Zettelkasten 28.08.2015; Goethe war ein Babbler

1930 er Goethehaus 2

Heute ist Goethes Geburtstag. Und auch er, der Geheimrat aus meiner Stadt, war ein Blogger. Zumindest wusste er um die Nöte von Bloggern und hat sie zum Beginn seines “Faust” treffend auf den Punkt gebracht, als er im Vorspiel auf dem Theater den Direktor sagen lässt:

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“Sie sitzen schon, mit hohen Augenbraunen, 
Gelassen da und möchten gern erstaunen.
Ich weiß, wie man den Geist des Volks versöhnt; 
Doch so verlegen bin ich nie gewesen:
Zwar sind sie an das Beste nicht gewöhnt, 
Allein sie haben schrecklich viel gelesen.
Wie machen wir’s, daß alles frisch und neu
Und mit Bedeutung auch gefällig sei?
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Und dann:

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Denn freilich mag ich gern die Menge sehen,
Wenn sich der Strom nach unsrer Bude drängt

In diesem Sinne ein schönes Wochenende.

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Neuzugänge für das Rückspiegel – Archiv

1950 er VW Konvolut 1

Ein goßes Tankeschön an den in der Oldtimer – Szene recht bekannten aber ungenannt bleiben wollenden Berliner mit Frankfurter Wurzeln, der nach hartem Fight gegen Zahnwälte die Hand am höchsten hatte…

1950 er VW Konvolut 2und  nicht mir, sondern dem Rückspiegel ein ganzes Konvolut Fotos gespendet hat.

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Adler auf der Strasse.

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Dunkelrot geht immer, oder?

Seit heute 9.30 Uhr sind sie unterwegs. Mit dabei, die Urenkelin von Heinrich Kleyer (auf dem Foto die Dame, die bei meinem Bekannten Rolf Ackermann im Fonds seines Adler’s sitzt).

Kaum vorzustellen, wenn Adler als vor dem Krieg einer der innovativsten Automobilherstellern mit damals technisch anderen Herstellern weit überlegenen Automobilen, 1948 die Automobilproduktion wieder aufgenommen hätte. Dann wären mit hoher Wahrscheinlichkeit heute die Karten unter den Automobilherstellern völlig anders gemischt und vielleicht stünde ja sogar eine Frau an der Spitze des familiengeführten Frankfurter  Autohersteller ADLER.

Danke für die Geduld und die Aufmerksamkeit.

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Das große ADLER – Bild im Westviertel

Ölkännchen

1914 war jeder fünfte zugelassene Kraftwagen in Deutschland ein Automobil aus den Adlerwerken in Frankfurt.  Von dem Erfolg des Ford T-Modell in Amerika angetrieben, entwickelte ADLER bereits 1927 einen Großserien-Wagen, der als Modell Standard 6 auf den Markt kam. Es war der erste deutsche Serienwagen mit Ganzstahlkarosserie, hydraulischer Vierradbremse und mit Bauteilen aus Leichtmetall, statt Grauguss und Schmiedeeisen. Ein Meilenstein im Autobau, gegen den die Automobile mit dem Stern auf der Haube technisch gesehen Relikte aus der Steinzeit des Automobilbaus waren.  Die Autolandschaft würde heute sicherlich anders aussehen, wenn Heinrich Kleyer 1948 nicht die Flinte ins Korn geschmissen und die Automobilproduktion eingstellt hätte.

Nur das Ankommen und die Erinnerung daran in der Gegenwart zählt auf 700 Kilometern. Die Old-Boys vom ADLER Motor – Veteranen – Club tun was dafür.  Am Donnerstag den 28. Mai – 8.00 Uhr – ist es soweit, dann startet einen Steinwurf weit weg von dort, wo ich die ersten 36 Jahre meines Lebens verbrachte, in den ehemaligen Adlerwerken im ‘Gallus’, die dreitägige  1. Clärenore Stinnes – Söderström – Erinnerungsfahrt Frankfurt – Passau…

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Ähnliche Themen: “Mit Flinte und Lippenstift”

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Zettelkasten 16.04.2015; Ich mag es

15.04.16 ScreenShot MB 1945 bis 1950er...

…wenn auch eine ältere Seite im Motorblöckchen in Sachen Besucherzahlen ständig atmet; das zeigt, dass so wie ich, doch viele Leser die richtigen Prioritäten setzen und ein ehrliches, echtes Leben, so wie es früher einmal noch mehr war als heute, dieser Fiktion eines Lebens heute, inmitten von Anscheinern und falschen “Like” – Freunden, vorziehen. Wie die Seite hier im “Rückspiegel”.

Wenn mir das einer vor fünf Jahren gesagt hätte, aber vorgestern Abend war der 50.000ste Besucher auf “Autoverkehr in Frankfurt 1945 – 1950er Jahre”…

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