Hat einen gewissen Charme.

14.07.17 280 SE - 399.000 US$

“…Vieles deutet darauf hin, dass die internationalen Finanz-Eliten über die Entwicklung des globalen Geldes ausgesprochen besorgt sind…” “Beobachter stellen fest, dass die Finanz-Eliten in Erwartung von sozialen Unruhen vorsorglich und zumindest verbal linke Positionen übernehmen. Sie haben Angst, dass sie als Teil des Problems identifiziert werden könnten…”

Die visuelle Vorstellung, dass einer dieses exclusiven Zirkels hier den Arm hebt, löst in mir fast Lachkrämpfe aus. Eins steht fest: Der Anbieter des Mercedes-Benz 280 SE Cabriolets jedenfalls, weiß wie wenige, andere Eingeweihte offenbar auch und das ziemlich genau, wie ängstliche Eliten ‘ticken’..

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Zettelkasten 03.04.2014: Das italienische Ende

2013.07.17 FFM 009

Italien…

“Mitte März kündigte der neue Ministerpräsident Matteo Renzi an, im Staatsapparat sieben Milliarden Euro einsparen zu wollen. Nun hat sich eine weitere Geldquelle aufgetan: der überdimensionierte Fuhrpark von Staat und Kommunen soll schnellstmöglich verkleinert werden…” “Von den rund 6.200 Fahrzeugen sollen 160 bei Ebay versteigert werden, wobei für fast jeden Geschmack, fast jeden Anlass etwas dabei sein könnte: Neben einfache Schlitten reihen sich elegante Limousinen und schnittige Sportwagen…” “Auf der Warteliste stehen unter anderem noch neun Maserati (Verteidigungsministerium), zwei Jaguar und drei Volkswagen Phaeton (Justizministerium) sowie einige Dutzend BMW (Innenministerium)…”

Der hier ist leider nicht dabei, der hier auch nicht.

Dafür sieht man bei den Fähnchenhändlern in Frankfurt plötzlich wieder Auto-Touris aus Italien, die ihre edlen 4-rädrigen Maranellopferdchen, Lambos und Maseratis, einige ihre hierzulande begehrten Autos aus Zuffenhausen und auch so manchen edlen Oldtimer, zu Schleuderpreisen feilbieten.

2013.07.17 FFM 013

Es ist nicht gerade die erste Qualität, was sie zumeist von Oberitalien aus, über den Brenner gefahren haben, viele Autos sind lange nicht gewartet und repariert, sind ungepflegt, nur auf die Schnelle mal hochpoliert worden und beschädigt, wie es nun einmal so ist, im Niedergang und der Guardia di Financia im Nacken.

Die ganz reichen Familien müssen noch nichts anderes als bspw. manche zu auffällige Riva Super-Aquarama auf der Techno Classica verkaufen, aber etwas weiter unten, in der Mitte, löst man, soweit möglich, den rollenden Besitz auf, und weil der Markt im Süden fehlt, kommt das jetzt zu uns, den 422 % Wertsteigerung – Naiven.

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Es ist schon ein Kreuz

14.01.31 FFM 039-500

“Die Banker der Niederlande müssen einen Eid ablegen, dass sie von nun an ehrlich sind. Für Vorstände ist diese Regierungs-Vorschrift seit Januar in Kraft. Ab der zweiten Jahreshälfte müssen alle 90.000 Banker der Niederlande den Eid ablegen. „Ich schwöre, dass ich mein Bestes tun werde, um das Vertrauen in den Finanz-Sektor zu erhalten und auszubauen. So wahr mir Gott helfe”…“

Die Hölle ist bekanntlich jener Ort, wo dereinst die zehn Gebote gnadenlos Anwendung finden werden, weshalb auch Banker lieber in den Himmel kommen möchten.

Was sie dabei stört, ist die Sache mit dem Kreuz an der Wand und dem Nadelöhr. Das mit dem Kamel trauen sich inzwischen auch bei uns einige Banker, so wie Jürgen Fitschen, schon zu…

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07.09.2012; Kleine Kulturgeschichte der Knöpfe

Die deutsche Journaille räsoniert im Stundentakt über die EU-Wege des Bundesverfassungsgerichts und Katastophenszenarien, wie einst Hiob über die Pläne Gottes und ich frage mich heute, wie lange noch bleibt der Umstand, dass der Italiener das deutsche Tafelsilber längst geklaut hat unentdeckt und die  ungeheuerliche Behauptung, die Dreißig- bis Vierzigjährigen brauchen garnicht mehr mit einer Rente oberhalb der Amutsgrenze zu rechnen, ja man müsse mit 70 Dazuverdienen und in den Bürotürmen der Deutschen Bank putzen, von der Junkerin aus dem Osten, die uns 2008 versprach, “eure Spargroschen sind sicher”, unwidersprochen?

Währenddessen wird der Wärmetauscher und die überholte Benzinpumpe  unserer  Pagode werden wohl erst nächste Woche eingebaut sein und deshalb war ich heute wieder bei den Zuverdienern auf dem Flohmarkt um die Ecke, im Frischezentrum, früher einmal Großmarkthalle genannt, um mich dort nach einem  geeigneten Geschenk für einen guten alten Freund aus Studienzeiten  umzuschauen.

