Nebbich (1) Audi 80 – Bj. 1972, immaterielles Unesco – Weltkulturerbe

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Der fraktionsübergreifende Parlamentskreis “Automobiles Kulturgut” wurde 2009 gegründet. Seit Mai 2014 ist der Braunschweiger CDU-Bundestagsabgeordnete Carsten Müller Vorsitzender des Gremiums. Der 44-Jährige war unter anderem einige Jahre Inhaber der Markenrechte des Autoherstellers Borgward.

Das Sommerfest mit der Wahl des “Rammler des Jahres” ist seit jeher der Höhepunkt im Vereinsleben von Kaninchenzüchtervereinen. In den letzten Jahren sollen die Vereinsoberen ob des abnehmenden Interesses bei den Mitbürgern jedoch zunehmend frustriert sein. Selbst die Beteiligung der Vereinsmitglieder an Sommerfesten wie auch bei den monatlichen Stammtischen, soll mittlerweile zu wünschen übrig lassen. Zwar kommen noch regelmäßig die Ortsvorsteher vorbei, aber schon die Bürgermeister, die Repräsentanten der politischen Parteien wie der örtlichen Honratioren, lassen sich auffallend häufiger wegen “Terminproblemen” entschuldigen.

Offenkundig repräsentieren auch die vielen Oldtimer – Clubs und – Verbände, auf nationaler wie internationaler Ebene, wie FIVA, Deuvet, Initiative Kulturgut Mobilität in Fragen, wo es um den Schutz des virulent bedrohten Glücks vom Aussterben bedrohter alter Automobilen geht, keineswegs mehr das ansonsten vorzufindende Meinungsspektrum der deutschen Oldtimer-Stammtische.

Na gut, könnte man sagen, dass kommt davon, dass der Vereins – “Maier” vom ADAC dabei erwischt wurde, dass seine Verbandsfunktionäre irgendwelche Rankings bei der Wahl Ramsauer des… Gelber Engel des Jahres gerammelt… ähmmm… gerammsauert und den ADAC-Hubschrauber zweckentfremdet hatten. Das ist sicher nicht die feine Art.

Letzten Freitag flatterte mir die Pressemitteilung des neuen Vereins rein… IAK Initiative Automobiles Kulturgut mit 4 MB großem Bildanhang.

Ich finde, übliches Wischiwaschigeschwätz, Aufzählung von statistischen Zahlen über den Oldtimermarkt, die inzwischen schon von den Spaltenfüllern der Apothekenzeitung auswendig aufgesagt werden können, von “Relevanz” und Notwendigkeit, alte, rollende Kisten, die Dank vollverzinkter Karosserien die nächsten 100 Jahre spielend überleben, zu Unesco – Weltkulturerben zu erheben… kein Buchstaben. Nur beim Namen “Carsten Müller” fiel mir sofort wieder “Borgward” und der Beitrag von Johannes Hübner über das “Borgward Phantom von Genf” und meine älteren Beiträge über Oldtimer Maut in the City und  vierrädrige Gentokraten, ein.

Noch bevor ich mir aber Gedanken über Sinn und Unsinn machen wollte, erhielt ich Sonntag Nacht dieses E-Mail von einer mit den Vorgängen vertrauten Personen (Anm: mit freundlicher Genehmigung des Absenders, der mir persönlich bekannt ist):

Hallo Herr Kupfer,

gestern fand in Dudenhofen die DEUVET Hauptversammlung statt.

Zu dem Thema IAK habe ich mich dabei mit ein paar 4-Augen Gesprächen kundig gemacht und mir meine Meinung gebildet.

Auch der DEUVET ist mit im Boot bei der IAK, aber allerdings ohne jedes finanzielles Engagement, sondern lediglich um nicht vom Informationsfluss abgeschnitten zu werden und ggf. auch um tätig werden zu können, so erforderlich. Die Haltung des DEUVET zur Anerkennung der Fahrzeuge als immaterielles UNESCO-Weltkulturerbe ist eher ablehnend, aber die Meinungsbildung dazu ist noch nicht abgeschlossen.

