Bester Auto – Blog Beitrag 2015: “Der Autobahnraub”

1936 Fotostop mit Opel Kadett

“Gabriel und Schäuble wollen unser Geld veruntreuen um die Allianz zu subventionieren…”

Selten kriegt man die systemische Korruption in Politik und Wirtschaft so in Echtzeit vor Augen geführt, wie hier.

Nicht nur die 19 Millionen ADAC – Mitglieder hätte es bestimmt interessiert, wie sie in Zukunft die mit ihren Steuern über viele Jahrzehnte finanzierten Autobahnen und Schnellstrassen ein zweites Mal finanzieren und mit ihren für die Strassennutzung zu entrichtenden Entgelten, das wackelig gewordene Kartenhaus privater Kapitalversicherungen der ALLIANZ Versicherungskunden, vor dem Zusammensturz bewahren sollen.

1938 Telefunken Radiowerbung

Warum nur, liest man etwas journalistisch so blendend recherchiertes über die Hintergründe, nicht in der ADAC-Motorwelt, in Auto-Bild und Auto Motor und Sport? Lobenswerte Ausnahmen wie hier von Harald Schuhmann sind selten.

In diesem Sinne wünsche ich der Leserschaft einen guten Rutsch ins neue Jahr.

P.S. Wenn es ein Voting für den besten Blogbeitrag des Jahres zum Thema Automobil geben würde, bekäme der Wirtschaftsjournalist (Handelsblatt) Norbert Häring jedenfalls meine Stimme.

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Griechenland, die Blasen und das Anstandsstück Erdbeerschaum

1925 Hagenbeck - Auto Rennen in der Luft - Plakatkontor - 1

Es reicht mir.

Vor ein paar Monaten zog ich hier noch das Fazit, dass uns in dieser konsum-, konsum- und nochmal konsum – dressierten und doppelseitig gewendeten Bimbesrepublik keine technischen Genies wie ein Carl Benz oder Josef Ganz und keine großen Denker mehr erwachsen, sondern allenfalls mehr CEO’s, Börsenzocker und Bankster, die in den 50er Jahren spätestens dann, wenn ihr Betrug von staatlichen Aufsichtsbehörden aufgedeckt worden war, schon längst von grün-weissen Taxis abgeholt worden wären.

Es ist schon erbärmlich, dass man Hintergrundberichte über das, was wirklich geschieht in Griechenland und auch anderswo, nur in amerikanischen, englischen und vereinzelt anderen ausländischen Medien findet – so wie hier “Where did the greek bailout money go” – aber so gut wie nie in deutschen. Während Madame Merkel einen auf total cool macht und dafür ihre Propagandamaschine auf Hochtouren läuft, allen voran mit diesen Maulwi…ern von Springers A…habwisch-Blättchen, geschehen aber doch noch Zeichen und Wunder. Da lässt Spon den Kommentator Georg Diez doch tatsächlich schreiben: “Primär wird der Kapitalismus gerettet” und “Merkel rettet die Banken”.

Ich habe am Wochenende nach der Lektüre in einer Schweizer Zeitung darüber, wie sich die Global Player – Banken vor der Zahlungsunfähigkeit der Griechen, mit der Hoffnung auf Milliardengewinne noch mal so richtig mit Griechischen Staatsanleihen eingedeckt haben,

“… Bemerkenswert ist, dass die CS ihr Griechenland-Exposure von Januar bis März, als die griechische Linksregierung bereits die EU – Finanzminister zur Weissglut getrieben hatte, nicht abbaute. Sondern die Grossbank hatte es erhöht. Der Brutto-Ausstand der CS gegenüber Griechenland stieg von 800 Millionen per 31. Dezember 2014 auf 1’000 Millionen per 31. März…”

