Der Ring der Nürbelungen

2013.08.10 Oldtimer Grand Prix 152-500

Abseits aller grauenhaften Inszenierungen des Nazi – Regimes fand das unmittelbar nach der Machtübernahme 1933 in Gang gesetzte Motorisierungsprogramm seinen konkreten Niederschlag in einem ganzen Bündel verkehrspolitischer Maßnahmen. Im April 1933 wurde als erste “Amtshandlung” des neuen Reichsführers die Kfz-Steuer abgeschafft, zunächst für Neuwagen, später auch für Gebrauchtwagen und im Mai 1933 erfolgte die Bekanntgabe des Straßenbauprogramms – Reichsautobahnen.

Die folgende Belebung der Nachfrage war vorrangig auf die Initiative der Reichsregierung zurückzuführen und nicht wie man 80 Jahre später Glauben machen will, von dem Charisma der Frau des Erfinders des Automobils, Bertha Benz, ausgegangen. Die ab 1933 einsetzenden Verkaufserfolge von Firmen wie Daimler-Benz, Auto Union, Opel oder Adler standen in diesem Zusammenhang stellvertretend für den Aufschwung der gesamten Nation (neu zugelassene Automobile 1932 – 41.100 und 1933 – 82.000).

Diese symbolische Bedeutung des Autos war ab da in der Berichterstattung über motorsportliche Erfolge deutscher Firmen besonders präsent.

„Ein einziger, entschlossener Willensvorstoß hat alles dies erreicht. Dieser Wille, wieder zu siegen, entsprang dem machtvollen Antrieb der nationalsozialistischen Revolution; er nährte sich an den zur Einheit geschmiedeten Kräften der gesamten Nation, er fand Wegweiser wie Hitler…” “…Deutscher Stahl wurde in deutschem Feuer von deutschen Fäusten geschmiedet, deutscher Geist schuf den Organismus dieser Motoren, die schließlich von deutschen Fahrern zu einem deutschen Sieg gesteuert wurden…”

So feierte die Motorpresse den ersten Sieg deutscher Rennwagen seit dem 1. Weltkrieg, der 1934 von Mercedes Benz auf dem Nürburgring errungen wurde.

2013.08.12 Oldtimer Grand Prix 002

Heute kriecht nur noch ein Hauch der Automobilgeschichte und der Begeisterung früherer Jahre aus der Beck – Beton – Gruft des einst so stolzen Oldtimer Grand Prix am Nürburgring. Dann wird es wieder ruhig, so wie auch um den Veranstalter, den zum Panaoptikum geschichtlich Gestriger und zur Bedeutungslosigkeit geschrumpften AVD.

2013.08.10 Oldtimer Grand Prix 018-500

2013.08.10 Oldtimer Grand Prix 209-500

2013.08.10 Oldtimer Grand Prix 208SW

Was bleibt, angesichts eines im Vergleich zu noch vor 3 Jahren ausgestorben “alten Fahrerlager”, an dem das Interesse der Teilnehmer mit Vorkriegsautos so weit gesunken scheint, dass die historischen Garagen, wo es noch vor ein paar Jahren Wartelisten für sich distinguieren wollende Teilnehmer gab, heute an Tinnef – Shops vermietet werden müssen und als brutal sichtbaren, erschreckenden Zeichens von Desinteresse an den dargebotenen, teilweise recht spannenden Oltimer – Rennen während des Tages, zu gut 2/3 leerer Zuschauertribünen, ist ein fahler Geschmack.

Ich war gestern mal wieder dort. Zu meinen Fotos geht’s hier lang…

 

Update 12.08.:

“Je oller, je doller”

“Wer den Ring liebt, der lügt”

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Gutenmorgenkaffee Gelesenes

10.11.11 Benzinpanscher - Rhein Zeitung

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▲ Da hat Rechtsanwalt Heuchemer,  Verteidiger des Kindesmörder Markus Gäfgen (kleine Bitte: von kritischen Kommentaren zur Person des Verteidigers Michael Heuchemer bitte ich abzusehen. Ist vertane Zeit. Wer dessen Impressum liest, weiß warum), einen interessanten Fall auf dem Tisch gehabt, wobei der Ausgang des Benzin – Panscher – Verfahrens aus meiner Autofahrers Sicht wohl eher enttäuscht

