Zettelkasten 14.04.2016; Tja, Dieter Zetsche, Pretty Wild Lingerie ist nicht mehr

Dieter Zetsche und seine bigotten Marken – Kommunikations – Dilettanten werden sich zwecks morgenlicher Entspannung, statt der millionenteuren String – Show on Tour, dann halt echt mal was Neues einfallen lassen müssen. So konnte man bereits darüber lesen, das die zunehmend sklerotischere, männliche Stammkundschaft der B – Klasse es Daimler Benz übelnahm, wenn deren Werbung grade dann Erinnerungen an die früher schönste Sache der Welt erweckte, wenn sie zwecks Autokauf vor einem Mercedes Benz – Verkaufssalon standen.

Das Arbeitsbeschaffungsprogramm von Heiko Maas für die Werbewirtschaft und das seiner latzhosenbewaffneten Femimimi – Hilfstruppe jedenfalls, ja Freunde, genau denen mit bis zur Unkenntlichkeit fettentphotoshopten Profilbildern, zeigt Wirkung. Zusammen erfinden sie das erste Verbot, das mehr Freude bringt…

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Zettelkasten 03.09.2015; “Sie sind wieder da”

15.09.03 Hitler - Er ist wieder da

Nein, nicht wirklich.

Der eine nur im Film in einer vielleicht sehenswerten Satire, bei dem Anderen der behauptet, der Gute zu sein, der legitime Nachfolger einer Design – Ikone, habe ich mich wie momentan beinahe täglich sofort gefragt, ob es sich vielleicht auch nur um eine Satire, die 111. Neuauflage einer Art PRoll – Satire von Daimler Benz, handelt?

Aber lest selbst…

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MVC Online veröffentlicht Null-Bock-Karriereplan von Mercedes-Classic

Handfett - Schmutzige Finger - 2

” … Als neuer Leiter Motorsport Marketing & Erlebniskommunikation tritt Herr Michael Bock bereits zum 01.12.2015 die Nachfolge von Wolfgang Schattling bei MS/MM an. Nach Stationen im LKW sowie PKW Vertrieb und Marketing übernahm er 2006 den Classic Bereich der Daimler AG und richtete diesen als weltweit anerkannte Anlaufstelle für Kunden und Enthusiasten erfolgreich neu aus. Unter seiner Führung entwickelte sich das Mercedes-Benz Museum mit jährlich mehr als 700.000 Besuchern zu einem der bestbesuchten Automuseen. Michael Bock verfügt über das nötige Know-How, unsere Sport- und Lifestyle-Maßnahmen in den kommenden Jahren ganzheitlich weiterzuentwickeln und das Markenerlebnis Mercedes-Benz weiter zu stärken…”

Ich maße mir kein Urteil an, ob ‘der Neue’, Christian Boucke, bisher Scheef der SouvenirVertriebsabteilung für Wasser-der-Toilette-30ml-für-40Euro, der Richtige für den Job ist.

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Dank guter Kontakte in die Leitungs – Ebene bei Daimler kenne ich aber zumindest den unschönen Rest der Geschichte: Michael Bock ist 61 Lenze alt und sollte wohl auf Weisung von oben mit einem derben Trittin den Vorruhestand abgeschoben werden, hatte aber dazu keinen Bock. Nachdem er dem Doimler entschlossen mit dem Gang zum Arbeitsgericht gedroht haben soll, heißt es nun “Oschersleben statt Goodwood” und er wird auf den Abschiebebahnhof Motorsport-Marketing geschoben. Dazu muss man wissen, dass sich dieser Job auf die eher bedeutungslos gewordene DTM beschränkt, in der Formel 1 macht er keinen Stich, die vor Selbstbewusstsein strotzenden Jungs um Toto Wolff lassen sich von einem Michael Bock nicht reinreden. Immerhin trifft er in der DTM auf seinen alten “Freund” Norbert Haug, den zuletzt erfolglosen und ebenfalls abgeschobenen Ex-Formel1-Motorsportchef und jetzt Co-Moderator beim ZDF. Ich vermute mal, auch dort muss Michael Bock sich warm anziehen.

