Neuzugänge für das Rückspiegel – Archiv

1950 er VW Konvolut 1

Ein goßes Tankeschön an den in der Oldtimer – Szene recht bekannten aber ungenannt bleiben wollenden Berliner mit Frankfurter Wurzeln, der nach hartem Fight gegen Zahnwälte die Hand am höchsten hatte…

1950 er VW Konvolut 2und  nicht mir, sondern dem Rückspiegel ein ganzes Konvolut Fotos gespendet hat.

.

Klartext über die “Altauto – Pest”*

15.05.23 MMSterngugger

Ich mag Leute, die nicht nur an der Oberfläche schnorcheln, sondern den Sachen auf den Grund gehen. So wie ich am liebsten. Und wem dann mein zuweilen konfrontativer Argumentationstil hier missfällt, kann mir dies offen sagen. Auf Feiglinge, die sich unbeobachtet fühlend an Oldtimer – Stammtischen und in Forums – Chats über mich auskübeln und mir hinterher hinterfotzig ein E-Mail schicken, um mich “zu einem Glas Bier einzuladen”, schpfeife ich.

Auf Andere, von denen man es absolut nicht erwartet, ist eben mehr Verlass. So wie letztes Jahr schon die Fotochen von der Bad Homburger Initiative gegen automatisiertes Fahren, hat Don Alphonso auch dieses Jahr ein Fotochen für mich gemacht. Ach ja, Sterngugger, dass bin ich, bei Twitter. Und Don Alphonso? … der schrub gelegentlich bereits nicht nur FAZ – Kollegen mehr als deutlich in ihr Stammbuch.

So wie dieses Jahr in seinem Bericht zur Mille Miglia auch.  “Nicht an der Strecke”…

“…Sie sind gar nicht so schlecht geworden. Früher war es ein unsagbares Gedränge, durch das man sich boxen musste, um einen Blick zu erhaschen. Überall waren Menschen. Heute ist es fast ein wenig leer, Jurassic Park halt, und es ist offensichtlich, dass die Mille Miglia überhaupt nicht mehr das Grossereignis ist, das sie einmal war. Nicht mal mehr die Absperrungen am Start sind wirklich nötig. Diese Menschenfreiheit kommt den Bildern zu gute.” … “Aber an welcher Stelle ist die Begeisterung verschwunden? Ich kann das genau datieren, der Knacks kam, als einer von der FAZ dort ein Werbeblog für einen Sponsor schrieb, und das war wirklich mies.” … “Bin ich vielleicht etwas kleinlich? Andere sind einfach so verschwunden. Ich weiss noch, was für Karawanen an alten Autos früher über den Brenner fuhren: Das ist vorbei. Haben sich die Leute satt gesehen, liegt es an Italien und daran, dass es zu viele Alternativen gibt? Ich weiss es nicht. Es betrifft aber auch Holländer, Franzosen, Engländer – sie alle fehlen. Die Krise vielleicht? Passt das Spektakel nicht mehr in dieses schwierige Europa? Auch die Russen sind weitgehend fern geblieben. Dafür sind die Preise jetzt sehr hoch…”

Nebenbei bemerkt – überall dort, wo die Classic-Abteilungen der Autohersteller sich zwecks Markeneinbildung klassische Oldtimer-veranstaltungen ‘kaufen’, zu Neuwagenverkaufsveranstaltungen umfunktionieren und die Fäden ziehen, in diesem Falle Daimler Benz als Lead – Sponsor, die im vergangenen Jahr sogar per gerichtlicher Verfügung vergeblich versucht haben sollen, Fiat untersagen zu lassen, ihre roten (Neuwagen-) Boliden aus Maranello in Brescia dem Publikum zeigen zu dürfen und die in diesem Jahr, aus PR-Gründen den Start vom Abend auf die frühen Mittagsstunden vorverlegten, um ihre Neuwagen besser präsentieren zu können, und dafür halt die startenden Oldtimer in die Mittagshitze und Verkehrsstaus Richtung Rimini rauschen ließen – beginnt nach einiger Zeit die PR – Gülle strenger zu duften als Benzin und Öl.

Punkt.

* Der von mir verwendete Begriff “Altauto – Pest” wurde in diesem Zusammenhang im dazu sehr lesenswerten Kommentar von “Schrotsäge” gebraucht.

.

Nebbich (3) Feinstaub – Logik zum Letzten

2013.07.07 Bad Homburg Historiq 086

Auf den naheliegenden Schluss, dass Politiker mehrheitlich tatsächlich ziemlich verlogen sind,  kämen Naivlinge wie Mario de Rosa nie.

