-burgrieden.de zu Verfügung gestellt hat, sind einige Firmenschilder zu erkennen, darunter sind J. Thomsen, Union Garage, Rompel und Hinkel & Sohn. Alle diese Personen bzw. Firmen sind 1941 im Frankfurter “Adreßbuch mit Umgebung” noch dort aufgeführt.

  22. Ich lebe zwar seit 1985 in Hamburg, bin und bleibe aber ein eschder Frankfodder. Eine richtig tolle Seite.

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