2. Leidenschaftliche Affären…

besonders für das Roadsterfahren und sich den Wind um die Nase blasen lassen, beginnen meist früh. In meinem Fall 1951 mit 11 Monaten.

Und sie setzen sich fort…

1953 Dreirad - Eschersheimer Landstr. 110

besonders dann, wenn man in der Stadt am Main geboren wurde und als 5-Jähriger in das Westviertel der Stadt, das “Frankfurter Gallus”, in eine der ersten Neubauwohnungen umgezogen ist. Dort, nur wenige hundert Meter von den legendären ADLER – Werken entfernt, wo nebenan der berühmte Karossier Dörr & Schreck seine MAYBACH Stromlinienkarosserien für die besseren Bürger formte, wo TATRA seine Deutschen Autos und Alfred Teves u. a. die ersten hydraulischen Bremsanlagen baute.

Ob das allerdings damals schon Leidenschaft war, kann man bezweifeln, denn dieses Stoßstangenmotiv wurde früher wohl öfters von Eltern gewählt  um den “Neuen” stolz ins Bild zu rücken…

Und mittten in der Wirtschaftswunderzeit – 1955 – der erste Benz – ein 180er Ponton, was mich gleich etwas freundlicher als die Jahre davor, in die Kamera blicken ließ…

mit dem die Familie 1956 den ersten Italien-Urlaub gen Rimini machte… 4 Erwachsene, 2 goldische Mainbuben aus dem Westviertel und ohne Dachgepäckträger Gepäck für 2 Wochen, kaum zu glauben…

Überhaupt waren wir damals viel unterwegs… an Wochenenden bevorzugt im nahen Taunus, wo man die fürs Wochenende gewienerten Benze wie hier 1957 fotographierte… “mein Auto… mein Filius… mein…”

1960… erfüllte sich Papa einen Traum… bei Dr. Vogler wurde ein 220 S, hellgrünmetallic, cremefarbene Ledersitze und mit Stoffschiebedach, gekauft. Das schönste Auto, an das ich mich aus meiner Jugendzeit zurückerinnern kann und von dem es leider nur dieses einzige Foto gibt…

Mein Papa fuhr damals als selbständiger Handelsvertreter u.a. für die Firma Beissbarth, pro Jahr gut und gerne seine 80.000 Kilometer, um Autowerkstätten die ersten damals noch mechanischen Radauswuchtmaschinen, Reifenmontagegeräte, Werkzeuge und andere Werkstatteinrichtungen, die es in Deutschland nach dem Krieg wieder gab, zu verkaufen.

Von unserem Wohnzimmerfenster aus konnte ich auf das Messegelände schauen, wo seit April 1951 die erste Automobil-ausstellung nach dem Krieg veranstaltet wurde.

1953 Automobilausstellung Park - Plan - Ausschnitte 1951 IAA Postkarte VW

muss so um 1962 rum gewesen sein… Papas Fuhrpark wuchs…

1960 er

Hier ist etwas mehr von der schwarzen ‘Heckflosse’ 220 SE zu sehen…

1962-Firmen-Fuhrpark...

danach war ich noch einige Jahre nur Beifahrer, nur und ich betone nur, in Autos mit Sternen auf den Radkappen… eines der schönsten war die 220SE Heckflosse… damals schon im eleganten schwarz und dem Kauf-Kennzeichen F – AK 9…

…an der ich 1963 bei der Rückreise von Italien, auf dem Parkplatz eines Motels in Bellinzona, meine ersten Schraubererfahrungen machen musste…

1964… “Dort wo die Glocken klingen hell, in diesem Tal liegt Bayrisch Zell”…

1964 Bayrisch Zell

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Meinen Gesichtsausdruck heute deutend, hielt sich meine Begeisterung für altes Blech auf 4 Rädern 1964… damals beim Mai-Auflug nach Luxemburg… noch in Grenzen…

1964 05.01 Luxemburg

 

