Neolibs, call now Tomas Pireas

15.07.20 Griechenland Porsche Call now- 1

Was hätte das alles so einfach sein können. Die Gründungsväter der Bundesrepublik hatten aus den Erfahrungen der Weimarer Republik mit der Finanz – Oligarchie und dem anschliessenden Durchmarsch der Nazis schon 1947 sehr, sehr genau gewusst, warum in einer bundesdeutschen Demokratie das Volk im Vordergrund stehen musste und man Schlüsselindustrien, u. a. Banken, bedingungslos verstaatlichen wollte.

Eine Hypo-Real-Estate mit 150 Milliarden in Luft aufgelösten Verlusten und so manches andere Unappetitliche auch, wie ein Herr Sarrazin oder eine Frau Petry, wären uns erspart geblieben. Für Milliarden – Verluste hätten dann die Aktionäre grade stehen müssen, hätten sie die leere Kiste nicht mehr stemmen können, pleitegehenlassen, ohne Wenn und Aber entschädigungslos 100 % – Übernahme durch den Staat, rekapitalisieren und ein paar Nummern kleiner, knüppelhart geführt und geregelt für normale Bankgeschäfte wieder auf den Markt gelassen. Ich weiß, es klingt brutal, aber erstens werden von Büroreinigungsfirmen speziell in München und Frankfurt, Sch..Klosetthausputzer mit hoher Qualifikation immer gebraucht und zweitens hätte man einer ganzen Generation von jungen Menschen nicht ihre gesamte Lebensperspektive geraubt und Probleme geschaffen, die dann, wenn jetzt erst einmal die Italiener und Spanier an die Reihe kommen, und das wird schneller kommen als manche uns Glauben machen wollen, aber hallo, uns die nächsten Jahrzehnte erst so richtig zu schaffen machen werden.

Ich kann diesen beiden Artikel, den einen von Georg Monbiot über “das letzte Schlachtfeld der Finanzeliten gegen die Demokratie” und den anderen in der NZZ über das ganze abgekartete Spiel, wie trete ich den Griechen die Tür ein und sehe zu, wie ich ihren 356er Porsche Tafelsilber in meine GarageTaschen bekomme?…

“… der IWF vertrat damit den Hauptpunkt, den die griechische Regierung in den Verhandlungen mit der Eurozone sechs Monate vertreten hatte: Das Land ist bankrott und braucht einen Schuldenschnitt. Eine Analyse, auf die die Gegenseite nie einging. Die Verhandlungen endeten dann am Montag mit einer vollständigen griechischen Kapitulation: fremde Aufsicht, harte Sparprogramme, auf keinen Fall ein Schuldenschnitt.” … “Am Anfang der Verhandlungen wäre die IWF-Studie tatsächlich eine Bombe gewesen, aber der Fonds zündete sie erst nach Griechenlands Kapitulation. Er fuhr durch die ganze Krise hindurch einen Zickzackkurs zwischen Rebellion und Nichtrebellion zur Eurozonen-Politik…”

angesichts der unerträglich gewordenen, bewussten Falsch- und Desinformation von der Finanz-Oligarchie so oder so  geschmierter abhängiger deutscher Medien gar nicht oft genug loben.

Am Samstag las ich, dass die Neolib – Eliten bereits dabei sind, sich für Preise, die man in New York schon für einen PKW – Standplatz im Appartementhaus am Central Park hinblättern muss, idyllische, griechische Inseln unter den Nagel zu reissen.

15.07.20 Posche3562-(225)

Also, sich über die faulen Griechen aufregen, die Schulden machen und nicht zurückbezahlen wollen, das war gestern. Bevor andere, denen Ihr von den Medien narkotisiert wieder mal auf den Leim gegangen seid und die mit randvoll gefüllten Geldsäcken im strumreif geschossenen Griechenland schon auf Einkaufstour sind, den Tick schneller sind, mein Tip für Kleingeld-Neolibs: Für runde 22.000 Euros bekommt man hierzulande einen 356er Porsche bestenfalls noch in einem Zustand angeboten, der einen kürzlichen Bodenfund vermuten lässt. Tomas Pireas, der wie man unschwer erkennen kann, noch weitere solcher Sahnestücke hat… call him now.

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