Mittwöchliche Lässigkeit unter der Linde

2013.07.17 Essen Linde 001

“Überall hört man von Hitze…     Manchen trifft sogar der Schlag…       Naß wird man am Hosensitze…     Schon am frühen Vormittag…”

Geht Euch das auch so? Die Sonne lacht hoch oben über dem Taunus, so wie gestern Nachmittag zusammen mit der besten Copilotin der Welt, vor einem ein leckeres Wiener Schnitzel mit knusprigen Bratkartoffeln und grüner Soße, daneben ein vor sich hin perlendes, natürlich spritfreies Weizenbier und rundum an den Nachbartischen des großen Biergartens, viele, viele gut gelaunte Menschen, mit Kind und Kegel, Junge und die lässigen Alten, die den Nachmittag nicht in der lauten, trockenen, von Hundescheisse, Staub und der Hitze ausspuckenden Klimaanlagen der Bürotürmen geschwängerten Luft der großen Stadt nebenan, sondern ganz entspannt im kühlenden Schatten der uralten fast zwei Meter Durchmesser messenden, knochigen Linde genießen. Und am Nebentisch zufällig deine Freunde, von denen einer, Harry, seine nagelneue ‘Harley Heritage Classic’ vor dem Lokal geparkt hat, ist die Stimmung auch nicht schlecht.

Es ist fast erahnbar, was in vielen Köpfen vor sich geht. Der ganz leise Wunsch sich jetzt und hier, wo Andere in den Schicki-Micki-Lokalen rund um die Fressgasse schweissgebadet ihr Essen herunterschlingen, so wie manchmal früher, einfach sitzen zu bleiben und sich in aller Ruhe ein paar Gläschen hausgemachten, tiefgespritzten (Mineralwasseranteil mind. 50%) Apfelweins zu gönnen. Prompt fallen einem aber natürlich ausreichend Gründe ein, warum das unvernünftig ist. Gerne genommen ist ja die Entschuldigung „da bin ich bei der Hitze nach dem Vierten gleich besoffen“ oder „dann wird’s zu gemütlich und ich bleibe hier zu lange sitzen“.

Ach ja, wer noch mehr über perfekt gebratene und herrlich schmeckende Wiener Schnitzel, mittwöchlich für sage und schreibe 6,90 Euro inklusive SonderausstattungenBeilagen wissen will und wo man diese im Schatten der ältesten Linde im Frankfurter Raum von netten, aufmerksamen Kellnern serviert bekommt… hier lang bitte

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Darüber spricht man nicht im Krisenidyll um Malcesine

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Man bekommt jetzt eine viel klarere Vorstellung davon, wie die innere Einstellung von Frau Merkel in der totalitären DDR zum Stasi – Regime in Wirklichkeit war.

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Ja, ich bin aus Malcesine zurück, wo das Leben des vermeintlichen Spions Johann Wolfgang von Goethe 1789 um ein Haar einen anderen Verlauf genommen hätte, ja, und ich bin vor lauter Cafe Crema Fredo, Frutti di Mare, ob auf Salat oder auf Pasta, dazu mit dem besten Restaurant – Tip ever und mit Pasta – Creationen die mir so noch selten über den Gaumen flutschten, etwas faul geworden.

Das hier sind wenigstens ein paar Fotos mit alten Autos aus Brescia.

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Rote Zurückhaltung

“Unser Winzerfrühstück: eine köstlichen Kreation von Dornfelder Rotwein und sonnengereiften Pflaumen. Die feine Zimtnote läßt große, festliche Ereignisse erahnen. Mit gutem Grund war diese Konfitüre die offizielle Weihnachts- und Neujahrskonfitüre der Landeshauptstadt Wiesbaden. Ganzjährig köstlich zu warmen Süßspeisen wie Crêpes und Waffeln, zu Eis oder einfach auf dem Frühstücksbrötchen…”

Zu mehr hat es heute Abend nicht gereicht. Weil die Fraisier des bois – Ernte  dieses Jahr buchstäblich ins Wasser fiel, nur einfaches, ganz bescheidenes  Gonzenheimer Landleben eben, wie so oft.

Letzthin wurde mir mal vorgehalten, meine Beiträge würden zu viel von mir selbst verraten, mich zum Gespött machen und hätten oft einen melancholischen,  ja jammernden Tonfall. In der Tat, ich bin ein äusserst rechthaberischer, gefallsüchtiger Mensch und neige dazu, dergleichen Kritik mir sofort zu Herzen zu nehmen.

Aber einmal Jammern muss dann doch noch erlaubt sein. Ausserdem brauchte ich heute Abend noch einen Anlass für das obige Foto, und nächste Woche schreibe ich dann was über den inzwischen zum Hausfrauen – Kleingeld – Casino umfrisiertenumkonzipierten Oldtimer – Fond aus Grünwald – was, weiss ich noch nicht genau, ich muss erst noch mal in Ruhe einiges in den 89 Prospektseiten Gelesenes verdauen und das erst mal erleben gehen. Was tut man nicht alles für sich selbstEuch.

Ach ja, noch was: Die obige Empfehlungen der Wiesbadener Marmeladen Manufactur muss ich ergänzen um: “…oder als Abenddiättip ohne Crêpes, einfach eine rote 300 Gramm Überdosis, zweizweieinhalb ganze bis oben hin randvolle Eisbecherschälchen, pur, mit dem Löffel.”

