22.10.2011; Ich bin dann mal weg

Anderen ist es egal, aber ich geb’s zu, auch wenn es nur eine Form eines Tagebuches ist, das Schreiben saugt manchmal wie eine im Vollastbereich zu fett eingestellte Einspritzpumpe volle Kanne ab, echt, und ich gebe auch zu, so lange ich Spaß daran hatte, habe ich zu oft und zu lange die Erkenntnis verdrängt, dass ein Motorblöckchen  inzwischen wie jedes echte Schreiben Zeit frisst, die mir anderswo für Andere fehlt.

Sehr guter Text von Don Dahlmann übrigens, der dazu passt, was mir seit längerem im Kopf herumgeht und der im Grunde davon handelt, wie schwer es ist, ein Blog in sein Leben einzubinden. Da habe ich mir ja schon früher mal drüber Gedanken gemacht. Und morgens einen Schreibblock mit auf’s Klo zu nehmen und mit Klowandgeschreibsel Geld zu verdienen, wie das viele Pro-Blogger tagtäglich machen, ist auch nicht mein Ding.

Ich kann in Sachen Internet – Blog jetzt wenigstens bis drei zählen. Dafür möchte ich mich bei allen bedanken, die während 25 Monaten zu diesem Lernfortschritt beigetragen haben – sei es als Leser, Hinweisgeber mit interessanten Hintergrund- und Insiderinformationen,  Motoreninstandsetzer – Nieten und feigem Denunziantengesocks (die sich demnächst an dem bald wieder freigeschalteten Blog “Motorüberholung-Pfusch.de” und einigem bis dato Unveröffentlichtem erfreuen dürfen), und samt ihren Pagoden-Foren betreibenden Namensvettern, Helfershelfern und Kölner  Beutelschneidern Abmahnanwälten (und hier), Scheissheiligen, Kritikern, Beleidigern, einigen Pro-Bloggern und anderen Blogschreibern, die mir wertvolle Tips gaben und bei denen ich einige Blicke über den Gartenzaun gworfen habe, einigen angeblichen Freunden und vielen, vielen echten Freunden, den sehr geschätzten Schreibern von Gastbeiträgen und vor allem den Schreibern von über 7.700 Kommentaren.

Also Kinners, auch wenn’s schwer fällt, die Beitrag-Publish-Taste nicht mehr zu drücken, mit diesem Beitrag, „geschrieben” am 22. Oktober 2011, bin ich dann erst mal weg.

Detlef Kupfer

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P.S. : Das Motorblöckchen bleibt online, solange Interesse besteht. Ich werde meine Herzensseiten “Rückspiegel” und “Rückblicke” gelegentlich mit Fotomaterial ergänzen, diese Seiten aber irgend wann in ein rein privates Blog einbinden. Zur Artikel-Recherche einfach ein Stichwort in die Suchmaske eingeben oder rechts die Tags anklicken.

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