Unaufschiebbares am Bodensee.

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“Am 24. November wird im Nordwesten der Singener Innenstadt ein neues Wahrzeichen eröffnet: das MAC – Museum Art & Cars…” ” Initiiert wurde der spektakuläre freigeformte Solitär von dem Singener Unternehmer-Paar Gabriela Unbehaun – Maier und Hermann Maier, das sich „leidenschaftlich mit dem Hobby Oldtimer und dem Sammeln von Kunstwerken verbunden fühlt“

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Das Leben bietet doch immer wieder angenehme Überraschungen: “Architektur erleben, Kunst genießen und Freunde treffen” heißt es in der Webseite des am 24. November eröffnenden Museum Art & Cars, vor dessen fast fertigem Bau ich erst im August staunend anhielt. Genau so etwas schaue ich mir gerne an. Und Martin Graf und Andrea wohnen um die Ecke am See.

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Faszinosum Mercedes-Benz Kompressor

 

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Eigentlich sind sie bis auf wenige Exemplare ausgestorben, größtenteils verschwunden. Besonders viele gab es ohnehin nicht. Echte Mercedes-Benz “Kompressoren”. Viele sind im Krieg zerstört worden, nach dem Krieg waren sie verroste Zeitzeugen einer Autoepoche, die man vergessen wollte, einige hatten Glück zu etwas nützlich zu sein, wie der auf den Fotos, auf einem  Segelflugplatz als Anzugmaschine für Segelflugzeuge.

In Motormagazinen noch der 70er Jahre tauchen manche von ihnen in den Verkaufsanzeigenteilen auf, “Kompressor zu verkaufen”, unrestauriert, sprichwörtliche Scheunenfunde, waren damals für einige tausend Mark zu kriegen, mitleidvolller Blick des Verkäufers für den neuen Besitzer inklusive.

Einigen von Euch gefielen die Fotos von Maria auf der Nordschleife  gut, die Atmosphäre, das Ungeschminkte. Eine Seite mit fast nur privaten Fotos, von diesen Autos aus der Zeit von damals, zum Teil mit ihren Besitzern, die Ihr euch dann auch mal anschauen solltet, ist die Kompressorseite von S. Berliner 

Schaut Euch mal besonders die Seite 4 an, wo ein arbeitsloser Kunstmaler aus Linz, ein Herr Adolf H….., seinen ersten Kaufvertrag für einen Merceds unterschrieb, gekauft auf die Hacke.

Hier finden sich noch ein paar original Presseberichte, bis in die 30er Jahre, beim Kompressor – Club.

 

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Zu verkaufen: 350SL und 300SL Flügeltürer

Nachrichten- und Societymagazine wie Oldtimergazetten sind nun wirklich nicht mehr mein Ding. Seit Jahren sind meine Copilotin und ich Leser unter anderem von Brandeins. 

Seriöser Qualitäts-Journalismus, ungefärbt, objektiv, investigativ, den man echt noch geniessen kann, wenn einem der Umfang des Schwangerschaftsbauchs von Lilly Becker oder das einmalige Fahrgefühl eines AMS- oder Spiegel-Redakteurs in der neuen SLK-Klasse, am Arsch verlängerten Rücken abtropfen.  Kluge Texte zu Politik, Gesellschaft, Kunst, sehr, sehr schöne Bilder, alles Dinge, die man in dieser Qualität kaum mehr in Druckerzeugnissen findet und im Internet nicht machen kann, nicht nur nach meiner Meinung, eines der besten deutschen Magazine.

Vor zwei Jahren las ich dort eine wahre Geschichte, von einem der sich einen Porsche kaufen wollte. Nur, erstens wollte ich keinen Porsche kaufen und selbst um des Erlebnisses eines Schnäppchenkaufes willen,  auch nicht unbedingt bis nach Madagaskar reisen.   

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Ein 350SL oder ein 300SL Flügeltürer aus gebrauchten Dosen, dem Wegwerfmüll der Ärmsten, das hat was. Sogar im Stuttgarter Mercedes – Benz Museum hatte ich Anfang 2006 einen in einer Showvitrine entdeckt. Die Modelle werden in Madagaskar hergestellt. Ein Teil des Gewinnes aus dem Verkauf kommt den Straßenkinderprojekten des Vereins Zaza-Faly e.V. zu gute. Leider ist Uwe Marschall vom Penzlberg-Kiez nach Usedom umgezogen. Stippvisiten in Berlin sind damit nicht mehr drinne.

