Focus im halluzinatorischen Bereich

14.05.07 Über 50 Prozent Wertverlust

Grade titelte Uli Dönch vom Palast der Winde daher

“Wie fallende Preise Sparer und Hausbesitzer ruinieren…”

Statt dass endlich mal jemand den Psychiater zu Hilfe ruft, dürfen Rasende wie er mit wilden Halluzinationen die Kommentarspalten verfüllen. Immobilienpreis – Schweinebauchzyklen sind für ihn ein Mysterium, dass ein Quadratmeter Neubauwohnfläche Anfang der 70 er Jahre in Bestlage im Frankfurter Westend, für 800 D-Mark kaum an den Mann zu bringen war und heute 7 – 8.000 Euro kostet, davon hat Dönch keinen blassen Dunst.

Dass die von steigenden Mieten, Baupreisen und Baulandverknappung statt vergrämten, wohl eher entzückten Immobilienbesitzer, mitleidvoll auf die Käufer von Premium – Automobilen herabblicken, wie auf das arme Hascherl, der sich vor einem Jahr die neue S – Klasse andrehen ließ und heute einen realen 50 % p.a. – Verluste verzeichnet, hat der auf ganzseitige Anzeigen der Münchener Weiß-Blau-Automarke angewiesene Schreiberling, angesichts im Inland einbrechender Neuwagen- und inzwischen auch Gebrauchtwagenverkäufe, anzeigendemütig weggelassen. Und warum das so ist und rein garnichts mit Deflation zu tun hat, hätte ihm ein Blick in die eigene Postille erklärt.

Es gibt hoffnungsvollere Kompetenznachweise, sich uns als Vertreter von Wirtschaftsjournalismus zu präsentieren.

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Zettelkasten 03.04.2014: Das italienische Ende

2013.07.17 FFM 009

Italien…

“Mitte März kündigte der neue Ministerpräsident Matteo Renzi an, im Staatsapparat sieben Milliarden Euro einsparen zu wollen. Nun hat sich eine weitere Geldquelle aufgetan: der überdimensionierte Fuhrpark von Staat und Kommunen soll schnellstmöglich verkleinert werden…” “Von den rund 6.200 Fahrzeugen sollen 160 bei Ebay versteigert werden, wobei für fast jeden Geschmack, fast jeden Anlass etwas dabei sein könnte: Neben einfache Schlitten reihen sich elegante Limousinen und schnittige Sportwagen…” “Auf der Warteliste stehen unter anderem noch neun Maserati (Verteidigungsministerium), zwei Jaguar und drei Volkswagen Phaeton (Justizministerium) sowie einige Dutzend BMW (Innenministerium)…”

Der hier ist leider nicht dabei, der hier auch nicht.

Dafür sieht man bei den Fähnchenhändlern in Frankfurt plötzlich wieder Auto-Touris aus Italien, die ihre edlen 4-rädrigen Maranellopferdchen, Lambos und Maseratis, einige ihre hierzulande begehrten Autos aus Zuffenhausen und auch so manchen edlen Oldtimer, zu Schleuderpreisen feilbieten.

2013.07.17 FFM 013

Es ist nicht gerade die erste Qualität, was sie zumeist von Oberitalien aus, über den Brenner gefahren haben, viele Autos sind lange nicht gewartet und repariert, sind ungepflegt, nur auf die Schnelle mal hochpoliert worden und beschädigt, wie es nun einmal so ist, im Niedergang und der Guardia di Financia im Nacken.

Die ganz reichen Familien müssen noch nichts anderes als bspw. manche zu auffällige Riva Super-Aquarama auf der Techno Classica verkaufen, aber etwas weiter unten, in der Mitte, löst man, soweit möglich, den rollenden Besitz auf, und weil der Markt im Süden fehlt, kommt das jetzt zu uns, den 422 % Wertsteigerung – Naiven.

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Öchspertentum und so

1927 Autowerkstatt

“Der ZDK hat seinen für den 26. März angesetzten Oldtimer-Kongress auf der Techno-Classica in Essen kurzfristig abgesagt. Wegen “aktuell unbefriedigender Anmeldezahlen” wir die Veranstaltung um ein Jahr vertagt…”

Wird oben, wie vom Zentralverband des Kraftfahrzeug – Handwerks, zuviel auf die PR – Kacke gehauen und kommen unten mehr und mehr Akteure hinter die Verarscherei mit Oldtimer – Studien vom “14 – Milliarden Wirtschaftsfaktor” und Garagengold, geht der Beschiss prompt in die Hose…

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“Oh Lord won’t you buy me….

14.01.12 Wenn die Liebe zum Auto stirbt

…a Mercedes Benz”… vor allem keinen neuen GLA ab 29.304,00 Euro …. der 10 % Umsatzrendite zuliebe, natürlich pudelnackisch.

Würde man sämtliche share-holder-geilen und über den Tellerrand eines 31.12. hinaus zu schauen gar nicht mehr in der Lage, deutschen Automobilmanager, rausschmeissen und durch unternehmerisch denkende Strategen wie den früheren Renault-Chef Louis Schweitzer ersetzen, würde kein einziges deutsches Premiumauto in China weniger verkauft werden. Aber das Durchschnittsalter der Autokäufer wie der Autos in Deutschland würde sich merklich verjüngen.

“Nie sah ein Dacia mehr nach Lamborghini aus”   “Der Erfolg gibt ihr recht. Die Überraschung des Autojahres 2013 war kein BMW, kein Audi, Mercedes oder VW, es war Dacia, der rumänische Billigableger von Renault. Der Autobauer verzeichnete mit 21,1 Prozent den größten Absatzzuwachs aller Hersteller auf dem europäischen Markt…” “In einer Zeit, in der vermeintlich nur das Hoch- und Höherwertige – und entsprechend Kostspielige – Konjunktur und Perspektive hat, erschloss sich Dacia einen neuen Kundenstamm, und zwar jene, “die sich früher für einen fünf Jahre alten Gebrauchtwagen entschieden hätten…”    “Die Marke erhielt unlängst den Ritterschlag, als der britische Autopapst Jeremy Clarkson über das SUV-Modell Dacia Duster schwärmte: “Ein bisschen Politur – und man könnte ihn glatt für einen Range Rover halten….”

Endlich sagt’s mal auch jemand aus dem journalistischen Beritt so wie’s ist (auch wenn mir dieses schwarz-braune Junkerblatt so lieb ist, wie ein Furunkel am Wertesten). Ich kam mir ja schon vor, wie der Rufer in der Wüste.

Zum Artikel dazu von Wolfgang Büscher “Alte Eisen” geht’s hier…

Ach ja, und danke “Mario230″ für den Link.

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