Bedauernswertes, gelfrisiertes Lumpenproletriat II

Uckermann Daniel Fuhrpark Rottach Egern

Es gibt natürlich keine Ratgeber für Dummies und gelfrisiertes Lumpenproletariat für Kapitalanlagebetrug, kein „wie trete ich dem Hascherl die Tür ein und sehe zu, wie ich seine Spargroschen in meine Taschen bekomme“ und Tips, „Der perfekte Betrug, mit ein paar hundert Millionen Beute unentdeckt und straffrei davonkommen“.

Gemeinhin ist man dann, wenn man geschnappt wird, stets gut beraten, beim Strafverteidiger nicht sparen zu wollen, denn einer muss ja die Staatsanwälte und Richter mit der Geschichte vom 5-jährigen Sohn, der seinen “bei Wasser und Brot” “einsitzenden” Papi wiedersehen will, erweichen.

Hier bei uns nun, im Staatskonzern Deutschland, liegen die Dinge natürlich etwas anders. Grade haben 8 Millionen Deutschland – Gesellschafter, altmodische so wie ich, die Bereitschaft des neuen Deutschland – Managements erfahren, solche für uns ungewöhnlichen Wege – umgangssprachlich gelegentlich noch “Lug und Betrug” genannt – zu beschreiten. Tja, da sind heute richtige Draufgänger am Werk, zu denen man aufblicken kann, die lassen die Kugeln rollen, fünf grade sein, die riskieren was:

Denn, so deren Devise in klassischer neoliberaler Manier, wenn es gut gegangen ist, fragt hinterher keiner nach den krummen Wegen, die man gehen musste. Und wenn es schief geht – ist man im Gegensatz zum kleinen Graukapitalmarktbetrüger in der komfortablen Lage, nicht den Staatsanwalt fürchten zu müssen, sondern Dank guter Freunde_innen selbst die Legislative zu sein. Wo ja sogar der amtierende Finanzminister einschlägige Erfahrung mit Geldern hat, die einem einfach so ins Büro gebracht werden.

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Da tut mir der amtierende Meister der GT4-Rennklasse, Daniel Uckermann, der wohl mitsamt 100 Millionen, Frau und Kind und Kegel die Fliege gemacht hat, irgend wie sogar ein bißchen leid.

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[Foto: “Der schnelle Daniel flieht vor seinen Kunden…” ]

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Unniveauvoller Abgang und Graf Faber Castell.

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So eine VIP – Karte für die Classic Days in Schloss Dyck weiss man ein paar Wochen danach erst richtig zu schätzen, auch wenn man wegen arger Rückenproblemen leider nicht dabei sein konnte, wenn Post aus der Oldtimer – Szene im E-Mail ist: Graf Faber Castell gab sich einmal mehr nicht die Ehre. Same procedure than 2014.

Und dabei hatte noch vor ein paar Monaten alles so PRrollig toll geklungen:

“Am 05. und 06. September 2015 erstrahlt ein neuer Stern am Himmel über der regionalen Young- und Oldtimerszene. Der MEILENSTEIN und Graf von Faber Castell geben sich die Ehre und präsentieren auf Gut Wolfgangshof das fränkische Klassikerfestival „Noris Classic Days“. Freuen Sie sich auf ein sinnliches Rendezvous, auf eine Verbindung von Oldtimerleidenschaft mit stilvollem Ambiente. Und das vor malerischer Kulisse, im einzigartigen Rahmen eines unvergesslichen Events.”

So aus nördlicherer Sicht, aus der Stadt, wo 1848 das Ende des Adels und Patriziertums eingeläutet wurde, seiner Aufrichtigkeit und seiner traditionellen Skepsis gegenüber Veranstaltungen mit Blaublütigen als Testimonials, erscheint nicht nur die schlechte Kopie der Classic Days Schloss Dyck von Wolfgang Apel als das Grossmaul bayerischer Anscheiner und Schwanzeinzieher, und des Grafen Gut Wolfgangshof als Schlund bayerischen Vomitoriums.

P.S. Da kann man nur hoffen, dass das Abzockmodell ‘Targa Florio’ sich hier nicht wiederholt und “Ranzens17″ nicht auf Hochstapler reingefallen ist.

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Zweimal gemeinsam an die Wand fahren verbindet.

