Autopreise und der Autokäufer Schwarmintelligenz

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Faktisch ist es Schwarmintelligenz statt Schwarmdemenz, wenn in Zeiten sinkender Nettoeinkommen, die Menschen aus dem medial gefeierten Konsumrausch, der laut der werbeeinnahmendemütigen Zunft der Journaille ja kaum mehr in den Griff zu bekommen ist und wegen dem am besten die verkaufsoffenen Sonntage von Weihnachten bis Ostern verlängert werden müssten, aus diesen dämlichen Kampagnen Konfetti machen.

Angesichts ungebremst in den Keller rasender Neuwagen – Verkaufszahlen und des miesesten Autoverkaufjahres seit über 30 Jahren, möchte uns die Jouranaille natürlich auch da eine neue Verdummungskreation auftischen, die ‘Mehrwertinflation’.

Statt schlicht und einfach zu sagen: ‘Wir haben seit dem Dicken aus Oggersheim und unserem ungebrochenen Glauben an den Neoliberalismus, auch dank der Fruchtbarkeit enthemmter Arbeitsmärkte und HartzIV, Leiharbeit, Werksverträgen und Hungerlöhnen, und dazu dank Kostensenkung auf Deibel komm raus, fast 100% gesteigerter Produktivität und um rd. 50 % gedrückten Preisen bei unseren Zulieferern, sehr viel schneller und mehr reiche Share-Holder in die Welt gesetzt, als vor dem dicken Oggersheimer ehrlich verdienter Reichtum zu finden war.

Das hätte jeder verstanden: Aus Fehlern gelernt, schnell Hausaufgaben machen, marktgerechte, bezahlbare Automodelle her und schon… aber nee, bloß nicht! Der Chor der Ochsperten klingt selbst dort, wo sie anfangen, langsam einsichtig zu werden, immer noch so:

“Ein Neuwagen kostete 1980 umgerechnet gut 8000 Euro, heute sind es mehr als 26.000 Euro. Das ist ein Preisanstieg über die gesamte zeit von 216 Prozent. Die Preise stiegen weit stärker als die Inflation. Der eigene wagen mutierte zunehmend zum Luxusgut. Doch ein zweiter Blick auf die Zahlen zeigt Überraschendes…”

Wenn wenigstens die Automanager mal ehrlich wären, so wie ‘wir können auch im 126. Jahr nach Erfindung des Automobils immer noch keine funktionierenden Getriebe bauen und auch bei den einfachsten Feachures bauen wir immer noch teueren Mist, aber auch hier will ja keiner auf mich hören…

“Man kann ein Auto von 1980 nicht mit einem aktuellen Modell vergleichen, das über ABS, Airbags sowie über mehr PS verfügt, aber weniger Schadstoffe ausstößt. Niemand muss mehr die Scheiben von Hand kurbeln, im Sommer schwitzen oder verzweifelt einparken, das macht heute auf Wunsch alles die Elektronik. “Die Kunden zahlen mehr, aber sie bekommen auch mehr dafür. Und wir glauben, dass gilt auch für den Fahrspaß”, sagt ein BMW-Sprecher..”

Ganz gewiss haben solche SaublödPRoll-Schwätzer zu Zeiten, als nur ein Mercedes ein Mercedes war, neben Mama dreiradherfahrend noch geglaubt, Kolben seien was zu essen und wachsen auf dem Feld. Aber ob es nicht schon genug wäre, setzt Rudolfo Schoeneburg, hui – Ober-Baragotzki Passive Sicherheit bei der Daimler Benz AG – noch einen wirklich guten Witz obendrauf: “Automobile sind in den letzten 30 Jahren deutlich sicherer, komfortabler, leistungsstärker und gleichzeitig sparsamer im Verbrauch sowie bei den Emissionen geworden”.

Tja, jede Quacksalberei braucht schließlich einen Trompeter und bekanntlich produziert die Industrie – auch die Meinungsindustrie – alle möglichen Waren, nur selten aber seriöse Informationen und wenn es darum geht, seinen Kunden heiße Luft in Tüten für Nepppreise zu verkloppen, dann übertrifft aber kaum jemand die Dienstschreiber der Premium – Automohersteller von Sponschleim.

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