Laut Pressemeldung der IAK (die Ihnen ja auch vorliegt) ist es das Ziel mit einem transnationalen zweistufigen Antragsverfahren für das Automobile Kulturgut die Auszeichnung als immaterielles UNESCO-Weltkulturerbe zu erlangen. Und jetzt wird es interessant:

Die offizielle Geschäftsstelle der IAK ist
c/o complan Kommunalberatung GmbH
Voltaireweg 4, 14469 Potsdam

Und was meinen Sie, wer in dieser Firma gleich direkt unter den geschäftsführenden Gesellschaftern agiert? Sie werden es nicht glauben, es ist die Ehefrau von Martin Halder:

Nicola Halder-Hass, ihres Zeichens…

„Denkmalpflegerin und Immobilienökonom ebs. Seit 1999 berät sie bundesweit Investoren, Planungs- und Denkmalbehörden. Als Projektleiterin steuert sie mit Augenmaß und Feingefühl unsere anspruchsvollen Projekte im historischen Bestand. Sie lehrt an der IREBS Denkmalschutz, engagiert sich u.a. im Deutschen Nationalkomitee für Denkmalschutz, im Deutschen Städtetag und dem Berliner Landesdenkmalrat. Zahlreiche Veröffentlichungen von ihr sind erschienen.“

siehe auch: http://complangmbh.de/unternehmen/

Es ist richtig, dass alle Organe des Vereins IAK ehrenamtlich arbeiten. Richtig ist aber auch, dass die Organe des Vereins zukünftig darüber entscheiden, an wen welche Aufträge vergeben werden um das Ziel des Vereins zu erreichen.

Und damit sind wir beim zweistufigen Antragsverfahren bei der UNESCO zur Erreichung der Ziele. Zweistufig heißt – erste Stufe in Deutschland bei der UNESCO, dann zweite Stufe direkt am Hauptsitz der UNESCO. Und das kostet Geld, dabei rede ich nicht nur von den Antragsgebühren bei der UNSECO, sondern auch von den Rechnungen, die diejenigen schreiben werden, die diese Anträge stellen.

Im Moment kalkuliert man mit rund 200.000 Euro, die in der ersten Phase erforderlich sind.

Und da schließt sich offenbar der Kreis. Die Ausarbeitung solcher komplexer Anträge kann natürlich nur von ausgewiesenen Fachleuten (aus dem Denkmalschutz?) erfolgen, wie zum Beispiel der Firma complan und der Ehefrau von Martin Halder, Frau Nicola Halder-Hass. Das Frau Halder – Hass erst im Januar 2015, also erst vor wenigen Wochen in die Fa. Complan eingetreten ist, sei nur am Rande erwähnt.

Da der Präsident der IAK, der Abgeordnete Carsten Müller sich mit Sicherheit nicht bei der Auftragsvergabe engagieren wird, denn es ist seine Grundhaltung sich nicht zu engagieren, wird sich also wohl oder übel der Vizepräsident, Herr Martin Halder mit dieser undankbaren Aufgabe befassen müssen.

Natürlich denke ich nicht im entfernteten daran, dass die ganze IAK nur aufgezogen wird, um eine Ehefrau mit Aufträgen zu versorgen. Honi soit qui mal y pense

Doch auch hier zurück zum DEUVET.  Zum Glück erlaubt die Satzung des DEUVETs nicht, dass für solche Dinge Geld ausgegeben wird und der DEUVET wir sich hier auch nicht beteiligen. Da muss sich Martin Halder das Geld woanders besorgen. Zum Beispiel beim ADAC oder AvD. – Aber die haben ja genug davon….”

Was diesen als MdB eher farblose IAK – Präsi Carsten Müller drauf gebracht hat, sich so was anzutu Vielleicht sollten sich die IAK – Baragotzkis an den Kaninchenzüchtervereinen ein Beispiel nehmen. Dort bekommt man sicher gute Hinweise auf die Frage, wie man einen Verein organisiert,  was u. U. nach der Aufdeckung einer Manipulation bei der Wahl des “Rammler des Jahres” ein Vorsitzender und sein Vorstand tun sollten.