11.07.03 Bad Homburg Historique 003

CONVAR5548

10.07.03 Rallye Bad Homburg Historique 010

Der IKM – Kulturerbebewahrer, der sich ansonsten samt der IAK in Sachen Transparenz hinter Bäumen versteckt und nur den Arm mit der Spendenbüchse rausreckt, der hat uns in einem WELT – Artikel von Haiko Prengel in einem Besinnungsaufsatz Kommentar heruntergeleiert, was sein kleines Benzin-Pumpen-Herz schon anno tobak so Umweltzonen – weltschmerzbewegte und wofür er noch einmal emsig allen uralten Feinstaub zusammenkehrte

“… In dem Maße, wie die Lust an historischen Fahrzeugen in der Bevölkerung zunimmt, steigt die Zahl derer, die eine Ansammlung alter Autos als Zumutung empfinden. Proteste gegen Oldtimer-Treffen häufen sich”   …   “…will die örtliche SPD ein weiteres Schaulaufen im (Kur-) Park unterbinden. Es könne nicht sein, dass ausgerechnet in einem Luftkurort Fahrzeuge ohne Katalysator “ihren Dreck rausschleudern”, poltert Erich Menger, Chef des Ortsvereins Bad Münster…”

09.07.05 Bad Homburg Historic 023

Leserreaktion nach 3 Tagen: Null.

Wie, keiner der 400.000 Oldtimerbesitzer mehr fühlt sich inzwischen bei der alten Leier, wie Fahrverboten für durch den Kurpark düsende, alte Autos, initiiert auch noch von einem ‘Roten’, in seinem höchsten Glück auf freie-Fahrt-für-freie-Oldtimerbesitzer auch in Umweltzonen, beschnitten und kommt nullkommanix auf Betriebstemperatur? Nicht mal wenigstens ein schlapper Link auf deeen Presseartikel des Jahres und W20 – Öl auf die klapprigen Kipphebel der Feinstaub-Fahrverbotsgegener, und kein einigster wütender Kommentar bis heute in einem der meistbesuchtesten Auto-Portalen, von gegen den Untergang abendländischer Automobilkultur mit Steuerketten drohend schwingenden Altautomobilisten?

Naja, andererseits, soll man jeden Bullshit auch noch lang und schlapp kommentieren? Tscha, Mario de Rosa, so ist das eben, wenn man als designiertes IAK - Päsidiumsmitglied mangels emotionaler und rationaler Glaubwürdigkeit in Irrelevanz versinkt.

.

Das große ADLER – Bild im Westviertel

Ölkännchen

1914 war jeder fünfte zugelassene Kraftwagen in Deutschland ein Automobil aus den Adlerwerken in Frankfurt.  Von dem Erfolg des Ford T-Modell in Amerika angetrieben, entwickelte ADLER bereits 1927 einen Großserien-Wagen, der als Modell Standard 6 auf den Markt kam. Es war der erste deutsche Serienwagen mit Ganzstahlkarosserie, hydraulischer Vierradbremse und mit Bauteilen aus Leichtmetall, statt Grauguss und Schmiedeeisen. Ein Meilenstein im Autobau, gegen den die Automobile mit dem Stern auf der Haube technisch gesehen Relikte aus der Steinzeit des Automobilbaus waren.  Die Autolandschaft würde heute sicherlich anders aussehen, wenn Heinrich Kleyer 1948 nicht die Flinte ins Korn geschmissen und die Automobilproduktion eingstellt hätte.

Nur das Ankommen und die Erinnerung daran in der Gegenwart zählt auf 700 Kilometern. Die Old-Boys vom ADLER Motor – Veteranen – Club tun was dafür.  Am Donnerstag den 28. Mai – 8.00 Uhr – ist es soweit, dann startet einen Steinwurf weit weg von dort, wo ich die ersten 36 Jahre meines Lebens verbrachte, in den ehemaligen Adlerwerken im ‘Gallus’, die dreitägige  1. Clärenore Stinnes – Söderström – Erinnerungsfahrt Frankfurt – Passau…

.

Ähnliche Themen: “Mit Flinte und Lippenstift”

.

Nebbich (2) – IAK Initiative Automobiles Kulturgut

OLYMPUS DIGITAL CAMERA

Dieser Beitrag ist die Fortsetzung von hier... ach ja, und vor allem von hier…

Erinnert sich noch jemand an Ruprecht Scholz den früheren Verteidigungsminister, der heute wieder als Rechtsanwalt tätig ist? Dem schrub nämlich 2012 der BGH ins Stammbuch, dass Prominente nicht nur dann haften, wenn sie (für ein meist nicht unbescheidenes Handgeld) für eine fehlgeschlagene Kapitalanlage mit ihrer „besonderen Fachkunde“ geworben haben. Die “Prospekthaftung im engeren Sinne” trifft längst nicht mehr nur die Gründer, Initiatoren und Gestalter einer Fondsgesellschaft, sondern auch “Hintermänner” und solche Personen, die in der Werbung um Investoren ein besonderes Vertrauen in ihre Kompetenz in Anspruch nehmen können.“

Warum ich das schreibe?

