Zettelkasten 03.12.2014; Kauft, kauft, kauft.

14.12.04 Jag-X-Mas

Manche deutsche Komödienschreiber wie Frank Meyer sind einfach echt gut, nur zu realistisch…

Andere Zahlengaukler wie die GfK sehen in ihrer schneegetrübten Kugel auch wieder ein heldenhaftes Konsumwunder…” “Als Grund für diese Zuversicht werden auch fallende Ölpreise genannt. Beim Tanken bleibt so mehr in der Tasche. Stimmt! So habe ich, und Sie werden es nicht glauben, 3.000 Liter Diesel auf einmal getankt und 2.960 Liter daneben fließen lassen. Plötzlich hatte ich 300 Euro für Weihnachtsgeschenke übrig. Ist das nicht toll?…”

Noch simmä opdimisdisch.

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Daimler Benz AG im Sonderangebot

Ich lese nun seit 2008 in den Wirtschaftsnachrichten die Statements von Zetsche über die rosigen Aussichten des jeweils kommenden Geschäftsjahres, und die Probleme von gestern seien eigentlich Schnee von gestern: Man sei auf der Zielgeraden, auf dem Weg oben auf’s Treppchen. Was für Daimler extrem wichtig wäre, weil ihnen, nachdem sie von Audi und BMW im Heimatmarkt und noch schlimmer, im USA- und Asiengeschäft abgehängt worden sind, bei den zunehmend schlechten Verkaufszahlen im Privatkundengeschäft und den hohen Verlusten im Omnibusgeschäft, das Geld durch die Finger rinnt. Geld, das sie nicht haben, und auch keinen flüssigen Großaktionär Quandt oder Pietsch in der Hinterhand. Und die Daimler Aktionäre scheinen auch nicht mehr an ein Erreichen der Zielgraden zu glauben, so wie die Abu Dhabi Investoren, deren Einstieg vor 2 Jahren sich vor kurzem als Fata Morgana  entpuppte und den Aktienkurs seit dem um 40,00 Euro dahindümpeln lässt.

Jetzt droht sogar Rennabbruch: Daimler wappnet sich für den Fall der Übernahme

 

P.S. Ein kleiner Trost für den Ernstfall bleibt: Zumindest werden Zetsche im  Vorruhestand keine finanziellen Sorgen plagen, mit Sicherheit im Gegensatz zu einigen zehntausenden Daimler – Werkern, für die es pö a pö bitter werden könnte, genau so wie erst 2007 für ihre damals noch Kollegen von Chrysler, als grade Zetsche, als erste Amtshandlung nach dem Rausschmiss von Milliardenverbrenner und Oberabzocker Jürgen Schremp, dort die Notbremse zog und ausstieg.

Wenn an den Gerüchten etwas dran ist, dürften die nächsten Wochen spannende Nachrichten bringen. Und wenn jetzt nicht, dann eben erst später. Nur in einem bin ich mir sicher: Ich lese schon die Schlagzeilen. Auch am Ende dieser für das Volk abgezogenen Show – Abwehrschlacht, werden Zetsche & Mänätscherkollegen & nicht zu vergessender, willfähiger Arbeitnehmer-vertreter, für ihre gefloppte Verteidigungsstrategie in der spekatakulärsten  Übernahmeschlacht aller Zeiten und den Gepflogenheiten solcher Verabschiedungszeremonien unfähiger Manager heutzutage entsprechend, von den neuen Hauptaktionären ganz bestimmt noch ein kleines platinplatiertes Trostpflästerchen in die Hand bekommen.

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Frühere Lob und Tadel – Themen: hier und hier und hier und hier

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Opel, die Bad Bank der Automobilindustrie

Geschichte wie Borgward wiederholt sich und deshalb gibt es leider etwas positives zu berichten. Positiv, weil die Skeptiker und ich vor 2 Jahren recht hatten. Nichts wäre mir aber lieber gewesen, als grade  mit Opel volle Kanne danebenzuliegen.

Opel ist die Hypo-Real-Bank der Automobilindustrie. Ich sags mal so, wahrscheinlich ist man mit der Schliessung der Schlecker – Märkte und Entlassung von 11.000 Mitarbeitern dort schneller durch, als der zu erwartende Krampf mit der Opel Bad Bank.

Nur sollte sich keiner der Mitbewerber-Manager die Hände reiben, denn die schlechte Nachricht über Opel ist erst der Auftakt, der große Zapfenstreich steht uns noch bevor. Autobommerland ist abgebrannt.

