Bonjour Tristesse am Steuer

15.03.24 Unfall

Diese Autos sind einfach faszinierend, schön, sie sind voller Legenden, aber nicht mehr voller Kraft, denn sie sind alt und stammen aus einer Epoche, in der sich kein Mensch selbstlenkende, vierrädrige Smartphones vorstellen konnte, mit denen heute Arschlöcher mit dem Ruf “lass mich rein, sonst bring ich dich um” Rennen fahren.

Diese alten Boliden sind wie Jochen Mass, der Alte, der mit seinem SLS 300 in das Heck des Lister – Jaguar raste, was mich dann an Francoise Sagan erinnerte, diese begnadete Schriftstellerin, die mit grade gemachtem Führerschein und Bestseller einen der wohl schönsten Sportwagen der 50er Jahre fuhr, den Gordini 24 S.

Wie sagte sie damals so schön? Sie glaubte nicht an die Liebe. “Nur an die Leidenschaft.” und damit raste sie – mit durchgetretenem Gaspedal – durch ihr Leben.und 1957 mit einem Aston Martin ins Koma. Das war’s dann auch zum Thema “Bonjour Tristesse” und seiner heute real existierenden Durchführung.

Aus der Sicht eines Gaspedals ist die Bremse nun mal pathologisch…

 

P.S. Ein bißchen mehr über Francois Sagan gibt’s hier…

Francoise Sagan - 1 .

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Zettelkasten 18.03.2015: Dystopie und warum’s Lutz Bachmann freut

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Für ein bedingungsloses Grundeinkommen und die aus Gründen der Kapitalismuskritik angezündeten Polizeiautos und von Wackersteinen verletzten Polizisten_innen für Twitter mit dem neuesten iPad filmen. Da braucht es schon echt ein in sich geschlossenes Weltbild.

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Zettelkasten 21.11.2014; Bananen(republik) auf dem Dach

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“…Das wusste ich, weil mein Vater vom Westen erzählte, ich mit ihm in den Intershop am S-Bahnhof in Lichtenberg ging, er mit mir die Regalreihen durchquerte und mir erklärte, dass viele Menschen das wollten, was sie nicht haben konnten. “Was sind das für Dinge?”, wollte ich wissen. “Jeans”, sagte mein Vater. “Und Coca Cola.” Ich wurde still und fragte mich, warum Menschen das wollten. Was anders an Jeans und Coca Cola aus dem Westen war. “Sie kaufen sich Freiheit”, erklärte mir mein Vater und ich verstand es nicht. …” “…Die meisten kauften sich Mist von ihrem Begrüßungsgeld, weil sie den Kapitalismus nicht kannten …”   “auf den Parkplätzen die ersten Westautos. Rumpelige Karren, kaputte Autos, händereibend an ahnungslose Ostdeutsche verkauft. Meine Eltern nicht. Meine Eltern kauften sich von ihrem Begrüßungsgeld einen hellblauen Trabant, den meiner Lehrerin.”

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Glaubt man einigen Kommentaren in den Medien, wird Thüringen demnächst eingezäunt, vermint und alle Bürger enteignet.

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[Foto: Rough Art Zürich]