Pro Oldtimer – Maut für Umweltzonen

Bei Artikeln wie dem hier in AutoBildKlassik 
 
“Auch in Deutschland, wo Oldtimer bislang von der Feinstaubverordnung ausgenommen sind, sollten sie aus den Umweltzonen verschwinden – das fordert eine aktuelle Studie des Umweltbundesamtes…”
kann man den vereinsmeierigen Ferengis automobiler Unkultur nur wünschen, dass sie sich nicht an ihre eigenen Ratschläge gehalten haben und all ihre Kröten zur Rettung von tausenden, vollverzinkten Schrotteimen der 80er und 90er Jahre vor der Schrottpresse, wie Audi 80, BMW 3er etc., versenkt haben. 
 
Vermutlich kommen aber jetzt wieder die Jammerbeiträge von Mike Hirschfeld und Peter Schneider vom Deuvet, warum die Deutschen und am besten auch gleich die, die gar keinen Oldtimer oder Youngtimer haben, zur Rettung nationalen Kulturerbes  raus aus dem ADAC den Vereinen der falschen Abkassierer  Kultugutbewahrer und dafür schärfleinzahlend rein in den Deuvet sollen, um kulturell reich zu bleiben.
 
Ich bin da mehr der Meinung von Thomas Wirth. Abgesehen davon glaube ich nicht, dass Oldtimerbesitzer mit Automobilen vor 1950 – 1960, die rarer und demtensprechend teuerer sind als die Überbleibsel der sich vom ersten Ölpreisschock wieder erholten Massenmotorisierungsära, sich von Fahrverboten in Umweltzonen erschrecken lassen. Wofür ich eintreten würde, steht oben im Titel. Punkt.
 
Ähnliche Themen: hier und hier
 
Deuvet Bernd Meyer-Brockel.
 
 

04.08.2011: Wie’s am besten in den Kram passt

Ist die Nummer mit dem Öko – Label nicht herrlich? I love it. Na gut, Peter Ramsauer und Phillip Rössler sind beide Bundesminister, denen man nicht erst seit gestern abnimmt, wessen Brot sie essen. Amigo Peter Ramsauer ist zugleich bayerischer CSU – Grande und er will, dass sich durch die vorgeschriebenen CO-2 Reduktionen für seine Hubraumpferdestärkenmonster produzierenden Parteispender von der blau-weissen Autofirma, nichts Wesentliches ändert. Am besten soll alles so bleiben wie es ist. Dafür kann man durchaus Verständnis haben.

Wenn sein Minister-Amigo Phillip Rössler uns gestern aber allen Ernstes erklärt, dass nach seiner Rechenformel, bspw. ein Leo II mit Strassenzulassung, mit 62 t Gesamtgewicht, einem Verbrauch von 340 Litern pro 100km = 5,5 Litern /100 km und Tonne, nach der gestern bekanntgewordenen Verordnung demnächst locker ein Öko-Label A+ Super ökologisch bekommt…

und wenn der Lobby – Marionette Rössler  nichts anderes einfällt als uns in Erklärungen mit solchen platten Worthülsen zu verarschenfür dumm zu verkaufen, muss man sich um die intellektuelle Verfassung nicht nur dieser Beiden echt Sorgen machen. 

Beide sollten uns mit diesem Lobbyistenquatsch genau so verschonen, wie die Lachnummer ADAC mit seiner gespielten Empörung. Das ist nur noch peinlich.

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01.07.2011: Titel Fremdefeder

“Es ist durchaus etwas vorstellbar, das aus ökologischer Sicht verwerflicher als die Targa Florio ist: Armen Eisbären die Eisberge mit russischen U-Boot-Reaktorenkernen wegschmelzen. Tigerpelze mit Walhautinnenfutter und Dodofederbesatz tragen. Die Kreuzung von Lebensmittelgentechnikerinnn mit Atombombenkonstrukteuren. Die Zutaten eines bayerischen Leberkäses. Aber dann wird es schon eng, denn die originale Targa Florio hat alles aufgeboten, was man als Grüner hassen muss..”

Zur Überbrückung meiner Schreibphobie und der Zeit bis zu einem neuen Beitrag mit wenigstens rudimentärer, automobiler Rest-Relevanz, habe ich gestern Abend den FAZ – Beitrag von DonAlphonso gelesen, den ich speziell den Freunden deftiger Blasmusik empfehlen kann.