1968… nach dem ich beim ersten Versuch, 3 Wochen vor dem 18., am 01. Juli 1968 wegen allzu forschen Fahnbahnwechsels bei der “Praktischen” durchgefallen war und am 19.08.1968 endlich die graue Flebbe in den Händen hielt… Wrrrommm

1968 Mein Führerschein

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1968… inspiriert, nein paralysiert von einem Fiat Abarth 1000 TC und der Vorgabe des Scheefs, für den “Ersten” nur ein Budget von 1.000 Mark zu erhalten, war der 600er Jagst meine erste Wahl.  Da ich vom Tag an, als ich das erste mal den Zündschlüssel herumdrehte und vom Hof fuhr, in jeder freien Minute die Hände am lenkrad hatte, gibts leider auch kein Foto von damals. Ein Ersatz-Foto, 2009 auf der IAA in Frankfurt geschossen, tut’s zur Erinnerung auch…

2009 Retro 1968 Fiat Jagst

 

Ab 1969… offen… Top-Less… damals schon war ich den Autos erlegen… weil sie neben viel frischer Luft enorme Vorteile bei der Erhöhung der Decision-Rate weiblicher Passantinnen boten…

und das war mein erster “offener”… Fiat 850 Spider “Bertone”…

1969 Fiat Spider Bertone

Mit den Genen eines Handlungsreisenden im Blut, war 1972 erst mal mit “offen” Schluss, und ich musste auf Befehl von Oben den “Abgelegten” des Chefs, einen 280SE übernehmen, um einen Teil meines Studentendaseins mit zu finanzieren, was mir nach einiger Zeit in der Stadt der Blender und Show-Maker auf Grund damit verbundener Erhöhung gesellschaftlicher Akzeptanz und Sebstbewustseins, überhaupt keine Probleme bereitete… nur wenn ich gelegentlich an den Abenden beim SDS an der Uni teilnahm, parkte ich das Auto drei Straßen weiter…

1972 280SE - klein

1974… Spinat mit Ei sagten Freunde damals monatelang… einmal mit dem TR6, mit offenem Doppelauspuff, mit dem ich die italienische Riviera rund um unser Ferienhaus in Marina di Andorra unsicher machte… daneben der damals neue VW-Porsche, einer von nur einer Handvoll, die jemals in Condagrün von Porsche ausgelieferten Autos… mit dem ich mit dem besten Freund meines Lebens so etliche Kilometer durch die Lande düste…

1974 VW-Porsche 914 - Oliver 1-500

und von dem mich nach 14 Monaten, auf einem Parkplatz in Kampen, ein total “Nasser” mit Neupreis + Flugticket nach Hause in “bar auf die Tatze”, befreite…

1974 VW - Porsche

1974tr6und9146ge3

1974… nach der Devise “man kauft sich Autos die man nicht gebrauchen kann, um damit Leute zu ärgern, die man nicht leiden kann”… aber auch weil man ja standesgemäß zum Pokalendspiel nach Hannover fahren wollte, ein 911S… bei dem das C – Netz Telefon so viel kostete, wie damals ein Kleinwagen, der aber dann mit der Ölkrise, autofreien Sonntagen und nichts mehr mit Easy-Money, ganz schnell wieder verkauft wurde…

1976 Posche 911S Hamburg

1975… nach dem Porsche…ein schwerer Ausrutscher, dem Irrtum unterlegen, der 320i wäre ein Remake des früheren 2002 ti, lies ich mir dieses Bücherregal auf Rädern aufdrücken… Dank süddeutschem Pfusch, zweimal neuer Motor und einmal neue Vorderachse, wurde ich die Kiste nach 11 Monaten per Wandlung ohne große Verluste los…

1976 BMW 320i

 

