Rezension “Pagoden für Dummies”

Pagoden für Dummies - 2

“Stimmt die Fahrgestellnummer mit der vierstelligen Nummer auf der Motorhaube überein, handelt es sich um das Originalteil…”   “Kein Anschluss ohne Nummer. Der fehlende Verweis lässt auf ein Unfallauto schließen….”

Ach ja, Christian Jancke? Dann sind der Ferrari 250 GTO, der jüngst für den für den Rekordpreis von 30 Mio. Dollar vertickert wurde und der vor seiner Wiederherstellung nur noch ein Schrotthaufen war, und von dem kaum mehr als noch die Hinterachse und das Getriebe übriggeblieben waren, genau so wie die Pagode, bei der in den 80er Jahren zeitwertgerecht der Rempler den Austausch der Seitentür erforderlich machte, eigentlich alle wertlose Blender, die in die Tonne getreten gehören?

So rappelt das wortgewaltig und intelligenzbefreit weiter vor sich hin, bis die Zeilen sich biegen…

“Eine sachgemässe Restauration bei einem ordentlichen Fachbetrieb kostet 100.000 Euro – mindestens. Rund 150.000 Euro können dann für einen sehr guten Mercedes-Benz 230-280 SL (Pagode) erzielt werden…”

Na, da sind dann aber hoffentlich die dabei verbrauchten Putzlappen mit darin enthalten.

“Weil das Einpassen von Motorhaube und Türen seinerzeit mit besonderer Sorgfalt geschah, tragen die die Fahrgestellnummer, besonders auffällig oben links in der Aluhaube. Ist die Zahl nicht zu sehen, ist das ein schlechtes Zeichen. Alu rostet nicht. Da bleibt nur die Frage nach einem Unfallschaden. Auf den können auch unregelmässige und zu große Spaltmasse (Abstand zwischen Haube und Karosserie) hindeuten..”

Ha, entlarvt:

“Bei einer Veranstaltung in Hamm zeigten Christian Nikolai von Ostendorf Classic und Marc Urban von Classic Data anhand von zwei Exemplaren, welche Pferdefüße den potenziellen Käufer erwarten…”

“Für jeden ollen hirnverstiegenen Mist gibt’s eben einen, der’s wieder in Tinte pisst”. Demnächst dann im großen Schleichwerbe Classic – Index – Öchsperten – Theater der PS – WELT, Eberhard Thiesen erläutert uns, was beim Kauf eines Oldtimer – Ferraris zwecks Vermeidung des Totalreinfalls zu beachten ist, Bernhard Schad klärt uns über Fallstricke in den Rechnungen für Oldtimer – Restaurierungen auf, ach ja, und Robert Nolte verrät angehenden Oldtimer-Reparateuren uns, auf was im Beweisverfahren zu achten ist, wenn nach einer Motorkaputtüberholung durch Dusseligkeit, schon nach 270 Kilometern der ganze Motor auseinanderfliegt.

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