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Fähnchenhändler: Dr. Joachim Pfeiffer aus Irrsinnshausen

So ein Doimler wird heute ’roundabout’ für 15 Jahre Laufleistung konzipiert. Natürlich kann ich heute, nach Ablauf der 15 Jahre fordern: Der Wagen soll aber 30 Jahre laufen. Tut er aber nicht!

Atomkraftwerke in Deutschland sind allesamt für eine 32-jährige Laufzeit ausgelegt. Jetzt kommt dieser Schlaumeier und Oldtimer - ___________ (bitte selbst eintragen) Dr. Joachim Pfeiffer daher und sagt: “AKW sollen doppelt so lange laufen”. Tun sie bloß nicht!

Als unsere Pagode vor 4 Jahren am Straßenrand verreckte, interessierte das nur das Abschleppunternehmen und bis heute die Gerichte. Was aber ist, wenn ein Atomkraftwerk verreckt? Denn wir wissen ja seit kurzem etwas, das keine alte Sau mehr überrascht; dass der alte Bimpes – Kohl nicht nur schwarze Kassen hatte, sondern auch die Macht, Gutachten über Gorleben je nach Freude und Annehmlichkeit umarbeiten und fälschen zu lassen. Schon 1983.

Dann, von 1994 bis 1998 war eine Ministerin für Reaktorsicherheit für Gorleben verantwortlich, und trat als massive Befürworterin in Erscheinung; ja, sie gehörte sogar zu jenen, die den Atommüll bedenkenlos  in das Atomklo Asse kippen ließ und sich in Gorleben ein internationales Endlager vorstellen konnten. Diese Frau ist heute Bundeskanzlerin. Und was ich mich frage, ist einfach: Wenn Kohls Leute schon 1983 Gutachten fälschen liessen – wer garantiert uns, dass sie von 1994 bis 1998 nicht genau dasselbe getan haben, noch dazu, wenn sie so grosse Pläne mit Gorleben hatten?

Also nehmen wir mal an, der liebe Schwachmathiker Fähnchenhändler Dr. Joachim Pfeiffer aus Irrsinnshausen, von der Union, er würde nicht nur so zur Show in dem alten Benz sitzen, sondern er führe tatsächlich ein 30 Jahre altes Auto. Das hätte in den 30 Jahren 400 ‘Störfälle’ gehabt, also exakt so viel wie ein durchschnittliches bundesdeutsches Atomkraftwerk in der gleichen Zeit. Wie viele Störfälle wird sein Oldtimer wohl in den kommenden 30 Jahren haben? Und würde ihm jemand so ein Auto abkaufen?  

 

 

Dr. Joachim Pfeiffer Atomkraftwerke AKW Verlängerung.

Sprit satt bei Kilometer 2,3

einfach toll, bei mir um die Ecke, dort, wo ich gestern Abend noch mein in dieser Woche witterungsbedingt etwas vernachlässigtes, abendliches  Bewegungspensum gegen beschleunigten, kegelförmigen Körperwuchs (auf unmissverständlichen Rat der Copilotin) absolvierte. 

Ich habe mich schon früher aus den Diskussionen rausgehalten. Aber da stand bei Kilometer 2,3 dieses Schild am Wegrand. Eigentlich war das Thema durch und ich dachte, es hätte jeder verstanden: Biodiesel aus nachwachsenden Rohstoffen entlastet die CO2 – Bilanz so gut wie gar nicht (und u.U. belastet diese sogar) und ist am Ende nur eine versteckte Subvention für die Bauern, wie bei mir um die Ecke, die bei Kilometer 2,3 dieses Schild aufgestellt haben, und damit diese, jeder davon grade so wie er es braucht bzw. was sie in ihrer Region bevorzugt anbauen, wieder Geld verdienen können, das sie sonst nicht verdienen könnten. 

Mir war schon seit einiger Zeit klar, dass die ganze Biodiesel- und Bioethanolförderei nur ein Schwindel und versteckte Agrarsubvention ist. Das ist aber nichts Neues. Aber dass die Bürokraten in der EU wohl deshalb hingehen und  Studien zur angeblichen CO2-Einsparung sogar fälschen und ungewünschte Passagen streichen, finde ich dann schon Hardcore pur.

 

Bio-Ethanol Bio-Diesel Bad Homburg Gonzenheim Korwisi..