1976… wurde dann der 450SE vom Scheef Papa weitergefahren…

1975 450SE papa Velden_800x800_300KB

bei einer Fahrt zum Bühnenball nach Erfurt wäre der 450er vom Scheef Papa um ein Haar in Volkseigentum der DDR übergegangen, wenn die Schupos damals gemerkt hätten, dass ich nur 60,00 Mark Pflichtumtausch gemacht hatte, aber den Strafzettel mit 145,00 Ostmark bezahlte und nicht die letzten 5,00 Mark noch in “West-Mark” hätte zahlen dürfen…

1976 Strafzettel DDR Erfurt_800x800_400KB

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1978… machte ichden zweiten Versuch mit BMW “Bring Mich Werkstatt”… der dann tatsächlich gut ging. Mein 528i, ein damals wahres Geschoss fuhr mich in 3 Jahren fast 250.000 Kilometer durch Deutsche Lande…

1978 BMW 528i... F DK 77

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1986… kam der Paradigmenwechsel… meine Copilotin und ich hatte uns zwei Jahre zuvor gefunden… Victoria-Lisa war dazugekommen und als Zeichen der Kontinuität wurde ein Stern angeschafft… der erste 190E von AMG in Frankfurt… black/black und verdammt tief…

1987 190E AMG_800x800_100KB

 

1990… hatte mich Daimler Benz mit dem Leasing Vertrag und dem vereinbarten Kauf zum Restkaufwert so über den Tisch gezogen, dass ich sagte niemehr… und es kam ein 240 PS starker 530i “Schnitzer” vors Haus…

1990.BMW 530i Schnitzer

1992… kam als Zweitwagen der Cherokee hinzu. Er wurde das Mutterschiff für die Urlaube, mit ihm führte ich zwei Büroumzüge durch, kurzum, er war mein Lieblingsauto.

1992 Jeep Cherokee_800x800_100KB

ab hier gehen mir zunächst mal die Bilder aus, es werden demnächst aber noch ein paar hübsche Schlitten eingefügt…

2004… war es dann so weit. Wir schafften uns eine Mercedes-Benz 280SL ‘Pagode’ Bj. 1970 an…

CONVAR7671

…und hier ist erst mal Schluss, der Blog wird demnächst mal fortgeschrieben, versprochen.

Verwandtes Thema: “Mensch Kind, vergess doch Mensch ärge dich nicht”

 

39 Gedanken zu “2. Leidenschaftliche Affären…

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  3. Ich fass es nicht, einer aus der unterprivilegierten Himmelsrichtung dem wilden Westen, dem wilden Kamerun.

    Ich lebe nun schon 22 Jahre nicht mehr dort und mir ist klar, dass das Gallus meiner Kindheit, spätestens dann, wenn dieser Europa-Viertel Retortenstadtteil dort hochgezogen wird, vollkommen anders sein wird, als ich es kannte. Dein “Westviertel” Beitrag ist klasse. Dörr&Schreck kenne ich auch noch. Das Gallus war natürlich immer besser als sein Ruf. Ich kann mir gut vorstellen, dass das auch heute noch so ist. Leider gibts im Internet viel zu wenig Fotos davon. Hast Du noch welche?

    Gruß aus Köln
    Michael M.

  4. Michael,

    die Kölner Strasse, wo ich aufwuchs, war noch kein Kamerun. Das richtige Kamerun waren die großen Wohnblocks im Bereich Wallauer Str. / Wörsdorfer Str. / Mammolshainer und vor allem Anspacher Straße. Da hatten selbst wir in den 60ern manchmal Meure, bei Tag mit dem Fahrrad durchzufahren. Heute ist das alles sehr schön modernisiert, durch die Werbeagenturen in der Kleyerstraße / Schmidtstraße hat sich hier eine echte Szene gebildet.

    .

  5. Ich habe meine Fotos während dem Studium in meiner kleinen Bude so oft hin und her geräumt, dass sie irgend wann mal weg waren. Das sind doch mal Erinnerungen vom Feinsten, von einigen Kommilitoninnen mal abgesehen. Aber Du hattest die 666 ja wohl auch nicht zufällig auf dem Nummernschild des silbernenen BMW.

    Was hat eigentlich die Pagode genau für eine Farbe, ist das dunkelrot?