P.S. “Compliance” bei der Bad Homburger Müllabfuhr… vorletztes Jahr gab es übrigens so eine nette Information, dass die “Müllmänner” keine Geschenke welcher Art zu Weihnachten oder Silvester annehmen dürften. Dies könne als Bestechung oder Vorteilsnahme gelten in Fällen, wo diese großzügig auch mal ein paar extra Kisten neben die Mülltonnen gestellen Hausmüll “mitnehmen” und daher würden die Compliance-Regeln die Annahme verbieten.

Update 14.03.2015: Offizielles Rundschreiben der IKM Initiative Kulturgut Mobilität

Update 16.11.2015: IAK – Spendenaufruf und was wir alle noch nicht über die automobilhistorische Entwicklung und Bedeutung wussten…

und

Protokoll des PAK Parlamentskreis Automobiles Kulturgut vom 12.10.2015…

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Verwandte Beiträge:

2011: “Der DEUVET und Humor a la Maik Hirschfeld”

2012:  “Benzinduftersatzdarreichung anno 1895″

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Zettelkasten 06.08.2014: Öchsperten

Postkarte

Tscha, Andreas Scheuer, dem neuen CSU – Generalsekretär… hat’s wohl die Petersilie verhagelt. Dem Kult seiner Genialität wird das Ameisenvolk tief unter ihm leider nie gerecht:

“Mit scharfen Worten reagiert die CSU auf ein Gutachten des Wissenschaftlichen Dienstes des Bundestags zur Pkw-Maut. Es sei “so grundfehlerhaft, dass es sofort zum Altpapier gehört”, sagte CSU-Generalsekretär Andreas Scheuer am Montag im Bayerischen Rundfunk. Er forderte, den Verfasser nicht länger zu beschäftigen…”

Da hat der arme Kerl bei der vom “falschen Doktortitelträger” geforderten ‘Wissenschaftlichkeit’ im Wissenschaftlichen Dienst, wohl etwas falsch verstanden. Er hätte mehr auf das Wörtchen “General” und “Dienst” wie “dienstbar” achten sollen. Sakra, hoarst mi?

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Nach allen Regeln der Kunst II

14.07.28 Achenbach verschwundene Oldtimer...

Grade schrub ich hier:

“Ob es  nur die Dummheit eines Unternehmers Albrecht war, dessen Clan ihre Milliarden mit dem Slogan „Gutes muss nicht teuer sein“ verdient oder raffinierte Hütchenspieler und scheinbare, neutrale Beraterfreunde die Gier nach Easy – Money in ihm geweckt hatten, bleibt mal dahingestellt. Die „Kafkaeske Achenbach“ & Co geht, wie über die Albrecht – Sammlung gut informierte Oldtimerlkreise wissen, jetzt erst richtig los, und welche Rolle der Edelrestaurierer Klaus Kienle und Klaus Zimmermann, ehemaliger Chef des Mercedes – Benz Classic – Center darin gespielt haben, werden wir spätestens während der Verhandlung gegen Achenbach erfahren…”

Ich muss mich wohl dahingehend korrigieren, dass wir Dank vereinzelt noch vorhandener, investigativer Journalisten vom Spiegel und Syndications-schreibern wie von B*ld, viel früher erfahren werden, wer sich da alles die Hände und zwar hoch bis zum Oberarm, mitgewaschen hat.

“…Demnach habe eine Achenbach-Firma im August 2012 bei einem Händler in Süddeutschland sieben Oldtimer für 16,8 Millionen Euro gekauft…”   “…Die fünf anderen Oldtimer, darunter nach BILD-Informationen ein Mercedes 300 SL Flügeltürer, sollen in der Achenbach Firma verblieben sein und laut „Spiegel“ umso billiger berechnet worden sein…”

Wow… ein Flügeltürer für lau… die Preise innerhalb der Noblesse Oblige der Oldtimerszene, dafür, guten Freunden mit Empfehlungen und Tips die Planken einzuseifen, sind offenbar gehörig gestiegen.

Da ist nach einem Gespräch mit einem sehr gut informierten Oldtimerhändler, inzwischen mehr als die Ahnung, dass da noch ein paar andere Kaliber aus der Wiege des Automobilbaus mitverdientgemischt haben, wie gut vernetzte und angeblich unabhängige Öchsperten, die reichen Leuten wie Berthold Albrecht “Strategische Lösungen für Sammlungen klassischer Automobile aller Marken”, nur gegen bescheidene 2 – 3 % Honorar natürlich, anbieten.