15.06.19 PKW-Maut - 2

Joa, Soakrament, hoaßt es schoa wiader: Oans, zwoa, g’suffa Andi..? Der Dobrindt und der Scheuer – Andi sind jedenfalls schuld daran, dass die ressentimentgeladene Dummheit der ganzen CSU jetzt aktenkundig ist. Dobrindt wurde noch schneller ausgezählt, als sein Vorgänger Ramsauer, dem ein damals noch in Amt und Würden ADAC – Präsi Meyer totale Unfähigkeit bescheinigte

Joa, so soans, der Verkehrsminister und der ‘CSU – General’ sind zwei der wenigen die es mühelos schaffen, letzterer nicht erst seit er Seite an Seite im Parlamentskreis Automobiles Kulturgut neben Martin Halder saß, ihre eigenen, platten Altpapier – Parolen intellektuell selbst zu unterbieten.

Nun stehen die beiden Rindviecher mutterseelenallein auf einer Wildbad Kreuther Alm herum und der Rest der schwarzen Herde will natürlich nie dicht an dicht an ihrer Seite gestanden sein: “Muat?” … “Doofbrindt? … “Scheuer? Dös soagt uns fei goar nix…!

 

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Nebbich (2) – IAK Initiative Automobiles Kulturgut

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Dieser Beitrag ist die Fortsetzung von hier... ach ja, und vor allem von hier…

Erinnert sich noch jemand an Ruprecht Scholz den früheren Verteidigungsminister, der heute wieder als Rechtsanwalt tätig ist? Dem schrub nämlich 2012 der BGH ins Stammbuch, dass Prominente nicht nur dann haften, wenn sie (für ein meist nicht unbescheidenes Handgeld) für eine fehlgeschlagene Kapitalanlage mit ihrer „besonderen Fachkunde“ geworben haben. Die “Prospekthaftung im engeren Sinne” trifft längst nicht mehr nur die Gründer, Initiatoren und Gestalter einer Fondsgesellschaft, sondern auch “Hintermänner” und solche Personen, die in der Werbung um Investoren ein besonderes Vertrauen in ihre Kompetenz in Anspruch nehmen können.“

Warum ich das schreibe?

Carsten Müller, der frisch designierte Präsident der IAK Initiative Automobiles Kulturgut e.V. ist wie Ruprecht Scholz auch Rechtsanwalt und sollte Sachverstand für sich in Anspruch nehmen. Er  geht nämlich grade für die IAK e.V. haussieren. Nicht etwa als Minister i.R. und auch nicht mit der Michelin – Spardose in der Hand (oben Foto) sondern als aktives Mitglied des Bundestags, von seinem Berliner Bundestags – Abgeordnetenbüro aus (Abschrift) und wie ich finde hirnbefreit  eindruckschindend unter Verwendung seiner persönlichen Bundestags – Koordinaten nebst Telefonnummern und Bundestags – E-Mail – Adresse.

Habt Ihr grade “häää?” gedacht, “die IAK ist doch keine Kapitalanlage?” Vollkommene richtige Reaktion. Es gibt zwar Fälle, da ist es toll, wenn wir aus den falschen Gründen das Richtige tun, zum Beispiel beim Spenden. Nur, auch das Spendensammeln willmuss gelernt sein…

“…Sowohl der ehrenamtlich als auch der hauptamtlich, gegen Entgelt tätige Vereinsvorstand haften persönlich gegenüber dem Verein oder Dritten für Schäden, die durch eine fahrlässig begangene Pflichtverletzung bei der Ausübung ihrer Vorstandstätigkeit entsteht” …. “Gegenüber Außenstehenden (dazu zählen etwa das Finanzamt, Kunden, Förderer) kann der Vorstand mit seinem Privatvermögen haften, wenn ein Organisationsmangel zu einem Schaden führt.” …. “Die Haftung für leichte Fahrlässigkeit kann im Innenverhältnis – nicht gegenüber Außenstehenden! – durch eine Regelung in der Satzung ausgeschlossen werden” …..”Weiter ist zu denken an die Ausstellung falscher Spenden- bescheinigungen oder der Fehlverwendung von zweckgebundenen Fördergeldern.” …. “Innenhaftung: Der Vorstand ist verpflichtet, die Vereinsziele, wie sie in der Satzung festgelegt sind, zu verfolgen und die Organisation des Vereins an diesen Zielen auszurichten…”