  6. Die “666” auf Nummernschildern gilt nicht selten als wechselseitiges Erkennungszeichen von Satanisten. Und selbige wissen natürlich, dass es keine Zufälle gibt… ;-)

  7. Hallo Herr Kupfer,
    lesen und genießen. Ich lese jetzt seit 3 Monaten immer mal hier rein. Die meisten Beiträge sind klasse. Mal was anderes, als die massenkompatiblen Foren und Blogs.
    Ende Mai kriegen Sie von mir ein paar Fotos und einen Kurzbericht von der Mille Miglia, die wir dieses Jahr mal begleiten.
    Weiter so.

    Hans-Martin K.

  8. Detlef,
    es freut mich natürlich auch, dass der “entmotorte Zustand” beendet ist. Ich wünsche Euch beiden, das Ihr die Sache möglichst schadlos für Euch zu Ende bringt und dem handwerkslosen Gesellen das Handwerk gelegt wird.
    Ein ganz besonderes Kompliment für diese Seite. Das sind Erinnerungen die Dir keiner mehr nimmt. Klasse gemacht.
    Hans

  9. Detlef, auch ich lese jetzt seit Monaten hier mit und muß mal eppes loswerden: Ein ganz besonderes Kompliment für diese Seite. Ich habe angefangen, die vielen Fotos meiner früheren fahrbaren Untersätze zu sortieren, um sie wenigstens mal in unsere private Familienseite einzubauen
    Werner

  10. Pingback: Dunkelrotstichhaben

  11. Ich hoffe doch, dass Du als noch älteres Baujahr, bei einer Kurzbewertung eine insgesamt bessere Zustandsnote erhalten würdest, als der etwas sehr lädiert aussehende und ansonsten wunderschöne 170 S.

    Klasse gemacht die Seite.

    Horst

  12. Pingback: Gegendarstellung: Dr. Zetsche ist KEIN qualifizierter Automobilmanager

  13. Ich habe die Seite über Deine “netten” Geburtstagswünsche für Zetsche erst gefunden. Klasse gemacht und eine Anregung zum Nachmachen.

    Marius

  14. Kompliment. Nicht für die schönen Autos, sondern für Victoria – Lisa. Habe bei Stayfriends das Foto von ihr und Dir gesehen. Vor 40 Jahren hätte ich Dich sofort mit “hallo Schwiegerpapa” begrüßen wollen.

    Da hast Du ja eine echt tolle Webseite auf die Füße gestellt.

    Dein Schulfreund, Schmidti

  15. Wie kommts, dass Du auf dem 450er eine KL Kaiserlauterner Nummer drauf hattest?

    Sehr schöne Idee mit den alten Autophotos.

  16. @ Pälzer… :-),

    mein Papa kaufte viele Jahre seine Benze bei der Torpedo-Garage. Damit die bei einem Verkauf in fremde Gebiete nicht ihre Provision verloren, musste so ein Benz mind. 1 Jahr in KL angemeldet sein.

    Wer die hübsche Dame am Auto ist oder woher sie stammte, verrate ich Dir aber garantiert NICHT (nur für den Fall, dass das jetzt auch noch jemand beschäftigt)

    :-)

  17. Der Beitrags – Titel hat einen doppelten Sinn. War mir noch garnicht aufgefallen. :-)

  18. Hi Detlef,
    hab von Norbert aus Stayfriends den Tip mit Deiner Seite bekommen. Ganz ganz schön. Besonders das Bildchen von Deinem giftgrünen Porsche und Deinem Hushpuppy.
    Lass Dich doch endlich mal wieder sehen.
    Jochen

  19. Oh, neue Fotos. Der 220er mit dem heute ganz seltenen Faltdach (wegen der Rostanfälligkeit), spitze. Den Wauwau aus dem Beifahrerfenster blicken lassen war wohl damals Deine Masche, zu ‘baggern’?