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Stadtmenschkompromisse

Wer als Stadtmensch Wert darauf legt, einen Rasen vorzufinden…

oder Abends noch in Ruhe mit einem Freund ein Bierchen zu trinken, muss in der Stadt wohl hin und wieder zu Kompromissen bereit sein.

Zwei Stunden, nachdem ich die beiden Jungs noch auf die Festplatte gebannt hatte, war der Weg bereits das Ziel.

 

Ich muss vielleicht vorausschicken, dass dort wo ich lebe, jetzt wieder alles in Saft und Kraft steht, ein Traum, und dazu, wie es in Süddeutschland oft heißt, echtes Kaiserwetter, um den alten Begriff zu bemühen.

weil das “Stöffche” für Nicht-Hessen manchmal eine sehr schnell einsetzende “befreiende” Wirkung hat, deutliche Hinweise für die “Not(aus)gänge”…

Angekommen, dachte ich nur kurz an die zwei kompromissbereiten Biertrinker (oben) in der Stadt…

Apfel-Rosé – Sekt und Handkäs mit Mussik, ich hielt damit, von den Unmengen Schweißtropfen die mir während des Fußweges langsam die Schuhe füllten mal abgesehen, und während  Andere  mal wieder “nachplappern,  Leib und Seele kräftig zusammen. Wo?  Hier…

 

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Obsthof-schneider

Lässigkeit des Alters

Ich hätte gerne später mal die Lässigkeit des alten Ehepaares vorgestern bei meiner bevorzugten Konditorei und gerne die Handy-Camera dabei gehabt.

Alt, wirklich alt, bleich und voller Altersflecke, beide jenseits von gut, böse und Schönheits-OP. Ziemlich tattrig, nicht wirklich viel Klang in der Stimme und erheblich gebückt. Sie nahmen jeweils ein Viertel von vier Torten, liessen es sich in ein eine wirklich grosse Tortenschachtel verpacken, bezahlten mit einem 200-Euro-Schein und zitterten über die Strasse zu einer schon gut 35 Jahre alten 450er S-Klasse in Champagnergold, ohne H-Kennzeichen.

Die Torte kam in den Kofferraum, der alte Charmeur machte seiner Frau höflich die Türe auf wie schon damals vor wahrscheinlich über 50 Jahren, als er sie  kennengelernt hatte, setzte sich dann hinters Steuer und gab sofort richtig Gas, und knallte mit einer Rücksichtslosigkeit in den Verkehr, die man nur kennt, wenn man entweder jung und dumm ist, oder nichts mehr zu verlieren hat und die meisten anderen Verkehrsteilnehmer in die Böschung rammen kann. Vorne links war die Stossstange eingedellt, rechts zeugte ein deutlicher Farbunter-schied im Lack… vielleicht hat da wirklich jemand unvorsichtigerweise auf seiner Vorfahrt bestanden.

Armer hoffnungsvoller Jungunternehmer, der seine Oldtimer vor dem Rathauscenter aufgestellt hatte, hoffend, das dorthin zum Billig-Schuhmarkt, Tiefkühlpratzenaufback-Shop und Pilsstübchen eilende Passanten, arbeitslos gewordene Banker und erziehungsgeldentgeldete Eltern, demnächst eine Pagode oder Rolls Royce von ihm “mieten” werden.

Was hilft an solchen Tagen, ist der Weg durch den Kurpark zurück nach Hause, wo in der Taunus-Therme geschwitzt und im Seedamm-Bad gebadet und wassergrutscht wird, wo die Bandscheibenfrischoperierten an Krücken ihre tägliches Bewegungspensum in der Brunnenalle absolvieren, während nebenan alte escadabekleidete Tanten aus Frankfurt aus dem Casino-Bus steigen zum Geld verzocken am 5-Euro-Mindesteinsatz-Rouletteautomaten.

Auch wenn die Wolken über uns drohen, es bleibt warm, sonnig und sicher, denn das alles lebt bislang noch von sich selbst und den alten Säcken in den S-Klassen, die aus guten Gründen so beneidenswert herrlich leben, als gäbe es kein Morgen mehr. Der Kurpark, der Taunus und der Himmel, sie alle werden immer da sein, egal wo, welches Land durch kriminelle Immobilien-Haie und Bankster diese Woche grade vor die Hunde geht, gelbe Kauf-Mich-Politiker ihrer Klientel Milliarden in den Hintern schieben und ich kann hier trotzdem immer sein und bleiben. Ausser heute Nachmittag – da muss ich zum Sparen zu einem Bekannten nach Frankfurt, weil ein Galvaniseuer ein paar Motorenteile verschlampt hat.

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Äppel Feierabend

09.10.18 Torte Genuss2 008_460x320_50KB

09.10.18 Torte Genuss2 013_460x340_50KB

09.10.18 Torte Genuss2 011_460x320_50KB

09.10.21 Apfelsaft 009_460x320_50KB 

 “Mei Gärtsche lieht direkt am Haus, des is kommod und fei; so fall ich aus de Dür enaus direkt ins Griene nei. So sitz ich oft und dräum im Gärtche ganz allaa, unner de Appelbäum und guck mer Sternscher aa.”

Das ist keine Angeberei. Es ist nur eine kleine Reality-Geschichte von eben grade. Und weil der erst vor einer Stunde frisch gekelterte Äppelsaft, ohne ein Milligramm Chemie, heute besonders gut schmeckt, ein bißchen Schleichwerbung, wo es so was noch gibt, selbstgekeltert…

Burkhardt , Erich… Frankfurter Landstr. 162, 61352 Bad Homburg… um die Egg
 
Der Herbst kann so schön sein.

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