“11 Freunde müsst ihr sein”

15.10.23 DFB Flux-Kompression - FB Herfort

“…das Modell des DFB….jetzt hab ich´s kapiert…kleines Schaubild hilft…” [Stimme aus der Oldtimerszene]

Mir ist da dieses handsignierte Buch eingefallen, dass bei mir seit Jahrzehnten ein Dasein in einer Bücherkiste fristet: “11 Freunde müsst ihr sein, wenn ihr Siege wollt erringen” [Sammy Drexel, 1955]

Ganz im Ernst, wer von Euch hat bis jetzt geglaubt, dass Uli Hoeneß vom Spezialisten für Trockensumpfschmierung und Kassenfüller Robert Louis – Dreyfus, schlappe 20 Millionen Spiegeld “unter guten Freunden” nur so zum bißchen Zocken bekommen hat, dass Karl – Heinz Rummenige zwei goldene Rolex in Katar, auch mal eben so “von Freunden”, geschenkt bekam und intelligenzbefreit dann am Zoll vorbeischmuggeln wollte, ach ja, und dass Wolfgang Niersbach und Kaiser Franz weissere Westen haben als die FIFA und Sepp Blatter?

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Update: Die Frage, warum gibt ein Kulissenschieber Dreyfus einem Uli Hoeneß round about 20 Millionen zum Zocken, ist in dem Strafverfahren gegen Hoeneß seltsamerweise von der Staatsanwaltschaft so gut wie gar nicht hinterfragt worden. Dafür könnte einige ähnliche Erklärungen geben wie grade in der Schweiz. Wie bei Witzen, die Einfachsten und Kürzesten sind immer die besten…

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[Foto und “Stimme”: Marcus Herfort]

 

Vater unser, die tägliche Angst gib uns heute

15.08.24 Löhne - Robert Bosch

…und vergib uns unsere Dummheit, wie auch wir vergeben Unserselbst [Detlef Kupfer]

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Ende 2012 schloss der Dax bei 5.969 Punkten. Kaum 36 Monate später stürzen sich die arbeitsenthobenen Jünger des Kapitalismus und Spekulanten bereits aus dem Kellerfenster, wenn wie heute Morgen die Börse in China weitere 8 % in den Keller geht und der Dax in Bankfurt danach mit Karacho unter die 10.000er-Marke rauscht.

Im Kasino gehen allmählich die Lichter aus – das ist alles. Oder hat jemand mit allen 5 Sinnen, nach der Finanzkrise 2008 immer noch ernsthaft geglaubt, man könne das Zehnfache des realen Weltvermögens weiter gewinnbringend um den Globus jagen, wenn längst keine realen Werte mehr dieses Kapital aus Luftbuchungen decken? Was jetzt platzt, ist vor allem eine Lüge … und nachdem die Bankster inzwischen nur um ihre eigenen Ärsche zu retten, ihre High Net Worth Individuals dem Amt für moderne Christenverfolgung (neudeutsch: Finanzamt) ans Messer liefern, ist so gut wie kein Fleckchen Erde übrig, wohin das Kapital, dies scheue Reh, noch flüchten könnte.

Ach ja, eine Möglichkeit gäbe es noch: Investieren, nein, nicht in Aktien, sondern wie in der Zeit des Wirtschaftswunders und wie Karl Marx zu sagen pflegte: In gut bezahlte Arbeitsplätze und Schaffen von realen Mehrwerten durch Arbeit.