Carsten Müller, der frisch designierte Präsident der IAK Initiative Automobiles Kulturgut e.V. ist wie Ruprecht Scholz auch Rechtsanwalt und sollte Sachverstand für sich in Anspruch nehmen. Er  geht nämlich grade für die IAK e.V. haussieren. Nicht etwa als Minister i.R. und auch nicht mit der Michelin – Spardose in der Hand (oben Foto) sondern als aktives Mitglied des Bundestags, von seinem Berliner Bundestags – Abgeordnetenbüro aus (Abschrift) und wie ich finde hirnbefreit  eindruckschindend unter Verwendung seiner persönlichen Bundestags – Koordinaten nebst Telefonnummern und Bundestags – E-Mail – Adresse.

Habt Ihr grade “häää?” gedacht, “die IAK ist doch keine Kapitalanlage?” Vollkommene richtige Reaktion. Es gibt zwar Fälle, da ist es toll, wenn wir aus den falschen Gründen das Richtige tun, zum Beispiel beim Spenden. Nur, auch das Spendensammeln willmuss gelernt sein…

“…Sowohl der ehrenamtlich als auch der hauptamtlich, gegen Entgelt tätige Vereinsvorstand haften persönlich gegenüber dem Verein oder Dritten für Schäden, die durch eine fahrlässig begangene Pflichtverletzung bei der Ausübung ihrer Vorstandstätigkeit entsteht” …. “Gegenüber Außenstehenden (dazu zählen etwa das Finanzamt, Kunden, Förderer) kann der Vorstand mit seinem Privatvermögen haften, wenn ein Organisationsmangel zu einem Schaden führt.” …. “Die Haftung für leichte Fahrlässigkeit kann im Innenverhältnis – nicht gegenüber Außenstehenden! – durch eine Regelung in der Satzung ausgeschlossen werden” …..”Weiter ist zu denken an die Ausstellung falscher Spenden- bescheinigungen oder der Fehlverwendung von zweckgebundenen Fördergeldern.” …. “Innenhaftung: Der Vorstand ist verpflichtet, die Vereinsziele, wie sie in der Satzung festgelegt sind, zu verfolgen und die Organisation des Vereins an diesen Zielen auszurichten…”

Statt IAK hätte IKA wohl besser gepasst. Initiative keine Ahnung e.V. Aber weil ich bekanntermaßen der liebe, gute Deddi bin und ich helfe wo ich kann, habe ich mir tagelang die Finger wund getippt und für jeden Halbwissenden erkennbar die Redaktion Motorblöckchen.de – Rechtsanwalt und MdB Carsten Müller am 03.04.2015 per E-Mail ein paar Fragen geschickt. Vor allem wollte ich vom Präsi höchstpersönlich, die angeblich fix und fertigen Statuten zu Gesicht bekommen. Und weil ja auch der IAK – Antrag auf Fördermitgliedschaft an die c/o Complan geschickt werden muss, ja ganz recht, genau DIE Firma Complan, wo – rein zufällig – Martin Halder’s Ehefrau, Nicole Halder – Hass, erst im Januar eingetreten ist und vielleicht ja auch den Briefkasten leert, wollte ich mangels Pflichtangaben auf dem Antragsformular, wie Angaben über haftende Vereinsorgane, Bankverbindung etc. p. p., mal etwas genauer wissen, wer bspw. Begünstigter der Bankeinzugsermächtigung ist?…

Antwort wie erwartet von Carsten Müller am 07.04.2015 nach der Methode “unter FAZ antworte ich nicht” mal so richtig von oben herunter:

“…ich freue mich über Ihr Interesse am IAK Initiative Automobiles Kulturgut e.V. Sofern es sich bei Ihrer Mail um eine Presseanfrage handelt, was aus Ihrer Signatur nicht ersichtlich ist, bitte ich um weitergehende Informationen zu der Publikation…”

Dafür dann am 15.04.2015 – gut getimet einen Tag vor der Pressekonferrenz auf der TC – aber doch noch ein E – Mail vom MdB höchstpersönlich mit den beantworteten Fragen. Beigefügte IAK – Satzung? Fehlanzeige. Wohl aus gutem Grund, aber dafür süffisant…

“…Sollten Sie auch die Arbeit des IAK finanziell unterstützen wollen, können Sie Ihre Spende gern auf dieses Konto überweisen. Eine Spendenquittung kann ausgestellt werden.”

