Frankfurt 2044 autofrei

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Unverständlicherweise scheinen Automobil – Manager belastbare, harte Fakten nicht zu interessieren…

“…30 % der Haushalte in großen Städten (ab 500 000 Einwohnern), aber nur 4 % der Haushalte in kleinen Gemeinden (bis 5 000 Einwohner) besaßen am Jahresanfang 2013 ausschließlich Fahrräder, also keine Autos oder Motorräder…”  “Ein Zehnjahresvergleich zeigt, dass der Anteil der Haushalte, die nur über Räder verfügen, in den deutschen Städten ab 500 000 Einwohnern steigt: Im Jahr 2003 hatte deren Anteil noch bei 22 % gelegen – 8 Prozentpunkte unter dem heutigen Anteil…”

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10.07.15 Frankfurt Fressgasse 018

Ich verwette heute schon einen Körperteil, dessen Verlust mir das Sitzen in Kaffeehäusern dann erschweren dürfte, dass der ganze Car – Share – Blödsinn in einigen Jahren genau so schlafen gelegt wird, wie es die Trüffelschweine für’s schnelle Geschäft von Daimler Benz grade in Großbritannien durchgezogen haben.

 

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Focus im halluzinatorischen Bereich

14.05.07 Über 50 Prozent Wertverlust

Grade titelte Uli Dönch vom Palast der Winde daher

“Wie fallende Preise Sparer und Hausbesitzer ruinieren…”

Statt dass endlich mal jemand den Psychiater zu Hilfe ruft, dürfen Rasende wie er mit wilden Halluzinationen die Kommentarspalten verfüllen. Immobilienpreis – Schweinebauchzyklen sind für ihn ein Mysterium, dass ein Quadratmeter Neubauwohnfläche Anfang der 70 er Jahre in Bestlage im Frankfurter Westend, für 800 D-Mark kaum an den Mann zu bringen war und heute 7 – 8.000 Euro kostet, davon hat Dönch keinen blassen Dunst.

Dass die von steigenden Mieten, Baupreisen und Baulandverknappung statt vergrämten, wohl eher entzückten Immobilienbesitzer, mitleidvoll auf die Käufer von Premium – Automobilen herabblicken, wie auf das arme Hascherl, der sich vor einem Jahr die neue S – Klasse andrehen ließ und heute einen realen 50 % p.a. – Verluste verzeichnet, hat der auf ganzseitige Anzeigen der Münchener Weiß-Blau-Automarke angewiesene Schreiberling, angesichts im Inland einbrechender Neuwagen- und inzwischen auch Gebrauchtwagenverkäufe, anzeigendemütig weggelassen. Und warum das so ist und rein garnichts mit Deflation zu tun hat, hätte ihm ein Blick in die eigene Postille erklärt.

Es gibt hoffnungsvollere Kompetenznachweise, sich uns als Vertreter von Wirtschaftsjournalismus zu präsentieren.

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ADAuweh

13.12.28 FFM 001

Mit anderen Worten: Der ADAC – Präsi Peter Meyer bittet doch tatsächlich ein paar zehntausend Autowerker im schönsten Pastoralton, auf ihre Arbeit zukünftig ganz zu verzichten. Denn das Autofahren ohne Mautgebühr sei ihnen schon Himmel auf Erden genug.

Man ist ja inzwischen einiges gewohnt. In Talkrunden wo es um “freie Fahrt für freie Bürger” geht – abhängig natürlich von der Dicke und PS-Zahl des Gefährts – perlt es sprachlich oft daher wie im Whirlpool eines Vorstadt – Puffs. Unterhaltung pur, die grade erst das Karriereende eines Verkehrsministers besiegelte.

Unser Staat braucht trotz rund 60 Milliarden Steuereinnahmen aus Autofahrers Taschen, von denen nur ein allerkleinster Teil in den Erhalt und Ausbau von Verkehrsinfrastruktur fließt, trotzdem noch mehr Geld? Ich hätte da eine viel bessere Idee als Frank Meyer, mein Bierdeckel – Steuermodell:

So wie bei den Amis. Schluss mit der in Deutschland üblichen Verkaufsförderung und dem Abschreibungsmodell für Reiche für deren Luxusautos, mit Turbo – Abschreibungsmöglichkeiten oder das Leasingkosten als Betriebsausgaben voll abzugsfähig sind und die Karre hinterher billig ins Privatvermögen reingenommen und dann mit fettem Gewinn “käsch in de Däsch” weiterverkauft wird.

Statt dessen Abschreibung nur wie in Amiland: unabhängig vom Kaufpreis nur bis ca. 2.500 Euro pro Jahr in den ersten 3 Jahren, dann maximal ca. 500 Euro pro Jahr (Zahlen stammen von 1997).