    Ich wünsch Dir was,
    Michael

  20. Ich halte grade ein Foto mit einem 25-jährigen jungen Mann in der Hand, recht schlank und mit langen dunklen Haaren, einen 8 Monate alten Säugling im Arm. Den peinlichen auf Rallye bemalten Kadett sollte man eigentlich besser verschweigen. Ich habs heute kaum geglaubt, dass ich selber vor 31 Jahren dieser junge Mann gewesen bin. Mein Erinnerungsvermögen ist eigentlich ausgezeichnet. Aber ohne das Foto hier, wo Herr Kupfer 1986 mit seinem Töchterchen auf dem Arm vor seinem schwarzen MB steht, hätte ich sicherlich diese Momentaufnahme mit meinem Neffen auf dem Arm völlig vergessen. Feiertage und Blütenstauballergie sind eine klasse Gelegenheit, am PC in Blogs herumzustöbern, sich plötzlich an ähnliche, eigene Erlebnisse zu erinnern und nach 1 Stunde Suche auf dem Dachboden ein herrliches Foto mit dem Neffen gefunden zu haben.

    Leidenschaftliche Affären… ein ganz toller Beitrag.

  21. Kompliment, Detlef. Wenn ich mir das Passfoto auf dem Führerschein und das Foto unter Willkommen anschaue, hast Du Dich – obenherum – seit damals kaum verändert.

    Das mit der Trennung von Eurem tollen Roadster würd ich mir noch mal gut überlegen.

  22. 1964, da warst Du doch 14 Lenze alt und da bist Du mit Fliege rumgelaufen? :-)

  23. Hallo Detlef,

    “StayFriend” Wolfgang meldet sich mal, nachdem Du dort zwar ein uraltes Foto drin hast auf dem ich mit drauf bin, Du aber im SF nicht reagierst. Dein Motorblöckchen ist toll, superaffeng…

    Die Geschichte, wo Du mit Deinem ersten, dem Fiat 600 am zweiten Tag nach dem Du den Führerschein hattest, in der Idsteiner mit dem rechten Hinterrad an den Bürgersteig gedozzt bist, lese ich nirgends :-)

    Ich bin schon 1967 zuerst nach Kiel, später nach Hamburg umgezogen. Und trotzdem, einmal Kameruner, immer Kameruner.

    Melde Dich doch – bitte mal – siehe mein extra Email.

    Wolfgang R.

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  26. Mike,

    das war ein Fiat 600 Jagst, cremefarben. Ab dem Tag der Nachprüfung, nachdem ich den Führerschein in der Hand hielt, hatte ich in jeder freien Minute die Hände am Lenkrad und kein einziges Mal am Auslöser. Schade.

    .

  27. Hallo,
    da suche ich ein Foto von der Fressgass und lande auf ihrer HP.
    Sehr interessiert habe ich dann viel gelesen und je mehr ich las, desto sicherer wurde ich, dass wir uns kennen.

    Lange, sehr lange ist es her, als wir am Rebstockweiher gemeinsam mit anderen Hundefreunden spazieren gingen. Papa Alfred mit seinem Bassett war öfters dabei, und manchmal kam auch Detlef ;-)

    Danke für die Erinnerung an eine schöne Zeit.

    Herzliche Grüße von Karin mit dem schwarzen Königspudel

  28. Hey Karin,

    das freut mich riesig und macht mich – fast – sprachlos zugleich. Klaro, ich bin’s. Fast 40 Jahre… mich haut’s um.

    Habe grade mal auf die Schnelle das Album rausgeholt. Und schon habe ich wieder einige schöne Erinnerungen im Kopf und den Geruch von Oliver in der Nase, wenn er nass aus dem Rebstockweiher kam. War Dein schwarzer Köigspudel eine Pudeldame.. und hieß sie Anja oder so ähnklich..?

    Egal, ich habe Dir eine E-Mail geschickt und würde mich echt riesig freuen, wenn Du mal antwortest.

