Bester Auto – Blog Beitrag 2015: “Der Autobahnraub”

1936 Fotostop mit Opel Kadett

“Gabriel und Schäuble wollen unser Geld veruntreuen um die Allianz zu subventionieren…”

Selten kriegt man die systemische Korruption in Politik und Wirtschaft so in Echtzeit vor Augen geführt, wie hier.

Nicht nur die 19 Millionen ADAC – Mitglieder hätte es bestimmt interessiert, wie sie in Zukunft die mit ihren Steuern über viele Jahrzehnte finanzierten Autobahnen und Schnellstrassen ein zweites Mal finanzieren und mit ihren für die Strassennutzung zu entrichtenden Entgelten, das wackelig gewordene Kartenhaus privater Kapitalversicherungen der ALLIANZ Versicherungskunden, vor dem Zusammensturz bewahren sollen.

1938 Telefunken Radiowerbung

Warum nur, liest man etwas journalistisch so blendend recherchiertes über die Hintergründe, nicht in der ADAC-Motorwelt, in Auto-Bild und Auto Motor und Sport? Lobenswerte Ausnahmen wie hier von Harald Schuhmann sind selten.

In diesem Sinne wünsche ich der Leserschaft einen guten Rutsch ins neue Jahr.

P.S. Wenn es ein Voting für den besten Blogbeitrag des Jahres zum Thema Automobil geben würde, bekäme der Wirtschaftsjournalist (Handelsblatt) Norbert Häring jedenfalls meine Stimme.

.

Bedauernswertes, gelfrisiertes Lumpenproletriat II

Uckermann Daniel Fuhrpark Rottach Egern

Es gibt natürlich keine Ratgeber für Dummies und gelfrisiertes Lumpenproletariat für Kapitalanlagebetrug, kein „wie trete ich dem Hascherl die Tür ein und sehe zu, wie ich seine Spargroschen in meine Taschen bekomme“ und Tips, „Der perfekte Betrug, mit ein paar hundert Millionen Beute unentdeckt und straffrei davonkommen“.

Gemeinhin ist man dann, wenn man geschnappt wird, stets gut beraten, beim Strafverteidiger nicht sparen zu wollen, denn einer muss ja die Staatsanwälte und Richter mit der Geschichte vom 5-jährigen Sohn, der seinen “bei Wasser und Brot” “einsitzenden” Papi wiedersehen will, erweichen.

Hier bei uns nun, im Staatskonzern Deutschland, liegen die Dinge natürlich etwas anders. Grade haben 8 Millionen Deutschland – Gesellschafter, altmodische so wie ich, die Bereitschaft des neuen Deutschland – Managements erfahren, solche für uns ungewöhnlichen Wege – umgangssprachlich gelegentlich noch “Lug und Betrug” genannt – zu beschreiten. Tja, da sind heute richtige Draufgänger am Werk, zu denen man aufblicken kann, die lassen die Kugeln rollen, fünf grade sein, die riskieren was:

Denn, so deren Devise in klassischer neoliberaler Manier, wenn es gut gegangen ist, fragt hinterher keiner nach den krummen Wegen, die man gehen musste. Und wenn es schief geht – ist man im Gegensatz zum kleinen Graukapitalmarktbetrüger in der komfortablen Lage, nicht den Staatsanwalt fürchten zu müssen, sondern Dank guter Freunde_innen selbst die Legislative zu sein. Wo ja sogar der amtierende Finanzminister einschlägige Erfahrung mit Geldern hat, die einem einfach so ins Büro gebracht werden.

Münchener Merkur 1127160139-62404ffc-2f50-4ff4-bc75-fd66957abb0c-RRKJw8K7ING

Da tut mir der amtierende Meister der GT4-Rennklasse, Daniel Uckermann, der wohl mitsamt 100 Millionen, Frau und Kind und Kegel die Fliege gemacht hat, irgend wie sogar ein bißchen leid.

.

[Foto: “Der schnelle Daniel flieht vor seinen Kunden…” ]

.

Zettelkasten 21.11.2014; Bananen(republik) auf dem Dach

128879-0001-107

“…Das wusste ich, weil mein Vater vom Westen erzählte, ich mit ihm in den Intershop am S-Bahnhof in Lichtenberg ging, er mit mir die Regalreihen durchquerte und mir erklärte, dass viele Menschen das wollten, was sie nicht haben konnten. “Was sind das für Dinge?”, wollte ich wissen. “Jeans”, sagte mein Vater. “Und Coca Cola.” Ich wurde still und fragte mich, warum Menschen das wollten. Was anders an Jeans und Coca Cola aus dem Westen war. “Sie kaufen sich Freiheit”, erklärte mir mein Vater und ich verstand es nicht. …” “…Die meisten kauften sich Mist von ihrem Begrüßungsgeld, weil sie den Kapitalismus nicht kannten …”   “auf den Parkplätzen die ersten Westautos. Rumpelige Karren, kaputte Autos, händereibend an ahnungslose Ostdeutsche verkauft. Meine Eltern nicht. Meine Eltern kauften sich von ihrem Begrüßungsgeld einen hellblauen Trabant, den meiner Lehrerin.”