Dass Daimler Benz bis heute immer noch Markenpflege – Dilettanten mit  Merkbefreiungsschein bezahlt, die garnicht stecken, was Vertraunsbildung bei der potentiellen Kundschaft durch Kontinuität bedeutet und wann es Zeit ist die Füße still zu halten, ist, wen wunderts, ursächlich auch Teil der derzeitigen immer mehr und mehr Opfer fordernden Tragödie des dahinsichenden Inlandsmarktes.

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Verschiedene Mütter sind ständig schwanger

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“In this world we are living in, 98% of everything that is built and designed today is pure shit…”                           [Frank Gehry]

Ich sehe schon, Dieter Zetsche’s Biographie wird in Anlehnung an die von seinem Vorgänger Jürgen Schrempp gewählte Charakterisierung der Daimler Benz – Führungsetagen den Titel tragen “Lost in Bullshit – Castle”.

Schrempp’s Stiefellecker, der clevere Herr Cordes konnte immerhin 2005 den brunzkachelblö… Mercedes-Benz-Käufern, die bis dahin größte Rückrufaktion der deutschen Automobilgeschichte von 1,3 Millionen Benzen, noch als Massnahme zur Qualitätsverbesserung verkaufen.

Klang damals alles nach einer höchst genialen Strategie, die aber nicht aufging. Schrempp musste im Eilgang mit einer 50-Millionen-Abfindung seinen Schreibtisch ausräumen, Cordes, der sich schon an Schrempp’s Schreibtisch sitzen sah, bekam von den Hauptaktionären um AR-Scheef Kopper, eine Schnelllektion in Sachen “der Mohr hat seine Schuldigkeit getan” erteilt und Zetsche, eigentlich nur zweite Wahl, der sich dafür aber aus Sicht der lange Zeit dividendenentwöhnten und rund 50 Milliarden Euro Tafelsilber verlustig gegangenen Aktionäre, unbestreitbare Verdienste im Totsanieren von Chrysler und Entsorgung menschlicher Kostenfaktoren erworben hatte, rückte nach.

“Das beste, oder nichts” für die Aktionäre und die eigene Altersverorgung a la Zetsche: Im ersten Monat des neuen Jahres nur noch 100.000 Mercedes – Benchi’s* in China und als kleiner eigentlich vernachlässigbarer Aufschlag, nochmal 148.000 Benze in den USA obendrauf

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Nachtrag – in dem ich mich im Interesse der Ausgewogenheit und mit dem Ausdruck tiefsten Bedauerns korrigieren muss: Das die Zitteraale der um Anzeigenaufträge und damit um ihre Jobs bibbernden Chefredakteure der AutoB*ld seit 2013 wohl darauf verzichten, “die Goldene Möhre” zu verleihen, ist eine Seite. Wenigstens hat die Automobilwoche in der kleinen – und wie immer feinen – Art den journalistischen Trampelpfad der Hofberichterstattung verlassen und hat der bayerischen Premiummarke BringMichWerkstatt so ziemlich das Gleiche konstatiert, worüber ich mich hier ausgelassen habe. Lesebefehl: Da geht’s lang…

 

* Mercedes – Benchi in Frankfurt Chick Chick…

 

Den Bock zum Gxxxxxx zur Stromlinie gemacht

15.02.16 Historic Motor Award

“Der Stahlrahmen mit Motor und Getriebe sowie Hinterachse war zwar noch erhalten, alles andere musste allerdings neu konstruiert werden,..”