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Zettelkasten 08.08.2015; Kulturpozileibanausen

15.08.08 homer-ist-zu-betrunken-um-autozufahren

“Nach einer Trunkenheitsfahrt lässt der Greifswalder CDU-Kommunalpolitiker Rainer Steffens alle politischen Ämter ruhen” … “Die Polizei hatte den Politiker und Rechtsanwalt am Dienstag mit einem Atemalkoholwert von weit mehr als zwei Promille aus dem Verkehr gezogen” … “Der Vorfall ereignete sich nach Polizeiangaben gegen 13 Uhr” … “als die Polizei eingetroffen war und einen Atemalkoholtest durchgeführt hatte, sollen die Beamten ihren Augen kaum getraut haben. OZ-Informationen zufolge soll das Gerät 2,78 Promille angezeigt haben. Trotzdem soll Steffens einen handlungsfähigen Eindruck gemacht haben. Er habe der Polizei sogar gedroht, den Richter beeinflussen zu können, nachdem ihm der Führerschein sofort abgenommen worden war.”

‚Wenn ihr mich nicht sofort weiterfahren lasst… hicks…. ihr grünen Pozilei – Flaschen… hicks… dann könnt ihr ab morgen wieder als Fußstreife Strafzettel schreiben… hicks… ich bin nämlich gar nicht stinkbesoffenn… ich bin nämlich… hicks… der Doktor Steffens vom… hicks… Ausschuss für Wirtschaft… kapiert?… da ist… hicks… so’ne Lütje Lage Mittags Brauchtum’

PS: ‘besonders wenn man grade von einem Grünen unter der Fussmatte durchgekehrt wurde’…

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Klartext über die “Altauto – Pest”*

15.05.23 MMSterngugger

Ich mag Leute, die nicht nur an der Oberfläche schnorcheln, sondern den Sachen auf den Grund gehen. So wie ich am liebsten. Und wem dann mein zuweilen konfrontativer Argumentationstil hier missfällt, kann mir dies offen sagen. Auf Feiglinge, die sich unbeobachtet fühlend an Oldtimer – Stammtischen und in Forums – Chats über mich auskübeln und mir hinterher hinterfotzig ein E-Mail schicken, um mich “zu einem Glas Bier einzuladen”, schpfeife ich.

Auf Andere, von denen man es absolut nicht erwartet, ist eben mehr Verlass. So wie letztes Jahr schon die Fotochen von der Bad Homburger Initiative gegen automatisiertes Fahren, hat Don Alphonso auch dieses Jahr ein Fotochen für mich gemacht. Ach ja, Sterngugger, dass bin ich, bei Twitter. Und Don Alphonso? … der schrub gelegentlich bereits nicht nur FAZ – Kollegen mehr als deutlich in ihr Stammbuch.

So wie dieses Jahr in seinem Bericht zur Mille Miglia auch.  “Nicht an der Strecke”…

“…Sie sind gar nicht so schlecht geworden. Früher war es ein unsagbares Gedränge, durch das man sich boxen musste, um einen Blick zu erhaschen. Überall waren Menschen. Heute ist es fast ein wenig leer, Jurassic Park halt, und es ist offensichtlich, dass die Mille Miglia überhaupt nicht mehr das Grossereignis ist, das sie einmal war. Nicht mal mehr die Absperrungen am Start sind wirklich nötig. Diese Menschenfreiheit kommt den Bildern zu gute.” … “Aber an welcher Stelle ist die Begeisterung verschwunden? Ich kann das genau datieren, der Knacks kam, als einer von der FAZ dort ein Werbeblog für einen Sponsor schrieb, und das war wirklich mies.” … “Bin ich vielleicht etwas kleinlich? Andere sind einfach so verschwunden. Ich weiss noch, was für Karawanen an alten Autos früher über den Brenner fuhren: Das ist vorbei. Haben sich die Leute satt gesehen, liegt es an Italien und daran, dass es zu viele Alternativen gibt? Ich weiss es nicht. Es betrifft aber auch Holländer, Franzosen, Engländer – sie alle fehlen. Die Krise vielleicht? Passt das Spektakel nicht mehr in dieses schwierige Europa? Auch die Russen sind weitgehend fern geblieben. Dafür sind die Preise jetzt sehr hoch…”