Die hierzulande im Vergleich zu den USA völlig überteuerten, angebotenen Premium – Autos hätten damit sehr viel längere  Abschreibungszeiten, die deutschen Premium-Hersteller müssten notgedrungen hier mit den Preisen der hubraumstarken Autosdeutlich runter – was ja andernorts auch verlustfrei funktioniert – und in Folge würden auch deren Volumenmodelle billiger, ach ja, und die zunehmende Anzahl der Neuwagenkaufverweigerer, die die ganze Gehirnkrätze vom positiven GfK Konsumklimaindex und Konsumrausch längst nicht mehr abkaufen, würde sich reduzieren und nebenbei das Massensterben von Autohäusern verlangsamt…

und obendrauf gäben die Perspektiven im Genre von  Autoverkäufern wie “Frank” und auch Motorjournalisten wieder Anlass zur Hoffnung, denn momentan ist “Auto Motor Sport” prozentual wieder mal der größte Verlierer.

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Morbus Autoverkäufer

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Die Regelsätze für Hartz-IV-Empfänger sollen Anfang 2014 angehoben werden. Für Alleinstehende von 382 auf 391 Euro,  leben zwei Erwachsene in einer Bedarfsgemeinschaft, so erhalten sie künftig jeweils 353 Euro und damit acht Euro mehr als bisher.

Ich schrub früher über die Pein und über Saalwetten von Autoverkäufern. Wäre ich Wohnungsvermieter, würde ich spätestens jetzt sagen, auf gar keinen Fall eine Wohnung an einen Autoverkäufer vermieten, denn von was will der bspw. im längeren Krankheitsfall die 800 Euro oder mehr Miete zahlen, von dem grade mal knapp über Hartz IV liegenden 600 Euro Hungerlohn – Fixum etwa, wie von Premium – Autoverkäufergrundarmbleiber Frank?

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Ostersonntag; das Beste oder Nichts.

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Die große Saalwette unter Autoverkäufern lautet Monat für Monat: „Wetten wir, dass wir es wieder schaffen, noch weniger neue Autos zu kaufen als im Vormonat?“ Die Wette wurde wie in allen 2012er Vormonaten, auch im Februar klar gewonnen…

Der europäische Automobilsektor bekommt irgendwie kein Rad mehr auf die Strasse. Im Vergleich zu 2012 wurden sanken im Februar 2013 die PKW-Neuzulassungen in der EU27 nochmal um -10,5% zum Vorjahresmonat, gegenüber 2008 wurden im Februar sage und schreibe 31% weniger Neuwagen verkauft.

Ach Gott ach Gott, wo soll das bloß hinführen? Anreizprogramme der Hersteller wie vor drei Jahren in den USA, “zahle eins, bekomme zwei Autos”, vielleicht auch bald hier?

Die Autohersteller jedenfalls, die im vergangenen Februar im Vergleich zum Vorjahr ein Absatzplus von mehr als 100 Fahrzeugen zu verzeichnen hatten, lassen sich an einer Hand abzählen. Es sind Jaguar, Land Rover, Mazda, Honda und Dacia. Eine interessante Mischung. Für den Rest sah es mau aus. Den stärksten Rückgang erlitten neben den darbenden französischen Prügelknaben, Ford und der schwer zu durchschauende Volkswagenkonzern.

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Die uns von PRollschreibern permanent demoskopisch ermittelte Kauflust des ‘Volkes’ von Neuwagen auf die Rangfolge der Kaufnotwendigkeiten – heutzutage Konsumklimaindex genannt – spricht jedenfalls allen GfK-gepolten ManipulationenErwartungen unserer Automanager Hohn: Jahrelang Werbekampagnen finanziert – und wie in den letzten Tagen mit haufenweise Werbebriefen für ein neues Mercedes – E – Klasse – Modell  mir damit den Briefkasten zugemüllt – bewirken nichts!

Bevor hier jemand zum Spon – Schleim klickt

“…Bei der Kurzarbeit ebenso wie der Lohntüte. “Abwrackprämie?”, sagt ein Arbeiter und lacht. Die sei doch eher eine symbolische Geste. Seine Rechnung sieht anders aus: Die neue E-Klasse kostet knapp 44 000 Euro in der mageren Basisversion. Wer mit 2500 Euro Prämie kalkulieren muss, kaufe sich diesen Wagen nie…”

Billiglohnland Deutschland. Jedes Ding hat eben zwei Seiten.

Wie bitte? Ach ja, heute kommt liebster Besuch. Sollen sie doch alle zusehen, wem sie ihre überteuerten Kisten verkaufen, solange ich noch losfahren und in der Konditorei unbeschwert sagen kann “aber gerne Fräulein – 6 Stück insgesamt… bitte zwei Stückchen von der Orangentorte, zwei von der Spanisch Vanille, ach ja, und zwei von der Johannisbeer-Baissé… und, na ja, geben’s halt von der Orangentorte doch noch zwei dazu.

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