Die Erstschlagswaffe, mit der der Schuss nach hinten losgeht.

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Grass, erst vor ein paar Tagen hatte ich mich noch genau darüber mit einem Urgestein der Mercedes Benz Oldtimerei unterhalten und scherzhaft gemeint, er solle dann schon mal schauen, wo er in 30 Jahren die Löcher in die Mittelkonsole seines 60 er Jahre Roadsters bohrt, um den Google – Datenmast zu befestigen und falls dies nicht ginge, könne ja die ansonsten die Fahrtrouten per Landkarten navigierende Copilotin, das Alu-Rohr mit dem Sendeteil während der Fahrt hochhalten.

“Es wird eines der Hauptprobleme auf den Straßen in den nächsten zehn Jahren sein: Smarte Fahrzeuge treffen mit jeder Menge Sensoren ausgestattet auf „dumme“ Gebrauchtwagen, die über keinerlei Fahr- und Kommunikationshilfen verfügen…”

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Ich bin speziell dann, wenn Freunde der Phrasenmusik was von Kultur faseln, ein Freund des sehr genauen Hinschauens. Das Klappern mit dem Sargdeckel für freies Fahren für freie Oldtimerbesitzer, Horrorszenarien über den Einbau elektronischer Hilfsmittel etc. p. p., sind nun mal seit Maik Hischfeld’s Adventaufruf, die von diesem geklaute langsam das Verfallsdatum überschreitende, ultimative Erstschlagswaffe im Kampf um die Kompetenzführerschaft in der Oldtimerszene und die Erhöhung zur jährlichen Spendenbereitschaft der um ihre nur beim ungehemmten Fahren durch Umweltzonen echte Lebensfreude auf Rädern genießenen, bibbernden Protagonisten.

Meine Prognose: Um “Oldtimer” der 60er und teilweise 70er Jahre mache ich mir keine Sorgen, die sollten sich mehr die heutigen Fahrer einer auf Grund einer Unsinnsregelung des H – Kennzeichens und durch den 30-Jahre-Automatismus – derzeit noch – zum Oldtimerbesitzer geadelten Leute, machen.

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Die 180° – Wende der Merkelkratur in Sachen Atomausstieg, trotz einflussreichster Lobbyisten und gegen den Willen der Atomindustrie, ist noch bekannt. Dieses Mal wird es umgekehrt sein. Klimaschutz, Gesundheit und Sicherheit werden nur Augenwischereien sein, um einer von zunehmender Neuwagenkaufunwilligkeit befallenen, von Abgas- und Verbrauchswerten-Betrug im großen Stil verunsicherten und im Kriegszustand und in zunehmender Zukunftsangst lebenden, potentiellen Käuferschicht, mittels gesetzgeberischen Maßnahmen auf EU-Ebene, die Lust am Fahren ihrer alten Kisten auszutreiben.

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Pro Oldtimer – Maut für Umweltzonen

Bei Artikeln wie dem hier in AutoBildKlassik
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“Auch in Deutschland, wo Oldtimer bislang von der Feinstaubverordnung ausgenommen sind, sollten sie aus den Umweltzonen verschwinden – das fordert eine aktuelle Studie des Umweltbundesamtes…”
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kann man den vereinsmeierigen Ferengis automobiler Unkultur nur wünschen, dass sie sich nicht an ihre eigenen Ratschläge gehalten haben und all ihre Kröten zur Rettung von tausenden, vollverzinkten Schrotteimen der 80er und 90er Jahre vor der Schrottpresse, wie Audi 80, BMW 3er etc., versenkt haben.
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Vermutlich kommen aber jetzt wieder die Jammerbeiträge von Mike Hirschfeld und Peter Schneider vom Deuvet, warum die Deutschen und am besten auch gleich die, die gar keinen Oldtimer oder Youngtimer haben, zur Rettung nationalen Kulturerbes  raus aus dem ADAC den Vereinen der falschen Abkassierer  Kultugutbewahrer und dafür schärfleinzahlend rein in den Deuvet sollen, um kulturell reich zu bleiben.
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Ich bin da mehr der Meinung von Thomas Wirth. Abgesehen davon glaube ich nicht, dass Oldtimerbesitzer mit Automobilen vor 1950 – 1960, die rarer und demtensprechend teuerer sind als die Überbleibsel der sich vom ersten Ölpreisschock wieder erholten  Massenmotorisierungsära, sich von Fahrverboten in Umweltzonen erschrecken lassen. Wofür ich eintreten würde, steht oben im Titel. Punkt.
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Ähnliche Themen: hier und hier
Deuvet Bernd Meyer-Brockel.