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Verwandte Themen: “Nach allen Regeln der Kunst I” und “Die Akte Achenbach”

Salonlinke und kunstvolle Oldtimer – Verkäufer

14.06.29 Bild - 1

“Helge Achenbach hat als kleiner Steppke Pornobildchen auf dem Schulhof vertickt. Schwarz-Weiß-Aufnahmen für 50 Pfennige, farbige Bildchen für eine D-Mark. Ein bisschen Wucher war das damals schon, das gibt der prominente Düsseldorfer in seiner kürzlich erschienenen Biografie “Der Kunstanstifter” offen zu. ..”

Oha, oha, was uns Kai Diekmann & Syndikationsjournaille da wieder täglich an Schweinereien aus dem Freundeskreis der Superreichen aufdecken: Mit Tschingderassassa vorneweg natürlich erstmal Klingelbeutelschwinger Gabor Steingart (zur Ehrenrettung: für 99 Cent eine echt lesenswerte Lektüre), Kai Diekmann & Blasorchester sorgen im Gefolge für synchrone Volksmusik dazu, ach ja, vielleicht erbarmt sich ja auch noch eine seriöse Zeitung Helge Achenbach – ein Qualitätsmedium wie die ‘Titanic’.

Mich erinnert das ganze viel mehr an die Krimiserie “Derrick”. Die Handlung dort war mehr oder weniger die gleiche und das Böse wohnte praktisch ausnahmslos in den feinen Villengegenden von München oder den Ufern des Tegernsee’s und Starnberger See’s (den Hitzelsberg kannte man damals noch nicht), trat nur in Folge zu Folge in unterschiedlicher Gestalt auf. Mal als reiche Adlige, dann wieder als schmieriger und über Leichen gehender Unternehmer, oder zur Abwechslung, auch mal als verwöhnter Chefarztsohnemann oder nur aufstrebendes Sternchen der Münchener Staubwedelgesellschaft.

14.06.30 Achenbach

Auf “Derrick’s” Unveränderlichkeit des Bösen konnte ich mich jahrelang verlassen, so wie heute auf die Herkunft von schreibenden Salon – Linken… Kapitalismuskritiker mit dem Arsch an der Heizung, die zum Zeitvertreib das Allotria der Reichenkritik betreibt, weil’s ja so gut ankommt, nachdem schon Oma Krawunke über 0,5 % Spar- und 12 % Dispozinsen schimpft und selbst die deutsche Mutti inzwischen nur noch Verachtung für die Gier der Bankster übrig hat. Da frag ich mich: Gehört jetzt Gabor Steingart zu den Salon – Linken?

Gut, derartig klandestine Zusammenhänge hat bisher ja auch noch keiner bemerkt, außer vielleicht mir, aber ich denke sowieso, dass dieses typische Derrick-Setting im Fall Helge Achenbach, so weit es denn überhaupt einer ist, der Schaulust des sich an den Schaufenstern von Oldtimerveranstaltungen die Nasen plattdrückenden Kleinbürgers und den den Druckmedien in Scharen weglaufenden Lesern geschuldet ist: ‘Boah, 120 Millionen hat der dem pfennigpfuchsenden Multimilliardär Albrecht aus dem Kreuz geleiert, und sogar mit der deutschen Fussball – WM – Mannschaft in Brasilien durfte er mal…’

 

Verwandtes Thema: “Fröhlich’s Göring für Dummies”

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Zettelkasten 26.06.2014: Schwarze Witwen

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Gabor Steingart schrub mir heute Morgen:

“Aufregung in den feinen Kreisen von Düsseldorf: Der prominente Kunstberater Helge Achenbach sitzt nach Recherchen unserer Redaktion wegen Betrugsvorwürfen in Untersuchungshaft. Er soll Kunstwerke und Oldtimer an den im Jahr 2012 verstorbenen Aldi-Erben Berthold Albrecht mit verdeckten Preisaufschlägen weiterverkauft haben. Nun erhebt dessen Witwe schwere Vorwürfe. Es gibt viele Wege, sein Erbe loszuschlagen – der überteuerte Einkauf war für den Sprössling einer Billigpreis-Dynastie wohl der peinlichste…”