auch mal über die Zeit nach Griechenland und über Frank Schirrmacher’s “Ich beginne zu glauben, dass die Linke recht hat”, nachgedacht, und auch darüber, ob die Verschwörungstheorien der Fremdsteuerung einer geschmierten Politik und Medien durch die Finanzeliten, doch nicht so ganz abwegig sind und was passieren könnte, wenn durch diese seit der Weimarer Republik bestehenden Angst der Eliten vor dem Arbeiter mit der erhobenen Faust, durch dieses stumpsinnige Vakuum braunsoßiges Geschwerrl wie in Frankreich Le Pen, in Italien Matteo Salvini und seine Lega Nord und in Spanien Partido Popular und VOX nach oben kommt und (mit-)regiert, durch den erstarkenden Nationalismus die 3 Billionen – Blasen (3.000 Milliarden) eine nach der anderen platzen und habe angefangen einen Beitrag zu schreiben… der in einer Apokalypse mündet. Ich habe keinen Bock auf noch mehr davon. Andere können das besser als ich.

Ich spare in Zukunft lieber für optimistische kleine Geschichten, wie über eine Quietschehupe auf einem Töff – Töff – Schnauferl oder ein süßes, kleines Kätzchen, dass seine Mama verloren hat und sie im Supermarkt wiederfindet, indem es das ganze Katzenfutterregal leer frisst. Oder noch besser: einen AfD’ler, der sich für nordafrikanische Boots – Flüchtlinge engagiert und in seinem unrestaurierten Citroen HY eine Couscous – Imbissbude aufmacht. Ach, es gibt doch so viel Nettes und Schönes, man muss es nur sehen wollen! Und bevor ich jetzt hier noch das Kotzen kriege, schnell mal zum Eisschrank und das vom gestrigen Schwiegermutterbesuch übriggebliebene Anstandsstückchen federleichte Erdbeerschaum – Baiser – Torte rausholen…

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Klartext über die “Altauto – Pest”*

15.05.23 MMSterngugger

Ich mag Leute, die nicht nur an der Oberfläche schnorcheln, sondern den Sachen auf den Grund gehen. So wie ich am liebsten. Und wem dann mein zuweilen konfrontativer Argumentationstil hier missfällt, kann mir dies offen sagen. Auf Feiglinge, die sich unbeobachtet fühlend an Oldtimer – Stammtischen und in Forums – Chats über mich auskübeln und mir hinterher hinterfotzig ein E-Mail schicken, um mich “zu einem Glas Bier einzuladen”, schpfeife ich.

Auf Andere, von denen man es absolut nicht erwartet, ist eben mehr Verlass. So wie letztes Jahr schon die Fotochen von der Bad Homburger Initiative gegen automatisiertes Fahren, hat Don Alphonso auch dieses Jahr ein Fotochen für mich gemacht. Ach ja, Sterngugger, dass bin ich, bei Twitter. Und Don Alphonso? … der schrub gelegentlich bereits nicht nur FAZ – Kollegen mehr als deutlich in ihr Stammbuch.

So wie dieses Jahr in seinem Bericht zur Mille Miglia auch.  “Nicht an der Strecke”…

“…Sie sind gar nicht so schlecht geworden. Früher war es ein unsagbares Gedränge, durch das man sich boxen musste, um einen Blick zu erhaschen. Überall waren Menschen. Heute ist es fast ein wenig leer, Jurassic Park halt, und es ist offensichtlich, dass die Mille Miglia überhaupt nicht mehr das Grossereignis ist, das sie einmal war. Nicht mal mehr die Absperrungen am Start sind wirklich nötig. Diese Menschenfreiheit kommt den Bildern zu gute.” … “Aber an welcher Stelle ist die Begeisterung verschwunden? Ich kann das genau datieren, der Knacks kam, als einer von der FAZ dort ein Werbeblog für einen Sponsor schrieb, und das war wirklich mies.” … “Bin ich vielleicht etwas kleinlich? Andere sind einfach so verschwunden. Ich weiss noch, was für Karawanen an alten Autos früher über den Brenner fuhren: Das ist vorbei. Haben sich die Leute satt gesehen, liegt es an Italien und daran, dass es zu viele Alternativen gibt? Ich weiss es nicht. Es betrifft aber auch Holländer, Franzosen, Engländer – sie alle fehlen. Die Krise vielleicht? Passt das Spektakel nicht mehr in dieses schwierige Europa? Auch die Russen sind weitgehend fern geblieben. Dafür sind die Preise jetzt sehr hoch…”