128879-0001-198

Glaubt man einigen Kommentaren in den Medien, wird Thüringen demnächst eingezäunt, vermint und alle Bürger enteignet.

.

[Foto: Rough Art Zürich]

Quo Vadis Mercedes Made in Germany

64539

Kennt Ihr dieses furzende Geräusch mit dem die Luft aus einem Ballon entweicht, wenn man ihn beim Aufblasen nicht richtig festgehalten hat. Er macht in der Luft, je nachdem wie stark man ihn aufgeblasen hat, ein bis zwei Kapriolen und bleibt dann wie ein einhodiges männliches Geschlechtsteil nach einer langen Nacht, völlig verbraucht auf dem Boden liegen.

Diesen Furz hören wir seit Beginn der Finanzkrise beinahe täglich. Aber das ist keine Krise, das ist nur ein Furz. Anstatt die Banken, die sich verzockt haben, den Weg gehen zu lassen, den unsere neoliberalen Wirtschaftsfaschisten immer für die Armen wollen, wird subventioniert ohne Ende. Dieses Geld dient nicht dazu irgendwelche Investitionen zu schützen. Es dient dazu den Eliten den Arsch Hintern zu retten.

Gestern hat die FTD geschrieben, dass Daimler Benz beabsichtigt, die Mercedes C-Klasse, das Volumen-Modell schlechthin, zukünftig in den USA bauen lassen zu wollen.  Das ist genau das Gegenteil, kein Furz, das ist die Krise. “Bessere Arbeitsbedingungen in den USA”, gemeint sind willfähigere Lohnsklaven, “auf Jahre gesehen ein niedriger Dollar…”, die Argumente kennen wir von früher, im Grunde genommen heißt es so viel wie, die Eliten retten sich selbst und 4.500 Daimler-Arbeiter und wenn es denn so kommt, schätzungsweise ebenso viele Arbeiter bei Zulieferern, dürfen sich voraussichtlich bei den Arbeitsagenturen als ALG-Anwärter eintragen lassen, und habe ich es nicht gesagt ?, nach der Wahl geht’s los.

Mercedes-Benz Oldtimerveranstaltungen abgesagt, gestrichen, Kosteneinsparungs-Notprogrammen zum Opfer gefallen, finanzielle UNterstützung der Marken-Clubs wie man hört, gestrichen, Stefan Röhrig vom Classic-Center ebenso wie Dieter Ritter weg, Peter Spieth, bis dato Chef vom Classic-Center hat vor kurzem selbst den Hammer hingeschmissn, ich unheilbarer Nostalgiker, habe mir noch am Samstag bei meinem Lieblings-Trödel-Laden in Berlin noch schnell mal das Buch “Hitler’s Rennschlachten… Die Silberpfeile unterm Hakenkreuz” gekauft, statt 29,80, als preisreduziertes Männgelexemplar, für 6,50 Euro.  Meine Copilotin hatte mir 5,00 Euro für meinen Berliner Beutezug in der Flughafenstrasse genehmigt, die 1,50 spare ich momentan easy durch die vom Arzt auferlegte Tortenabstinenz.

Die ganzen – erzwungenen – Koopertionsverträge mit den Mercedes-Marken-Clubs, die ganzen Infights zwischen Marken-Club-Mitgliedern und Kritikern, hinter den Kulissen, in Mercedes-Foren, in Clubzeitschriften, bis hin zu zu erbitterten Kämpfen vor Gerichten (armer “Jean”), wo jahrelange Freundschaften zu Feindschaften mutierten, alles nur sinnlose Herumfurzerei. Mal sehen, wo es mit Daimler und Mercedes-Benz hingeht.

Warum es nach meiner Meinung zumindest der Oldtimerei, nicht nur der von Mercedes-Benz, durch diese Entwicklung, Loslösung von Share-Holder-Value-Interessen, in Zukunft besser gehen wird, das ist vielleicht mal eine neue Geschichte.

.

4 qm weniger Leerstand durch Gernot Gaulke

2009.07.09_900x900_300KB

(Zum Vergrößern draufklicken)

Auch wenn die durch diese Immobilienhütchenspieler  verursachten Schäden gegenüber der aktuellen Krise Kleinspattel sind, so kann ich meine Freude nicht verhehlen, wenn einer wie Gernot Gaulke & Co in erster Instanz, zu über 3 1/2 Jahren Gefängnis verurteilt wurde. Da wäre vielleicht noch mehr gegangen, aber immerhin.

Ein kleiner Wink von mir für die nachgerückten Pfeifen heute, die leere Türme bauen, auch gerne ihre Zahlen schönschmieren und bislang auf Tagessätze hoffen konnten.

 

Update 22.10.2015: Gernot Gaulke – Wohlfühl – Grüsse aus Houston (Texas)

15.10.22 FB 12140698_10206453134840865_4227513763342909741_n

15.10.22 FB Texas - 1Verwandte Beiträge: “Die Angst Frankfurter Kreise vor dem Flaschensammeln”.