Statt IAK hätte IKA wohl besser gepasst. Initiative keine Ahnung e.V. Aber weil ich bekanntermaßen der liebe, gute Deddi bin und ich helfe wo ich kann, habe ich mir tagelang die Finger wund getippt und für jeden Halbwissenden erkennbar die Redaktion Motorblöckchen.de – Rechtsanwalt und MdB Carsten Müller am 03.04.2015 per E-Mail ein paar Fragen geschickt. Vor allem wollte ich vom Präsi höchstpersönlich, die angeblich fix und fertigen Statuten zu Gesicht bekommen. Und weil ja auch der IAK – Antrag auf Fördermitgliedschaft an die c/o Complan geschickt werden muss, ja ganz recht, genau DIE Firma Complan, wo – rein zufällig – Martin Halder’s Ehefrau, Nicole Halder – Hass, erst im Januar eingetreten ist und vielleicht ja auch den Briefkasten leert, wollte ich mangels Pflichtangaben auf dem Antragsformular, wie Angaben über haftende Vereinsorgane, Bankverbindung etc. p. p., mal etwas genauer wissen, wer bspw. Begünstigter der Bankeinzugsermächtigung ist?…

Antwort wie erwartet von Carsten Müller am 07.04.2015 nach der Methode “unter FAZ antworte ich nicht” mal so richtig von oben herunter:

“…ich freue mich über Ihr Interesse am IAK Initiative Automobiles Kulturgut e.V. Sofern es sich bei Ihrer Mail um eine Presseanfrage handelt, was aus Ihrer Signatur nicht ersichtlich ist, bitte ich um weitergehende Informationen zu der Publikation…”

Dafür dann am 15.04.2015 – gut getimet einen Tag vor der Pressekonferrenz auf der TC – aber doch noch ein E – Mail vom MdB höchstpersönlich mit den beantworteten Fragen. Beigefügte IAK – Satzung? Fehlanzeige. Wohl aus gutem Grund, aber dafür süffisant…

“…Sollten Sie auch die Arbeit des IAK finanziell unterstützen wollen, können Sie Ihre Spende gern auf dieses Konto überweisen. Eine Spendenquittung kann ausgestellt werden.”

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Da hatte mir Mario de Rosa schon längst ein Exemplar zugemailt, was meine schlimmsten Befürchtungen bezüglich fehlender Pflichtangaben, angefangen von der fehlenden Angabe der Verantwortlichkeit bis… ich spar’s mir, nur bestätigte…

die IAK – Satzung vom 19.02.2015

“Hör mir damit auf”, höre ich jetzt schon wieder einige sagen, “dass will alles keiner wissen, warum wir einer IAK spenden, das ist genau wie mit der Wurst, besser man weiß nicht, was alles drin ist, aber beim Spenden ist es meistens so, dass irgend einer das aus falschen Gründen gespendete Geld derartig dringend braucht, das es wurscht ist, für was er es bekommt”.

Na dann. Alles MüllerHalder oder was?

P.S. Bevor ich es vergesse: Jemand möge bitte auch dem Peter Schneider vom Deuvet Trost spenden, nicht dass der sich jetzt, wo er vom IAK Team Müller-Halder, nebst FIVA-Kaluza, ADAC.-Reichert und AVD so langsam endgültig abserviert wird, noch aus einem Kellerfenster stürzt…

Update 23.04.2015…

Gestern flatterte mir ein E – Mail vom ADAC, von Thomas Alber – Leiter Klassik Mitglieder und Clubbetreuung, Historischer Sport (KLC) – nebst Anhang des aktuellsten IAK – BettelbriefsSpendenaufrufs auf den Tisch.

Immerhin hat sich Carsten Müller meine konstruktiven Fragen zu Herzen genommen und seinem Spendenaufruf, man staune, zusammen mit seinen Präsi – Kollegen endlich auch mal unterschrieben, nein, jetzt ist sogar die bemängelte Bankverbindung mit angegeben.

“Der Verein ist selbstlos tätig und verfolgt gemeinnützige Ziele. Seine Organe wirken ehrenamtlich. Durch das formale, international abgestimmte und umfangreiche Verfahren der UNESCO zur Erlangung des Weltkulturerbestatus werden auch finanzielle Aufwendungen auf den Verein zukommen. Es gilt hier die nationalen und internationalen Gremien der UNESCO vom Wert des Automobilen Kulturerbes zu überzeugen und damit die Anerkennung zu erreichen. Hierzu sind umfangreiche Recherchemaßnahmen durchzuführen, Präsentationen und Vorträgen zu erstellen, Veranstaltungen, Aktivitäten und Schulungen zu konzipieren sowie die Vereinsarbeit umfassend zu präsentieren…”

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Zettelkasten 08.03.2015: Nanoflowcell “Bschiss”?

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Der Schweizer Sonny-Boy, Musiker, Physiker, Erfinder und selbsternannte Innovator Nunzio La Vecchia hat es nach 2009 gleich ein zweites mal geschafft, von A wie Auto – Bild bis Z, beinahe alle Motor – Redaktionen mit dem Ring durch die Nase durch die Manege zu ziehen und über sein neues, sensationelles Projekt und seinen furiosen Auftritt in Genf zu schreiben.