Nebenbei bemerkt – überall dort, wo die Classic-Abteilungen der Autohersteller sich zwecks Markeneinbildung klassische Oldtimer-veranstaltungen ‘kaufen’, zu Neuwagenverkaufsveranstaltungen umfunktionieren und die Fäden ziehen, in diesem Falle Daimler Benz als Lead – Sponsor, die im vergangenen Jahr sogar per gerichtlicher Verfügung vergeblich versucht haben sollen, Fiat untersagen zu lassen, ihre roten (Neuwagen-) Boliden aus Maranello in Brescia dem Publikum zeigen zu dürfen und die in diesem Jahr, aus PR-Gründen den Start vom Abend auf die frühen Mittagsstunden vorverlegten, um ihre Neuwagen besser präsentieren zu können, und dafür halt die startenden Oldtimer in die Mittagshitze und Verkehrsstaus Richtung Rimini rauschen ließen – beginnt nach einiger Zeit die PR – Gülle strenger zu duften als Benzin und Öl.

Punkt.

* Der von mir verwendete Begriff “Altauto – Pest” wurde in diesem Zusammenhang im dazu sehr lesenswerten Kommentar von “Schrotsäge” gebraucht.

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Let’s destroy Germoney

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Der Kabeljau: Das Meer ist weit, das Meer ist blau, im Wasser schwimmt ein Kabeljau. Da kömmt ein Hai von ungefähr, ich glaub´von links, ich weiss nicht mehr, verschluckt den Fisch mit Haut und Haar, das ist zwar traurig, aber wahr. Das Meer ist weit, das Meer ist blau, im Wasser schwimmt kein Kabeljau.

         (Heinz Erhardt)

Was ich Dienstag Abend sah, raubt mir inzwischen nicht mehr den Atem. Ich frage mich nur bis heute, wie solche Verbrechen geplant werden, die freilich unter systemrelevanter Bankenschutzpolitik und per se strafrechtlicher Immunität firmieren. Sitzen da ein paar gierige Bankster mit korrupten Politikern beim Spargelessen im Kanzleramt zusammen und einer sagt: “Lasst uns auf Beutezug gehen und ein paar Milliarden obendrauf in die eigenen Taschen raisen, wie viele Leute dabei so oder so draufgehen, ist doch scheissegal”.

Wenn so ein Banksterboss wie Anshu Jain zynisch genug ist, dreist in die Kamera blickend zu sagen “Das Verhalten dieser Leute war verwerflich… und ich war ihr Anführer. Da kann man sich nicht herausreden” und brutal zeigt, dass ihm seine Reputation und das wirklich schlimme Schicksal von tausenden von entlassenen Mitarbeitern am Arsch vorbei gehen, fragt ich mich, wo da überhaupt noch ein Sicherheitskonzept gegen diese Auswüchse einer Parallelgesellschaft vorhanden ist? Wie war das noch anno 1536 in Bankfurt?

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Foto: Plakatkontor

Zettelkasten 24.04.2015; “Clubblazer und rote Hosen”

15.04.24 Rote Hose

Zur Erklärung dieses Blogbeitrags, liebe Masse der Oldtimer – Klassengenossen;  Eintrittspreise zu Oldtimer – Messen und -Veranstaltungen sind eine Art signifikante Vergnügungssteuer, die Ihr zahlen müsst, damit ältere Herren in “Clubblazern und roten Hosen” Spass am Leben haben…

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400 Hasen ohne Eier…

2013-FNP-Ffm-Zoll

Oh, Manno, nee… 400 eierlose Angsthasen haben noch ein ‘Konto in Luxemburg’. Ein Begriff, den ich bei den Brüdern im Geiste der Steinewerfer nach Steuer-CD’s und zehntausenden aufgeflogenen Viertelintelligenten, längst in Grufthausen wähnte – dritte Grabreihe altrechts.

Den anderen allen frohe Ostern!