  Immer wenn man glaubt, man kennt schon fast alles, wird man eines besseren belehrt. Hier zwei Autos, die ich mir nur Morgens anschaue, damit ich Nachts keine dummen Gedanken habe. Einmal hier der 1964 er Triumpf Italia und hier mein momentaner Grund für zeitweise Wachträume, der in England wohl nur deshalb so günstig angeboten wird, weil er dort das Lenkrad auf der falschen Seite hat, der 1953 er Bristol 403

13.08.09PorscheBarn-find

Scheunenfund 200 alte Porsche…  hilfe, mei Nerfe…

  Kleine Rundfahrt mit Graf Berghe von Trips auf dem Nürburgring 1960 gefällig?

  “Treffen sich Ferrari, Q5 und X5 – 300.000 Euro Schaden”… dabei hätte der Titel heißen sollen “Treffen sich 3 Volldeppen auf der Autobahn”

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Der dicke Hund von Schloss Dyck

1924-1925 Um die höchste Würde-500

Vielleicht sollte ich am kommenden Wochenende doch mal zu den Classic Days in Schloss Dyck fahren.

So, wie es aussieht, wird diese Veranstaltung in dieser Form, wohl das letzte Mal stattgefunden haben, denn es bahnt sich ein hübscher West – Südsüdwest – Konflikt an.

“Um die höchste Würde” betitelte 1924 der Simplicissimus die Grafik von Erich Schilling, die das Rennen um die Reichspräsidentschaft aufs Korn nahm. Mit harten Bandagen wird  89 Jahre später, offenbar auch hinter den Schlossmauern einer an abnehmendem Interesse ihrer Protagonisten leidenden  Glamourwelt der Oldtimerveranstaltungen, größtenteils bigotten “komm-und-lass-uns-alle-liebhaben-Scheinwelt” wie der  von Schloss Dyck und deren Initiator Marcus Herfort, um Eitelkeiten,  Einfluss und last but not least entgegen aller Beteuerungen altruistischer Motive, um viel, viel Geld gekämpft.

Zunächst lässt ein E-Mail eines Oldtimer-Clubs aus Süddeutschland, mit folgendem, geschildertem Sachverhalt, keinen anderen Schluss zu:

“…Heute morgen erfuhr ich, dass es bei Schloss Dyck erheblichen Trubble gibt, weil Herr Herfort sich mit seiner Ausladung der Eifelrennen-Teilnehmer inzwischen Mercedes so verärgert hat, dass die nicht mehr Sponsor sind.

Nun hat er auch noch den Teilnehmern einer Künstlerparty am Freitagabend vor den Classic-Days im Nachbarort gedroht, wenn sie dorthin gingen, kämen sie in Schloss Dyck nicht mehr rein.

Der Klassikhändler Movendi hat darauf wohl kalte Füße bekommen und kurzfristig gesagt, er wäre bei der Künstlerparty auch nicht mehr dabei, er habe keine Zeit.

Ich finde, hier wird Herr Herfort langsam völlig selbstherrlich und tut so, als ob alle Vorkriegsautofahrer ihm gehörten. Wir überlegen, ob wir Schloss Dyck nicht einfach boykottieren sollen, damit die mal merken, dass wir überall gern hingehen, wo es schön ist, aber nicht, wenn man uns als Handlanger eines eitlen Veranstalters missbrauchen will. Was sagt eigentlich der Verein von Dyck dazu, lassen die sich alles gefallen, nur weil Herr Herfort mal die Idee zu den Classicdays hatte?…”