Im Westviertel meiner Heimatstadt kannte man dergleichen Luxus nicht, wie diesen Satz fast 80 Jahre alter, vergoldeter, englischer Sakko – Knöpfe, fast noch brand-new, geschaffen von der London Badge & Button Company, Queensstreet, London, damals für schlausparsame Reiche, zum einfachen Abnehmen und Weiterverwenden hergestellt, wenn edle, handgenähte Sakkos aus der Bondstreet, aus feinstem Kaschmir oder federleichter Cool-Wool, nach 25 Jahren des Tragens etwas dünn an den Ärmeln wurden.

Bei meinen hart arbeitenden Eltern und deren Eltern, setzte die Verbürgerung schon zu einer Zeit lange vor Entstehung dieser Sakko – Knöpfe ein, was heute beim Sohn aus gutem Hause die irrwitzige Folge hatte, dass die Nachfahren der Reichen, die sich solchen Luxus damals schon leisteten und  auf diese Stücke gekommen waren, es heute unter einem Haufen Hip-Ramsch, 2 – 3 Jahre alten Apfeltelefonen die keiner mehr will, Blue-Ray-DVD’s und Sperrmüll aus der Garage, zum Preis einer Tageszeitung an mich verkauften. Weil die Knöpfe alt sind, und weil die jungen Reichen weder den Wert der nicht nur dünn vergoldeten, sondern goldplaquierten  Knöpfe, noch ihre Geschichte der eigenen, schlausparsamen, reichen Eltern kennen. Das war heute so ein zweiminütiger Glücksmoment, wo ich mir das Herunterfeilschen  schenkte.

Die beiden Verkäufer sind jetzt bestimmt zufrieden, lachen vermutlich diebisch über den Deppen, der ihre Knöpfe zum Preis einer Tageszeitung gekauft hat und haben jetzt ein paar Euro für die Anzahlung für das neue Apfel-Hip-Telefon  G5. Und genau so wenig Zukunft.

Wenn ich mal so alt bin wie mein Freund, möchte ich auch solche Knöpfe mit Geschichte von guten Freunden geschenkt bekommen (zur Not tun’s natürlich auch ein paar von Meister Exceptio aus Portugal handgefertigte, silberne  Manschettenknöpfe) und einfach nur zufrieden und unabhängig im Leben sein, wenn ich wie mein Freund,  meine Kaschmir – Sakkos aus besseren 80 – Kilo – Tagen zu Jeans und ewig haltenden Alden Pferdelederschuhen trage, und ich mit meiner Copilotin ja nicht unbedingt wie er, in einen knallgelben, italienischen Roadster der 70er Jahre, mit Pferdeemblem, einsteigen muss  (vielleicht erlaubt er mir ja einmal endlich, ein paar Fotos zu machen und zu zeigen). Wenn ich diese Haarnadelkurve schaffen sollte, wäre schon vieles  erreicht.

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Geburtstag und die Autos der besseren, kleinen Leute

Mit den Dacias aus Rüsselsheim fing am 04.09.2009 hier alles an. 1095 Tage seither, die sich gelohnt haben. Und ich bedaure keine Minute hier. Außer vielleicht, dass ich davor an anderer Stelle und bei Neurotikern und falschen Freunden, auch schon Beiträge mit Fotos geschrieben hatte, die beim Abschalten der Foren gänzlichst verloren gingen, denn zurückblickend wäre es schön gewesen zu sehen, was damals gewesen ist.

“Haste keine Kohle mehr, deine Kiste vollzutanken?” Was schreibst du denn für’n Scheiß daher?”, “Woran denn schuld, Alter? War das Klopapier alle?”, “Komm du alte, frustrierte Soze, trink noch drei Magarita, dann geht dein  Resthirn auch noch flöten!”, “Nix zum Poppen gefunden, alter Trollvottel” – so oder ähnlich hätten unter meinen Freunden hier die Reaktionen auf  unterirdische Provokation gelautet, die hier schon in vielen Kommentaren drinstanden. Bloß, ich bin in der komfortablen Lage, auch ich kann hier austeilen, ich muss aber nicht einstecken, und so ist der Spam-Ordner mit diesem nicht freigeschalteten Müll doch beachtlich groß geworden.

Durch Euch ist das eingetreten, was ich nie, niemals geglaubt hätte: Heute hat das Motorblöckchen mehr Besucher als eines der führenden Oldtimer – Online – Magazine. Wenn auf den WordPress-Zähler Verlass ist, haben 2012, bis Ende August,  256.573 Leute mein One-Man-Motorblöckchen besucht, und kaum zu glauben, dagegen ausweislich IVW – Medienauswertung nur 219.360 Visitors die Online – Motor – Klassik

Danke für Eure Besuche, Aufmerksamkeit, die Kommentare und Gastbeiträge, die Anregungen hier nur mitlesender Freunde und all die Freude hier bei den schönen Autos der besseren Gesellschaft. Und ich verspreche Euch, es wird auch Tag 1460, 1825 und noch viele, schöne Tage geben.

So wie damals im Juni 2009, der Tag als ich in der Schreinerwerkstatt von  Rupert Kronenberger seine Sammlung historischer Karusselautos ansehen durfte, jenen vierrädrigen  Relikten, in denen ich als kleiner Junge, in dem einen oder anderen schnittigen Roadster bestimmt schon einmal drinsaß und aus denen man mich nur mit sanfter Gewalt herausbekam oder mir glaubhaft machen konnte, dass das Groschenportemonnaie leergefahren war. Ich habe Euch hier ein paar kleine Galerien erstellt.

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Update: Deshalb macht Internet Spaß. Ich danke Herrn Kronenberger – Friedrichsdorf, für die eben zugeschickten Fotos, u.a. das hier… die restlichen findet Ihr in der Galerie.

Karussellautos.