Zettelkasten 25.02.2015; Autofahrers Privilegiencheck

15.02.25VW2

Sie hatten Nervenkitzel, Verspätungen, gelegentlich Halsschmerzen und nur alle 5 – 10 Jahre eine neue S-Klasse…

15.02.25VW3

aber auch verchromte Rundinstrumente, Rosenthal und intime Unterhaltungen mit Copilotinnen.

Was habt Ihr armen Honks im Reichshauptstadtslum? Ein iPhone…

 

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Zettelkasten 07.01.2015; Digitale Demenz

15.01.07 Mattel-DreamCar

“…Für Fußgänger soll das Auto unter anderem einen Zebrastreifen projizieren können, wenn diese die Straße überqueren möchten. Ebenfalls soll ein akustischer Hinweise erfolgen, dass der Passant die über die Straße gehen kann…”

Was war eigentlich am mechanischen Automobil mit Gas-, Brems- und Kupplungspedal und mit “Knöpfen”, und am Autofahren mit Blick auf die Strassen so schlecht? Erst 2025 – 2030. Gott sei Dank, bis dahin bin ich dreimal in Rente…

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Autokausalität

1950 er Blechauto - Uhrwerk 3-Ausschnitt

Ob der Blödheit mancher Chefredakteure und Schreiberlinge möchte ich manchmal die Tastatur in die Ecke pfeffern. Gerade im vorgeblichen Hort des Geistes, den Automobil-Neuvorstellungen und -Testberichten,  werden die Nachrichten in Zeitungen und Magazinen in den letzten Tagen zu einer publizistischen Zumutung.

Vorbei sind demnach bald die Zeiten, als sich 80 -plus Herrschaften nach dem zweiten Schlägle wegen eingeschränktem Gesichtsfeld Sorge machen mussten, bei der Auffahrt auf die Autobahn auf der  Gegenfahrbahn geisterzufahren, ja, beim Abbiegen nach dem übersehenen, totgefahrenen Radfahrer oder nach dem Verwechseln des Brems- mit dem Gaspedal, in die Schaufensterfront des Drogeriemarktes gekracht zu sein, hernach womöglich den Führerschein-Alterstest nicht zu bestehen und des Lappens verlustig zu gehen, und auch der 18-jährige clerasilentpickelte Papas Liebling kann hoffen, mit dessen google-ferngelenkter AMG 685 PS S – Rakete, sein Herzenspüppi aus der Sekundärstufe 1 abholen zu könnnen und während der Fahrt durch die Goethestrasse, ohrgestöpselt, Hand statt am Lenkrad auf dem Knie des Püppis, das neueste Musikvideo auf dem 12 “” Flat-TV-Schirm im Armaturenbrett, klotzen zu können.

1970 er Faller - 2

Die Zukunft hat begonnen, das Robot – Auto machts bald möglich.

Ach, Automobil-Entwicklungsabteilungen – du Tummelplatz derer, bei denen es zum Denken und Bauen von Autos die Emotionen weckten, massenhaft Käufer fanden und daneben Autojournalisten Brot und Arbeit gaben, nicht langte…

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125 Jahre Automobil: Vierrad – Antrieb anno 1509

> Groß

Der Stich von Albrecht Dürer – anno 1510 – zeigt: Deutscher Genius hatte in der Automobilentwicklung schon viel früher die Nase vorn, als uns Jubelfeiern derzeit Glauben machen. Während Italiener noch anno 1592 auf göttliche Energie als Antriebsquelle  setzen,  legte  Albrecht Dürer über 80 Jahre früher bereits bildlich sein Konzept eines  muskelangetrieben Vierrad – Fahrzeugs in Transaxle – Bauweise vor. Und während man an der allegorischen Deutbarkeit vieler seiner Werke unterschiedlicher Meinung sein kann, besteht hier kaum ein Zweifel.

Hätten die Herrn Erfinder des Automobils und Daimler – Ingenieure Ende der 20er Jahre mal besser in alten Museumskatalogen mit Werken von Albrecht Dürer gestöbert, statt um 1930 herum für das Fortkommen auf unbefestigten Wegen und in unwägsamen Gelände Fahrzeuge mit 3 Achsen zu bauen. So wurde 1930 ein Mercedes G3 A-Lieferwagen  nachträglich mit einem dem späteren G4 sehr ähnlichen Aufbau  versehen. Lange Zeit wurde der Wagen auf verschiedenen Messen, und sogar in den USA, ohne Erfolg angeboten.

Aber so ist’s halt mit dem Fortschritt. Woran ich denke? Natürlich grade an den Polo meiner Tochter. Wechsel der Rücklichtbirne nur durch Totalausbau des kompletten, hinteren Leuchtenträgers möglich. Ich frage mich (frei nach Fritz B. Busch): Würden nicht breiteste Käuferschichten wieder einen “Benz”  begrüßen, der, ohne hässlich zu sein, ein sinnvoller, echter, alltagsgerechter Gebrauchsgegenstand wäre? Ich denke, wir schreiten fort? Aber der Fortschritt hat Senk- und Spreiz- und Plattfüße und haselnußgroße Hühneraugen. Der Fortschritt ist seit 1886 eine ganz lahme (Zeitungs-)Ente geworden.

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