Jetzt wissen wir’s, ‘Oldtimer und Kulturgut’ ist bloß so’n ‘Nostalgie – Kitsch’. So verstehe ich jedenfalls Wolfgang Presinger vom ‘Wachtturm’ der Oldtimerszene, dem ‘ASC Allgemeiner Schnauferl Club’…

“…Das Haus Daimler mit einer Edelmarke Mercedes-Benz gewann gleich zwei Mal und so konnte Mercedes-Benz- Classic-Chef Michael Bock gleich zwei Trophäen mit nach Stuttgart nehmen. Den 1. Preis in der Kategorie “beste Restauration” mit der traumhaft schönen Wiederentstehung des 540 K Stromlinienwagens aus dem Jahr 1938 und in der Kategorie “Industrie als Partner der Oldtimerszene” für die Unterstützung mit praktischer wie auch finanzieller Hilfe…”

Mich wundert’s nicht, dass angesichts des Kampfes um die junge Kundschaft, der Daimler Classic-Center-Baragotzki Michael Bock, dem diese Preisverleihungen wohl eher peinlich ist und er sich ihrer offenbar schämt weder in seiner FaceBook-Seite, wo er ansonsten sein Social-Life gerne minuziös bis zum Germ-Knödel auf der Alm ausbreitet, noch in seinen von mir für diesen Beitrag gewissenhaft durchgelesenen Hofberichtgazetten, er auch nur eine Silbe über die Oscar-Verleihung “for the restauration of the year 2014″, den ‘Historic Motoring Award’, verliert (Anm.: dass der bei ihm auf der Pay-Roll stehende Aushilfsfahrer Jochen Maas mit in der Jury saß… Honi soit qui mal y pense)

Es würde den Daimler-spaare-spaare-Häusle-baueRendite-Geiern konditionell schon einiges abfordern, grade jetzt vor tausenden rumorenden Mitarbeitern von Daimler Benz – Niederlassungen den Spagat hinzukriegen, warum für ein  1 : 1 Modellkitschauto mal eben so geschätzte 2 – 3 Millionen Euro Gestehungskosten locker gemacht wurden, geschätzter siebenstelliger Betrag für Produktion eines Video – Filmchens plus Roadshows zu den weltweit edelsten Concours der Reichen und Schönen, plus so einigem an Nebengeräuschen, noch garnicht inbegriffen, genau so wenig wie und warum man Rennfahrern 55 Millionen Gehalt pro Jahr für Formel 1 – Rennen vor leeren Tribünen zahlt, während man just ihre Niederlassungen mitsamt menschlichen Kostenfaktoren, ihnen selbst, nach und nach an Investoren aus China vertickert.

O tempora, o mores… ach ja, und happy Motoring.

Verwandte Themen: ADAC – Auto des Jahres oweh.

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Zettelkasten 10.01.2015; Deutsche Bank, schwarze Strapse und Pagode

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“…dann habe ich mir den Borsa­lino zu einer Ver­kleidung zu­ge­legt, nicht für Karneval, sondern zu Silvester, einer Silvester­fete in der Spielbank von Bad Homburg…” “…das komplette Casino war aus Anlass der Fete von der Deutschen Bank gemietet worden und um unter den Bank­stern nicht allzu sehr auf­zufallen, haben wir uns als Mafiosi verkleidet…” “Was mir im Ge­däch­tnis geblieben ist, waren die Vorbe­reitungen in einer Wohnung in Frankfurt … nein, eigentlich nur die schwarze Schweizerin. Also sie selbst war nicht schwarz, son­dern eher blass, aber alles an ihr war schwarz, die Haare, die Au­gen, die Dessous (mit Strapsen), mit denen die Hüb­sche bei ihrer sicher drei Stunden dauern­den An­kleide­prozedur völ­lig ungeniert und hoch­hackig (natür­lich auch schwarz) durch die Woh­nung stakste, um der war­tenden Her­ren­schaft immer neue Vor­schläge einer angemes­senen Garde­robe zu präsen­tieren. Die junge Dame war Bankerin in Zürich und war zu diesem Zwecke nach Frank­furt gereist, soviel weiß ich noch, und, dass sie pein­lich da­rauf ach­tete, beim Kla­mot­ten­wechsel während ihrer Moden­schau die Schlaf­zimmertür nicht so weit zu schließen, dass wir die Vor­bereitung der Besche­rung nicht mehr sehen konnten. Und an ihr Auto kann ich mich erinnern, ein Klassiker, eine Pagode…”

Es gibt rund um dieses Auto auch mal wieder gute Geschichten, die kann man sich gar nicht ausdenken.

Schönes Wochenende Euch allen.

 

[Foto: Alberto Buzzanca]

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