Gerd Martin; Classic Cars Fonds…

15.01.14 FaceBook Classic Car Fonds

Karriere vom Inhaber einer 3.000 Euro – Stammkapital Import – Export – Klitsche in Palma de Mallorca, die hitzegeplagten Mallorquinern Sonderposten Klimaanlagen vertickert, über Möchtegern – Verwaltungsrat einer schweizer AG, zum prekärdilettantischen Pixelschubser als dicke Kohle einsammelnder FaceBook – Oldtimer – Fonds – Anbieter (ohne eigene Webseite).

15.01.14 FaceBook Classic Car Fonds 2

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Wer nur mal bei GoMoPa reinliest wird nicht glauben, mit welchen Schwachsinnsangeboten die Haifische heute jedes Jahr Milliarden an Never-come-back-Money raisen. Das Höllenfeuer solventer, älterer Herren, die bei dem Spiel “DOX schlägt DAX” die “Blinde Kuh” zu spielen bereit sind, lockt halt.

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Oldtimer – Fonds Rückblick: Von “AAA” zur Ramschbeteiligung

15.01.15 OLD-Fonds-PLeite

Nicht nur die FAZ schwelgte 2010 noch begeistert…

“…Auch die Fonds-Branche hat das inzwischen entdeckt. Georg Fritz und Jürgen Meister haben eigenen Angaben zufolge den ersten geschlossenen Oldtimer Fonds Deutschlands unter dem Namen “Classic Cars” als Private Placement aufgelegt, der in 30 alte Fahrzeuge investieren will. Der Anleger müsse mindestens 250 000 Euro zeichnen. Insgesamt sollen so über 20 Millionen Euro eingesammelt werden. Fritz, der selbst zehn alte Wagen in der Garage stehen hat, und Meister sind nach eigenen Angaben seit Jahren im Fondsgeschäft tätig…”

selbst die BILD-Zeitung für Kapitanleger CAPITAL in Person von Martin Trockner promotete genau so wie viele andere Journaillen ohne Hirn und Verstand, bis sprichwörtlich der Arzt kommt, in einer Sonderausgabe seinen Oldtimer – Fonds…

11.00.00 Capital 1

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während ich gleichzeitig hier und das für lau, als einzigster in Deutschland davor warnte, Geld in diesen unausgegohrenen Oldtimer – Fonds zu investieren.

Zwar attestierte ich danach den Machern 2012 noch eine Blasenschwäche,  was ich dann aber nicht mehr mitbekam, war, dass als ich 2013 noch einmal nachhakte, was macht denn der Fritz so?… der Gute grade ein paar Wochen vorher in alter Haifisch – Manier bereits Insolvenz angemelet hatte.

13.03.21 Liquidation

Ich hoffe, dass hier wenn, nur ganz, ganz wenige und vor allem keine Omas und Opas, für die “Fritz” in seiner Not, zuletzt die Mindestbeteiligung auf 10.000 Euro gesenkt hatte, ihrer Never-come-back-Kohle nachtrauern müssen.

P.S. Ach ja, sehr verwandtes Thema schon 2010 hier…

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Jan Baedecker, darüber spricht man doch nicht

14.10.10 savignac-designer-2

Die bessere Gesellschaft unter den Oldtimerbesitzern schätzt es nicht, wenn man neben ihren Autos steht und durch ihre Seitenscheiben lunst, oder gar ein VIP – Armbändchen für die Partyzelte auf Concour – Veranstaltungen erheischt, sich dort neben sie setzt, vielleicht sogar indiskrete Fragen stellt oder auch nur einfach aufmerksam ihrem meistens sich kaum von dem eines Karnickelzüchtervereins unterscheidenden Klatsch und Tratsch zuhört.

Insofern ist mein Bemühen in sich schon so unschicklich, dass ich in meinem im Frühjahr/Sommer 2015 erscheinenden Buch “Nach allen Regeln der Kunst” frei weg von der Leber erzähle, was einen in den Verkaufssalons einiger namhafter Oldtimer-Händler, bei Oldtimer-Messen und auf -Auktionen und u. a. in Werkstätten von bspw. im Nebenerwerb Mercedes ‘Pagoden’ reparierender und restaurirender Autovermieter erwartet und passieren kann, und wie gerade ich dazu komme, der bekanntlich momentan gar keinen Oldtimer besitzt, als Wegbegleiter durch alle sieben Höllen- und Fegefeuerkreise dieser Szene, und als wäre dies alles noch nicht genug, vielleicht schon bald auch im Auto-Blog einer großen deutschen Tageszeitung, gelegentlich über “alte Autos in besserer Gesellschaft”, zu schreiben.

“Warum Geld waschen, wenn es doch schmutzig so viel mehr Rendite bringt? Tatsächlich ist der neueste Trend aus dem Boom-Markt für Automobilklassiker nichts für Saubermänner…”

Aber, aber, Jan Baedeker. Sie jetzt auch?

 

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Nach allen Regeln der Kunst II

14.07.28 Achenbach verschwundene Oldtimer...

Grade schrub ich hier:

“Ob es  nur die Dummheit eines Unternehmers Albrecht war, dessen Clan ihre Milliarden mit dem Slogan „Gutes muss nicht teuer sein“ verdient oder raffinierte Hütchenspieler und scheinbare, neutrale Beraterfreunde die Gier nach Easy – Money in ihm geweckt hatten, bleibt mal dahingestellt. Die „Kafkaeske Achenbach“ & Co geht, wie über die Albrecht – Sammlung gut informierte Oldtimerlkreise wissen, jetzt erst richtig los, und welche Rolle der Edelrestaurierer Klaus Kienle und Klaus Zimmermann, ehemaliger Chef des Mercedes – Benz Classic – Center darin gespielt haben, werden wir spätestens während der Verhandlung gegen Achenbach erfahren…”

Ich muss mich wohl dahingehend korrigieren, dass wir Dank vereinzelt noch vorhandener, investigativer Journalisten vom Spiegel und Syndications-schreibern wie von B*ld, viel früher erfahren werden, wer sich da alles die Hände und zwar hoch bis zum Oberarm, mitgewaschen hat.