Nebenbei bemerkt – überall dort, wo die Classic-Abteilungen der Autohersteller sich zwecks Markeneinbildung klassische Oldtimer-veranstaltungen ‘kaufen’, zu Neuwagenverkaufsveranstaltungen umfunktionieren und die Fäden ziehen, in diesem Falle Daimler Benz als Lead – Sponsor, die im vergangenen Jahr sogar per gerichtlicher Verfügung vergeblich versucht haben sollen, Fiat untersagen zu lassen, ihre roten (Neuwagen-) Boliden aus Maranello in Brescia dem Publikum zeigen zu dürfen und die in diesem Jahr, aus PR-Gründen den Start vom Abend auf die frühen Mittagsstunden vorverlegten, um ihre Neuwagen besser präsentieren zu können, und dafür halt die startenden Oldtimer in die Mittagshitze und Verkehrsstaus Richtung Rimini rauschen ließen – beginnt nach einiger Zeit die PR – Gülle strenger zu duften als Benzin und Öl.

Punkt.

* Der von mir verwendete Begriff “Altauto – Pest” wurde in diesem Zusammenhang im dazu sehr lesenswerten Kommentar von “Schrotsäge” gebraucht.

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Zettelkasten 01. Mai 2015; “Clubblazer und rote Hosen” (2)

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Habe ich nicht vor Jahren immer gewarnt, Oldtimer – Klassengenossen?… jetzt ist es soweit, die Revolution von oben putzt jetzt ihre Radkappen in Brecia.

“Sie stehen vor der Qual der Wahl: 8.450 Euro für drei Übernachtungen, ein bisschen Essen und Anfeindungen der echten Mille Miglia-Teilnehmer oder aber entspannt zu Hause das Leben genießen, karitativ tätig werden oder, oder, oder. Trotz allem möchten wir Ihnen die nachfolgende Einladung natürlich nicht vor enthalten. In Sachen Kommentierung möchte ich hier aufhören, da mir sonst der Kragen platzt. Wer die Seiten des Veranstalters anklickt wird feststellen, dass Stern und Schriftzug der Marke verwandt werden. Mit Sicherheit nicht ohne Genehmigung, zumindest mal MB Italien oder wie auch immer die Dependance heißt…”

Ich würde mal vermuten, dass viele von den echten Enthuasiasten, die lesen, was Mercedes-Benz da aus der schönsten Oldtimerveranstaltung der Welt, der Mille Miglia, gemacht hat, genau so wie Dieter Ritter das Kotzen kriegen. Zuerst dachte ich noch, da könntest Du doch was zu schreiben, Titel: “Michael Bock GFY” (Web), aber heute bin ich weisser als vor Jahren, als ich mich mit Dieter Ritter, damals noch Mänetscher im Mercedes-Benz Classic-Center,  im Web wegen Apothekenpreisen für Ersatzteile kloppte.

Heute mache ich am Tag der Arbeit etwas was mich emotional mehr packt, lesen: “Warum Autos von Google und Apple für die Tonne sind” und “Der Krieg am Ende der Welt“ von Mario Vargas Llosa, ein Buch, von dem ein Literaturkritiker sagte, “was man gelesen haben muss, bevor man diese Welt verläßt”. Beides stimmt.

Ich wünsche einen schönen 1. Mai – Feiertag und bleibt tapfer.

 

P.S. Für diejenigen (mit Reisekostensteuerabsetzungsmöglichkeit), die sich einbilden, dass wenn man für 3 Übernachtungen 8.450 Euroß (scharfess) hinblättern kann, schon zu den oberen Zehntausend des Landes gehört (die haben mind. eine Null vergessen), auch ohne Clubblazer und roter Buchse…  geht’s hier lang…

Update 18.05.2015:

Mille Miglia Tribüne

Dafür, dass es hier das Jubiläum des Sieges 1955 von Sir Stirling Moss zu feiern gab und angesichts des PRollens von Mercedes-Benz aus allen Rohren, war die 8.500 Euro – Flatrate – Tribüne für VIP’s, beim Start in Brescia aber erstaunlich leer.

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