Fähnchenhändler: Dr. Joachim Pfeiffer aus Irrsinnshausen

So ein Doimler wird heute ’roundabout’ für 15 Jahre Laufleistung konzipiert. Natürlich kann ich heute, nach Ablauf der 15 Jahre fordern: Der Wagen soll aber 30 Jahre laufen. Tut er aber nicht!

Atomkraftwerke in Deutschland sind allesamt für eine 32-jährige Laufzeit ausgelegt. Jetzt kommt dieser Schlaumeier und Oldtimer – ___________ (bitte selbst eintragen) Dr. Joachim Pfeiffer daher und sagt: “AKW sollen doppelt so lange laufen”. Tun sie bloß nicht!

Als unsere Pagode vor 4 Jahren am Straßenrand verreckte, interessierte das nur das Abschleppunternehmen und bis heute die Gerichte. Was aber ist, wenn ein Atomkraftwerk verreckt? Denn wir wissen ja seit kurzem etwas, das keine alte Sau mehr überrascht; dass der alte Bimpes – Kohl nicht nur schwarze Kassen hatte, sondern auch die Macht, Gutachten über Gorleben je nach Freude und Annehmlichkeit umarbeiten und fälschen zu lassen. Schon 1983.

Dann, von 1994 bis 1998 war eine Ministerin für Reaktorsicherheit für Gorleben verantwortlich, und trat als massive Befürworterin in Erscheinung; ja, sie gehörte sogar zu jenen, die den Atommüll bedenkenlos  in das Atomklo Asse kippen ließ und sich in Gorleben ein internationales Endlager vorstellen konnten. Diese Frau ist heute Bundeskanzlerin. Und was ich mich frage, ist einfach: Wenn Kohls Leute schon 1983 Gutachten fälschen liessen – wer garantiert uns, dass sie von 1994 bis 1998 nicht genau dasselbe getan haben, noch dazu, wenn sie so grosse Pläne mit Gorleben hatten?

Also nehmen wir mal an, der liebe Schwachmathiker Fähnchenhändler Dr. Joachim Pfeiffer aus Irrsinnshausen, von der Union, er würde nicht nur so zur Show in dem alten Benz sitzen, sondern er führe tatsächlich ein 30 Jahre altes Auto. Das hätte in den 30 Jahren 400 ‘Störfälle’ gehabt, also exakt so viel wie ein durchschnittliches bundesdeutsches Atomkraftwerk in der gleichen Zeit. Wie viele Störfälle wird sein Oldtimer wohl in den kommenden 30 Jahren haben? Und würde ihm jemand so ein Auto abkaufen?  

 

 

Dr. Joachim Pfeiffer Atomkraftwerke AKW Verlängerung.

Sprit satt bei Kilometer 2,3

einfach toll, bei mir um die Ecke, dort, wo ich gestern Abend noch mein in dieser Woche witterungsbedingt etwas vernachlässigtes, abendliches  Bewegungspensum gegen beschleunigten, kegelförmigen Körperwuchs (auf unmissverständlichen Rat der Copilotin) absolvierte. 

Ich habe mich schon früher aus den Diskussionen rausgehalten. Aber da stand bei Kilometer 2,3 dieses Schild am Wegrand. Eigentlich war das Thema durch und ich dachte, es hätte jeder verstanden: Biodiesel aus nachwachsenden Rohstoffen entlastet die CO2 – Bilanz so gut wie gar nicht (und u.U. belastet diese sogar) und ist am Ende nur eine versteckte Subvention für die Bauern, wie bei mir um die Ecke, die bei Kilometer 2,3 dieses Schild aufgestellt haben, und damit diese, jeder davon grade so wie er es braucht bzw. was sie in ihrer Region bevorzugt anbauen, wieder Geld verdienen können, das sie sonst nicht verdienen könnten. 

Mir war schon seit einiger Zeit klar, dass die ganze Biodiesel- und Bioethanolförderei nur ein Schwindel und versteckte Agrarsubvention ist. Das ist aber nichts Neues. Aber dass die Bürokraten in der EU wohl deshalb hingehen und  Studien zur angeblichen CO2-Einsparung sogar fälschen und ungewünschte Passagen streichen, finde ich dann schon Hardcore pur.

 

Bio-Ethanol Bio-Diesel Bad Homburg Gonzenheim Korwisi..

Essmüll aus Kreuzmichbrüsselhausen

Ein Spiegel – Beitrag gestern, der prima aufzeigt, wie runtergekommen dieses Land ist, wie wenig es dem vorgetäuschten Bild entspricht, das die CDU uns vormacht, und wie gnadenlos das Gute weggeräumt wird. Wohl dem, der Biobauern und Streuobstwiesen in der Nähe hat oder sein eigen nennt.

Es kann urtypisch sein und mit der Erde verwurzelt, es kann das Beste für die Menschen sein: Trotzdem wird das Reine und Feine ruiniert, und das Billige und Schlechte erhält freie Bahn. Ich habe heute Morgen ganz kurz mit diesem Land und seinen ausführenden Organen gehadert, das es wieder mal wagt, mir vorzuschreiben, mich mit Essmüll zu vergiften, und ich habe mir kurz überlegt, mit welcher Methode ich mich wehre.