“…Demnach habe eine Achenbach-Firma im August 2012 bei einem Händler in Süddeutschland sieben Oldtimer für 16,8 Millionen Euro gekauft…”   “…Die fünf anderen Oldtimer, darunter nach BILD-Informationen ein Mercedes 300 SL Flügeltürer, sollen in der Achenbach Firma verblieben sein und laut „Spiegel“ umso billiger berechnet worden sein…”

Wow… ein Flügeltürer für lau… die Preise innerhalb der Noblesse Oblige der Oldtimerszene, dafür, guten Freunden mit Empfehlungen und Tips die Planken einzuseifen, sind offenbar gehörig gestiegen.

Da ist nach einem Gespräch mit einem sehr gut informierten Oldtimerhändler, inzwischen mehr als die Ahnung, dass da noch ein paar andere Kaliber aus der Wiege des Automobilbaus mitverdientgemischt haben, wie gut vernetzte und angeblich unabhängige Öchsperten, die reichen Leuten wie Berthold Albrecht “Strategische Lösungen für Sammlungen klassischer Automobile aller Marken”, nur gegen bescheidene 2 – 3 % Honorar natürlich, anbieten.

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Verwandte Themen: “Nach allen Regeln der Kunst I” und “Die Akte Achenbach”

Null Bock auf ‘Pagoden’?

12.08.26 Klassikstadt 011

“Sorry, it’s not enough”… rief Auktionsprofi Malcolm Barber, Bonhams-Vizepräsident und Auktionator, kürzlich bei der Oldtimer – Auktion im Mercedes-Benz Museum ins Mikrofon, als “im reichlich angereisten Publikum, unter den ansonsten stilbewussten Moneybags Manschettenknopfträgern bei Lot 09, Lot 34, Lot 43 – partout keiner den Arm hochstreckte. Und die Estimates Estimates sein lassen und die Startpreise einfach um die Hälfte senken, wie beim deutschen Auktionsflop des Jahres 2012 in der Klassikstadt, ging natürlich auch nicht, dass hätte bei einigen Einlieferern womöglich zu akuten Herzproblemen geführt.

An zu schweren Manschettenknöpfen hat die Armhaltung nach unten, wohl kaum gelegen. Die Überzahl der vor ESM –  Rettungs-Fonds um ihre Spargroschen bibbernden und im Garagengold Rettung suchender Schnäppchenjäger, dürfte sich, vielleicht auch die aktuelle Affäre um Helge Achenbach im Hinterkopf, im dicht gefüllten Auktionssall eher die gleichen zwei Fragen gestellt haben, wie ich und andere seit vielen Jahren.

12.08.26 Klassikstadt 010

Marktpreise, auf denen sich die Estimates bei Auktionen berechnen, sollten bekanntlich kybernetische und auf Angebot und Nachfrage basierende Preise sein. Wie kann es dann sein, dass bei Pagoden, die u. a. schiffsladungsweise aus Amiland importiert und hierzulande restauriert werden, von denen bei Oldtimer-Messen, bei einschlägigen Händlern und in Gebrauchtwagenportaln, mehr höchstpreisige Exemplare angeboten werden, als es Strassen in Kleinbloggersdorf gibt, wo sich andererseits aber der deutsche Zulassungsbestand seit 2007 nicht mehr nur seitwärts, sondern sich inzwischen sogar deutlich verringert hat?… runde 500 ‘Pagödchen weniger als damals… wie kann es also sein, dass sich die von den einschlägigen Marktbeobachtern ermittelten Marktpreise für ‘Pagoden’, dann in den letzten 8 Jahren, grob gesagt, beinahe verdoppelt haben?…

2014.07.00 W113 - Deutschland - Zulassungsbestand

(zum Vergrößern auf Bild klicken)

und meine Lieblingsfrage, geht bei dem vom VDA ermittelten DOX Oldtimer – Index, der uns eine komplexe Berechnungssystematik vorgaukelt und jeden seriös errechneten Wertpapier-Index um Lichtjahre schlägt, geht dort alles mit rechten Dingen zu oder wird hier vielleicht wie beim ADAC und ZDF auch, …? und wird hier vielleicht auch wie im Kunstmarkt und wie Wolfgang Schäubele grade anmerkte, eine perverse Nummer gieriger Leute abgezogen … ich wage garnicht daran zu denken.

Ob es nur die Dummheit eines Unternehmers Albrecht war, dessen Clan ihre Milliarden mit dem Slogan „Gutes muss nicht teuer sein“ verdient oder raffinierte Hütchenspieler und scheinbare, neutrale Beraterfreunde die Gier nach Easy – Money in ihm geweckt hatten, bleibt mal dahingestellt. Die „Kafkaeske Achenbach“ & Co geht, wie über die Albrecht – Sammlung gut informierte Oldtimerlkreise wissen, jetzt erst richtig los, und welche Rolle der Edelrestaurierer Klaus KIenle und Klaus Zimmermann vom Mercedes – Benz Classic – Center darin gespielt haben, werden wir spätestens während der Verhandlung gegen Achenbach erfahren.

Anmerkung: Bei meiner Grafik sind vom KBA nicht erfasste Fahrzeuge mit rotem 07er Geizkragen – Kennzeichen und 06er Händler – Kennzeichen, nicht enthalten.

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