Das erinnert mich doch gleich wieder an einen inzwischen verstorbenen Brauerei – Erben, den Schörghuber Stefan und ähnlich wie hier, einen auch erst durch dessen Witwe und in der Welt der von Steinzeitjägern gefijagten Schönen und Reichen aufgedeckten Schwindel mit edlen Oldtimern, getürkten Rechnungen, Millionen – Kick – Backs auf Schweizer Konten, durch einen bayerischen Vornamensvetter…

 

Update 05.04.2017: Auf Grund der vielen Klagen von Stefan Luftschitz gegen mich und dem gut und gerne 5-stelligen Prozesskostenrisiko, was meine Familie in den Ruin getrieben hätte, war ich gezwungen, Prozesskostenhilfe zu beantragen. Diese hatte das LG Hamburg bereits 2016 für ca. 80 % der vom Kläger beanstandeten Äußerungen und Kommentaren, bewilligt, weil diese aus Sicht des LG als berechtigterweise “verteidigungsfähig” angesehen wurden. Im Haupt – Klagepunkt, dem Vorwurf von Stefan Luftschitz, ihn ungerechtfertigterweise des Betrugs bezichtigt zu haben, versagte das LG mir die Prozesskostenhilfe.

“Gottes Mühlen malen langsam, aber gerecht”. Auf meinen Einspruch gegen diesen Bescheid, hat nun der in Kreisen von Medienanwälten und hierbei besonders unter Beklagten wie mir, recht umstrittene Vorsitzende des OLG Hamburg, Richter Andreas Buske, im Beschluss vom 18. März 2017 in meinem Sinn entschieden (Auszug):

17.03.18 OLG Beschluss PKH - Auszug

Ob und in wie weit sich das LG Hamburg in dem jetzt kommenden Hauptverfahren dieser Meinung von Richter Buske anschliesst, bleibt abzuwarten.

 

Verwandte Themen: “Nach allen Regeln der Kunst…” und “Salonlinke und kunstvolle Oldtimerverkäufer…”

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Wo sind all die Pagoden – Käufer hin?

Die endlose Fußgängerkette

“…Die Kategorie Klassiker 1962 bis 1969 beherrscht der Jaguar E-Type mit 26,6 Prozent vor dem Porsche 911 2.2 Targa von 1969 (18,2%) sowie dem Mercedes-Benz 280 SL von 1968 (15,6%)…”

Immer, wenn ich jetzt bei ‘Motor – Klassik – Nachrichten’ lande und was von Leserumfragen und Awards lese, und wenn ich dann noch die Gruppenfotos mit den Kampflächlern darauf sehe, wie sie ihre Awards für die von Lesern gewählten Autos vor die Linsen halten, denke ich, das wäre eine Satire auf den ADAC – Griff ins Klo.

“In den aktuellen Bewertungen der professionellen Marktbeobachter spiegelt sich die weiter steigende Nachfrage nach sehr guten Originalfahrzeugen und perfekt restaurierten Exemplaren, sowie die hohe Kaufkraft vieler Liebhaber und Anleger wider”.

Keine zwei Wochen ist es her, da schalmeiten noch kurz vor der Techno – Classica, die Oldtimeröchsperten von güldenen Zeiten für Oldtimer-Käufer. Der werte Käufer dürfe unausweichlich auch in Deutschland mit zweistelligen Wertzuwächsen p. a. rechnen und den Gewinn im Kopfkino schon mal in die Scheuern fahren. Die einzige Gefahr für ihn bestünde nur darin, bedenkenschwer zu zögern und zu spät zu dieser Party zu kommen.

Tja, so wie vielleicht der Anbieter dieser awardegekürten (nicht uninteressanten) 230 SL Pagode im Originalzustand? … deren bisher weit unter Classic – Data – Marktpreisen liegenden, eher armseligen Gebote, keine Woche nach der Techno – Classica, so garnicht die Beliebtheit und Nachfrage wiederspiegeln.

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