Doktor h.c. of Vintage Automobiles and Culture für 39,00 Euro

“39 statt 150 € – Ehrendoktortitel: Mit Doktor h.c. oder Professor h.c. vor dem eigenen Namen für Aufsehen sorgen…”

Wie erst vor ein paar Tagen, gibts bei Groupon wieder ein Schnäppchen: Einen Doktortitel zum Preis von einem Ölwechsel. Ein Professortitel kostet den Gegenwert von ca. 70 Liter Superbenzin mehr. Wer sich beeilt und gerade noch 39 Euro übrig hat, kann sich schon bald offiziell und beurkundet als Doktor h.c. of  Ufology,  Professor h.c. of Metaphysical Sciences und auf Anfrage und ein paar Euro obendrauf, bestimmt auch Doktor h.c. of Vintage Automobiles and Culture, des Miami Life Development Church Institute (USA), dann beim Parlamentarischer Arbeitskreis Automobilies Kulturgut oben mit auf’s Podium setzen, vielleicht sogar neben Dr.Ph. Andreas Scheuer, der eigentlich auch gar kein richtiger Doktor ist, was die IKM um Mario de Rosa aber geflissentlich übergeht  und darf sich als wohl genau so ungeheuer wichtig und vollkommen ahnungslos outen.

Oh, 44 Käufer haben schon zugeschnäppt. By the way: Gegen meine Urkunde, die ich irgendwie schon immer mal hier unterbringen wollte, kommt so ein Schrieb eh nicht an!

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Von den Freuden der vierrädrigen Gerontokraten

 

Für preseniline Geldsäcke mit ausprägtem Hang zur Entmündigung durch die Erben…

Für Leute wie ihn, mit Meise…

Wanderer, kommst Du nach München, verkündige dorten, Du habest uns Schrotthaufen herumstehenherumliegen gesehen, wie es das Gesetz des Alterns befahl.

Alte Autos sind gefährlich, ihnen ist die Zukunft von Autobauern an Fließbändern und Autoverkäufern egal.  Oder um so zu sagen, Noah baute seinen Kahn, da rief der liebe Gott ihn an: Fiat iustitia et pereat mundus… oder war es Opel justitia et …? Zwar heißt die Zukunft “per Astra ad aspera”  aber jetzt demnächst wohl “The last spring of the old Reisschüsseln and feuerverzinkten Audi’s”.

Ihr Gerentokraten von der FIVA, was der Spiegel da schrub,  bestraft es mit Nichtachtung. Her mit der multikulturellen Gerontokratie, her mit H -Kenn-zeichen auf jeden falschen Fuffziger bis Achtziger, auf jedes Replicate in every Detail, jeden schlimmen  Augenfolterer der 80er Jahre,, nur drauf, zurück zu  Methusalix…

Ihr von der FIVA und von Motor Klassik, deren Scheffredakteur H.-J. Götzel, nur meine bescheidene Meinung, vor derart hirnloser Meinungsmache selbst mal “in den Spiegel schauen” sollte.

Auch wenn Ihr Euere Reputation durch übergroße Lautstärke, Selbstüber-schätzung und wahrscheinlich schlechte Fahrmanieren ruiniert. Doch hütet Euch am Wegesrande vor Radkäppchen und dem bösen Golf, vor demnächst massig arbeitslosen Autoverkäufern, und vor alleinerziehenden Müttern mit Ebbe in der Kasse und mit einem 20 Lenze alten, durchrosteten Gefährt.

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Fotos:  [via]