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Update: Und schon wird nach Staatshilfe gerufen… Opel auf der Kippe

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Einmal reingefallen reicht nicht

Ich habe es schon zu Zeiten der New-Economy nie verstanden, wie man sein Geld “Chicago-Boys”, wie sie damals genannt wurden, geben kann, Typen wie Eric Lefkofsky, die man ausser ihren  Versprechungen auf ihren Webseiten,  nie gesehen hat, weil sie sich im Hintergrund halten, mit nicht den Standards entsprechenden Geschäftszahlen tricksen, man ihnen nicht mal auf den Zahn fühlen und checken kann, was sie wirklich auf der Pfanne haben, bis dann halt wieder alles zu spät ist und die Insolvenzverwalterschreiben kommen.

Inzwischen habe ich jeden Morgen Mehrfach – Post von seiner Firma Groupon in der E-Mail-Box, der Firma, die die 6-Euro-Rumpsteak-mit-Beilagen-Schnäppchenjäger anlockt, damit ihnen beim nächsten Besuch des Lokals dann mit auf edel servierten Großmarktsonderangeboten120-Euro-Kobe-Steaks das hessische  Fell über die Frankfurter Ohren gezogen wird.

Die FAZ schreibt inzwischen auch von Schnäppchenjägern und Heuschrecken.

Das es da jetzt schon zu massiven Deal – Problemen kommt. wundert mich nicht. Jeder kriegt halt auch die Kundschaft, die er verdient.

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Update 23.02.2012: Ich habe noch einen mir nicht bekannten aber sehr interessanten Artikel der FAZ vom 07.02. eingefügt, Danke Hartmut.

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24.04.2011: Pkw-Maut, “so sicher wie der Osterhase”

“Nach einem neuen Vorstoß von CSU-Chef Horst Seehofer kündigte FDP-Generalsekretär Christian Lindner an, dessen Pläne auf jeden Fall zu stoppen. “Eine Pkw-Maut ohne Mehrbelastung für deutsche Autofahrer ist so wahrscheinlich wie die Existenz des Osterhasen”

Dieser saublöde Lindner, und? Ist der Osterhase heute morgen etwa nicht gekommen und hat mir herrliche auf der Zunge dahinschmelzende Nougat – Eier gebracht?

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13.12.2010: Bookmarks, Zetsche’s alte Platte

“Hat mich gerade doch fast der Schlag getroffen. Habe ich einen der drei 12-poligen Stecker (A 000 545 37 28) unter dem Armaturenbrett Anfang Dezember noch für € 19,16 gekauft, so kostet dieser jetzt sage und schreibe € 57,85″.

schrieb ein bedauernswerter Mercedes Oldtimerbesitzer.

Erinnern sich einige noch an Dr. Zetsche’s Handwaschpaste,  an meine kleinen  Geschichtchen im Pagodentreff, rund um Nepper, Schlepper und Bauernfängerei bei Ersatzteilen, und über  Intrigen im Pagoden – Club gegen Kritiker dieser Abzockerei, mit denen sich inzwischen geschasste Clubvorstände bei Dr. Zetsche & Co großschleimen wollten?

Ich halte ja bekanntlich nicht viel davon, mittelmäßige und mittelbar auf der Pay-Road von Autofirmen stehende Online-Jounalisten, als Blogtölpel zu verhackwursten, die sich mit PRoll-Geschwätz wie “liegt an der Strenge der Auslegung dieser Verträge” vom Rest der Blogosphäre absetzen wollen und wichtig machen. Mit dem Ergebnis, dass das oberste Verkündungsasset der Daimler AG  in der Oldtimer-Szene namens MVC – Online und eines seiner Redakteure Bernd Enger,  sich gerade todlangweilige und für den im US-Börsen- und Kartellrecht unerfahrene Leser völlig  unverständliche  Buchstabenwüsten abringt.

“…Da allerdings die Mitarbeiter in Niederlassungen und Vertragswerkstätten besonders im Alt-Autobereich sowohl bei der Recherche als auch bei der Versorgung mit Oldtimerteilen meist nicht geschult sind, tritt hier eine Überforderung ein. Um die Lage zu entschärfen und auch in Zukunft wieder die Szene mit Originalersatzteilen kompetent versorgen zu können, arbeitet man derzeitig stark daran eine Sonderlösung für Oldtimerteile zu entwickeln”.

Statt alte Platten abzuspielen und die Leute mit “übernommenen” PRoll mitteilungen für blöd zu verkaufen, sollte das Motto “MB Ersatzteilhandel im Wandel”, da besser “MB-Ersatzteilhandel21 Rest in Peace” oder noch besser Zetsche’s Raubritterpolka lauten, dann würde sich der MVC weitere Peinlichkeiten ersparen.

Die MVC – Meldung hier nachzulesen.

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