15.04.16 FB Carsten Müller ScreenShot - 1

Da hatte mir Mario de Rosa schon längst ein Exemplar zugemailt, was meine schlimmsten Befürchtungen bezüglich fehlender Pflichtangaben, angefangen von der fehlenden Angabe der Verantwortlichkeit bis… ich spar’s mir, nur bestätigte…

die IAK – Satzung vom 19.02.2015

“Hör mir damit auf”, höre ich jetzt schon wieder einige sagen, “dass will alles keiner wissen, warum wir einer IAK spenden, das ist genau wie mit der Wurst, besser man weiß nicht, was alles drin ist, aber beim Spenden ist es meistens so, dass irgend einer das aus falschen Gründen gespendete Geld derartig dringend braucht, das es wurscht ist, für was er es bekommt”.

Na dann. Alles MüllerHalder oder was?

P.S. Bevor ich es vergesse: Jemand möge bitte auch dem Peter Schneider vom Deuvet Trost spenden, nicht dass der sich jetzt, wo er vom IAK Team Müller-Halder, nebst FIVA-Kaluza, ADAC.-Reichert und AVD so langsam endgültig abserviert wird, noch aus einem Kellerfenster stürzt…

Update 23.04.2015…

Gestern flatterte mir ein E – Mail vom ADAC, von Thomas Alber – Leiter Klassik Mitglieder und Clubbetreuung, Historischer Sport (KLC) – nebst Anhang des aktuellsten IAK – BettelbriefsSpendenaufrufs auf den Tisch.

Immerhin hat sich Carsten Müller meine konstruktiven Fragen zu Herzen genommen und seinem Spendenaufruf, man staune, zusammen mit seinen Präsi – Kollegen endlich auch mal unterschrieben, nein, jetzt ist sogar die bemängelte Bankverbindung mit angegeben.

“Der Verein ist selbstlos tätig und verfolgt gemeinnützige Ziele. Seine Organe wirken ehrenamtlich. Durch das formale, international abgestimmte und umfangreiche Verfahren der UNESCO zur Erlangung des Weltkulturerbestatus werden auch finanzielle Aufwendungen auf den Verein zukommen. Es gilt hier die nationalen und internationalen Gremien der UNESCO vom Wert des Automobilen Kulturerbes zu überzeugen und damit die Anerkennung zu erreichen. Hierzu sind umfangreiche Recherchemaßnahmen durchzuführen, Präsentationen und Vorträgen zu erstellen, Veranstaltungen, Aktivitäten und Schulungen zu konzipieren sowie die Vereinsarbeit umfassend zu präsentieren…”

.

 

.

Der große Bailout der Technikkultur

Lothar von Richthofen

“Die Junkers Ju 52 D-AQUI wurde 1936 in Dessau gebaut. Jetzt wird sie offiziell zum Denkmal erklärt…”

Es gibt hier so eine ganz besondere Fähigkeit zur Verscheusslichung von Kultur und Kulturgütern.

Ich bin ich der Meinung, dass es sowas wie eine Denkmalschutz-AFA auch für echte Oldtimer – Restaurierungen geben sollte, ob für so eine unglaublich schöne wie seltene “Tante Ju” wie oben auf dem Foto aus den 30er Jahren auf dem Flughafen in Frankfurt, ob für eine uralte Dampfmaschine aus der Frühzeit der Industrialisierung, von denen viele in alten Gewölben vor sich hinrotten oder ob für wirklich seltene, alte Autos, womit ich nicht diese abartigen Restaurierungen von alten Autos meine, die es zu tausenden, ach was, zehntausenden gibt und wie man sie von totrestauriert bis reconstructed grade wieder auf der Retro Classics an jeder Ecke sehen konnte, sondern wirklich nur für Automobile, von denen es weltweit nur noch ganz wenige Exemplare gibt.

Im Gegenzug müsste solche Technikdenkmäler auch der Allgemeinheit zugänglich sein, bspw. in dem man die Eigentümer verpflichtet, ihre Automobile nicht in undurchsichtigen Panzergaragen verschwinden zu lassen, sondern an mindestens zwei, drei Monaten pro Jahr Museen als Leihgaben unentgeltlich zur Verfügung zu stellen oder auf öffentlichen Fahr – Veranstaltungen zu präsentieren.

Ganz im Ernst. Und selbst dann, wenn sich auch ein neureicher City-Bankster mit seinem geklauten Geld dann halt so ein Denkmal kauft, ist es immer noch besser, als der Klassenkampf von oben, als dass seine Millionen klammheimlich, unsichtbar in neuen Derivaten herumvagabundieren, verzweifelt nach 23% p.a. Profit suchen oder in Projekte wie Kaufkultur und Lebensqualität zerstörende Shopping – Center, Ölsandexplorationen in Kanada, Fabriken mit Sklavenarbeitern in China oder die steuerlich sogar begünstigte Gentrifizierung beschleunigende Umwandlungen von Miet-Altbauten in Luxus-Eigentums-Betongold, fließen.

Schönen Ostersonntag noch.

.

.