Deshalb ist es auch allein Sache dieses Marktes und von mir, was ich kaufe (und gelegentlich mal von Bäumen kl…) und was nicht. Dess iss wasses iss, dess waa immer schoon soo, weil, da kennd ja jedder komme.

Das nächste Mal verbieten sie freilaufende Kühe, weil die Weidegrashalme nicht der Brüsseler Grashalmlängenfutterverordnung entsprechen. Oder sie verbieten Freilandanbau-Kopfsalat, weil die Köpfe gegenüber holländischem Treibhausköppen 1,5 cm zu klein sind. Oder den Verzehr der Jahrhunderte alten Zwetschgensorte am Baum in unserem Garten, weil die in Brüssel unbekannt und nicht gelistet wurde. Das könnte den Arschkrampen in Brüssel alles einfallen, wenn sie erst mal in dieser Sache mit den Gen-Produkten endgültig ihren Willen reingedrückt haben, die danach für einen angeblichen Verbraucherschutz irrwitzige Markteintrittshürden aufbauen oder damit Menschen, die wie bei mir drumherum in der Wetterau seit Generationen für Qualität und Erfahrung stehen, rausdrängen, und wo sich Arbeit für Gutes zu produzieren, nicht mehr lohnt, wie hier, bei mir geschehen, im jahrhundertealten Oberhof  um die Ecke…

Leggt misch, denkt da Jeder, und zwar kreuzweise, bis hinauf zu dem, der hier darüber schreiben darf.  Der nächste EU-Abgeordnete, der in Arschlochbrüsselhausen auf die Rechnung der Monsanto-Lobby frisst, den soll beim Scheissen der Blitz treffen. Kreuzweise.

 

Update: Und in Spitzbergen werden Pflanzensamen unter anderem eingelagert, falls irgendein idiotischer Konzern haufenweise unkontrollierbare Terminator-Gene in seine patentrechtlich geschützten DNA-Sequenzen einbaut und diese sich nicht ganz so verhalten, wie von Gen-Technikern vorhergesagt. Sozusagen ein Backup für den Fall, dass eines Tages mehr als nur harmlose Gen-Informationen ihren Weg aus angeblich so sicheren Anbauflächen in die freie Natur finden.

.

Opernplatzanormalie und Normalität am Orange Beach

 

Heute Vormittag wehte 250 Meter über NN ein leichtes und sehr angenehmes 27-Grad-Lüftchen durch die Fenster meines Büros.  Ich verstehe garnicht, was die da unten in Frankfurt (35 Meter über NN) so jammern, von stickiger stehender Luft und 37° zwischen den vollklimatisierten Hochhaustürmen  berichten, dort, wo ich heute Mittag hin musste.

Meine Stadt ist trotzdem spektakulär, trotz und sie wird es vermutlich immer bleiben.   Zumindest der Teil von Frankfurt, der allgemein als Westviertel gilt, also der Bereich zwischen Güterplatz, Gallusviertel, und südlich davon das direkt am Main liegende Gutleutviertel, am wildufernden Main entlang bis Griesheim.

Genau dort unten am Main bin ich heute Mittag zu einer Objektbesichtigung hin. Heiß, und staubig. Aber das macht mir erstaunlicherweise weniger aus als früher. Vielleicht werde ich auf meine alten Tage hitzeresistent, vielleicht bereitet sich mein Körper auf die Rente vor, die er gedenkt in mildem Klima zu verleben, wie sich das für Ruheständler so gehört. Tja, Pech gehabt mein Junge.

Aber trotzdem begeistert bin ich von dem Umstand, dass es in meinem früheren, schönen, aber leider auch sehr langweiligen Westviertel nun auch eine Strandbar gibt.  Meine Schwiegermutter hatte mich darauf aufmerksam gemacht, sie hat ein paar Meter weiter einen Schrebergarten. Das ist umso spektakulärer, weil es im Westviertel sonst kaum was gibt. Und nun gleich eine Strandbar, drei Fahrradminuten von dort entfernt, wo ich 30 Jahre wohnte. Da täten sich völlig neue Möglichkeiten auf, man hätte Abends ein Ziel, wo man hinradeln kann und sich hinsetzen und für wenig Geld was trinken und lesen und dem Dummgebabbel der Menschen um einen herum zuhören könnte, und es gibt genug schattige Bänke, nicht nur die drei banksterumkämpften Parkbänke wie am Opernplatz, wo man im Sommer nie einen Platz findet  und zu trinken gibt es dort drumherum ja nur dünnbrühige überteuerte Gesöffe.

Aber klar, dafür wohne ich heute in Bad Homburg, man kann ja nicht alles haben, und wenn ich so wie heute wieder nach Hause fahre, die Orange Beach Strandbar gibt es jetzt auch, wo ich mal anhalten kann, ein bißchen Westviertel auftanken, vielleicht, wenn dort Abends mal wieder eine Jazz-Kapelle für lau auftritt oder FAZ – Schreiber Grill-Würstchen essen.

 

 

..