Zettelkasten 07.08.2015; Lebenshilfe für BMW und AUDI Fahrer und…

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Die beste Strategie gegen Bullshit ist Wachsamkeit” [John Stewart]

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“Zwischen Ober-Mörlen und Bad Vilbel sind Autodiebe derzeit mit einer neuen und besonders dreisten Masche unterwegs. Im Fokus vor allem hochwertige Audis und BMW” … “Silvia Frech von der Friedberger Polizei rät den Schlüssel zuhause in Alufolie einzuwickeln oder ihn in den Kühlschrank zu legen…”

Ganz im Ernst, dass steht da so bei Radio FFH, wo uns auch Gastautor vom Motorblöckchen und designierter Berliner Meilenwerk – Mänätscher, Johannes Hübner, gelegentlich Ratschläge gibt, auf die wir Autofahrer ohne ihn selbst nie gekommen wären, wie bspw. kostenbewusst Autofahren und “auf der Fahrt in den Urlaub am besten nur halbvoll leerfahren und rechtzeitig auf die Äpp gucken, wo man abseits der Autobahnen günstig tanken kann…”

Was wollte ich bloß, ach ja, mich würde jetzt interessieren, ob bei AUDIBMWMERCEDES, die Autoschlüsselkühlbox im Carbon – Look für den Kühlschrank, ab sofort zur Grundausstattung dazugehört?…

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Zettelkasten 02.07.2015; Unautonomes Autofahren 1979

1979-08 Tempolimit

Damals ging es um’s satirische Aufarbeiten des Tempolimit. Deshalb lassen mich heute solche ernst gemeinten Präpositionalphrasen von angeblichen Verkehrsexperten, immer noch jedes Mal zusammenzucken:

“…Das automatisierte Fahren hätte meinen Morgen anders aussehen lassen. Nun muss ich im Büro noch Dokumente lesen, was ich im Auto der Zukunft längst erledigt hätte”  …  “Autonom fahrende Autos sind eine große Chance für die Stadt. Durch das automatisierte Fahren werden sich die Abstände zwischen den Fahrzeugen verkürzen, sodass die gleiche Anzahl von Autos…”

Klar, dass die Motorjohurnaille, wie jetzt auch noch der von mir bis heute gerne gelesene Don Dahlmann, für dessen Beiträge ich früher gezahlt hätte, mehr und mehr das industrieorchestrierte PRoll-Lied der humanoiden Verdigitalisierung mitsingen, deshalb so ein bißchen “Deap Learning” und digital – neuronales Herumschnüffeln eines Mark Zuckerberg garnicht so schlimm finden und echter, kritischer Journalismus, wie hier über den Firlefanz mit den  Head-Up-Displays, auf der Strecke bleibt.

 

Grafik: Satire-Magazin Pardon August 1979

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Zettelkasten 18.06.2015; Autoautonome Gehirnkrätze

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“Die Mutter aller Idioten ist bekanntlich ständig schwanger”[Albert Einstein]

Ob dieser Gewissheit fragt man sich trotzdem, ob die Entwickler solcher automobiler KackscheiInnovationen damit nicht nur posttraumatische Erlebnisse ihrer Kindheit wie die einer stets besetzten Spielecke oder immer leere Batterien bei ihren Fernlenkautochen verarbeiten und eigentlich dringend fachärztlicher Hilfe benötigen?

P.S. Unbedingt das Filmchen anschauen. Die Kommentare bei Youtube sind ganz lustig

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Autonomes Fahren, nein, nein und nochmals nein

15.06.14 Audi Q7 Raumschiffwunder - 2

Durchsage von Bernd Eßer, “Head of Cyber Defense” bei der  Telekom:

“In Deutschland ist jetzt nach meiner Schätzung jeder Dritte Privatcomputer infiziert. Ende des Jahres könnte es, wenn ich nicht falsche liege, jeder Zweite sein.”

Bis gestern wurde der Verteidigungsminister der Telekom noch mit folgenden 4 Sätzen zitiet, die vom öffentlich rechtlichen Deutschlandfunk – ARD – “aus redaktionellen Gründen bis auf Weiteres gelöscht”  wurden:

“Jede Firma, die im Internet agiert, erlebt diese Erpressungsversuche. Bei uns, der Deutschen Telekom, ist der Letzte, glaube ich, vier Wochen her. Wir haben übrigens bezahlt. Wir hatten keine andere Möglichkeit.”

Mmm… jetzt, wo selbst unsere Bundesregierung offen wie ein Garagentor ist, will ich gar nicht weiter auf die Motive der Redaktion wie auf das Problem eingehen, wenn es diesen Cyber – Schutzgeld – Mafiosis demnächst einfällt, so als kleine Warnung für andere Automobilhersteller, durch Hacken der Elektronik die Straßen in Audi Q 7 – Schrotthalden zu verzaubern. Ist es bloß geballte Ahnungslosigkeit oder eine ob früherer Tugenden wie Innovationsfähigkeit verlustig gegangen und deshalb jetzt mit-dem-Kopf-durch-die-Wand-Menthalität der Automobilindustrie?

Das sei mal alles geschenkt. Ich frage mich nur ernsthaft, wie man darauf kommt, den einzigen Aspekt zu erwürgen, der Autofahren über 125 Jahre so attraktiv und schön machte?

Nein, nein, nein, ich lasse so lange ich noch Autofahre, die Hand einfach an Ort und Stelle, am Lenkrad (und zwischendurch die rechte Hand auf dem Knie meiner hübschen Copilotin) und so lange ich nicht zu tütelig bin, brauche ich auch zum Einparken im Parkhaus niemals ein Handy., wohl wissend, dass jetzt aus gewaschenen Schädelschwämmen bei einigen der Befehl ans Plapperwerk ergeht, etwas von “opportunistisch”, “wenn’s demnach ginge, säßen wir alle noch auf den Bäumen” oder bei einigen Halbintelligenten gar, “der kann sich einen 100.000 Euro Q7 sowieso nicht leisten”, zu faseln.

 

P.S. Den ganzen Artikel des von mir ansonsten hoch geschätzten Pro – Blogger Don Dahlmann über das “Raumschiff” könnt Ihr hier lesen.

Verwandte Themen: “Presso, Presso Unbürgerlichkeit”,    “Drahtlose Phantasien um 1900″,  “Wann baute Mercedes das letzte Auto, was sein Geld wert war?”

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Zettelkasten 07.06.2015; Klappergeräusche

1950 er Humor

Google hat grade das 13. selbstfahrende Auto geschrottet. Und, der Kracher: An keinem waren sie Schuld. Die halten sich immer ordentlich an alle Regeln und dann brummen ihnen irgendwelche Frühsenilen hinten drauf.

Die lauten Klappergeräusche, die ihr da gerade hört, kommen von den Zähnen der Autoversicherer. Deren Kasko – Geschäftsmodell gibt es bald nicht mehr.

 

P.S. Ob MdB Carsten Müller, der Präsident jener  spendenschnorrenden IAK Initiative Automobiles Kulturgut e.V., die Automobilgeschichte zum immateriellen Unesco – Kulturerbe erheben lassen will, als Lobbyist vor Kfz – Sachverständigen politische Einführungsreferate unter der Überschrift “Das Automobil im 21. Jahrhundert” zum Thema E-Mobilität, alternative Antriebe, assistiertes und autonomes Fahren, Intermodalität und veränderte Mobilitätsbedürfnisse, selbst bereits mit einem selbstfahrenden Volkswagen durch die Lande klappert, ist mir nicht bekannt. Ich bleibe aber dran.

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