Wetten dass? Nicht ein einziges Mal dürften die Schreiber, die schon letztes Jahr über den “Quantensprung” schruben, vorher ihren Mors aus dem Sessel bewegt haben, und doch ist am Ende alles aufgeklärt.

“Die Wirklichkeit ist nicht ganz so schillernd. Laut «Zentralschweiz am Sonntag» hat L. seinen Doktor­titel gekauft, sein Wissen autodidaktisch erworben. Das Urteil des Zuger Obergerichts macht nun dem Tausendsassa einen Strich durch die Rechnung. Einen 44-Millionen-Strich! Ein Vermögen in dieser Höhe gehörte einer Handelshaus-Erbin († 89) von der Zürcher Goldküste. Die «ältere, reiche, alleinstehende und wohl liebesbedürftige Dame» («Zentralschweiz am Sonntag») lässt sich vom windigen Genie um den Finger wickeln. Zwei Monate später steigt die Dame bei seiner NLV Holding AG ein: Mit knapp 39 Millionen Franken, einem Grundstück in Ascona TI und einem Grundstück in Küsnacht ZH. Dafür erhält sie 25 der 100 Inhaberaktien. Sie sind quasi wertlos…”

Solche interessanten Hintergründe lassen sich mit etwas gutem Willen in fünf Minuten ganz leicht recherchieren, aber was lesen wir davon in einer Auto-Motor-Sport und den anderen ach so ‘automobilherstellerdevoten Mainstream-Auto-Medien’? Eben… es geht halt nur noch um möglichst viel Zeilen für möglichst wenig Geld. Das Publikum wird’s schon fressen… denken sie, vernagelt wie sie sind.

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BORGWARD “Phantom”

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Gastbeitrag vom Autosalon in Genf von Johannes Hübner

Der neue BORGWARD “Phantom”

Borgward ist wieder da, jubelte die Presse schon vor dem Salon, die haben sogar einen Stand in Genf und da stellen sie den neuen Borgward vor.

Gespannt eilte die positiv gestimmte internationale Journalistenschar am Dienstag, 3. März 2015, zur Pressekonferenz. Hinter einer Isabella Coupé liegt erwartungsheischend eine große Freifläche mit dem Rhombus, von der Decke baumeln Schilder „The return of BORGWARD“, doch schnell wird deutlich: das neue Modell wird wohl Phantom heißen!

Borgward_Genf2015

Man zeige in Genf noch kein Auto, heißt es, die Fläche bleibt leer! Das Auto komme erst in Frankfurt. Man habe aber in China eine große neue Fabrik, die derzeit Doppelkupplungsgetriebe herstelle, mit deren Erlös man die 100.000 geplanten Borgward finanzieren werde. Nur 100.000… Es sei auch genug Kapital für die nächsten 10 Jahre da. Und der Firmensitz werde in Stuttgart sein. Die Entwicklung und das Design natürlich auch in Deutschland. Wo sonst!

Die Bildschirme auf Ständern fordern zum „Discover the new Borgward“ auf, doch da kommt nix. Und plötzlich wird deutlich: 12 Tage lang wird eine leere Fläche auf pole-position mitten im renommierten Genfer Salon KEINEN neuen Borgward zeigen! Die Endzeitstimmung von 1961 kommt da perfekt rüber, fehlen eigentlich nur noch Broschüren für Investoren, die Geld wegwerfen möchten.

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Unglaublich: mit dem renommierten Namen Borgward haben irgendwelche großkotzigen Heuschrecken die Journalisten der Welt auf den Arm genommen! Und damit den guten Namen nach 24 Jahren nochmal so richtig in den Dreck getreten. Wer’s nicht glaubt, kann sich das PR-Desaster noch bis zum 15. März in Genf ansehen. „The return of BORGWARD“ heißt also BORGWARD im Rückwärtsgang!

Auf die Frage, warum man denn den teuren Auftritt in Genf mache, um NICHTS zu zeigen, antwortet man „Borgward habe seine wichtigen Premieren doch immer in Genf gehabt“. Frechheit. Oder nein, im Gegenteil: im Palexpo Geneve wartet bei BORGWARD doch das erste unsichtbare Geisterauto der Welt auf Harvey, Captain Spock und das Zurück in die Zukunft mit Michael Fox.

Der Messebauer sollte sich sein Geld holen, bevor der peinliche Auftritt auf dem Müllhaufen der Geschichte verschwindet.

Euer Johannes Hübner

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