Zettelkasten 26.05.2016; Car – Sharing 1936

1936 Fahrgemeinschaft

Ein alter Hut: Damals noch Fahrgemeinschaften genannt. Eine Gruppe von Arbeitnehmern, die in derselben Gegend wohnen und gemeinsam in nur einem Auto ins Büro, in die Fabrik oder Werkstatt und von dort wieder nach Hause fahren. Natürlich setzt trotzdem jeder… Grinssmilie… seine Kilometerpauschale von der Steuer ab.

 

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Neuzugänge für das Rückspiegel – Archiv

1950 er VW Konvolut 1

Ein goßes Tankeschön an den in der Oldtimer – Szene recht bekannten aber ungenannt bleiben wollenden Berliner mit Frankfurter Wurzeln, der nach hartem Fight gegen Zahnwälte die Hand am höchsten hatte…

1950 er VW Konvolut 2und  nicht mir, sondern dem Rückspiegel ein ganzes Konvolut Fotos gespendet hat.

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BORGWARD “Phantom”

Borgward_Geisterstand

Gastbeitrag vom Autosalon in Genf von Johannes Hübner

Der neue BORGWARD “Phantom”

Borgward ist wieder da, jubelte die Presse schon vor dem Salon, die haben sogar einen Stand in Genf und da stellen sie den neuen Borgward vor.

Gespannt eilte die positiv gestimmte internationale Journalistenschar am Dienstag, 3. März 2015, zur Pressekonferenz. Hinter einer Isabella Coupé liegt erwartungsheischend eine große Freifläche mit dem Rhombus, von der Decke baumeln Schilder „The return of BORGWARD“, doch schnell wird deutlich: das neue Modell wird wohl Phantom heißen!

Borgward_Genf2015

Man zeige in Genf noch kein Auto, heißt es, die Fläche bleibt leer! Das Auto komme erst in Frankfurt. Man habe aber in China eine große neue Fabrik, die derzeit Doppelkupplungsgetriebe herstelle, mit deren Erlös man die 100.000 geplanten Borgward finanzieren werde. Nur 100.000… Es sei auch genug Kapital für die nächsten 10 Jahre da. Und der Firmensitz werde in Stuttgart sein. Die Entwicklung und das Design natürlich auch in Deutschland. Wo sonst!

Die Bildschirme auf Ständern fordern zum „Discover the new Borgward“ auf, doch da kommt nix. Und plötzlich wird deutlich: 12 Tage lang wird eine leere Fläche auf pole-position mitten im renommierten Genfer Salon KEINEN neuen Borgward zeigen! Die Endzeitstimmung von 1961 kommt da perfekt rüber, fehlen eigentlich nur noch Broschüren für Investoren, die Geld wegwerfen möchten.

Borgward_Phantom_Genf2015

Unglaublich: mit dem renommierten Namen Borgward haben irgendwelche großkotzigen Heuschrecken die Journalisten der Welt auf den Arm genommen! Und damit den guten Namen nach 24 Jahren nochmal so richtig in den Dreck getreten. Wer’s nicht glaubt, kann sich das PR-Desaster noch bis zum 15. März in Genf ansehen. „The return of BORGWARD“ heißt also BORGWARD im Rückwärtsgang!

Auf die Frage, warum man denn den teuren Auftritt in Genf mache, um NICHTS zu zeigen, antwortet man „Borgward habe seine wichtigen Premieren doch immer in Genf gehabt“. Frechheit. Oder nein, im Gegenteil: im Palexpo Geneve wartet bei BORGWARD doch das erste unsichtbare Geisterauto der Welt auf Harvey, Captain Spock und das Zurück in die Zukunft mit Michael Fox.

Der Messebauer sollte sich sein Geld holen, bevor der peinliche Auftritt auf dem Müllhaufen der Geschichte verschwindet.

Euer Johannes Hübner

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Zettelkasten 15.12.2014; Automobilist Jusuf’s Phantasien

14.08.27 Kikeriki

Als Liebhaber und Kenner von Genremaler Heinrich Zille, dachte ich einen Moment lang, kann doch nicht sein… gestern Abend gefunden, von Walter Heimig, was die mit Testosteron aufgeladenen Automobilisten damals hinterm Lenkrad alles bewegte, so wie den Strabag – Gen. Dir. Josef Oberbach – Spitzname “Jusuf”…

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Tach Herr Hitler, schöne Autobahnen haben se gebaut

Die Autobahn war nicht schlecht, kann man schon so sagen, vor allem unter Berücksichtigung der wahren, historischen Fakten. Denn das Grossbauprojekt wurde nicht, wie man uns in der Schule immer weißzumachen versuchte, von Adi gebaut, sondern wie vieles andere lange vor dem Dritten Reich geplant, und zwar in Frankfurt, und von ihm nur begonnen und durchgeführt. Erst die Propaganda machte daraus “Hitlers Autobahnen”.

“Die Reichsautobahnstecke 30 zwischen Frankfurt und Darmstadt gilt als Wiege des deutschen Autobahnbaus und war deshalb einer der bekanntesten Straßenbauten in den 1930er Jahren. Sie stand zweimal im Mittelpunkt nationalsozialistischer Propagandainszenierungen: Beim sogenannten “Ersten Spatenstich” am 23. September 1933 am südlichen Mainufer vor den Toren Frankfurts…”

Hier muss keiner dumm ins Bett gehen. Deshalb könnte der Vortrag von  Fachautor Dr. Ruppmann am 06. Februar in Bad Homburg, für Einige interessant sein. Das Thema “1936 bis 1970er… Autobahnen und Tankstellen”  ist im Motorblöckchen – “Rückspiegel” immerhin eine der meistbesuchtesten Seiten.

Hier sind Details und die Einladung