    Detlef :-)

  29. Toll. Ich hab gestern Abend gleich mal meine ganzen Alben durchgestöbert und alte Autobilder gesucht.

  30. ” 1968… inspiriert, nein paralysiert von einem Fiat Abarth 1000 TC und der Vorgabe des Scheefs, für den “Ersten” nur ein Budget von 1.000 Mark zu erhalten, war der 600er Jagst meine erste Wahl…”

    …auch inspiriert von den Abarth’s (man beachte den damals begehrten Abarth-Aufkleber und die hochgestellte Haube :-)) und mit einem bereitgestellten Budget von 800,- DM stand dieser 600er Jagst ab 1967 (pünktlich mit dem Führerschein mit 18 Jahren) in der Schneidhainerstraße.
    Zum Schrauben und für die Driftübungen gab es ja damals noch das hierfür bestens geeignete Rebstockgelände.

    Grüße Wolfgang

  31. Hei Wolfgang.

    Nett von Dir.

    “Rebstock”… da müsstest Du auch einen Mann kennen, mit einem was damals so möglich war, mit Sauer – Vergasern bis ans Limit getunten Käfer. Er wohnte bei mir um die Ecke in der Koblenzer Sraße und arbeitete so lange ich zurückdenken kann, als Lagerist bei VW – Gruber. Am Wochenende ließen er und ein paar andere aus dem Kamerun es auf besagter Fläche (die ehemaligen Fundamente des Rebstock – Flughafengeböudes) richtig krachen. Die Straße entlang des Bahndamms und dann ab ADAC – Platz rund um den See, war die Rennstrecke…

    Ach ja, und nicht die Rallye – Haubensicheungen zu vergessen, einer der wenigen Dinge, die ich mir mit meinen 60 D-Mark Lehrlingslohn, in meinem Liebligsladen, bei Schrecklinger im Nordend, kaufen konnte.

    .

  32. Hallo Detlef,
    Gruber ist klar – gibt es ja wohl heute noch – und war der Lieferant unseres ersten Familienkäfer “Fridolin” in froschgrün, bei dem die Gendarmerie stramm stand und salutierte, weil sie wohl dachten es sei was Offizielles.
    Die “Wilden” am Rebstock sind mir und meinem damaligen Freund schon aufgefallen, waren aber eine andere Liga, während wir im Keller einen “Abarth-Motor” bauten, mit Polieren der Ansaugwege, Bearbeiten und Abwiegen der Kipphebel und Erleichtern was so ging.
    Der Probelauf nachts um 22.00 Uhr im Keller war dann auch für die Mitbewohner ein besonderes Erlebnis.
    Schrecklinger im Nordend ist mir ein Begriff, unser Laden war aber der Schuwerack in der Braubachstraße, wo wir auch den Halda und die Cibie für die Nachtorientierungsfahrten bei Langenselbold, Niederdorfelden usw. erstanden hatten.
    Schuwerack – lange bevor Fischlein und Co. – ist mir bis heute ein Rätsel!
    Ich habe dort vor ein paar Jahren das letzte mal ein paar Scheibenwischer für meinen 993 gekauft und war perplex von der gleichen Frau bedient zu werden, die mir schon Ende der 60er Jahre mit meinem 600er Fiat behilflich sein konnte.
    Ich denke, ich werde die Tage wieder mal dort hingehen und sie einfach fragen.

    Hier nochmal der Versuch das Bild meines ersten noch unverbauten Fiat 600 auf dem Rebstockgelände zu verlinken.

    elferclassic.de/bilder/fiat 600.jpg

    Grüße und schöne Tage

  33. Mutti hat mir erzählt, daß Du sie in unserem alten Laden auf der Mainzer besucht hast. Das nächste Mal rufst Du aber mal vorher an. Deine ganzen Fotos u.s.w. über unser “WEstviertel” sind einfach spitze.
    Frohe Weihnachten Dir und Deiner Familie.

  34. Man kriegt ganz schön was zusammen, wenn man sich einmal die Arbeit macht. Schöner Beitrag.

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