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Der Doc, unser Sterngaragen-Freund, konnte auf jeden Fall nicht wiederstehen. Statt einer Büchse ShizOil für nen Hunderter, hat er sich was zum Spielen mit den Augen gekauft, wie man an dem großen 50-Zentimeter Flügeltürer, erkennen kann. Hier hat er gekauft, ganz bequem.

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Porsche und Apfelstrudel

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Fremder, kommst Du in die Stadt des Englischen Fräuleins, und willst Du mal rattenscharfe Autos sehen, hier werden Sie geholfen. Mit Copilotin, Spaziergang und nach ein paar tausend Schritten über Feldwege und Alleen entlang, unterwegs einem verdient erlaufenen, warmem Apfelstrudel mit… alles müsst Ihr ja auch nicht wissen, haben wir heute Nachmittag noch einen kleinen Abstecher gemacht.

In meiner Stadt ist seit gestern die Porsche – Ausstellung Teil III eröffnet… zum Vergrößern die Bilder anklicken…

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Alles und noch mehr toller PORSCHE zu sehen:

www.central-garage.de

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Bad Homburger Abtrieb

Normalerweise macht man sich am Fuße des Taunus keinen Kopf wegen scheinbarer Herbsteinbrüche. Die Nachttemperaturen lagen nach dem fast schon Kälteeinbruch heute morgen bei 7 bis 8 Grad.  “Abtrieb”, so bezeichnet die Zeit im Oktober, wenn in den Alpen das Milchvieh von den Almen ins Tal getrieben wird, die Kuhglocken läuten, weil der Herbst vor der Tür steht und der Winter naht. 

So was ähnliches fand heute in Bad Homburg statt. Saisonfinale für Alle in der Central – Garage, Zweirädriges, Vierrädriges, vom Trecker aus den 30er Jahren bis zum Ferrari Daytona aus den 70ern und Porsche GT3 grade 4 Wochen alt, nennt man das in Kreisen Bad Homburger Benzin-Junkies, was heute Dieter Dressel zum Saisonende in seiner Central-Garage veranstaltete.

Alle Bilder zum Vergrößern anklicken… 

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und die Creme 21 – Macher Antje und Charly  den ich letzte Woche noch im Alten Fahrerlager auf dem Ring getroffen hatte, war mal wieder mit einem seiner vielen englischen Boliden mit dabei… trotz frischem Lüftchen, offen wie immer…

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Und hier einer der weltweit nicht einmal eine Handvoll zählenden Targa Florio, dessen Geschichte aus den 30er Jahren, als ihn ein englischer Lord besaß bis heute, ich mal den Winter über zusammenschreiben werde…

ach ja, nicht das jemand glaubt, das seien hier alles nur Steh-Mobile. Der Targa Florio bspw. wird von Philipp Dressel schon mal über Landstrassen im Taunus gescheucht…

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Vieles von dem, was heute noch mal da war, verschwindet jetzt tatsächlich in Garagen oder Werkstätten. Anderes kommt demnächst hinzu, ein alter Freund berichtete mir, er habe grade bail-out-begünstigt ein 220er 111er Cabriolet in Santa Monica geschossen.

Zwei Jungs, die hier erst vor ein paar Tagen rein zufällig reingelesen hatten, mit diesen Produkten aus Old-England, die, wenn sie mal laufen, echte Adrenalinschübe versetzen können, haben mich eingeladen, zu einem Schnee-Trial im Taunus, offen natürlich. Dann will ich mal hoffen, dass die ersten Flocken nicht wieder erst im März fallen… bis jetzt sieht es mehr danach aus, als wolle sich das Wolkengetüm wassermäßig entleeren.

Ein anderer, Pagoden-Fahrer, der auch die Fallschilderung der vermurcksten Motorüberholung gelesen hatte, kam auf mich zu… und bot mir spontan an, mir einen gebunkerten Zylinderkopf für unsere Pagode zu schenken… den unserer ist ja laut Gutachten etwa 1mm krumm… wie eine Banane.

Es ist kühl im Schatten, deshalb jetzt noch die Kaffeetrinkerhymne von W. Ambross: Wo i geh un schdeh, brrach ii an Kaaffee…düdeldüü, usw.

Heute mal wieder mit freundlicher Lichthupe

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