1907 - Heft 11 - Seite 172-1000

Wie mir dann auch von südwestdeutscher Seite bestätigt wurde, rumort es gewaltig hinter den alten Mauern von Schloss Dyck:  Michael Bock, Chef des Mercedes-Benz Museum und Classic – Center, soll Marcus Herfort die Zusammenarbeit mit und das Sponsoring für die Classic – Days, aufgekündigt haben, weil der sich nach dem Eifel – Rennen im Juni, mit einem Zirkular (nicht mal mit persönlicher Anrede) an die teilgenommenen Mitglieder seines Classic Driver Club (“Vereinigung der Vorkriegsfahrer”) gewandt hatte, dabei eloquent wie offen gegen das Eifelrennen, den ADAC und andere Beteiligte Stimmung gemacht hatte… und dann so als Fußnote nebenbei, diesen  Mitgliedern ihren Rauswurf mitteilte (Link)…

“…Ihre “Mitgliedschaft” – also die Möglichkeit über unseren Verteiler zu Veranstaltungen angeschrieben zu werden und dann dort bei Abgabe der Nennung zu starten, endet leider…”   “und bitten um Verständnis”

Ein dicker Hund wie ich meine. Aber ich habe 2005 die gemeinsamen Intrigen eines Pagoden-Club-Vorstands  und der feinen Herrschaften von MBCCI Mercedes – Classic gegen einen die Abzockerei von Pagodenbesitzern kritisierenden Club Vorstand Meyer – Brockel angeprangert, bin angepisst worden, ein auf der Retro Classics herumlümmelnder Versicherungsdrücker aus Stuttgart hätte mich am liebsten verprügelt, und habe im Gegensatz zu machem Großmaul von damals, überlebt. Mich kann nichts mehr schockieren. Und Petitesse am Rande: mich wundert auch nicht, dass die nach HörZu um ihre Jobs bibbernden Zitteraale, die Schreiber der langsam daniedergehenden Oldtimer-Presse ihre Tasten nicht anrühren, wo doch schon die – vierrädrigen – Spatzen in Stuttgart die Geschichte von den Dächern pfeifen, und auch das Sprachrohr von Michael Bock, Jörg Maschke vom MVC, entgegen aller früherer Gewohnheiten, dieses Jahr so rein gar nichts Appetitanregendes über die Veranstaltung am kommenden Wochenende in Schloss Dyck zu PRollen hat.

Update 02. August 2013. Nachdem ich von einem Leser eine Kopie des April – Rundschreibens von Marcus Herfort und Simone Gottmann an die Driver Club Mitglieder erhalten habe und Herr Herfort mir inzwischen persönlich die inhaltliche Authentizität bestätigt hat, will ich ihn Euch nicht vorenthallten, 13.04.00 Rundbrief – Abschrift

 

Fotos: [Q]

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Oldtimer Grand Prix von “Hübi – Hubraum” statt Meiner

Also bitte! Was für ein genialer Tag. Heute Morgen auf dem Wochenmarkt, bei der Marktfrau, die letzten drei Gläser der nach meinem Rezept hausgmachten  Mirabellenmarmelade, und als ich nach Hause zurückkam, ein E – Mail von “Hübi Hubraum”, alias Johannes Hübner, mit vielen echt saugeilenstarken Fotos von der  schönsten Strecke der Welt (na ja, wenn man sich den stellenweisen Kurt Beck’schen 400 Millionen – Betonschrott nebst Achterbahn wegdenkt) und natürlich auch ein paar von diesen schönen, alten Auto. Ganz so wie ich sie mag.

Danke Johannes für die Fotos vom Oldtimer Grand Prix.

Update 15.08.2012: Die finde ich besten Fotogalerien, hat wieder mal “Zwischengas” ins Web gestellt. Vor allem viele Fotos von der Strecke…

OGP Nürburgring 2012

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En passant; Nürburgring 31.07.2012

Ein deutsches Lustspiel: Der Humor trägt eine Tarnkappe; immer schreit er: “Ich bin da!”, und keiner versteht ihn, nie sieht man ihn.

Rollenbesetzung: Ein eierehrloser Ministerpräsident Kurt Beck und seine rot-grünen Hosenscheisser, die schon so den Dünnpfiff haben, dass sie sich selbst schriftlich eine Freistellungserklärung  geben, wenn sie gegen Recht und Gesetz dem Steuerzahler 254 Millionen klauen, nicht wegen Untreue die Handschellen klicken.

 

Tagesschau

ZDF (ab Minute 8.10)

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